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NBA Erfahrungsbericht Teil 1 – Mit unseren NBA-Experten in den USA!

NBA Erfahrungsbericht Teil 1 – Hätte mir jemand Anfang 2022 gesagt, dass ich im März und April zwei Wochen an der Westküste der USA verbringen würde, hätte ich ihn vermutlich für verrückt erklärt. Tatsächlich ergab sich Ende Februar aber kurzfristig die Möglichkeit, einen Monat später mit zwei guten Freuden eine 15-tägige Reise nach Amerika anzutreten. Eines war dabei klar: NBA Spiele dürfen auf keinen Fall im Reiseplan fehlen.

Nachdem ich zunächst etwas ungläubig war und zweifelte, ob die Organisation einer solchen Reise so kurzfristig möglich sei, wurde nach und nach klar, dass es möglich war und so begann die Planung und die Vorfreude auf einen letztlich unvergesslichen Urlaub.

NBA Erfahrungsbericht 1/3

©Stefan Szafranski

 

Der Westküsten-Trip – wo genau soll es hingehen?

Glücklicherweise war ich bereits 3x in Amerika. Zwar war ich bisher „nur“ an der Ostküste und die nun geplante Reise an die Westküste war Neuland, doch ich wusste bereits, dass man, wenn man viel sehen will, eine solche Reise gut planen sollte. Die erste Frage war also: Wo wollen wir überall hin?

Beim Sammeln der Wünsche und Vorstellungen wurde schnell deutlich, dass wir einige Ziele streichen müssen, aber trotzdem noch eine anstrengende Reise vor uns haben. Neben den wichtigsten Zielen, wie die Städte Los Angeles, San Francisco und Las Vegas, wollten wir auch den Grand Canyon und die Nationalparks sehen sowie natürlich einige NBA-Spiele. Als Startpunkt war schnell Los Angeles festgemacht und nach anfänglicher Überlegung zunächst Richtung San Francisco zu fahren, forderten der NBA-Spielplan und die weiteren Reiseziele ein Umdenken. So starteten wir letzten Endes zwar trotzdem noch in LA, doch es sollte zunächst Richtung Grand Canyon gehen – dazu aber später mehr.

Die NBA live – keine USA-Reise ohne Basketball

Es ist der Traum eines jeden NBA-Fans – einmal ein NBA-Spiel live sehen. So war es auch meiner…

Zugegeben, ich hatte schon häufiger das Glück die besten Basketballer der NBA live spielen zu sehen und konnte mir den Traum schon früher erfüllen. Über den Jahreswechsel von 2003 zu 2004 war ich bereits in Amerika und durfte ein Spiel der Boston Celtics gegen die Indiana Pacers sehen. Unvergesslich bleibt sicher der Moment, als ich das erste Mal eine NBA-Halle betrat und „Let me blow ya mind“ von Eve feat. Gwen Stefani durch die Boxen der Hallen wummerte.

NBA Celtics Tonight

Ungefähr zwei Jahre später, folgte mein persönliches NBA-Highlight, als ich im März 2006 erneut in den USA war, wieder in Boston. Zu Gast bei den Celtics waren diesmal die Los Angeles Lakers und ich konnte mein Idol endlich live sehen – Kobe Bryant. (Rest in Peace!) – Er legte in unnachahmlicher Manier 43 Punkte auf (traf 18 seiner 39 Würfe), führte die Lakers zum Sieg und stellte Paul Pierce und seine Celtics in den Schatten – sogar ein Autogramm konnte ich am Spielertunnel auf dem Spieltagheft ergattern, das zu Hause natürlich einen Ehrenplatz bekam.

