RB Leipzig Transfers: Zu- und Abgänge zur Saison 2026/27 – Tops & Flops

Welche RB Leipzig Transfers bringen die Sachsen wieder näher an die Bundesliga-Spitze und wie lässt sich der Rekordabgang von Yan Diomande auffangen? Nach Platz drei in der Saison 2025/26 und der Rückkehr in die Champions League verändert sich in Leipzig nicht nur der Kader. Mit Martín Demichelis steht auch ein neuer Trainer an der Seitenlinie.

Auf dem Transfermarkt haben die Leipziger einen ungewöhnlichen Sommer erlebt. Diomande brachte eine dreistellige Millionenablöse ein, Péter Gulácsi und Xaver Schlager verabschiedeten sich ebenfalls. Dafür kommen mit Rocco Reitz und Maxime Estève zwei Spieler, die sofort wichtige Rollen übernehmen können. Spektakulär ist insbesondere die Rückkehr von Christopher Nkunku. Dazu bleibt Brajan Gruda ein weiteres Jahr in Leipzig.

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RB Leipzig Transfers: Zugänge in der Analyse

Bei den RB Leipzig Transfers geht es diesmal weniger um zahlreiche Neuzugänge als um gezielte Verstärkungen. Gerade Nkunku, Reitz und Estève sollen nicht irgendwann, sondern möglichst sofort helfen.

  • Christopher Nkunku: Diese Rückkehr ist eindeutig der spektakulärste RB Leipzig Wechsel des Sommers. Drei Jahre nach seinem Abschied kehrt Nkunku von der AC Mailand zurück. Zunächst handelt es sich um eine Leihe für die Saison 2026/27, Leipzig besitzt anschließend allerdings eine Kaufoption. Normalerweise würden wir einen Leihspieler nicht so ausführlich behandeln. Bei Nkunku wäre das angesichts seiner Bedeutung für den Club unsinnig. Zwischen 2019 und 2023 absolvierte der Franzose 172 Pflichtspiele für RB, erzielte 70 Tore und bereitete weitere 56 vor. Dazu gewann er zweimal den DFB-Pokal. Der inzwischen 28-Jährige kennt Verein, Liga und Umfeld bestens und kann im offensiven Mittelfeld, auf den Außenpositionen oder näher am Sturmzentrum eingesetzt werden. Vor allem nach dem Diomande-Abgang bekommt Leipzig damit einen Spieler, der sofort Verantwortung übernehmen kann. Gleichzeitig geht RB diesmal von seiner üblichen Transferstrategie ab: Nkunku ist kein junger Entwicklungsspieler, sondern eine Soforthilfe im besten Fußballalter.
  • Rocco Reitz: Bereits im März stand fest, dass der zentrale Mittelfeldspieler Borussia Mönchengladbach verlassen und nach Leipzig wechseln wird. Reitz unterschrieb einen Vertrag bis 2031. Nach Medienberichten bewegt sich die Ablöse inklusive realistischer Bonuszahlungen bei ungefähr 20,5 bis 21 Millionen Euro. Der 24-Jährige bringt 95 Bundesliga-Partien mit, in denen er acht Tore erzielte und zwölf Treffer vorbereitete. In Gladbach entwickelte sich Reitz zum Führungsspieler und zu einem der auffälligsten lauf- und zweikampfstarken Mittelfeldakteure der Liga. Gerade nach dem Abschied von Xaver Schlager ist seine Verpflichtung logisch. Reitz kann intensiv gegen den Ball arbeiten, nach Ballgewinnen sofort umschalten und gleichzeitig selbst Akzente nach vorne setzen. Beim 6:0 im DFB-Pokal gegen Eintracht Trier benötigte er zudem nicht lange für seinen ersten Scorerpunkt: Nach seiner Einwechslung bereitete er das vierte Leipziger Tor vor. Von allen Leipzig Transfers erscheint Reitz deshalb als einer der sichersten.
