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Abstiegskandidaten

SC Freiburg

Glaubt man dem einen oder anderen Fußballexperten, so könnte für den Sportklub aus Freiburg eine enorm schwere Saison anstehen. Im vergangenen, ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse konnten die Streich-Mannen die Euphorie erfolgreich mitnehmen und spielten Woche für Woche groß auf. Am Ende wurde es der hervorragende siebte Tabellenplatz, der auf Grund des Pokalsieges von Borussia Dortmund sogar für das internationale Geschäft reichte.

Mit einem der geringsten Etats aller Vereine der Bundesliga und mit Sicherheit einem der schlechtesten Kader was die Breite des Kaders betrifft, schafften es die Freiburger mit sehr laufintensivem, giftigen Fußball so manch einem Top-Club das Leben schwer zu machen und kamen vor allem über den internen Zusammenhalt, auf den Trainer Guru Christian Streich so sehr baut, zu dem doch überraschenden Endergebnis in der Tabelle im vergangenen Jahr.

In der ersten von insgesamt drei Euro League Qualirunden konnten sich die Freiburger knapp im ersten Spiel gegen Domzale mit 1:0 durchsetzen und spielen am Donnerstag das Rückspiel. Zwar ist es den sympathischen Breisgauern zu wünschen, dass sie in die Euro League einziehen, aber erstens ist es bis dahin noch ein langer Weg und zweitens sind dann die Probleme vorprogrammiert.

Die Doppel-, bzw. Dreifachbelastung, mit dem DFB Pokal, bei dem der SC in der ersten Runde am 12.8.17 auf das machbare Los VfB Germania Halberstadt trifft, könnte dem ohnehin dünnen Kader teuer zu stehen kommen.

Denn wenn man bedenkt, dass mit Maximilian Philipp, der zu Borussia Dortmund und Vincenzo Grifo, der zu den Gladbacher Fohlen wechselte, zwei Topscorer und Leistungsträger der vergangenen Saison den Verein verlassen haben und im Gegenzug bisher noch nichts nennenswertes als Ersatz verpflichtet wurde, wird selbst ein Christian Streich einen Zauberer brauchen, um die Klasse halten zu können.

Selbst wenn der SC nicht in die Euro League einzieht, wird es eine Mammutaufgabe für den gesamten Verein in dieser Saison nicht abzusteigen, auch wenn viele dies vom Sportklub aus Freiburg vorher schon gesagt haben und sie danach alle zum Staunen brachten, wie in der letzten Saison.

Fazit: Für das sympathische, kleine Städtchen aus dem wärmsten Ort Deutschlands könnte es nach nur einem Jahr in der Bundesliga gleich wieder eng werden.

Zwar ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft gut, das Trainingslager im beschaulichen Schruns/Österreich war anstrengend und ging ohne weitere Probleme über die Bühne und auch die Testspielergebnisse passten bisher, jedoch blickt man alleine auf das kommende Programm bis zum Saisonstart am Sonntag den 20.8.17 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kann einem schwindelig werden.

Am Donnerstag geht es zum Rückspiel in der Euro League nach Slowenien gegen Domzale, am Sonntag gastiert der FC Turin im Schwarzwaldstadion zum letzten Test, am Samstag den 12.8.17 steht die erste Runde im DFB Pokal an. Sollten sie die Euro League Playoffs erreichen, müssen sie am 17.8.17 spielen und am Sonntag darauf der Bundesligastart gegen Eintracht Frankfurt. Macht unterm Strich fünf Spiele in 20 Tagen und die Saison hat noch gar nicht angefangen.

Prognose: Wenn alles gut läuft für den SC Freiburg, könnten sie den Relegationsplatz erreichen.

Zugänge: Bartosz Kapustka (Leicester City), Pascal Stenzel (BVB), Philipp Lienhart (R. M. Castilla), Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim), Caleb Stanko (FC Vaduz), Jonas Meffert (KSC), Fabian Schleusener (FSV Frankfurt), Florian Kath (1. FC Magdeburg).

