1. FC Köln – Bayer Leverkusen – Rivalen der Bundesliga

1. FC Köln – Bayer Leverkusen – Rivalen der Bundesliga. Lesen Sie alle wissenwerte Fakten und Meilensteine in unserem Bericht!

1. FC Köln - Bayer Leverkusen

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1. FC Köln – Bayer Leverkusen – Nur 20 km Entfernung

Wer Köln mit dem PKW in Richtung Norden verlässt oder auch nur umfährt, landet kurz nach der Stadtgrenze am Autobahnkreuz Leverkusen, das nicht nur den Übergang von A3 zu A1 und umgekehrt, sondern auch einen Blick auf die direkt daneben gelegene BayArena ermöglicht. Um die Rivalität zwischen den 1. FC Köln und Bayer Leverkusen zu erklären, genügt es deshalb schon, auf die räumliche Nähe zwischen beiden Vereinen, deren Stadien Luftlinie weniger als 20 Kilometer voneinander entfernt liegen, zu verweisen.

Ansonsten treffen mit dem FC und Bayer Gegensätze aufeinander, die auch darin begründet liegen, dass der führende Verein aus einer Millionenstadt und die Werksmannschaft eines Großkonzern aus einer mit rund 160.000 Einwohnern vergleichsweise kleinen Großstadt über eine unterschiedliche Geschichte verfügen. Dass mit Bayer Leverkusen der eigentlich weitaus kleinere Klub mit der deutlich geringeren Anhängerschaft seit Beginn der 90er-Jahre der sportlich um einiges erfolgreichere, liegt nicht unwesentlich an den auch in der Gegenwart gravierenden Unterschiede in der Finanzkraft, die den noch immer viel populäreren FC auf dem Spielfeld regelmäßig zum Außenseiter machen.

Das allerdings war nicht immer so, weshalb wir im Folgenden nicht nur auf die jüngere Vergangenheit dieses rheinischen Duells zurückblicken, sondern auch auf dessen Anfänge. Der Begriff Rheinderby wird unterdessen von Seiten der FC-Fans entschieden abgelehnt – unter Hinweis darauf, dass diese Bezeichnung nur für das definitiv traditionsreichere Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach gilt.

 

1. FC Köln – Bayer Leverkusen – Historischer Rückblick

Als Bayer Leverkusen 1979 der Aufstieg in die Bundesliga gelang, war der 1. FC Köln schon drei Mal Deutscher Meister und drei Mal DFB-Pokalsieger, zudem regelmäßig in den internationalen Wettbewerben vertreten. In der 80er-Jahren hielt die Kölner Vormachtstellung auch noch an – obwohl Leverkusen 1988 den UEFA-Pokal gewann und damit einen internationalen Titel, der auf dem Kölner Briefkopf fehlt. Als Anfang der 90er-Jahre durch eine Reihe unglücklicher bzw. schlichtweg falscher Entscheidungen sowie auch wegen schicksalhafter Umstände wie dem Unfall-Tod von Stürmerhoffnung Maurice Banach der Kölner Abstieg begann, avancierte Bayer – auch dank der Unterstützung des Bayer-Werks – zum Spitzenklub, der stets im vorderen Tabellendrittel der Bundesliga zu finden war.

Während Köln 1998 erstmals und danach fünf weitere Male den Gang in die 2. Liga antreten musste, ist Bayer seit 1979 immer im Oberhaus dabei, wenngleich der mehrfach mögliche große Wurf in Form der Meisterschaft nicht gelungen ist. Wirtschaftlich klafft zum einen wegen der unterschiedlichen Struktur, zum anderen aber auch wegen der regelmäßigen Einnahmen aus internationalen Spielen, allen voran der lukrativen Champions League, längst eine große Lücke zwischen beiden Vereinen, deren Verhältnis nicht das beste ist. Der Wechsel des längst zum Superstar durchgestarteten Florian Wirtz aus dem Kölner Nachwuchs nach Leverkusen, mit dem Bayer ein Gentlemen’s Agreement gebrochen hat, trug Anfang 2020 nicht unbedingt dazu bei, dieses zu verbessern.

