Die 10 schönsten EM Momente aller Zeiten - Überraschungen und Kurioses

In weniger als zwei Wochen ist es endlich soweit. Die auf Grund der Corona-Pandemie verschobene Fußball-Europameisterschaft „Em2020“ startet mit genau einem Jahr Verspätung. Insgesamt werden die 51 Spiele an 11 verschiedenen Spielorten ausgetragen. Außerdem sind endlich wieder Fans in den Stadien erlaubt. Los geht es am 11.6.2021 um 21 Uhr im Olympiastadion zu Rom mit der Begegnung Türkei gegen Italien. Es wird die insgesamt 16. Europameisterschaft. Seit 1960 wird dieses Turnier alle vier Jahre ausgetragen. Rekordsieger sind mit jeweils drei Triumphen die Deutschen und die Spanier.

Die 10 schönsten EM Momente aller Zeiten - Überraschungen und Kurioses

Zuletzt setzten sich die Portugiesen die begehrte Krone auf. Im Finale in Paris besiegten sie ausgerechnet die Franzosen im eigenen Land. Nach dramatischen 90 Minuten stand es 0:0. In der Verlängerung markierte der kurz zuvor eingewechselte Eder das Gold-Tor zum Turniersieg. Ein unvergessener Moment.Im weiteren Verlauf dieses Textes werden wir auf die 10 schönsten Momente bei einer Fußballeuropameisterschaft zurückblicken. Angefangen vom bisher einzigen Golden Goal bei einer EM-Endrunde, über den Panenka-Elfmeter im Finale 1976 bis hin zum Überraschungssieger Dänemark 1992.

Die 10 schönsten EM Momente aller Zeiten

Platz 10: Griechenland schockt die Fußballwelt:

Es war der Sommer 2004. Ein, was das Wetter angeht, eher durchwachsener Sommer. Da kam für den Fußballfan die Europameisterschaft in Portugal genau zur rechten Zeit. Es war übrigens die einzige EM-Endrunde, bei der das Eröffnungsspiel dasselbe war wie das Finale. Es hieß Portugal gegen Griechenland. Die Griechen waren damals unter der Regie von Otto Rehhagel angereist und bekamen es in der Gruppenphase eben mit Portugal, Spanien und Russland zu tun. Gleich im Eröffnungsspiel schockten die Galanolefki vor allem das portugiesische Volk. Sie gewannen mit einer umstrittenen Defensivtaktik mit 1:2.

Das zweite Gruppenspiel gegen Spanien endete mit 1:1. Die Griechen lagen bis in die 64. Minute mit 0:1 im Rückstand, ehe Angelos Charisteas den so wichtigen Ausgleich erzielte. Obwohl man das dritte Gruppenspiel gegen Russland mit 2:1 verlor, reichte das bessere Torverhältnis gegenüber den Spaniern zum Aufstieg.Im Viertelfinale bekamen es die Griechen mit dem damals amtierenden Europameister Frankreich zu tun. Als klarer Außenseiter blieb ihnen nicht viel mehr übrig, als den Bus vor dem Tor zu parken und auf einen Konter zu hoffen. Und genau so kam es dann auch. Erneut war es Charisteas, der den 1:0 Siegtreffer erzielte.

Rehakles Traumstunde

Otto Rehhagel wurde nach diesem Triumph kurzer Hand zu Otto „Rehakles“ umgetauft. Doch die Griechen hatten noch nicht genug. Im Halbfinale standen sie den Tschechen gegenüber. Nach dramatischen 90 Minuten stand es 0:0. Die Verlängerung musste her. Und die war an Spannung nicht zu überbieten. Wer erinnert sich nicht an die 105. Minute, als der damals schon grauhaarige Traianos Dellas nach einer Ecke an den kurzen Pfosten das bisher einzige „Silver Goal“ zum 1:0 Sieg einköpfte und die Fußballwelt Kopf stand. Kein Mensch hätte vor der EM auf die Griechen gesetzt. Dennoch standen sie im EM Finale.