Abgänge: Maximilian Philipp (BVB), Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach), Falahen Amir (unbekannt), Marc Torrejon (1. FC Union Berlin), Jonas Föhrenbach (1. FC Magdeburg), Havard Nielsen (Fortuna Düsseldorf).

Mögliche Zugänge: Dario Lezcano (FC Ingolstadt)

 

 

 

Hannover 96:

Die Hannoveraner schafften in der vergangenen Saison den sofortigen Wiederaufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse und beendeten die Spielzeit als Tabellenzweiter. Glaubt man diversen Medienberichten, war dies auch die einzige Möglichkeit um das Überleben des Vereins zu sichern.

Auch wenn das Ziel Wiederaufstieg mehr oder weniger souverän erreicht wurde, war es eine sehr holprige Saison in der die Niedersachsen gleich zwei Mal den Trainer tauschten und mit Horst Heldt einen neuen Sportdirektor installierten.

Auf den viel gepriesenen aber erfolglosen Thomas Schaaf folgte No Name Daniel Stendel, der seine Sache gut machte. Völlig aus dem Nichts musste er nach dem 25. Spieltag den Hut nehmen und das obwohl sein Team auf dem vierten Tabellenplatz stand. Mit lediglich drei Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, der für den direkten Wiederaufstieg gereicht hätte. Sei es wie es sei. Auf Stendel folgte Andre Breitenreiter, der mit Paderborn große Erfolge feiern durfte, aber danach bei Schalke 04 zum Rohrkrepierer mutierte.

Dennoch steht unter dem Aufstieg sein Name, auch wenn er vielleicht wieder nur ein weiteres Hirngespinst von Vereinspräsident Martin Kind bzw. Sportdirektor Horst Heldt gewesen ist.

Der vielumstrittene „Gönner“ der 96er Martin Kind, ist definitiv eher ein Problem als ein Segen für den Verein. Er gibt immer wieder seinen Senf dazu und so kann nie Ruhe in den Verein einkehren. Auch wenn er seit Jahren davon spricht, sich aus dem Verein zurückzuziehen, kann er es einfach nicht lassen und deshalb wird es Hannover in der kommenden Bundesligasaison sehr schwer haben.

Fleiß kann man den Hannoveranern nicht absprechen. Sie starteten mit Eintracht Frankfurt als erste in die Vorbereitung und absolvierten gleich zwei Trainingslager. Von den bisher neun Testspielen ging kein einziges verloren, wobei man sagen muss, dass bis auf Udinese Calcio eigentlich nur Kanonenfutter dabei war.

Was den Kader betrifft, können die Niedersachsen bisher vier Neuzugänge vermelden, die aber alle unter der Rubrik Auslaufmodelle eingeordnet werden müssen. Des Weiteren sind sie auf der Suche nach einem Stürmer und sollte es ihnen nicht gelingen einen Knipser zu verpflichten, wird neben Martin Kind das Tore schiessen ein großes Problem, sollten sie die Klasse halten wollen.

Fazit: Neben einem auf Krawall gebürsteten Präsidenten und einem äußerst dünn besetzten Kader ohne echten Sturmtank, kommen noch viele weitere Fragezeichen auf die Niedersachsen zu, die es am Ende schier unmöglich machen werden, den Klassenerhalt zu schaffen.

Prognose: Maximal Platz 17, gleichbedeutend mit dem direkten Wiederabstieg nach dem direkten Wiederaufstieg.

Zugänge: Julian Korb (Borussia Mönchengladbach), Pirmin Schwegler (TSG 1899 Hoffenheim), Michael Esser (SV Darmstadt 98), Matthias Ostrzolek (Hamburger SV).

Abgänge: Artur Sobiech (SV Darmstadt 98), Elias Huth (Rot-Weiß-Erfurt), Timo Königsmann (unbekannt), Tim Drießen (unbekannt), Stefan Strandberg (FK Krasnodar).