Köln – Leverkusen in der Saison 2021/22

Mit einem 0:4 zu Hause und einem 0:3 in der BayArena war der 1. FC Köln 2020/21 in beiden Vergleichen mit Bayer Leverkusen weitgehend chancenlos. Und auch das Hinspiel der Saison 2021/22 schien sich am 24. Oktober 2021 in eine ähnliche Richtung zu entwickeln, als Patrik Schick und Karim Bellarabi mit einem Doppelschlag in der 15. und 17. Minute für eine schnelle 2:0-Führung der Gäste sorgten. In der Folge hatte Bayer mehrere Gelegenheiten zum dritten Treffer, machte den Sack aber nicht zu und wurde dafür bestraft. Köln, das unter Trainer Steffen Baumgart eine ganz andere Mentalität an den Tag legte als in den Jahren zuvor, agierte in einem mit 49.600 Zuschauern im erstmals nach Corona bis auf wenige Plätze im Gästebereich ausverkauften RheinEnergieStadion weiterhin mutig und belohnte sich zunächst mit dem Anschlusstreffer durch Anthony Modeste in der 63. Minute.

Der französische Torjäger war es auch, der für nun deutlich forschere Geißböcke in der 82. Minute nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung des eingewechselten Sebastian Andersson zum 2:2-Endstand ausglich, der am Ende in Ordnung ging. Das Rückspiel am 13. März 2022 entwickelte vor 22.658 Zuschauern in der BayArena eine besondere Dramatik.

Leverkusen startete stark ins Spiel, scheiterte aber gleich mehrfach am überragenden FC-Keeper Marvin Schwäbe, ehe mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Jungstar Florian Wirtz ein Bruch ins Spiel der Gastgeber kam. Noch vor Wirtz, dessen sofort befürchteter Kreuzbandriss sich wenig später bestätigte, musste auch Jeremie Frimpong verletzt vom Feld, der zuvor wochenlang in Top-Form war und ebenfalls monatelang ausfallen sollte.

Während der Leverkusener Schwung ohne die beiden Leistungsträger erlahmte, wurde Köln im zweiten Durchgang von Minute zu Minute forscher. Coach Baumgart bewies dann nach 64 Minuten ein goldenes Händchen mit der Einwechslung von Dejan Ljubicic und Kingsley Schindler, die nur drei Zeigerumdrehungen später für das 0:1 verantwortlich zeichneten. Für Schindler war es sogar der allererste Treffer für den FC, der anschließend wiederum dank eines famosen Schwäbe hinten dicht hielt und somit einen neuen Derbyhelden hatte.

 

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Köln vs Leverkusen: Die Schauplätze

Das RheinEnergieStadion in Köln und die BayArena in Leverkusen waren Schauplatz aller bisherigen Nachbarschaftsduelle, allerdings haben beide Arenen im Laufe der Zeit ein völlig neues Gesicht – und auch andere Namen – erhalten.

In Köln fanden die Vergleiche mit Bayer in der Oberliga West noch im alten Müngersdorfer Stadion statt, das erst für die WM 1974 umgebaut wurde. Zwar wurde das Stadion nicht rechtzeitig zum Großturnier, sondern erst 1976 fertig. Doch dieser Zeitpunkt war ausreichend, dass darin sämtliche Bundesliga-Partien zwischen dem FC und Leverkusen gespielt werden konnten. Freilich im in den 70er-Jahren geschaffenen Oval nur bis zu Beginn des neuen Jahrtausends.

Denn für die WM 2006 bekam Köln sein neues Stadion mit den vier markanten Leuchttürmen, das diesmal auch rechtzeitig mit einigem Vorlauf zum späteren Sommermärchen, konkret schon 2004, fertiggestellt wurde. Seitdem fungiert das Unternehmen RheinEnergie als Namenssponsor des 50.000 Zuschauer fassenden Stadions. Nachdem die ersten Duelle mit dem 1. FC Köln noch im Leverkusener Stadion Am Stadtpark über die Bühne gegangen waren, wurde 1958 das Ulrich-Haberland-Stadion eröffnet, das lange Zeit freilich nicht allzu viel Komfort bot.