Und dort wartete niemand geringeres als der Gastgeber Portugal. Nach ausgeglichenen und umkämpften 45 Minuten stand es zur Pause 0:0. Kurz nach Wiederanpfiff bekamen die Griechen einen Eckball zugeschrieben. Basinas trat ihn von der rechten Seite mit dem rechten Fuß vom Tor weg. In der Mitte setzte sich Angelos Charisteas gleich gegen zwei Portugiesen im Luftduell durch und wuchtete die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Ein Tor für die Ewigkeit, das einem bis heute die Haare zu Berge stehen lässt. Der Rest ist Geschichte. Otto Rehhagel und seine Griechen wurden unsterblich:

 

 

Platz 9: Antonín Panenka’s Trademark Elfmeter:

Im Sommer 1976, genauer gesagt von 16. – 20.6.1976, wurde die EM-Endrunde im damaligen Jugoslawien ausgetragen. Im Finale in Belgrad standen sich die damalige CSSR und der amtierende Weltmeister und EM-Titelverteidiger Deutschland gegenüber. Das Finale wurde unter dem Namen „Die Nacht von Belgrad“ bekannt.Die deutsche Nationalmannschaft war damals gespickt mit Stars, die man heute noch aus dem Fernsehen kennt. Da waren Sepp Maier im Tor, Berti Vogts mit Ulli Hoeneß und Franz Beckenbauer im Mittelfeld oder der damalige Torschützenkönig Dieter Müller als Spitze, um die bekanntesten Namen zu nennen.

Auf Seiten der CSSR kannte man damals nur einen Akteur. Nämlich Antonin Panenka. Der quirlige Mittelfeldmotor mit der Rückennummer sieben war Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Tschechoslowaken, die sich im Halbfinale mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Niederlande durchsetzten. Auch die Deutschen mussten in ihrem Semifinale nachsitzen. Nach 90 Minuten stand es gegen den Gastgeber Jugoslawien 2:2. In der Verlängerung erzielte Dieter Müller noch zwei Tore, die nach dem EM Finale 1972 und dem WM-Finale 1974 das dritte Endspiel bei einem großen Turnier in Folge bedeuteten.

Die Premiere von Belgrad

In der Nacht von Belgrad ging es dann magisch zu. Es war ein Finale, welches man nie vergessen wird. Nach 25 Minuten sah die CSSR wie der sichere Sieger aus. Sie führten mit 2:0. Doch die Deutschen schlugen zurück. Dieter Müller erzielte in der 28. den Anschlusstreffer und Bernd Hölzenbein sorgte in der 90. Minute für das 2:2. Die Verlängerung brachte nichts ein und so kam es zum allerersten Elfmeterschießen überhaupt bei einer Europameisterschaft. Die CSSR begann und traf die ersten vier Penaltys. Für die Deutschen trat als vierter Ulli Hoeneß an und vergab. Der letzte Schütze der CSSR war Antonin Panenka.

Er legte sich die Kugel am Elfmeterpunkt zurecht. Nahm einen elend langen Anlauf, als würde er die Kugel in die Maschen hämmern wollen. Doch alles war nur ein Trick. Er verlud Sepp Maier in die rechte Ecke und lupfte den Ball gefühlvoll in die Mitte des Tores. Der Panenka Elfmeter war geboren, die CSSR Europameister.

Platz 8: Michel Platini macht die EM 1984 zu seiner eigenen:

Wenn man den klingenden Namen Michel Platini hört, dann hat automatisch jeder Fußballfan dessen Gesicht vor Augen. Platini galt als „Der Maestro“ des französischen Fußballs und wurde von 1983 bis 1985 drei Mal in Folge Europas Fußballer des Jahres. Bei der EM 1984 leuchtete sein Stern am hellsten. Die „Equipe Tricolore“ trug die Endrunde im eigenen Land aus und Platini gab den Takt für sein Team vor. Die drei Gruppenspiele gegen Dänemark, Belgien und Jugoslawien wurden jeweils gewonnen. Im Spiel gegen die Dänen erzielte Platini den ersten und bisher einzigen Hattrick bei einer Fußball-Europameisterschaft.

Im Halbfinale gegen Portugal war es ebenfalls der Maestro, der in der 119. Minute der Verlängerung das entscheidende Tor zum 3:2 Sieg erzielte. Und im Finale gegen Spanien war sein Treffer zum 1:0 der Schenkelöffner zum EM-Triumph im eigenen Land. Michel Platini machte die EM 1984 zu seiner eigenen. Am Ende erzielte er nicht nur in jedem Spiel der Endrunde mindestens einen Treffer und wurde mit bisher unerreichten 9 Toren bester Schütze, er wurde außerdem zum besten Spieler ausgezeichnet und durfte im Park de Prince als Kapitän der Franzosen als erstes den Pokal in die Höhe stemmen. Ein Gänsehautmoment.