Mögliche Zugänge: Anthony Ujah (Liaoning Whowin), Di Santo (FC Schalke 04).

 

 

 

1. FSV Mainz 05

Die 05er haben eine äusserst schwere Saison hinter sich mit vielen Auf und Abs. Auf der einen Seite konnten sie in der Euro League für Furore sorgen und verpassten das Ziel K. O. Phase nur knapp und auf der anderen Seite konnten sie in der Bundesliga nie wirklich überzeugen und schafften es am Ende mit einem Herzschlagfinale die Klasse zu halten. Lediglich das knapp bessere Torverhältnis bescherte ihnen den 15. Tabellenplatz, punktgleich mit dem VfL Wolfsburg, die in die Relegation mussten.

Der vielgescholtene Schweizer Trainer Martin Schmidt, der eigentlich die ganze Saison kurz vor dem Rausschmiss stand, musste trotz Klassenerhalt aber mangelnder Entwicklung der Mannschaft gleich nach der Saison dann doch seinen Hut nehmen. Auf ihn folgt das unbeschriebene Blatt Sandro Schwarz, der wie auch sein Vorgänger Schmidt bisher Trainer der U23 von den Rheinhessen war.

Eben dieser junge, neue Trainer könnte zu einem Stolperstein für die Mainzer werden, denn das Bundesligageschäft ist kein Honiglecken und es bleibt abzuwarten, wie die Profis im Verein ihn annehmen und ob er in Ruhe arbeiten wird können.

Des Weiteren wird der Abgang von Sturmtank und Leistungsträger Jhon Cordoba kaum zu ersetzen sein. Der Laufstarke Mittelstürmer, der nicht nur durch seine Tore und Vorlagen glänzte, war unter anderem auch noch sehr mannschaftsdienlich und wird den Rheinhessen an allen Ecken und Enden fehlen.

Die Bemühungen eine schlagfertige Truppe für die kommende Saison zusammenzustellen laufen auf Hochtouren. Blickt man jedoch auf die Namen bzw. die Vereine von denen die Spieler kommen, kommt einen gleich wieder der Oberflopp Bojan in den Sinn. Er war von Stoke City ausgeliehen und sollte einen Neuanfang bei den 05ern schaffen. Daraus wurde leider nichts und nach insgesamt 630 Einsatzminuten und lediglich einem Tor war der Spuk auch schon wieder vorbei. Der einzige Neuzugang, der den Mainzern wirklich helfen kann ist Tormann Rene Adler, wobei man bei ihm auch immer im Hinterkopf behalten muss, dass er in den letzten Jahren gefühlt mehr verletzt als fit war.

Die bisherige Testspielphase lief bis auf einen Ausrutscher gut, auch die beiden Trainingslager verliefen ohne Probleme. Dennoch werden es die Mainzer schwer haben in der verbleibenden Zeit die Mannschaft so einzustellen, damit sie am Ende konkurrenzfähig sind und eventuell doch die Klasse halten können.

Fazit: Die 05er befinden sich im absoluten Umbruch. Neuer Trainer, kaum ersetzbare Abgänge, viele Neuzugänge, die erst integriert werden müssen und eine vergangene Saison in der man mit jeder Menge Dusel gerade noch die Klasse halten konnte. Bleibt abzuwarten, ob sie dieses Kunststück in der kommenden Saison auch noch einmal schaffen.

Prognose: Mainz wird in diesem Jahr nicht nochmal so viel Glück haben und absteigen.

Zugänge: Abdou Diallo (AS Monaco), Viktor Fischer (FC Middlesbrough), Kenan Kodro (CA  Osasuna), Alexandru Maxim (VfB Stuttgart), Rene Adler (Hamburger SV), Jose Rodriguez (FC Malaga), Robin Zentner (Holstein Kiel).