Erst ab Ende der 80er-Jahre wurde das Stadion modernisiert, mit einer bis dahin fehlenden Südtribüne ausgestattet und unter anderem mit einem Dach versehen. Markantes Zeichen des 1998 angelehnt an den Mutterkonzern in BayArena umbenannten Stadions ist seit 1999 das in die Nordtribüne integrierte Hotel Lindner. Ab Ende 2007 wurde die BayArena um einen Oberrang erweitert, mit dem die Kapazität von 22.500 auf 30.210 Plätze stieg.

1. FC Köln – Bayer Leverkusen – Statistik

Dass es sich beim 1. FC Köln und Bayer Leverkusen um zwei Klubs mit völlig unterschiedlicher Geschichte und auch gravierend anderen Voraussetzungen in der Gegenwart handelt, haben wir bereits dargestellt. Das Ganze lässt sich aber auch anhand von einigen, aussagekräftigen Zahlen nachvollziehen, die den FC als traditionsreichen und weitaus populäreren Verein, Leverkusen aber als aktuell sportlich deutlich besser aufgestellten Rivalen zeigen.

Alle Angaben basieren auf dem Stichtag 21. Juni 2022 und werden immer wieder aktualisiert.

 

1. FC Köln

Bayer Leverkusen

Gründungsjahr 1948 (Vorläuferklub: 1901) 1904
Mitglieder 116144 27500
Stadionkapazität 50000 30210
In der Bundesliga seit: 2019 1979
Titel 3x Deutscher Meister

4x DFB-Pokal-Sieger

5x Westdeutscher Meister

1x DFB-Pokal-Sieger

1x UEFA-Cup-Sieger

Marktwert aktueller Kader* 94,08 Mio. € 434,05 Mio. €
Anzahl Nationalspieler 10 17
Anzahl Länderspiele 211 493
Ewige BL-Tabelle 9. Platz 10. Platz

*basierend auf den Zahlen von transfermarkt.de

Zahlen und Fakten zum Duell Köln gg. Bayer

  • 85 Pflichtspiele gab es bisher zwischen beiden Vereinen, von denen 68 in der Bundesliga stattfanden. Zwölf Mal duellierten sich Köln und Leverkusen zwischen 1951 und 1963 in der Oberliga West, zudem drei Mal im DFB-Pokal und zwei Mal im Ligapokal.
  • Mit 33 Siegen weist Bayer Leverkusen dabei die bessere Bilanz auf, während für den 1. FC Köln bei 30 Unentschieden 22 Erfolge verbucht sind. Das Torverhältnis spricht mit 142:125 auch für den Werksklub.
  • In Köln war Bayer 42 Mal zu Gast, bringt es in der Domstadt allerdings nur auf elf Siege bei 17 Remis und 14 Niederlagen. Mit 72:58 besitzt der FC zu Hause auch das bessere Torverhältnis. In Leverkusen hingegen stehen 22 Heimsiegen bei 13 Unentschieden nur acht Kölner Auswärtserfolge gegenüber – bei einem auch klar für Bayer sprechenden Torverhältnis von 84:53.
  • In der Bundesliga feierte Leverkusen 26 Siege und verlor bei 25 Unentschieden nur 17 Mal. Auch im DFB-Pokal hat Bayer mit zwei Siegen und einer Niederlage die Nase vorne – ebenso und das mit Blick auf die damaligen Kräfteverhältnisse durchaus überraschend mit fünf Siegen, fünf Remis und zwei Niederlagen auch in der Oberliga West. Die beiden Ligapokal-Spiele gewann 1972/73 dafür beide der FC.

Für Bayer und den FC – Viele Stars mit doppelter Vergangenheit

  • Der schon erwähnte Florian Wirtz ist ein aktuelles Beispiel dafür, dass es bei aller Rivalität durchaus möglich ist, dass Spieler im Laufe ihrer Karriere sowohl für Bayer Leverkusen als auch den 1. FC Köln auflaufen – gern gesehen wird dies beim jeweils anderen Anhang freilich nicht.
  • Dennoch weisen nicht wenige prominente Namen eine Vergangenheit bei beiden rheinischen Rivalen auf. Zu nennen ist an dieser Stelle natürlich Bernd Schuster, der als Top-Talent vom 1. FC Köln zu Real Madrid wechselte und nach weiteren Stationen in Spanien in gesetztem Alter seine Karriere in Leverkusen ausklingen ließ.
  • Jürgen Glowacz, Patrick Helmes, Lukas Sinkiewicz, Dirk Lottner, Falko Götz, Markus Happe, Marcel Risse, Wolfgang Rolff, Hans-Peter Lehnhoff, Hanno Balitsch und Andrej Voronin waren ebenfalls für beide Klubs aktiv, wenn auch teils mit unterschiedlichem Erfolg und auch von unterschiedlicher Dauer.