Im gleichen Jahr kam die NBA dann noch nach Deutschland. Im Zuge der NBA Europe-Tour im Oktober 2006, waren die Phoenix Suns (mit Steve Nash und Amare Stoudemire) und die Philadelphia 76ers (mit Allen Iverson und Chris Webber) in Köln zu Gast und zeigten in der Saisonvorbereitung ihr Können

Das vorerst letzte Mal hatte ich im Jahr 2014 die Chance auf einige NBA-Spiele. Wieder in Boston, aber diesmal auch Brooklyn und New York, konnte ich drei Spiele sehen und wurde Zeuge eines absoluten Highlights. Die Dallas Mavericks waren bei den New York Knicks im Madison Square Garden zu Gast und Dirk Nowitzki sorgte in der letzten Sekunde des Spiels, mit einem Buzzer Beater, für die Entscheidung zu Gunsten der Mavericks.

Das passende Video dazu gibt es hier:

Durch die Erfahrungen meiner bisherigen NBA-Spiele war ich natürlich verwöhnt und wollte nicht zu große Erwartungen an die anstehende Reise stellen. Allerdings war es für meine Freunde nicht nur der erste Trip nach Amerika, sondern auch die ersten NBA-Spiele, so dass die Vorfreude auf die Spiele doch rasch anstieg.

Letztlich ließ unsere Reiseplanung zwei Spiele zu. Zum einen das der Los Angeles Clippers gegen die Philadelphia 76ers, zum anderen das der Sacramento Kings gegen die Golden State Warriors. Auf das Spiel der Clippers und Sixers mussten wir gar nicht lange warten, da es bereits am Tag der Ankunft zu diesem ersten Highlight kommen sollte.

Aktuelle NBA Tipps auf Wettbonus

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Tag 1: Ankunft und NBA-Spiel Nummer 1

Nachdem die weiteren Planungen für die Reise gut liefen, wir relativ günstige Flüge bekamen und neben unserem Mietwagen auch schon fast alle Unterkünfte gebucht hatten, hieß es dann in der Nacht vom 24. auf den 25. März früh aufstehen und auf zum Flughafen. Der Flug verlief ruhig und gegen 15:00 Uhr standen wir mit unserem Gepäck in der Ankunftshalle des „Los Angeles International Airport“.

Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit hatten wir uns zurechtgefunden, den Mietwagen abgeholt und uns auf den Weg Richtung Hotel gemacht. Auf der Fahrt wurde uns dann schnell klar, dass wir in unserem knappen Zeitplan eines nicht bedacht hatten: den Verkehr auf den Straßen von Los Angeles.

So wurde aus einer laut Google Maps 20-minütigen Fahrt vom Flughafen zum Hotel eine Odyssee von knapp 1,5 Stunden. Der Stresslevel stieg langsam an, weil nicht nur der Flug schlauchte und wir mittlerweile fast 24 Stunden wach waren. Auch die Tatsache, dass wir ersten gegen 17.30 Uhr am Hotel ankamen und nochmal quer durch LA mussten, um zur crypto.com-Arena zu gelangen sorgte für ein wenig Unruhe, schließlich sollte das Spiel schon um 19.30 Uhr beginnen.

Letztlich ging unser Plan jedoch auf und gut eine halbe Stunde vor Spielbeginn betraten wir zum ersten Mal die crypto.com-Arena, das ehemalige Staples Center.

 

Als Lakers-Fans war es ein toller Moment für mich, waren mir die Erfolge und guten Spiele von Kobe Bryant natürlich noch vor Augen. Und auch wenn die Arena ganz in die Farben den Clippers gehüllt war und Nichts von den Lakers zu erkennen war, bildete ich mir ein die Magie von den früheren Erfolgen zu spüren.

Staples Center - Crypto Arena

Staples Center – Crypto Arena

Das Spiel der Clippers und Sixers stand leider unter keinem guten Stern. Bei den Clippers fehlten mit Kawhi Leonard und Paul George die beiden besten Akteure. Besonders ärgerlich war, dass Paul George beim Warm-Up noch Vollgas gab, aber erst drei Tage später sein Comeback feiern konnte.
Immerhin waren die Sixers aber in Bestbesetzung und mit Joel Embiid und James Harden bekamen wir zwei absolute Top-Stars zu Gesicht.

