Hooligans Deutschland Rangliste - Die 10 Bundesligavereine mit den meisten Hooligans

Wir kommen gleich zur Hooligans Deutschland Rangliste. Denn solange sich die meisten wohl erinnern können, hat der weltweit beliebte Sport, der vor allem in Europa Sportart Nummer 1 ist, was Zuschauerzahlen und auch alle anderen Messwerte angeht, auch eine dunkle Seite. Die Rede ist hier von gewalttätigen Fans, bekannt unter dem Begriff „Hooligans“.

Dieser Begriff stammt natürlich aus dem Englischen, dem Geburtsland des Fußballsports. Ursprünglich leitet er sich wohl vom irischen Familiennamen Hoolihan ab, diese Familie stiftete anscheindend eine Menge Unruhe in England, wodurch der Begriff Hooligan (eine Falschschreibung des Familiennamens) gleichbedeutend mit gewalttätigen und lauten Zeitgenossen wurde. Schnell fand der Begriff dann seinen Weg in die Welt des Fußballs, heutzutage ist das Wort allgemein verständlich und klar in der Welt des Sports, vor allem eben des Fußballs angesiedelt. Leider auch in der Bundesliga. Somit ist nicht nur der Ballsport ein Export von der Atlantikinsel, sondern auch die Idiologie der englischen Fußball Hooligans.

Hooligans Deutschland Rangliste

Um ehrlich zu sein, findet man die Ausschreitungen zwischen verfeindeten Fans in diesem Ausmaße auch nur im Fußball, kein anderer Sport scheint die Gemüter so sehr anzuheizen wie der Sport mit dem runden Leder. Daher ist Gewalt am Rande des Fußballfeldes (und teilweise auch bis auf dem Feld) beinahe so alt wie der Sport selbst. Erste Berichte von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans in lokalen Derbys stammen aus den 1880er Jahren in England.

Seitdem wurden nach und nach mehr Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, und das nicht nur in England sondern genauso auch in den meisten Ländern, in denen Fußball gespielt wird. Heutzutage ist das Problem in Deutschland wohl größtenteils beseitigt, hierfür sind jedoch regelmäßige Großaufgebote der Polizei zu beinahe jedem Fußballspiel sowie eine harte Gesetzgebung, Überwachung bekannter Gewalttäter, Alkoholverbote in und um die Stadien und natürlich auch Stadionverbote nötig.

Deutsche Anhänger bei der EURO 2021 unauffällig

Als die UEFA ihre Idee, die Europameisterschaft 2020 verteilt über den gesamten Kontinent auszutragen, bekannt gab und letztlich auch mit der Umsetzung begann, fürchteten Experten Ausschreitungen durch Fußball Hooligans. Nicht zuletzt deshalb, weil deren Bewegungen bei gleich elf Spielorten in elf verschiedenen Ländern natürlich deutlich schwerer zu überwachen und einzuschränken sind als bei einem Turnier in einem Land.

Aufgrund der coronabedingten Reisebeschränkungen erübrigten sich viele Sorgen allerdings von selbst. Völlig ruhig blieb es allerdings dennoch nicht. Insbesondere ungarische und englische Fußball Hooligans wurden negativ auffällig. Beim Vorrundenspiel ihrer Mannschaft in München gegen Deutschland wurde eine Gruppe ungarischer Anhänger, darunter viele Mitglieder der im rechten Spektrum anzuordnenden “ Carpathian Brigade“, gleich in mehrfacher Hinsicht negativ auffällig. Nach Vorfällen bereits vor dem Spiel in der Münchner Innenstadt mit provozierenden Plakaten und Gesängen setzte sich beides im Stadion fort, wo zudem die Polizei mit massiver Präsenz verhindert haben soll, dass eine Gruppe ganz in schwarz gekleideter Hooligans einen benachbarten Block stürmte.

Die UEFA reagierte mit harter Hand auf die Ereignisse und verurteilte den ungarischen Verband zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro. Zudem muss die ungarische Nationalmannschaft, die bei der EURO bei den Spielen gegen Portugal und Frankreich im heimischen Budapest von mehr als 60.000 Fans unterstützt worden ist, die kommenden beiden Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Für eine dritte Partie mit Zuschauerausschluss gilt eine zweijährige Bewährung.

Weil davon einige bedenklich stimmende Videos kursieren, sorgten englische Hooligans vor, während und nach dem verlorenen EM-Finale ihrer Mannschaft im Wembley-Stadion gegen Italien für noch mehr Aufsehen. In einer augenscheinlich konzertierten Aktion stürmten mehrere hundert Fans Stunden vor Spielbeginn das Stadion, um sich ohne Karte Zugang zu verschaffen. Zahlreiche Ordner und Polizisten, aber auch Unbeteiligte wie der Vater des englischen Nationalspielers Harry Maguire wurden dabei verletzt. 49 Festnahmen verzeichnete die Polizei, die sich gleichzeitig allerdings den Vorwurf gefallen lassen musste, nicht genügend Präsenz gezeigt zu haben. Zusammen mit den Pfiffen und Buhrufen bei den gegnerischen Hymnen rückten die Geschehnisse den englischen Anhang wieder in ein deutlich negativeres Licht als in den Jahren zuvor.

In Deutschland gelten seit den dramatischen Vorfällen am Rande der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich, als der französische Polizist Daniel Nivel bei Angriffen deutscher Fußball Hooligans schwerwiegende, bleibende Schäden davon trug, bei großen Turnieren besondere Vorsichtsmaßnahmen. Womöglich auch deshalb gab aus deutscher Sicht bei der EM 2021 keine negativen Vorfälle, sicherlich aber auch wegen der begrenzten Zuschauerkapazitäten und der auch abseits der Stadien gültigen Corona-Einschränkungen.

Fußball Hooligans

© alamy live news

Rückkehr in die Stadien – Auch Hooligans wieder dabei?

Die EM 2021 war letztlich auch gleichzeitig die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. In Budapest und London, aber auch in Kopenhagen erinnerten die Ränge schon wieder an Vor-Corona-Zeiten und weckten bei vielen Fans die Hoffnung auf Normalität auch beim Start der Ligen im August.

Diese Hoffnungen sind nicht unbegründet, wurde vorbehaltlich wieder steigender Infektionsszahlen inzwischen eine Zulassung von bis zu 25.000 Fans in den Bundesliga-Stadien beschlossen. Weil damit die Nachfrage nach Tickets bei weitem nicht befriedigt werden kann, entscheiden viele Vereine per Losverfahren, wer vor Ort dabei sein darf, wobei oft sogar nur Dauerkarteninhaber überhaupt in die Verlosung kommen.

Die Prognose, dass Fußball Hooligans so bald nicht wieder in den deutschen Stadien auftauchen werden, ist daher nicht wirklich gewagt. Nicht ausgeschlossen aber, dass es außerhalb der Arenen wieder zu einem verstärkten Auftreten von Anhängern kommt, die unter besonderer Beobachtung von Polizei und Sicherheitsdiensten stehen. Natürlich vor allem bei Vereinen, die in der Hooligans Deutschland Rangliste weit oben stehen.

Negative Ereignisse dieser Art gab es auch in den zurückliegenden Monaten trotz vieler Corona-Beschränkungen. Auffällig geworden sind unter anderem Anhänger von Dynamo Dresden, denen während und nach dem für den Aufstieg in die 2. Bundesliga entscheidenden 4:0-Sieg ihrer Mannschaft über Türkgücü München im Mai der Zugang zum Stadion verweigert wurde. Aus Wut darüber, teilweise sicherlich aber auch aus Spaß an Gewalt und Konflikten wurde die Polizei von zahlreichen Hooligans mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen attackiert. Unter den Angreifern waren indes keineswegs nur Fußball Hooligans, die dem Umfeld von Dynamo zuzuschreiben sind.

Vielmehr soll es laut szenekundigen Beamten sogar zu einem „Hooligan-Tourismus“ in Erwartung einer dann auch tatsächlich eingetretenen Eskalation gekommen sein. Aus dem gesamten Osten Deutschlands und sogar aus dem Ruhrgebiet sollen Hooligans eigens wegen des Dresdner Aufstiegsspiel angereist sein, um gezielt Randale anzuzetteln.

Derlei Vorkommnisse werden sich auch in Zukunft kaum verhindern lassen, wobei es natürlich deutlich abzugrenzen gilt zu den während Corona häufigen Bildern von Mannschaftsbussen, die mit Pyro und Sprechchören zu wichtigen Spielen verabschiedet wurden. Jedermanns Sache ist das zwar auch nicht, doch stecken dahinter ausschließlich positive Absichten – die hoffentlich auch künftig die gezielte Suche nach Ausschreitungen deutlich überlagern werden.

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Rückblick: Fußball Hooligans in Deutschland 2019

Laut vielen Medien gibt es in der laufenden Saison jedoch ein Wiederaufleben des Hooligan-Problems, unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Bild und ran.de berichteten Ende August 2018 zeitgleich über ein wiedererstarktes Auftreten gewaltbereiter Fans. Ausgelöst wurde dieser mediale Aufschrei durch exzessive Ausschreitungen von Fans aus beiden Lagern beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Union Berlin in Köln.

Hierbei wurden unter anderem vor dem Spiel Polizeibeamten, die einen Bus voll mit Union-Fans eskortierten, angegriffen, dabei versuchten Täter laut Berichten, mit Autos ohne Licht in die Polizeibeamten hineinzufahren. Zuvor hatten Kölner Hooligans einen Peilsender am von der Polizei bewachten Bus angebracht, was zusammen mit anderen Hinweisen der Ermittler sehr stark auf eine wohl von beiden Fangruppen geplante Aktion hinweist.

Denn auch die Berliner Fans im Bus schienen auf die Konfrontation mit den rund 100 Hooligans aus dem Kölner Lager vorbereitet zu sein, sobald der Konvoi angegriffen und mit Steinen beworfen wurde, sollen laut Augenzeugenberichten Union-Fans maskiert und teilweise bewaffnet aus dem Bus gekommen sein, worauf eine regelrechte Straßenschlacht zwischen den verfeindeten Hooligans entbrannte. Den Einsatzkräften der Polizei gelang es aber, die aus dem Fanbus strömenden Schläger größtenteils zurückzudrängen, so dass die Polizei sich den Kölner Hooligans widmen konnte und sich Polizeibeamte teilweise nur mit vorgezogener Pistole der Angreifer erwehren konnten.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek sprach in einem Interview mit Sport Bild von einer „Renaissance der Gewalt außerhalb der Stadien“, betroffen ist hier vor allem die 2. Bundesliga, aber auch bei Begegnungen von Erstligavereinen wie bspw. dem Ruhrderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund und in niedrigeren Ligen kommt es regelmäßig zu heftigen Ausschreitungen. Die Statistiken der letzten Zeit scheinen diesen Trend zu bestätigen, so gab es z.B. in der Saison 2016/17 einen Anstieg von 4,1% in der Zahl der Personen, die von der Polizei als Gefährder eingestuft werden im Vergleich zur vorherigen Saison.

Fußball Hooligans – Kein Bezug zum Fußball?

Laut den meisten Experten und Kriminalforschern haben die schwersten Probleme mit Hooligans mit Fußball nur marginal zu tun, die Begegnungen der Vereine werden als Aufwand genutzt, um sich zu Gewaltausschreitungen gegen die Polizei und natürlich die „befeindeten“ Fans zu verabreden. Diese Planung der gewaltgeladenen Aufeinandertreffen konnte oft genug nachgewiesen werden, dass es klar ist, dass für viele „Fans der Kategorie C“ der Fußball wenn überhaupt nur eine Nebenrolle spielt. Es geht hier um Straftäter, die sich zu Gewaltexzessen verabreden, so die Meinung der meisten Experten.

Hooligans Deutschland Rangliste – Zunehmende Politisierung der Fans

Andererseits muss man aber auch feststellen, dass es seit längerem auch in der Ultra-Szene eine zunehmende Politisierung gibt, viele Anhängerschaften gehören hierbei dem rechten Spektrum an und sollen sich sogar vereinsübergreifend zusammengeschlossen haben, um gegen linke Fans wie z.B. des FC St. Pauli und natürlich den gemeinsamen Feind, die Polizei zu agieren.

Initiator soll hier einer der Urväter der radikalen, rechten Hooliganbewegung sein, der Mitgründer der berüchtigten „Borussenfront“, die seit den besonders gewaltbereiten 80er Jahren aktiv ist und seit jeher eine Nähe zur rechtsextremen Szene hatte. Anfang 2012 soll es zu einem Treffen von Hooligans aus eigentlich verfeindeten Lagern gekommen sein, auf einem Bauernhof in Leichlingen in NRW soll dieses Treffen stattgefunden haben und die Gewalttäter aus dem rechten Hooligan-Milieu sollen sich unter dem Motto: „Kameraden im Geiste. Viele Farben, dennoch eine Einheit.“ zusammengeschlossen haben.

Fußball Hooligans – „Krieg dem DFB“

Auch den deutschen Fußballverbänden DFB und DFL haben diese „Hools“ den Krieg erklärt, dies geschah oft und deutlich mit im Stadion ausgebreiteten Spruchbändern wie auf dem unteren Bild. Nach einem kurzzeitigen „Waffenstillstand“ zwischen Vertretern dieser Fans und den Verbänden wurde dieser von den Hooligans letzten August öffentlich aufgekündigt. Man kann also nicht sagen, dass das Gewaltproblem im deutschen Fußball beseitigt wäre, es bleibt sogar zu befürchten, dass es in Zukunft schlimmer werden könnte.

Hooligan Bundesliga Wettbonus - Krieg dem DFB

Hooligans Deutschland Rangliste

Zuerst einmal eine Statistik der von der Polizei gelisteten Fans von der Saison 2004/05 bis 2017/18 (Quelle: statista.com), gerade für das letzte Jahr lässt sich hier ein starker Anstieg der Kategorie C Fans beobachten, nachdem die Jahre zuvor ein abnehmender Trend zu verzeichnen war.

Hooligans Deutschland Rangliste - Statistik

Hier nun eine Auflistung der unter Kategorie B (gewaltbereit) und Kategorie C (gewaltsuchen) eingestuften Fans nach Vereinen, die 10 Vereine mit den meisten Hooligans sind hier gelistet. Allerdings stammen die Zahlen aus dem Jahre 2012, im Verhältnis sind es wohl weiterhin mehr oder weniger dieselben Vereine, die sich hier wiederfinden werden.

PlatzVereinAnzahl GefährderKategorie BKategorie C
1.Eintracht Frankfurt630500130
2.Dynamo Dresden610500110
3.FC Schalke 04595430165
4.Borussia Dortmund580400180
5.Hansa Rostock520390130
6.Borussia Mönchengladbach500400100
7.1. FC Nürnberg48040080
8.Union Berlin43040030
9.Hertha BSC Berlin40435054
10.Hamburger SV400260140

Benjamin Hoffmann

Experte für Fußball

Als Globetrotter fühlt sich Benjamin auf der ganzen Welt zu Hause. Deutschland, England, Italien und Australien sind nur einige seiner Zwischenstopps. Mittlerweile hat Benjamin sich auf Malta etabliert und ist somit am Puls des europäischen Marktes für Sportwetten. Seit 4 Jahren fühlt er sich hier schon zu Hause und kennt sich in der Branche bestens aus.
Seine Hauptaufgaben als Redakteur für Wettbonus.net sind die Bereitstellung und Veröffentlichung von neuen Texten, das Erstellen frischer und dynamischer Designs und außerdem übernimmt er die Social-Media-Kanäle, wie Facebook und Instagram. In seiner Freizeit ist er meistens auf dem Wasser anzufinden oder er erkundet die Insel mit seiner Kamera.