Abgänge: Devante Parker (SKN St. Pölten), Jonas Lössl (Huddersfield Town), Niki Zimling (SönderjyskeE), Maximilian Beister (unbekannt), Jhon Cordoba (1. FC Köln), Besar Halimi (Bröndby IF), Andre Ramalho (Bayer 04 Leverkusen), Bojan (Stoke City), Pierre Bengtsson (FC Kopenhagen).

 

 

 

 

Eintracht Frankfurt

Es scheint fast so, als würde sich die Frankfurter Eintracht jedes Jahr erneut in einen Umbruch stürzen. Zumindest wenn man einen genaueren Blick auf die bisher getätigten Transfers wirft, fällt einem sofort auf, dass viele Leistungsträger der vergangenen Saison in wichtigen Positionen den Verein verlassen haben und jede Menge frisches Blut in die Mannschaft geholt wurde.

Auch in der äußerst durchwachsenen vergangenen Saison hatte Trainer Kovac damit zu kämpfen, die vielen neuen Spieler in die Mannschaft zu integrieren und ihnen seinen Spielstil einzuimpfen. Die Herbstsaison beendeten sie überraschenderweise auf einem Europacup Platz, aber alles was nach Weihnachten mit den Hessen geschah, war einfach nur zum Vergessen, stellt man das Erreichen des DFB Pokalfinales aussen vor.

Zu viele verschiedene Charaktere aus vielen verschiedenen Ländern, die teilweise nicht fix verpflichtet wurden, sich in dem vergangenen Jahr jedoch zu Stammspielern entwickelt haben, mussten nun zu ihren Vereinen zurückkehren und hinterließen ein mächtiges Loch auf den verschiedensten Positionen. Für Trainer Nico Kovac heisst es jetzt so rasch als möglich diese Löcher zu stopfen und eine schlagfertige Truppe zusammenzustellen. Dies könnte ein Wettlauf mit der Zeit werden. Wahrscheinlich waren die Frankfurter deshalb die ersten, die den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen haben.

Nach einigen Einheiten auf heimischem Boden reiste die Truppe in Sachen PR nach Amerika und legte ein weiteres Trainingslager in Südtirol ein. Laut den Vereinsverantwortlichen sei die Stimmung gut und man sei mindestens einen Schritt weiter als letzte Saison.

Nun geht es für das Trainerteam um den taktischen Feinschliff. In dieser Woche stehen noch zwei Testspiele an. Unter anderem das Stadtderby gegen FSV Frankfurt zum Anlass der Saisoneröffnung, bevor es nächste Woche im DFB Pokal gegen die TuS Erndtebrück geht. Das erste Bundesligaspiel wird kein leichter Auftritt. Die Mannen um Trainer Kovac müssen nach Freiburg und dort ist es bekannterweise nie leicht etwas mitzunehmen.

Fazit: Integration muss bei der SGE mal wieder ganz groß geschrieben werden. Die erneut vielen neuen Spieler müssen sich erst zurecht finden und das System verinnerlichen.

Aus der vergangenen Saison werden sie gelernt und daraus die notwendigen Schlüsse gezogen haben. Die Stimmung innerhalb des Teams scheint gut zu sein, allerdings geben die bisherigen Testspielergebnisse dafür keinen Anlass.

Ebenfalls besorgnisserregend ist der Gesundheitszustand von Alex Meier, den die SGE in dieser Saison mehr denn je brauchen wird. Er laboriert an Borreliose und wird mit Antibiotika behandelt, soll aber laut Kovac Kapitän bleiben.

Alles in Allem könnte es eine sehr schwere Saison für die SGE werden, denn seien wir uns ehrlich, es müssen schon ganz viele Komponenten bei der Eintracht in nur ganz kurzer verbleibender Zeit zusammengeführt werden, um nicht eine negative Überraschung zu erleben.

Prognose: Gelingt es den Vereinsverantwortlichen die vielen neuen Spieler zu integrieren, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben, aber mehr auch schon nicht.