Stars der NBA

Vor allem Joel Embiid spielte stark. Er beeindruckte mit seiner Beweglichkeit, die man von einem 2,16m großen Center eigentlich nicht erwartet würde. James Harden zeigte auch eines seiner besseren Spiele in der Saison, so dass die Sixers sehr gut in die Partie starteten. Als neutraler Fan leider etwas zu Gut, führten die Sixers nach dem ersten Viertel bereits mit 35-19 und als es beim Stand von 64-43 für Philly in die Pause ging, war bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Die Laune ließen wir uns allerdings nicht verderben. Die Shows in den Auszeiten, Viertelpausen und der Halbzeit sorgten für gute Unterhaltung und dafür, dass wir nicht zu müde wurden. Zufälligerweise hatten wir zudem Tickets mit Service gebucht, so dass wir den QR-Code auf unseren Armlehnen einscannen und uns das Essen zu den Plätzen bringen lassen konnten. Die Premier Seats erfüllten also was sie versprachen, auch wenn wir nicht geplant hatten, hier zu sitzen. Zum Buchungszeitpunkt gab es allerdings keine anderen zusammenhängenden Plätze mehr und viel günstiger wäre es im Oberrang auch nicht gewesen – Los Angeles halt. Letztlich waren die etwas über 100$ pro Ticket aber durchaus gut investiert.

Die zweite Halbzeit lieferte dann leider nur wenige Highlights und am Ende stand ein klarer 122-97 Auswärtserfolg der Philadelphia 76ers. Anschließend blieb noch ein wenig Zeit, um die crypto.com-Arena und das Umfeld zu erkunden. Eine Kobe-Erinnerung hing dann auch noch an einer Wand in den Fluren und vor der Arena konnten wir noch einige Statuen der älteren Lakers-Legenden finden (hier beispielsweise die von Shaq und Magic Johnson).

 

NBA Erfahrungsbericht Teil 1 - NBA Live

© Stefan Szafranzski

 

NBA Erfahrungsbericht Teil 1 – L.A. & San Diego

Nach einem aufregenden ersten Tag und einer erholsamen Nacht mit einer dringend nötigen Mütze Schlaf, hatten wir uns für Tag 2 relativ wenig vorgenommen. Ankommen, orientieren und auf jeden Fall an den Strand. Ein an der Westküste lebender Freund schloss sich uns für die ersten Tage der Reise an, so dass wir glücklicherweise jemanden dabeihatten, der sich ein wenig auskannte und uns den einen oder anderen Tipp geben konnte. Wirklich viel Inspiration brauchten wir allerdings nicht. So führte uns der Weg direkt zum Venice Beach, an dem Sport und Basketball natürlich auch großgeschrieben sind.

Nach ein paar Sonnenstunden am Strand, waren die folgenden Reiseziele unter anderem Santa Monica und Beverly Hills. Gegen Abend fuhren wir dann noch „Walk of Fame“, doch leider stellte sich dieser Trip als kleine Enttäuschung heraus. Nicht nur, dass die Sterne der Promis erstaunlich unspektakulär waren, am Tag danach sollten die Oscar-Verleihungen stattfinden, so dass durch Straßensperrungen und Umbauten nicht alles zugänglich war. Nichtsdestotrotz konnten wir auf einen überragenden, zweiten Tag zurückschauen.

Tag 3 stand dann im Zeichen von San Diego. Der Abstecher in den Süden, für den wir die etwas längere Fahrt von 2,5 Stunden auf uns nahmen, sollte sich auszahlen. Vorbei an Huntington Beach und Laguna Beach, zeigte sich die Route 1 von ihrer schönsten Seite und bescherte uns einige wunderschöne Aussichten. Auch San Diego enttäuschte nicht und der Balboa Park sowie das Gaslamp Quarter sind sicherlich eine Reise wert. Erst gegen 22.30 Uhr waren wir zurück in LA und blickten auf einen wundervollen dritten Tag zurück.