Die denkwürdigsten Begegnungen beider Vereine

Einige der 85 Nachbarschaftsduelle hat man in Köln und Leverkusen schon vergessen. An andere erinnert man sich zumindest bei einem der beiden Rivalen aber mutmaßlich noch gut – sei es aus positivem oder negativ Anlass. Wir gehen nachfolgend auf einige besondere Vergleiche in der Geschichte des Duells Leverkusen gegen Köln etwas näher ein.

27. Dezember 1953, Oberliga West, 17. Spieltag: 1. FC Köln – Bayer Leverkusen 7:3

Die 15.000 Zuschauer, die kurz nach den Weihnachtsfeiertagen ins Müngersdorfer Stadion pilgerten, dürften ihr Kommen nicht bereut haben – zumindest wenn sie es mit dem FC hielten. Denn es entwickelte sich nicht nur das torreichste Duell in der Geschichte des Nachbarschaftsvergleichs, sondern zugleich der höchste Kölner Sieg. Der überragende Hans Schäfer, der ein gutes halbes Jahr später Weltmeister wurde, steuerte gleich vier Tore zum FC-Sieg bei. Berthold Nordmann und zwei Mal Herbert Dörner komplettierten die Kölner Torschützenliste. Horst Schultz (2) und Waldi Langwagen waren für Leverkusen erfolgreich.

15. September 1979, Bundesliga, 6. Spieltag: Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 1:1

Das sechste Bundesliga-Spiel in der Geschichte von Bayer Leverkusen war das erste Duell mit dem Nachbarn aus Köln. Als Klaus Bruckmann die Werkself nach 71 Minuten in Führung brachte, sah es direkt nach dem Premierensieg aus, doch Dieter Müllers Ausgleich acht Minuten vor Schluss bescherte dem FC zumindest noch ein Unentschieden.

9. Dezember 1983, Bundesliga, 17. Spieltag: Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 2:1

Bei drei Niederlagen verbuchte Bayer Leverkusen aus den ersten acht Bundesliga-Nachbarschaftsduellen immerhin fünf Unentschieden. Der erste Sieg gelang allerdings erst im neunten Anlauf. Und danach sah es zunächst nicht aus, als Klaus Allofs die Gäste aus Köln schon nach vier Minuten in Führung schoss. Herbert Waas in der 34. und Bum-Kun Cha in der 57. Minute sorgten mit ihren Toren aber doch noch für großen Jubel auf Seiten Bayer.

24. Mai 1997, Bundesliga, 33. Spieltag: 1. FC Köln – Bayer Leverkusen 4:0

Mit nur einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München und damit voller Hoffnung auf die Meisterschaft trat Leverkusen die kurze Reise nach Köln an, wo alle Träume gegen einen im Niemandsland der Tabelle festsitzenden FC zerplatzten. Während der FC Bayern parallel dazu den VfB Stuttgart mit 4:2 bezwang und den Titel feiern durfte, brachte Toni Polster Köln nach elf Minuten per Elfmeter in Führung und legte nach dem 2:0 durch Janosch Dziwior mit dem Pausenpfiff im zweiten Durchgang zwei weitere Treffer nach.

9. Mai 1998, Bundesliga, 34. Spieltag: 1. FC Köln – Bayer Leverkusen 2:2

Um den ersten Abstieg aus der Bundesliga noch verhindern zu können, hätte der 1. FC Köln neben Schützenhilfe auf den anderen Plätzen einen eigenen Kantersieg benötigt. Leverkusen, schon vor dem Saisonfinale sicherer Tabellendritter, ließ den FC-Anhang zumindest leise hoffen. Doch nachdem Dorinel Munteanu und Uwe Scherr die Domstädter mit 2:0 in Führung geschossen hatten, glichen Markus Feldhoff und ausgerechnet Dirk Lottner, der ein halbes Jahr später die Seiten wechseln und beim FC zur Legende werden sollte, für Bayer zum 2:2 aus und besiegelten so den Kölner Absturz.