Zugänge: Jetro Willems (PSV Eindhoven), Jonathan de Guzman (SSC Neapel), Daichi Kamada (Sagan Tosu FC), Luka Jovic (Benfica Lissabon), Jan Zimmermann (1860 München), Carlos Salcedo (Deportivo Guadalajara), Gelson Fernandes (Stade Rennes), Danny da Costa (Bayer 04 Leverkusen), Renat Dadashov (eigener Nachwuchs), Sebastien Haller (FC Utrecht).

Abgänge: Bastian Oczipka (FC Schalke 04), Nelson Mandela Mbouhom (unbekannt), Furkan Zorba (VfL Osnabrück), Heinz Lindner (Grasshopper Club Zürich), Jesus Vallejo (Real Madrid), Guillermo Varela (Manchester United), Michael Hector (FC Chelsea), Shani Tarashaj (FC Everton), Ante Rebic (AC Florenz), Haris Seferovic (Benfica Lissabon).

 

 

 

Hamburger SV:

Es ist überraschend ruhig um den HSV in der Vorbereitungsperiode. Es scheint so, als könne Trainer Gisdol seine Mannen ohne medialen Stress auf die neue Saison einstellen, auch wenn von den diversen Fußballexperten immer mal wieder versucht wird, etwas Öl ins Feuer zu gießen.

Zuerst wurde die mangelnde Aktivität am Transfermarkt bekrittelt. Das Trainerteam meint immer noch, dass sie vorne zu viele Spieler haben und hinten zu wenig.

Danach, wie könnte es anders sein, kam das Thema Kühne wieder auf. Der Investor ist seit Jahren im Blickpunkt der Kritik, da er zu viel Mitspracherecht fordert im Gegenzug für seine Millionen. Aber auch hier hat Trainer Gisdol eine Lanze für den Gönner gebrochen und gemeint, dass Kühne ein wichtiges Gut für die Hanseaten sei. Und seien wir uns mal ehrlich, ohne den stinkreichen Investor würde nicht einmal noch die Stadionuhr übrig sein.

Auch die psychische Belastung wird noch eine Rolle spielen in den Köpfen so manch eines Profis, denn die vergangene Saison muss erst einmal verarbeitet werden. Wieder konnte sich der Bundesligadino in allerletzter Sekunde retten und die Klasse halten und diesmal sogar ohne Relegation.

Das harte elftägige Trainingslager in Längenfeld/Tirol wurde dazu verwendet, um der Mannschaft eine Woche vor dem DFB Pokal den taktischen Feinschliff zu verpassen. Die bisherigen Testspiele liefen aber alles andere als gut für die Hanseaten. Der letzte Test im Trainingslager gegen Antalyaspor ging mit 2:0 verloren. In den verbleibenden zwei Tests muss Gisdol sein Team so weit haben, um nicht im DFB Pokal ein blaues Wunder zu erleben, denn der VfL Osnabrück ist ein äusserst unangenehmer Gegner, den man erstmal schlagen muss.

In der Woche drauf geht es dann mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg los und auch die haben nicht zu verschenken und wollen auch aus dem Volksparkstadion etwas mitnehmen.

Fazit: Schaffen es die Hamburger noch den einen oder anderen überbezahlten Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen und im Gegenzug noch mindestens einen konkurrenzfähigen Verteidiger zu verpflichten, könnte zumindest der Start in die Saison glücken.

Für den Rest der Saison gilt dasselbe wie schon in den vergangenen Jahren. Kämpfen bis zur letzten Sekunde, um nicht eines Tages doch aus der Bundesliga abzusteigen.

Prognose: Die Hanseaten werden es erneut schwer haben in dieser Saison und werden wieder bis zuletzt kämpfen müssen um den Klassenerhalt, aber erneut nicht absteigen.