NBA Erfahrungsbericht Teil 1 – Joshua Tree Park und Grand Canyon

Nach zwei spannenden Tagen stand an Tag 4 die erste richtig lange Fahrt an. Ziel war das kleine Örtchen Williams, welches ca. eine Autostunde vor dem Grand Canyon liegt.
In die siebenstündige Fahrt bauten wir eine kleine Pause ein, mit einem Halt am Joshua Tree Park. Bei ca. 30° bekamen wir das erste Natur-Highlight zu sehen, welches für Naturfreunde auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das bis dahin überragende Wetter sollte sich auf dem Weg Richtung Grand Canyon verschlechtern, doch die Eindrücke und Aussichten wurden dadurch nicht weniger spektakulär. Gegen 18 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft in Williams und entschieden uns dazu noch eine Stunde weiterzufahren, um einen ersten Blick auf den Grand Canyon zu werfen. Auch wenn die Temperaturen langsam Richtung Nullpunkt gingen, lohnte sich die Fahrt und der erste Ausblick war unvergesslich.

Nach der langen und anstrengenden Fahrt an Tag 4, war Tag 5 deutlich entspannter und da wir zwei Nächte in Williams eingeplant hatten, konnten wir den kompletten fünften Tag am Grand Canyon verbringen. Der große Schock kam jedoch am frühen Morgen. Obwohl wir die Wetterberichte im Vorfeld studiert hatten, überraschte uns beim morgentlichen Blick aus unserem Zimmer eine Menge Schnee. Ohne Winterreifen oder Schneeketten wussten wir zunächst nicht, wie die Reise nun weitergehen soll, doch glücklicherweise hatte sich die Lage nach dem Frühstück beruhigt, die Straßen waren einigermaßen freigeräumt und wir konnten uns erneut auf dem Weg Richtung Grand Canyon machen.

Auch das Wetter wurde nach und nach immer besser. Die Naturgewalt des Nationalparks in Arizona ist kaum in Worte zu fassen. Das Wetter macht hier was es will und neben einem überraschenden Schnellfall, wie wir ihn erleben mussten, ist es nicht unüblich, dass man für kurze Zeit, aufgrund von Nebel, kaum die Hand vor Augen sieht und wenige Minuten später einen unfassbaren Ausblick hat. Wir hatten einigermaßen Glück mit dem Wetter und auch die Jahreszeit war gut gewählt, da insgesamt wenige Touristen unterwegs waren.

An dieser Stelle lasse ich die Bilder einfach mal für sich sprechen.

NBA Erfahrungsbericht - Grand Canyon 2

© Stefan Szafranzki

NBA Erfahrungsbericht - Grand Canyon 1

© Stefan Szafranzki

NBA Erfahrungsbericht - Grand Canyon 3

© Stefan Szafranzki

 

Schlussendlich waren wir fast 12 Stunden am Grand Canyon unterwegs und erlebten hier sicherlich einen der schönsten und beeindruckendsten Tage der ganzen Reise. Die überwältigende Größe des Grand Canyon lässt sich nur erahnen und selbst mit den tollen Bildern kaum wiedergeben. Aus meiner Sicht sollte ein Westküsten-Trip jedenfalls nicht ohne Besuch des Grand Canyon ablaufen.

In Reisebericht Teil 2 berichte ich euch von meinen Besuchen in Las Vegas und weiteren Nationalparks, bevor es in Teil 3 wieder um die NBA und das Spiel des aktuellen Meisters, der Golden State Warriors bei den Sacramento Kings geht.

Stay tuned…

Stefan Szafranski

Experte für Basketball

Wenn Sie bei Google „Basketball“ eingeben, finden Sie wahrscheinlich sein Bild. Im Bereich Sportberichterstattung gibt es wohl niemanden, der dem Basketballsport mit mehr Leidenschaft folgt als Stefan. Hauptberuflich ist Stefan im sozialen Bereich tätig – gerade in heutiger Zeit der wohl wichtigste Berufszweig – was seine umfassende Kompetenz zum Thema Basketball noch eindrucksvoller macht. Stefan ist ständig für uns am Ball, wenn die NBA aktiv ist, und das ist bekanntlich fast jeden Tag, wenn die Saison erst einmal läuft. Seine Basketball-Tipps machen auch Sie zum NBA-Experten.

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