5. März 2002, DFB-Pokal, Halbfinale: Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 3:1 n.V.

Während Bayer Leverkusen erst am Ende der Saison drei Enttäuschungen in Form der verlorenen Endspiele in Champions League und DFB-Pokal sowie der verspielten Meisterschaft erleben musste, zeichnete sich der zweite Bundesliga-Abstieg des 1. FC Köln frühzeitig ab. Im Pokal witterten die Geißböcke aber die Chance auf ein halbwegs versöhnliches Saisonende, das aber just der ungeliebte Nachbar verhinderte. Rigobert Songs Ausgleich in letzter Minute, nachdem Marc Zellweger per Eigentor für Bayer getroffen hatte, brachte den FC zwar in die Verlängerung, in der die deutlich überlegene Werkself durch Treffer von Boris Zivkovic und Bernd Schneider den Finaleinzug klar machte.

30. April 2011, Bundesliga, 32. Spieltag: 1. FC Köln – Bayer Leverkusen 2:0

Fünf Punkte lag Bayer Leverkusen drei Spieltage vor Schluss hinter Borussia Dortmund mit noch intakten Chancen auf die Meisterschaft. Doch dann platzte der Traum von der ersten Schale wie schon 1997 ausgerechnet wieder in Köln. Während der BVB parallel dazu den 1. FC Nürnberg mit 2:0 bezwang, schnürte im RheinEnergieStadion Milivoje Novakovic in der 67. und 82. Minute einen Doppelpack für die Geißböcke, die damit bei der Premiere von Sportdirektor Volker Finke als Interimscoach einen wichtigen Schritt zum eine Woche später perfekt gemachten Klassenerhalt gingen.

29. November 2014, Bundesliga, 13. Spieltag: Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 5:1

Nach dem Wiederaufstieg unter Trainer Peter Stöger fand sich der 1. FC Köln vornehmlich dank einer klar strukturierten Defensive gleich gut zurecht in der Bundesliga. Auch das Gastspiel in Leverkusen begann mit der frühen Führung durch einen von Matthias Lehmann verwandelten Elfmeter hervorragend. Und doch stand am Ende der höchste Bayer-Sieg in der Geschichte des Duells mit dem FC. Karim Bellarabi glich nach 26 Minuten aus und Hakan Calhanoglu traf nach einer Stunde per Freistoß zum 2:1 für die Gastgeber, die in der Schlussphase durch einen Doppelpack des eingewechselten Josip Drmic und den zweiten Treffer Bellarabis noch für sehr klare Verhältnisse sorgten.

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Fazit und Prognose für das Duell Köln – Leverkusen

An den Kräfteverhältnissen zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen, die sich nach dem Bundesliga-Aufstieg der Werkself innerhalb gut eines Jahrzehnts praktisch umgekehrt haben, wird sich vermutlich auf absehbare Zeit nichts Gravierendes ändern. Bei allen Vorteilen, die der FC in Sachen Tradition und Anhängerschaft besitzt, ist Bayer schlichtweg wirtschaftlich zu überlegen, um sich die Vormachtstellung am Rhein vom FC abjagen zu lassen, der in diesem Vergleich längst zum Underdog geworden ist.

Johannes Ketterl

Experte für Fußball

Geboren 1983 in der Oberpfalz und dort von kurzen Ausnahmen bis heute wohnhaft. Dennoch und trotz deutlich mehr Tiefen als Höhen von klein auf Fan des 1. FC Köln. Studium an der Universität Regensburg und an der FH Schmalkalden, seit 2010 als freiberuflicher Autor mit Schwerpunkt Fußball tätig. Als lizenzierter Fußball-Trainer im Nachwuchsbereich aktiv und mit einem gewissen Faible für die italienische Serie A. Ewige Helden: Maurice Banach und Dennis Bergkamp.

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