Platz 7: Das Desaster für Österreich in Österreich:

Wenn man es als kleine Nation wie Österreich schon nicht schafft, sich für eine Europameisterschaft zu qualifizieren, dann muss man sie eben im eigenen Land austragen, um dabei zu sein. Das dachten sich damals auch die Verantwortlichen des ÖFB und suchten nach einem passenden Partner. Der wurde mit der Schweiz schnell gefunden und die Endrunde fand in Österreich und der Schweiz statt. Teamchef der Alpenrepublik war damals Josef Hickersberger. Seine Aussage vor versammelter Presse bei der Kaderbekanntgabe vor der EM war der Anfang vom Ende.

„Ich habe nicht die Besten, sondern die Richtigen nominiert“, hieß es. Am Ende wurde die Heim-EM zum absoluten Desaster. Mit nur einem Punkt und einem Tor schieden die Österreicher sang- und klanglos aus. Das einzige Tor erzielte der damals 38-jährige Ivica Vastic nach einem Elfmeter gegen Polen in der 90. Minute. Es gehört nicht zu den 10 schönsten EM Momente aller Zeiten, dennoch ist es eine Lehre, die man daraus schließen kann. Man sollte seine beste Spieler aufstellen, nicht welche man persönlich bevorzugt.

Platz 6: Enfant Terrible, Bad Boy, Zauberer – Paul „Gazza“ Gascoigne:

Es war das Jahr 1996. England trug die Europameisterschaft im eigenen Land aus und hoffte auf den „Football’s coming Home“ Effekt. Im Team der Three Lions war niemand geringerer als Paul „Gazza“ Gascoigne. Der Bad Boy war damals bei Lazio Rom unter Vertrag. Die EM bestritt er mit blonden Haaren und immer roten Kopf. Wie es der Zufall so wollte, kam es in der Gruppenphase zum Spiel gegen den schottischen Nachbar. Im „Battle of Britain“ konnte man damals wetten, wie viele Spieler verletzt vom Platz getragen werden. Im extrem hart umkämpften Match brachte Alan Shearer die Engländer in der 53. Minute per Kopf in Führung.

Gute 10 Minuten vor dem Ende hatte „Gazza“ seinen wahrscheinlich besten Moment in seiner Karriere. Nach einem weiten Abschlag von Keeper David Seaman gelangte der Ball zu Teddy Sheringham. Mit zwei Kontakten passte er weiter auf Darren Anderton, der wiederum leitete direkt auf Paul Gascoigne weiter. Mit dem ersten Kontakt überlupfte „Gazza“ den schottischen Verteidiger und hämmerte mit dem zweiten Kontakt den Ball volley zum 2:0 in die Maschen. Das Stadion und ganz England stand Kopf. Gascoigne legte sich jubelnd auf den Boden und ließ sich aus einer Trinkflasche Wasser über das Gesicht spritzen.

Ein Moment für die Ewigkeit. Leider ist „Gazza“ danach komplett abgedriftet. Seine Karriere lief aus dem Ruder. Den Kampf gegen den Alkohol hat er gleich mehrmals verloren. Neben Spendenaufrufen über englische Boulevard Blätter, war der Tiefpunkt seiner Laufbahn die Teilnahme am italienischen Dschungelcamp.

 

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Platz 5: Aus dem Urlaub zum Europameister – Das Märchen der Dänen:

1992 war ein Ausnahmejahr was Europameisterschaften angeht. In diesem Jahr begann der grausame Krieg in Ex-Jugoslawien. Die Jugoslawen wurden von der UEFA trotz Qualifikation ausgeschlossen. Für sie rückte zur Endrunde in Schweden Dänemark nach. Die meisten Dänen befanden sich schon im Sommerurlaub. Viele von ihnen waren mehr als überrascht, als der damalige Trainer Richard Moeller Nielsen den Kader einberief. Brian Laudrup war damals bereits aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, wurde aber wieder reaktiviert. Im Tor stand Peter Schmeichel, der Vater vom jetzigen Dänen-Torwart Kasper Schmeichel.

Mit kaum einer Vorbereitung auf das Turnier wurde „Danish Dynamite“ förmlich ins kalte Wasser geworfen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass genau das der Schlüssel zum Erfolg war. Unvergessen die TV-Bilder der Dänen beim Besuch eines amerikanischen Fastfood Restaurants mit dem goldenen M. Zum Auftakt holte Dänemark beim 0:0 gegen England einen Punkt, verlor gegen den Gastgeber Schweden mit 1:0 und bezwang Frankreich mit 2:1. Auf Grund des besseren Torverhältnisses steigen die Dänen ins Halbfinale auf, das sie im Elfmeterschießen gegen die Niederlande gewannen.

Im Finale warteten die übermächtigen Deutschen, die sich im Semifinale gegen den Gastgeber knapp mit 3:2 durchsetzen. Die Dänen hatten keine Chance und nutzten diese. Am Ende gewannen sie mit 2:0 und wurden aus dem Urlaub zum Europameister. Sowas hat es nie mehr gegeben. Hier die Tagesschau in gekürzter Version vom 27.06.1992:

Platz 4: Marco van Basten’s Zaubertor zum Titel:

1988 schlug zum ersten und bisher einzigen Mal in der Geschichte der Fußball-Europameisterschaft die Stunde der Niederlande. Eigentlich kann man sich das bei der Klasse und den guten Spielern, die die Holländer immer wieder hervorbringen, gar nicht vorstellen, dass es noch nicht zu mehr Titel, als nur einen gereicht hat. Deutschland trug die EM aus und schaffte es bis ins Halbfinale. In dem warteten die Oranjes, die England und Irland in der Gruppenphase besiegten und trotz der Niederlande gegen die UDSSR ins Semifinale einzogen. Niemand geringeres als Lothar Matthäus brachte Deutschland damals mit 1:0 in Führung.

Der jetzige Barcelona Trainer Ronald Koeman glich per Elfmeter aus und Marco van Basten öffnete mit seinem Treffer in der 89. Minute das Tor ins Finale. Dort bekamen sie es wieder mit den Russen zu tun, wie auch in der Gruppenphase. Die bezwangen im zweiten Halbfinale die Italiener klar mit 2:0. Im restlos ausverkauften Münchner Olympiastadion war damals die Spannung zum Greifen nahe. Es war der perfekte Tag für ein EM Finale. Die Elftal ging nach gut einer halben Stunde durch den Treffer von Kapitän Ruud Gullit in Führung. Gullit hatte damals schulterlange Rasterzöpfe und war das Idol einer ganzen Generation.

Das Jahrhunderttor zur EM ’88!

Doch Marco van Basten gelang kurz nach der Pause das Jahrhundertor, das bis heute den Menschen eine Gänsehaut verpasst. Arnold Mühren flankte mit dem linken Fuß an den zweiten Pfosten, wo van Basten mit der Rückennummer 12 lauerte. Niemand dachte daran, dass er den Ball direkt abnehmen würde. Er tat es aber. Und wie. Der Ball fiel beinahe an der Torauslinie runter, van Basten nahm ihn volley und die Kugel schlug im langen Kreuzeck ein wie ein Blitz. Es war das Jahrhundertor, gleichzeitig das fünfte von van Basten bei der EM und es brachte ihm gleichzeitig den Titel Torschützenkönig.

Außerdem wurde er zum besten Spieler des Turniers gewählt, wurde in dem Jahr Fußballer des Jahres und gewann auf Vereinsebene mit dem AC Milan den Scudetto. Und den italienischen Supercup. Mehr geht nicht.

Platz 3: Als die spanische Dominanz begann:

Natürlich konnte vor der EM 2008 in Österreich und der Schweiz niemand ahnen, dass sich die Spanier den Titel holen. Aber es war mehr als das. Es begann eine Ära, eine Zeit die den Fußball veränderte und prägte. „Tiki Taka“ heißt nichts anderes, als mit einem Kontakt Ball und Gegner laufen zu lassen. Die Dominanz bei der Endrunde 2008 war von Beginn an brutal. Mit einem 4:1 Sieg gegen Russland startete die „Furia Roja“ ins Turnier. David Villa erzielt dabei einen Hattrick. Schweden und Griechenland wurden in der Gruppenphase ebenfalls besiegt. Im Viertelfinale gegen Italien kam es zum einzigen 0:0 der EM 2008.

Der Beginn einer Ära!

Das Elfmeterschießen gewann die „La Seleccion“ und zog ins Halbfinale ein, bei dem die Russen erneut klar bezwungen wurden. Im Finale sorgte Fernando Torres mit dem einzigen Tor zum Sieg über Deutschland. Spanien war Europameister. Doch damit nicht genug. La Furia Roja gewann in den folgenden Jahren alles, was es gibt. 2010 wurden die Spanier auch noch Weltmeister in Südafrika und 2012 verteidigten sie den EM Titel in Polen und der Ukraine. Casillas, Ramos, Xavi und Co. fegten damals die Italiener mit 4:0 vom Platz. Bis heute ist es der höchste Sieg in einem Endspiel bei einer Europameisterschaft.

Platz 2: Die Wikinger sind los – Island schafft es bis ins Viertelfinale:

Jeder Fußballfan hat sie noch klar vor Augen. Es war 2016 bei der bisher letzten Europameisterschaft in Frankreich. Die isländischen Fans feiern ihre Mannschaft mit dem unvergessenen Schlachtruf und dem dazugehörigen Klatschen. Die kleine Insel hatte sich zuvor zum ersten Mal für eine Endrunde qualifiziert. In der Gruppenphase verloren sie kein einziges Spiel und bezwangen im Achtelfinale sensationell England mit 2:1. Erst im Viertelfinale war gegen den damaligen Finalisten und Gastgeber Frankreich Schluss. Das Spiel ging mit 5:2 verloren. Dennoch waren die Wikinger mit ihren Fans die Gewinner der EM 2016.

Kapitän der Isländer war damals Aron Gunnarsson. Der Glatzkopf mit dem Rauschebart gab den Fans beim Feiern den Takt vor und das ganze Stadion machte mit. Gunnarsson meinte damals, dass er jeden auf der Tribüne mit Handschlag begrüßen hätte können, weil er beinahe jeden Fan persönlich kannte.

Platz 1: Das „Golden Goal“:

Es war der Sommer 1996. Die EM fand im Mutterland des Fußballs statt. England hatte sich mit seinen tollen Stadien rausgeputzt. Alles war angerichtet für ein rauschendes Fest. Die Gastgeber schafften es bis ins Halbfinale, in dem sie erst im Elfmeterschießen an Deutschland scheiterten. Im Finale standen die Deutschen den Tschechen gegenüber, die im anderen Semifinale völlig überraschend Frankreich ausschalteten. Im altehrwürdigen Wembley Stadion zu London, welches natürlich restlos ausverkauft war, kam es also zum Showdown um den begehrten Titel.

Patrik Berger schockte die Deutschen mit dem 1:0 per Elfmeter kurz nach der Halbzeit. Oliver Bierhoff konnte nach gut 75 Minuten per Kopf ausgleichen. Vor dem Turnier führte die UEFA eine neue Regel ein, die besagte, dass das Team das den ersten Treffer in der Verlängerung erzielt, automatisch gewonnen hat. Bezeichnet wurde diese Regel als „Golden Goal“. Und wie es der Fußballgott wollte, wurden die 73.611 fanatischen Fans Zeuge des ersten Golden Goals der Geschichte. Es war die 95. Minute der ersten Halbzeit der Verlängerung. Jürgen Klinsmann flankt den Ball von der rechten Seite in den Strafraum.

Dort steht Oliver Bierhoff, der die Kugel gekonnt abdeckt, sich mit einer kurzen Drehung von seinem Gegner löst und den Ball mit links in die Maschen befördert. Bierhoff selbst war es erst nicht bewusst, dass er Deutschland zum Titel geschossen hat. Er riss sich sein Trikot vom Leib und feierte mit den Fans den Triumph. Das gehört definitiv auf Platz 1 der 10 schönsten EM Momente aller Zeiten!

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Pascal Ortner

Experte für Fußball

Als ehemaliger Fußballprofi in Österreich und Belgien kennt sich Pascal mit der Materie bestens aus. Mittlerweile ist der Familienvater im Grenzgebiet zu Deutschland sesshaft geworden. Sein Hauptaugenmerk für Wettbonus.net gilt dem Erstellen von neuen Texten für die erste und zweite deutsche Bundesliga. Außerdem hat er bereits diverse Artikel für das Magazin auf der Webseite geschrieben. In seiner Freizeit trainierte Pascal die G-Jugend Mannschaft in seinem Heimatort in der auch seine beiden Söhne Fußball spielen. Des Weiteren ist er Cheftrainer in der Bezirksliga in Bayern, genießt gerne die Natur auf dem Fahrrad und liebt jede Art von sportlicher Betätigung wie schwimmen oder auch Krafttraining.