  • Maxime Estève: Rund 25 Millionen Euro Sockelablöse überweist RB nach Sky-Informationen für den Innenverteidiger an den FC Burnley. Durch Bonuszahlungen kann das Paket noch größer werden. Der Franzose unterschrieb bis 2031. Estève ist mit 24 Jahren zwar noch entwicklungsfähig, kommt aber keineswegs als unerfahrener Perspektivspieler. Er absolvierte bereits 50 Premier-League-Partien sowie 59 Ligue-1-Spiele für Montpellier. Besonders stark verlief die Championship-Saison 2024/25: Estève bestritt alle 46 Ligaspiele für Burnley und war Teil einer Defensive, die 30-mal ohne Gegentor blieb und insgesamt nur 16 Treffer kassierte. Mit 1,93 Metern bringt der Linksfuß viel Physis mit, gilt aber gleichzeitig als spielstark. Leipzig bezeichnet ihn ausdrücklich als möglichen Führungsspieler. Gerade mit Blick auf die Champions League erscheint diese Mischung aus Alter und Erfahrung interessant. Etwas Geduld ist zum Saisonstart allerdings gefragt, da Estève nach einem Schlag im Training zuletzt ausfiel.
  • Ørjan Nyland: Auch der norwegische Torhüter ist ein Rückkehrer. Nyland stand bereits in der Saison 2022/23 bei RB Leipzig unter Vertrag und gewann mit den Sachsen den DFB-Pokal. Nach drei Jahren beim FC Sevilla kommt der inzwischen 35-Jährige ablösefrei zurück und unterschrieb einen Vertrag bis 2028. Kurz zuvor hatte er mit Norwegen bei der WM 2026 das Viertelfinale erreicht. Seine Rolle ist klar definiert: Trainer Martín Demichelis hat Maarten Vandevoordt zur neuen Nummer eins erklärt, Nyland soll dahinter Erfahrung und Konkurrenz ins Torwartteam bringen. Genau deshalb ergibt der Transfer nach Gulácsis Abschied Sinn. RB benötigt keinen teuren neuen Stammkeeper, sondern einen zuverlässigen und international erfahrenen Torhüter hinter Vandevoordt. Da keine Ablöse anfällt, hält sich auch das finanzielle Risiko in Grenzen.
  • Brajan Gruda: Auch hier machen wir bei den Leihen eine Ausnahme. Gruda spielte bereits seit Februar 2026 auf Leihbasis für Leipzig und bleibt nun für eine weitere Saison. In seinen ersten 14 Pflichtspielen gelangen ihm drei Tore und drei Vorlagen. Direkt beim Pokalauftakt 2026/27 legte er nach: Nach nur 121 Sekunden erzielte Gruda gegen Eintracht Trier das schnellste Leipziger DFB-Pokaltor der Vereinsgeschichte. Interessant sind vor allem die Vertragsdetails. Offiziell handelt es sich weiter um eine Leihe von Brighton & Hove Albion. Nach Sky-Informationen wurde allerdings eine Kaufpflicht zwischen 25 und 30 Millionen Euro vereinbart, die bereits bei einer sehr geringen Anzahl an Einsätzen greifen soll. Damit spricht vieles dafür, dass Gruda langfristig ein Leipziger wird. Der 22-Jährige kann auf der Acht, Zehn und den Flügeln eingesetzt werden und passt mit Technik, Tempo und Kreativität gut zum offensiven Ansatz von Demichelis.
RB Leipzig Transfers: Wechsel bei den Bullen in der Saison 26/27 // Bild: Eigenes/KI

RB Leipzig Transfers: Wechsel bei den Bullen in der Saison 26/27 // Bild: Eigenes/KI

Viggo Gebel rückt aus dem eigenen Nachwuchs in den erweiterten Profikader auf. Als klassischen Transfer zählen wir ihn jedoch nicht. Gleiches gilt für Abdoul Koné, Arthur Vermeeren oder Joyeux Masanka Bungi, die nach Leihen zurückgekehrt sind. Wie vereinbart lassen wir gewöhnliche Leihrückkehrer bei den RB Leipzig Transfers außen vor.

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RB Leipzig Abgänge: Wechsel weg aus Sachsen

Auf der Abgangsseite steht natürlich ein Transfer über allen anderen. Noch nie hat Leipzig für einen Spieler auch nur annähernd so viel Geld bekommen wie für Yan Diomande.

  • Yan Diomande: Nach nur einer Saison ist das Leipziger Abenteuer bereits beendet. Real Madrid verpflichtet den 19-jährigen Nationalspieler der Elfenbeinküste und bindet ihn bis 2033. Nach Sky-Informationen beträgt die garantierte Ablöse 125 Millionen Euro. Mit realistischen Boni kann sie auf 135 Millionen Euro steigen, maximal stehen sogar 140 Millionen Euro im Raum. Damit handelt es sich um den teuersten Verkauf der Leipziger Vereinsgeschichte. Sportlich ist der Verlust enorm. Diomande kam in nur 36 Pflichtspielen auf 13 Tore und zehn Vorlagen und entwickelte sich innerhalb weniger Monate vom Talent zum internationalen Topspieler. Leipzig hatte ihn erst im Sommer 2025 für ungefähr 20 Millionen Euro aus Leganés geholt. Wirtschaftlich ist dieser RB Leipzig Wechsel deshalb ein außergewöhnliches Geschäft. Sportlich musste jedoch dringend Ersatz für Geschwindigkeit, Dribblings und Torgefahr gefunden werden – was die Nkunku-Rückkehr noch bedeutender macht.
  • Péter Gulácsi: Nach elf Jahren endet eine Ära. Der langjährige Stammkeeper schließt sich dem FC Villarreal an. Rund 1,5 Millionen Euro soll Leipzig noch für den 36-Jährigen erhalten. Gulácsi kam bereits 2015 zu RB, erlebte den Bundesliga-Aufstieg mit und entwickelte sich anschließend zu einer der Konstanten des Clubs. Allein in der Bundesliga absolvierte er 296 Partien und blieb dabei 96-mal ohne Gegentor. Der Abschied ist damit emotional wesentlich größer als die Ablöse vermuten lässt. Sportlich war die Wachablösung allerdings vorbereitet. Maarten Vandevoordt hatte bereits in der vergangenen Saison Einsatzzeiten erhalten und startet 2026/27 offiziell als Nummer eins.
  • Xaver Schlager: Hier gibt es keine Ablöse. Der Vertrag des Österreichers lief aus und wurde auf seinen Wunsch nicht verlängert. Anschließend wechselte Schlager zu Nottingham Forest in die Premier League, wo er einen Vertrag bis 2028 unterschrieb. Der aggressive Mittelfeldspieler gehörte vier Jahre zum Leipziger Kader und gewann 2023 sowohl den DFB-Pokal als auch den Supercup. Gerade seine Intensität und Mentalität waren wichtige Bestandteile des Leipziger Spiels. Mit Rocco Reitz wurde allerdings früh ein Spieler verpflichtet, der einige ähnliche Qualitäten mitbringt und gleichzeitig sechs Jahre jünger ist.
  • Loïs Openda: Sportlich ist dieser Abgang nicht wirklich neu. Openda spielte bereits in der vergangenen Saison auf Leihbasis für Juventus Turin. Die damals vereinbarte Kaufpflicht ist inzwischen jedoch relevant geworden, weshalb der Transfer in die finanzielle Bewertung gehört. Leipzig erhielt zunächst eine Leihgebühr von rund vier Millionen Euro. Die Kaufpflicht soll weitere 42 Millionen Euro bringen, hinzu kommen mögliche Boni von bis zu fünf Millionen Euro und eine Weiterverkaufsbeteiligung. Für RB hatte der Belgier zuvor in 93 Pflichtspielen 41 Tore erzielt und 18 Treffer vorbereitet. Ein neuer sportlicher Verlust entsteht 2026 dadurch nicht mehr – die Einnahmen beeinflussen aber natürlich den aktuellen Transfersommer.

Lutsharel Geertruida und Eljif Elmas werden ebenfalls erneut verliehen. Geertruida spielt künftig für PSV Eindhoven, Elmas für Atalanta. Beide Clubs besitzen Kaufoptionen. Da die Spieler bereits in der vergangenen Saison nicht regulär zum Leipziger Stammkader gehörten, behandeln wir diese Leihgeschäfte nicht ausführlicher. Gleiches gilt für Nachwuchs- und Ergänzungsspieler wie Timo Schlieck, Robert Ramsak oder Frederik Jäkel.

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Was sind die Tops & Flops bei den RB Leipzig Wechseln?

Christopher Nkunku ist auf Anhieb der heißeste Kandidat auf den Königstransfer. Dabei spielt natürlich auch seine Leipziger Vergangenheit eine Rolle. 126 direkte Torbeteiligungen in 172 Pflichtspielen zeigen, wie gut der Franzose bereits einmal in diesem Umfeld funktioniert hat. Noch wichtiger ist aber seine Flexibilität. Nach dem Diomande-Verkauf benötigt Leipzig nicht zwingend einen identischen Flügelspieler. Nkunku kann wesentlich variabler eingesetzt werden und dadurch mehrere offensive Rollen abdecken.

Rocco Reitz könnte dagegen der unspektakulärere, aber vielleicht genauso wichtige RB Leipzig Transfer werden. Nach dem ablösefreien Verlust von Xaver Schlager brauchte das Mittelfeld wieder mehr Intensität. Reitz kennt die Bundesliga, ist erst 24 Jahre alt und besitzt noch Entwicklungsspielraum. Etwas mehr als 20 Millionen Euro sind zwar kein Schnäppchen, wirken für einen etablierten Bundesligaspieler mit langfristigem Vertrag aber nachvollziehbar.

Auch Maxime Estève passt hervorragend in die typische Leipziger Transferstrategie. Er ist jung genug, um sich noch weiterzuentwickeln, bringt aber bereits mehr als 100 Erstligaeinsätze in Frankreich und England mit. Rund 25 Millionen Euro sind eine große Investition. Dafür erhält RB einen Linksfuß für die Innenverteidigung, der perspektivisch auch Führungsverantwortung übernehmen soll.

Bei Brajan Gruda weiß Leipzig inzwischen ebenfalls ziemlich genau, was es bekommt. Seine erste Halbserie war ordentlich und der Start in die neue Pflichtspielsaison ist gelungen. Sollte die praktisch niedrigschwellige Kaufpflicht tatsächlich greifen, wird aus der Leihe allerdings ein Transfer in einer Größenordnung von 25 bis 30 Millionen Euro. Spätestens dann muss Gruda dauerhaft mehr als nur Ergänzungsspieler sein.

Einen eindeutigen Flop gibt es bei den Zugängen noch nicht. Das größte Risiko besteht vielleicht darin, dass Leipzig einen außergewöhnlichen Spieler wie Diomande nicht eins zu eins ersetzen kann. 13 Tore und zehn Vorlagen in 36 Pflichtspielen sowie eine Ablöse von mindestens 125 Millionen Euro verdeutlichen, auf welchem Niveau sich der Ivorer zuletzt bewegte.

Transfer Tops & Flops: Welche Spieler überzeugen? // Bild: Eigenes/KI

Transfer Tops & Flops: Welche Spieler überzeugen? // Bild: Eigenes/KI

Nkunku vs. Diamonde – ein guter „Tausch“?

Genau deshalb ist Nkunkus Rückkehr so spannend. Leipzig verwendet einen Teil der enormen Einnahmen nicht einfach dafür, das nächste sehr junge Talent für eine Rekordsumme zu verpflichten. Stattdessen kommt ein Spieler zurück, der den Club kennt und bereits bewiesen hat, dass er auf höchstem Bundesliga-Niveau den Unterschied machen kann.

Wirtschaftlich kann man den Leipziger Transfersommer ohnehin kaum ohne den Diomande-Deal bewerten. Allein dieser Verkauf bringt mindestens 125 Millionen Euro. Zusätzlich fließen Gelder aus dem Openda-Transfer. Dem stehen bisher vor allem die Investitionen in Estève und Reitz gegenüber. Aktuelle Berichte beziffern die gesamten Transfererlöse des Sommers auf mehr als 170 Millionen Euro, während ungefähr 50 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben wurden.

Sportlich ist die Bilanz etwas komplizierter. Diomande ist nicht ohne Weiteres ersetzbar, Gulácsi war über ein Jahrzehnt eine Führungsfigur und Schlager brachte enorme Intensität ins Mittelfeld. Dafür bekommt Demichelis mit Nkunku einen hochklassigen Offensivspieler, mit Reitz einen neuen Mittelfeldmotor und mit Estève einen potenziellen Abwehrchef.

Die RB Leipzig Transfers zeigen damit zwei unterschiedliche Seiten der Clubstrategie. Der Diomande-Verkauf ist das bekannte Modell in extremer Form: Talent teuer verpflichten, entwickeln und für ein Vielfaches verkaufen. Nkunkus Rückkehr geht dagegen bewusst einen anderen Weg. Leipzig kauft beziehungsweise leiht nicht ausschließlich Zukunft, sondern setzt diesmal auch auf Erfahrung und sofort verfügbare Qualität.

Über RB Leipzig Transfergerüchte berichten wir bewusst nicht. Deshalb gehören mögliche weitere Verpflichtungen oder Abgänge, die am 27. August 2026 noch nicht abgeschlossen sind, nicht in diese Bewertung. Die Transferperiode befindet sich allerdings noch in ihrer Schlussphase. Für die Saison 2026/27 ist der deutsche Deadline Day am 1. September 2026 um 20 Uhr vorgesehen. Weitere RB Leipzig Wechsel sind somit noch möglich.

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Michael Siemann

Experte für Fußball

Eine Karriere im Sport-Business war immer der Traum. Eine eigene Profikarriere wäre illusorisch gewesen. Mit einer journalistischen Ausbildung ausgestattet und inzwischen mit seit über 8 Jahren Erfahrung im Sport-Journalismus, lassen sich in diesem Job noch immer neue Facetten entdecken. Darum ist die Freude bis heute geblieben. Und ich bin sicher: Sie wird auch künftig erhalten bleiben. Denn Sport ist geladen mit Emotionen. Einerseits macht es Spaß diese Emotionalität zu erleben. Andererseits ist es auch ein Vergnügen, die Sport-Ereignisse auf ihre Statistiken und Fakten zu reduzieren. Als freiberuflicher Journalist ist Michael beim Verfassen und Veröffentlichen von Ratgeber, Tipps und Reviews engagiert. Gerne erschließt er neue Tätigkeitsfelder. Damit die Zukunft spannend bleibt!