Borussia Dortmund Transfers: Zu- und Abgänge zur Saison 2026/27 – Tops & Flops

Welche Borussia Dortmund Transfers können den BVB im Titelkampf voranbringen und wo gehen die Schwarzgelben ein größeres Risiko ein? Im Sommer 2026 hat sich in Dortmund einiges getan. Ein kompletter Kaderumbruch blieb zwar aus, mehrere wichtige Positionen wurden aber neu besetzt.

Besonders auffällig ist die Mischung. Mit Joey Veerman kommt ein gestandener Mittelfeldspieler, während Konstantinos Karetsas, Joane Gadou, Kaua Prates und Justin Lerma eher für die typische Dortmunder Suche nach außergewöhnlichen Talenten stehen. Giannis Konstantelias liegt altersmäßig und von seiner Erfahrung irgendwo dazwischen. Gleichzeitig mussten die Abgänge von Karim Adeyemi, Julian Brandt, Salih Özcan und Niklas Süle aufgefangen werden. Gerade im Mittelfeld und in der Offensive hat sich das Gesicht der Mannschaft dadurch verändert.

Borussia Dortmund Transfers: Zugänge in der Analyse

Borussia Dortmund Transfers & Gerüchte

Borussia Dortmund Transfers & Gerüchte // Bild: Eigenes/KI

Bei den Borussia Dortmund Transfers gibt es diesmal mehr zu besprechen. Sechs Neuzugänge gehören zum Profikader und mehrere davon haben realistische Chancen, schon in der Saison 2026/27 eine wichtige Rolle einzunehmen.

  • Joane Gadou: Der 19 Jahre alte Innenverteidiger kommt von RB Salzburg und hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Gadou ist mit 1,95 Metern körperlich auffällig, gleichzeitig aber schnell und im Spielaufbau durchaus versiert. Trotz seines jungen Alters bringt er schon reichlich Erfahrung mit. Für Salzburg absolvierte er 58 Pflichtspiele. Zuvor wurde er bei Paris Saint-Germain ausgebildet. Dortmund beobachtete den Franzosen nach eigener Aussage schon zu PSG-Zeiten und plant keineswegs nur langfristig mit ihm. Lars Ricken kündigte bei der Verpflichtung ausdrücklich eine wichtige Rolle für die neue Saison an. Medienberichten zufolge liegt die fixe Ablöse bei rund 19,5 Millionen Euro, weitere Bonuszahlungen könnten hinzukommen. Das ist für einen 19-jährigen Verteidiger viel Geld – seine ersten Auftritte machen aber Mut. Im Supercup gegen Bayern stand Gadou bereits in der Startelf.
  • Justin Lerma: Dieser BVB Wechsel wurde schon zwei Jahre zuvor vorbereitet. Borussia Dortmund sicherte sich bereits 2024 die Transferrechte am damals erst 16 Jahre alten Ecuadorianer. Wegen der FIFA-Regularien für minderjährige Spieler konnte Lerma aber erst nach seinem 18. Geburtstag im Sommer 2026 tatsächlich nach Deutschland wechseln. Der offensive Mittelfeldspieler hatte schon mit 15 Jahren sein Profidebüt für Independiente del Valle gefeiert. Laut Transfermarkt beträgt die Ablöse rund vier Millionen Euro. Für Dortmund ist Lerma vor allem eine Investition in die Zukunft. Körperliche Stärke, Dynamik und seine offensiven Fähigkeiten machen ihn interessant. Dass er nicht nur zum Lernen da ist, zeigte er gleich in der Vorbereitung: Beim 3:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen erzielte Lerma in seinem ersten Spiel für den BVB direkt ein Tor. Einen Stammplatz sollte dennoch niemand sofort erwarten.
  • Kaua Prates: Auch der Brasilianer ist erst 18 Jahre alt. Dortmund verpflichtete den Linksverteidiger von Cruzeiro und band ihn bis 2031. Prates debütierte bereits mit 16 Jahren für die Profis seines Heimatclubs und kam dort auf 17 Pflichtspiele. Er kann nicht nur links verteidigen, sondern aufgrund seines Profils auch in anderen defensiven Rollen eingesetzt werden. Der BVB hebt insbesondere seine Zweikampfstärke, Robustheit und Mentalität hervor. Bei der Ablöse gibt es unterschiedliche Angaben. Transfermarkt führt sieben Millionen Euro, andere Berichte nennen höhere Beträge inklusive möglicher Bonuszahlungen. Sportlich bleibt deshalb das Entscheidende: Prates ist zunächst ein Perspektivspieler mit außergewöhnlichen Anlagen. Gerade auf der linken Seite könnte er hinter Daniel Svensson Zeit bekommen, sich an Bundesliga, Tempo und taktische Anforderungen zu gewöhnen.
  • Konstantinos Karetsas: Rund 30 Millionen Euro soll der BVB für das griechische Top-Talent an den KRC Genk überwiesen haben. Der erst 18 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler unterschrieb bis 2031 und gehört zu den spannendsten Dortmund Transfers des Sommers. Karetsas ist trotz seines Alters schon erstaunlich erfahren. In der Saison 2025/26 absolvierte er 34 Ligaspiele für Genk und bereitete elf Treffer vor. Dazu kamen elf Europa-League-Partien mit zwei Toren und fünf Vorlagen. Auch für die griechische Nationalmannschaft spielte er bereits zehnmal. Dortmund bekommt einen technisch starken, kreativen Fußballer, der besonders auf engem Raum Lösungen finden soll. Beim Supercup gegen Bayern durfte Karetsas direkt beginnen und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Das Talent ist offensichtlich. Die große Frage lautet eher, wie schnell ein 18-Jähriger den Erwartungen gerecht werden kann, die eine Ablöse in dieser Größenordnung automatisch erzeugt.
  • Giannis Konstantelias: Der zweite Grieche im BVB-Mittelfeld ist fünf Jahre älter und deutlich erfahrener. Konstantelias kommt von PAOK Thessaloniki und unterschrieb ebenfalls bis 2031. Medienberichte bewegen sich bei der Ablöse um rund 30 bis 32 Millionen Euro. Der 23-Jährige absolvierte bereits 186 Pflichtspiele für PAOK und erzielte 41 Tore. Mit seinem Heimatclub wurde er 2024 griechischer Meister und gewann 2021 den Pokal. Hinzu kommen mittlerweile 18 A-Länderspiele. Konstantelias ist damit kein klassischer Rohdiamant mehr. Dortmund erwartet von ihm deutlich früher einen sportlichen Ertrag. Seine Stärke liegt vor allem im offensiven Mittelfeld, wo er dribbeln, selbst den Abschluss suchen oder Mitspieler einsetzen kann. Nach dem Abschied von Julian Brandt braucht der BVB genau solche kreativen Lösungen. Beim Supercup gegen Bayern kam Konstantelias erstmals zum Einsatz und brachte nach der Pause zusätzlichen Schwung.
  • Joey Veerman: Für die Gegenwart könnte Veerman der wichtigste Neuzugang sein. Der 27-Jährige wechselt von der PSV Eindhoven nach Dortmund und hat ebenfalls bis 2031 unterschrieben. Rund 22 Millionen Euro soll der Transfer gekostet haben. Anders als Karetsas, Lerma oder Prates muss der Niederländer nicht erst an den Spitzenfußball herangeführt werden. Für die PSV absolvierte er insgesamt 198 Pflichtspiele und erzielte 31 Tore. Mit Eindhoven wurde er dreimal Meister und zweimal Pokalsieger. Vor allem seine Übersicht, seine Passqualität und seine Kreativität aus dem Zentrum sollen dem BVB helfen. Der Verein erklärte bei seiner Verpflichtung ausdrücklich, dass nach den Abgängen von Pascal Groß und Salih Özcan sowie der defensiveren Planung mit Emre Can Handlungsbedarf im Mittelfeld bestand. Veerman könnte daher sehr schnell zum Taktgeber werden.

Spieler wie Enzo dos Santos, der inzwischen einen Profivertrag erhalten hat, zählen wir bei den Borussia Dortmund Transfers nicht zusätzlich als klassischen Neuzugang. Auch gewöhnliche Leihrückkehrer bleiben außen vor.

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Transfer ZugängeNeuzugänge bei Borussia Dortmund // Bild: Eigenes/KI

BVB Abgänge: Wechsel weg aus Dortmund

Auch auf der anderen Seite des Transfermarkts gab es einige prominente Namen. Gerade die Offensive hat mit Karim Adeyemi einen wichtigen Spieler verloren.

  • Karim Adeyemi: Der schnellste und finanziell wichtigste Abgang des Sommers führt nach Barcelona. Adeyemi hatte selbst um einen Wechsel gebeten, obwohl sein Dortmunder Vertrag nur noch bis 2027 lief. Für den BVB absolvierte er insgesamt 146 Pflichtspiele und erzielte 36 Tore. Medienberichten zufolge zahlt Barcelona rund 22 Millionen Euro zuzüglich möglicher Bonuszahlungen. Sportlich verliert Dortmund damit außergewöhnliches Tempo auf der Außenbahn. Wirtschaftlich war angesichts der kurzen Restvertragslaufzeit allerdings eine Entscheidung erforderlich.
  • Julian Brandt: Nach sieben Jahren war Schluss. Dortmund und Brandt entschieden bereits während der Rückrunde, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Brandt bestritt 306 Pflichtspiele für den BVB und erzielte 57 Tore. Gerade seine Kreativität muss nun durch Karetsas, Konstantelias und andere Offensivspieler aufgefangen werden. Wohin es Brandt zieht, war zum Zeitpunkt seines Abschieds noch nicht Bestandteil der offiziellen Dortmunder Mitteilung. Deshalb beteiligen wir uns hier nicht an Spekulationen.
  • Niklas Süle: Hier handelt es sich nicht um einen klassischen Transfer. Der Innenverteidiger hat seine Karriere im Alter von 30 Jahren beendet. Sein Vertrag lief ohnehin zum 30. Juni 2026 aus. Süle absolvierte 110 Pflichtspiele für Dortmund und stand unter anderem im Champions-League-Finale 2024. Joane Gadou übernimmt nun einen Teil des frei gewordenen Platzes in der Innenverteidigung.
  • Salih Özcan: Auch der Vertrag des türkischen Nationalspielers endete nach der Saison. Özcan kam – unterbrochen durch eine halbjährige Leihe nach Wolfsburg – seit 2022 auf 96 Pflichtspiele für Schwarzgelb. Der BVB verzichtete auf eine weitere Zusammenarbeit und stellte sich im zentralen Mittelfeld neu auf. Gerade die Verpflichtung von Veerman hängt unmittelbar mit dieser Veränderung zusammen.
  • Julien Duranville: Das große Dortmunder Versprechen konnte sich aufgrund zahlreicher Verletzungen nie dauerhaft durchsetzen. Nach einer Rückrunden-Leihe zum FC Basel wechselte der inzwischen 20-jährige Belgier fest zu Olympique Lyon. