Philadelphia 76ers (16-8) – Memphis Grizzlies (13-8), 03.12.2018

Zum zweiten und bereits letzten Duell in dieser Saison treffen sich in der heutigen Nacht die Philadelphia 76ers und die Memphis Grizzlies. Die erste Partie fand Anfang November in Memphis statt und es war eine spannende Partie, mit dem besseren Ende für die Memphis Grizzlies. Im ersten Spiel nach Bekanntgabe des Jimmy Butler-Trades gingen die Sixers ersatzgeschwächt in die Partie, da Butler noch nicht einsatzbereit war. Trotzdem schafften es die Sixers bis in die Verlängerung, wo sie allerdings mit 106-112 den Kürzeren zogen.

Tipp: Philadelphia 76ers

Mittlerweile sind gut drei Wochen vergangen, Jimmy Butler machte bereits eine Menge Spiele und die Ausgangslage vor der heutigen Partie ist natürlich komplett anders, als noch im ersten Spiel. Die Sixers sind nämlich sehr gut drauf und gewannen sieben der neun Spiele mit Jimmy Butler. Zudem sind sie zu Hause mit einer 12-1 Bilanz das stärkste Team der Liga. Memphis musste zuletzt etwas federn lassen und verlor drei der letzten vier Spiele. Zudem sind sie auswärts allenfalls solide, sodass der Tipp auf die Sixers gehen sollte, die sich für die Pleite in der ersten Begegnung revanchieren wollen.

Unser Tipp: Sieg Philadelphia 76ers

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NBA – Philadelphia 76ers (16-8) – Memphis Grizzlies (13-8)

Die Philadelphia 76ers machen Spaß in dieser Saison und gehören spätestens seit dem Butler-Trade zu den Top-Teams der Eastern Conference. Nachdem sie angeführt von Embiid und Simmons bereits vor dem Trade schon souverän auftraten und den nächsten Schritt in der Entwicklung gemacht zu haben schienen, sorgte der Butler-Trade dafür, dass die 76ers nochmal einen Schritt machten. Während Embiid weiter den Ton in der Offensive angibt, fügte sich Butler gut ins Team ein und erwies sich vor allem in der Crunchtime als wichtigster Mann.

So entschied Butler bereits zwei Spiele per Game-Winner für die Sixers und erweist sich als Teamspieler. So bekommt er derzeit nur 13 Würfe pro Spiel und erzielt mit 17,8 Punkten den schwächsten Wert seit vier Jahren. Doch sowohl Butler als auch die Sixers profitieren von seiner Rolle, fahren die Sixers jede Menge Siege ein. Die einzigen Pleiten mit Butler kassierten sie im ersten Spiel gegen die Orlando Magic und in einer Pleite gegen die Cleveland Cavaliers, in der die Sixers Kampfgeist und Einstellung vermissen ließen.

Aufgrund der positiven Ergebnisse fällt auch das Drama um Markelle Fultz kaum ins Gewicht. Der letztjährige Nummer 1 Pick spielt aktuell nicht und lässt seine Schulter erneut untersuchen. Die Medienberichte zu Fultzs Status unterscheiden sich und es ist völlig unklar, wie es mit ihm weitergeht. Glücklicherweise lässt sich der Rest des Teams davon nicht beeinflussen und spielt weiterhin gut. Dass Butler sich öffentlich zu Fultz bekannte und angab, dass das Team hinter ihm steht, bestätigt nur, dass sich der Neu-Sixer wohlfühlt und in Philly eine bereits tragende Rolle innehat.

Auf der anderen Seite warten heute die Memphis Grizzlies, die natürlich auch die Entwicklungen in Philly seit dem Butler-Trade beobachtet haben und wissen, dass dieses Sixer-Team nichts mehr mit der Mannschaft zu tun hat, die ihnen vor knapp 3 Wochen gegenüberstand. Gleichzeitig spielen aber auch die Grizzlies nicht mehr ganz so stark und verloren zuletzt völlig überraschend drei Spiele in Folge gegen die Los Angeles Clippers, New York Knicks und Toronto Raptors.

Immerhin verhinderten sie durch den Erfolg im letzten Spiel über die Brooklyn Nets eine länger andauernde Niederlagenserie und besiegten die Nets mit 131-125 nach zweifacher Verlängerung. Mike Conley ging in diesem Spiel mit 37 Punkten voran und zeigte mal wieder, warum er zu den besten Guards der Liga gehört. Unterstützt wurde er dabei aber nicht nur hervorragend von Marc Gasol (15 Punkte, 15 Rebounds), sondern auch von Jaren Jackson Jr. (36 Punkte). Der Rookie findet sich immer besser zurecht und erweist sich bereits als drittbester Mann hinter Conley und Gasol.

Das Steckenpferd der Grizzlies bleibt aber trotz der jüngsten Pleiten und dem hohen Ergebnis im letzten Spiel die Defensive. Trotz der Tatsache, dass sie in den letzten vier Spielen im Schnitt 115,5 Punkte kassierten, steht ihr Saisonschnitt bei 103,1 kassierten Punkten pro Spiel (Platz 3 im ligaweiten Vergleich). Dazu sind auch die individuellen Statistik-Werte gut und vor allem Marc Gasol ragt hier heraus. Gute Defensive bedeutet meistens auch einen gewissen Erfolg und so werden die Grizzlies weiter überzeugen, auch wenn es heute gegen die Sixers sehr schwer wird.

Leider fehlt bei Memphis weiterhin Dillon Brooks und auch Chandler Parsons bleibt auf unbestimmte Zeit raus. Die Sixers haben eine Menge junge, verletzte Spieler. Markelle Fultz, Jonah Bolden, Zhaire Smith und Justin Patton werden allesamt fehlen.

Player to watch: Joel Embiid

Zu denken, dass sich der Butler-Trade negativ auf Embiid ausüben würde ist ein Trugschluss. Der 24-jährige Big Man überragte weiterhin für die Sixers und erinnert mit Werten von im Schnitt 27,5 Punkten, 13,4 Rebounds und 2 Blocks an Spieler wie Shaquille O’Neal oder Tim Duncan. Embiids Dominanz ist dabei beeindruckend findet er verschiedene Wege, seine Gegner zu dominieren. Egal ob am Brett, von außen oder mit Finesse aus der Mitteldistanz, Embiid kann alles und ist daher auch verdientermaßen ein MVP-Kandidat. So darf man auch heute ein weiteres Double Double erwarten.

 

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