Zugänge: Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach), Bjarne Thoelke (Karlsruher SC), Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern), Sven Schipplock (SV Darmstadt 98), Batuhan Altintas (Kasimpasa Istanbul), Mohamed Gouaida (FC St. Gallen).

Abgänge: Nabil Bahoui (Grasshopper Club Zürich), Michael Gregoritsch (FC Augsburg), Dren Feka (FC Luzern),  Rene Adler (1. FSV Mainz 05), Ashton Götz (unbekannt), Johan Djourou (unbekannt), Matthias Ostrzolek (Hannover 96).

Mögliche Zugänge: Alvaro Gonzalez (FC Villerreal), German Pezzella (Real Betis).

 

 

 

SV Werder Bremen

Nach einer miserablen Herbstsaison der Hanseaten im vergangenen Jahr sorgten sie in der Rückrunde für Furore und belegten am Ende den hervorragenden achten Tabellenplatz. Trainer Nouri hatte bestimmt ein lachendes und ein weinendes Auge, denn mit etwas Glück wäre sogar noch das internationale Geschäft möglich gewesen. Aber wer weiß für was es gut ist, dass dies jetzt nicht der Fall ist. Die Saison für die Bremer wird so oder so schwer genug, da brauchen sie nicht auch noch die Doppelbelastung im Europäischen Bewerb.

In Sachen Transfers hat sich auch einiges bei den Bremern getan, zumindest was die Abgänge betrifft. Gnabry, Pizarro, Fritz, Grillitsch sind nur einige, die den Verein verlassen haben und das obwohl sie absolute Leistungsträger in der letzten Spielzeit waren.

Glaubt man diversen Medienberichten könnte es gut sein, dass Kapitän Junuzovic und Torjäger Kruse ebenfalls noch die Bremer verlassen. Dann könnte es zappenduster werden, denn mit einem Transferbudget von lächerlichen drei Millionen Euro könnten sie sich nichtmal die Schuhe von einem wertvollen Spieler leisten.

Am 2. Juli bat Trainer Nouri sein Team zum Vorbereitungsstart. Die bisherigen Testspiele gegen namhafte Gegner verliefen eher durchwachsen und man ist immer noch auf der Suche nach der perfekten Elf. Es steht noch ein Test gegen niemand geringeren als FC Valencia an, bevor es in der Woche drauf in der ersten Runde des DFB Pokals nach Würzburg geht. Man kann nur hoffen, dass sie aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt haben, denn da sind sie eben in dieser ersten Runde bereits ausgeschieden, da sie den damaligen Gegner Sportfreunde Lotte nicht ernst genommen haben.

Die Hanseaten absolvierten zwei Trainingslager, die laut Medienberichten sehr gut verlaufen sind und die Stimmung intern sei bestens.

Zum Bundesligastart können sich die Bremer gleich warm anziehen, denn da müssen sie zur TSG nach Hoffenheim, wo es gleich zum Wiedersehen mit Serge Gnabry kommt. Der Jungnationalspieler wechselte nach nur einem Jahr an der Weser zum großen FC Bayern und hat sich von den Münchnern nach Hoffenheim ausleihen lassen, um Spielpraxis zu sammeln.

Fazit: Viele namhafte Abgänge und kaum gute neue Spieler weisen auf eine harte Saison für den SV Werder Bremen hin. Sollten auch noch Kruse und Junuzovic den Verein verlassen, könnte es sogar ganz dick kommen. Jedoch scheinen die beiden Leistungsträger nach jetzigem Stand dem Verein erhalten bleiben. Nichts desto trotz wird es ein Kampf bis zum Ende, aber dennoch sollten sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Prognose: Trainer Nouri wird alle Hände voll zu tun haben mit dem ihm zur Verfügung stehendem Material und wird sich am Ende zwischen Platz 11 und 15 wieder finden.

Zugänge: Yuning Zhang (West Bromwich Albion), Jiri Pavlenka (Slavia Prag), Levent Aycicek (1860 München), Thanos Petsos (FC Fulham), Jerome Gondorf (SV Darmstadt 98), Lennart Thy (FC St. Pauli), Ludwig Augustinsson (FC Kopenhagen).

Abgänge: Melvyn Lorenzen (ADO den Haag), Claudio Pizarro (unbekannt), Felix Wiedwald (Leeds United), Santiago Garcia (Deportivo Toluca), Raphael Wolf (Fortuna Düsseldorf), Serge Gnabry (FC Bayern München), Clemens Fritz (Karriereende), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim).

 

 

 

Hertha BSC Berlin:

Die Mannen um den ungarischen Trainer Pal Dardai schafften es in der vergangenen Saison mit einem Kraftakt sich doch noch für die Euro League zu qualifizieren und beendeten die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz und das obwohl sie eine fürchterliche Rückrunde ablieferten und in der Frühjahrstabelle gar nur den 13. Platz belegten mit gerade mal 19 geholten Punkten.

Auch in der letzten Saison konnten sie sich für Europa qualifizieren, scheiterten aber in der letzten Qualirunde an Bröndby. Dies führte zu langen Gesichtern in der Hauptstadt und man kann nur hoffen, dass es ihnen in diesem Jahr besser geht, zumindest bleiben sie dank des Pokalsieges von Borussia Dortmund von der lästigen Qualirunde verschont und starten fix in der Euro League.

Mit bisher neun gespielten Testspielen waren sie einer der fleißigsten Vereine in der Vorbereitungszeit und konnten auch durchaus gute Ergebnisse gegen namhafte Teams wie FC Malaga einfahren. Am Samstag steht der letzte Test an gegen Galatasaray Istanbul, ehe es in der Woche drauf im DFB Pokal nach Rostock geht.

Die Hauptstädter absolvierten wie die meisten Vereine in diesem Sommer zwei Trainingslager. In Bad Saarow stand die körperliche Fitness auf dem Programm und in Schladming/Österreich hieß es das taktische System an die Spieler so weiterzugeben, damit sie es im Schlaf umsetzen können.

Trainer Dardai konnte aus beiden Camps positives ziehen. Zwar muss er noch die eine oder andere Stellschraube feinjustieren, aber er sei mit der Einstellung seiner Jungs äußerst zufrieden und die Stimmung sei ebenfalls sehr gut.

Auch die teils namhaften Neuzugänge, wie der derzeit verletzte Selke bzw. Leckie haben sich gut integriert und wurden von seinem Team perfekt aufgenommen. Sollten alle fit sein, habe der Trainer eine saucoole Truppe und es sei einiges möglich.

Sorgen bereite ihm nur die beiden Abgänge von Brooks und Baumjohann. Die beiden Verteidiger waren absolute Leistungsträger in der vergangenen Saison und werden nur schwer zu ersetzen sein.

Fazit: Die Doppel- bzw. Dreifachbelastung mit Bundesliga, DFB-Pokal und Euro League wird mit dem dünnen Kader nur sehr schwer zu bewältigen sein und es werden ziemliche Probleme auf die Hertha zukommen, sollten sie nicht noch auf dem Transfermarkt tätig werden.

Prognose: Eine Saison in der für die alte Dame alles möglich ist, aber am Ende werden sie auf Grund der zu hohen Belastung nicht weiter als auf Platz 13 landen.

Zugänge: Jonathan Klinsmann (University of California Berkeley), Karim Rekik (Olympique Marseille), Davie Selke (RB Leipzig), Mathew Leckie (FC Ingolstadt), Julius Kade (eigener Nachwuchs), Valentino Lazaro (RB Salzburg).

Abgänge: Alexander Baumjohann (FC Coritiba), Allan (FC Liverpool), Nils-Jonathan Körber (Preußen Münster), Florian Kohls (Würzburger Kickers), Marius Gersbeck (VfL Osnabrück), John Anthony Brooks (VfL Wolfsburg), Sami Allagui (FC St. Pauli).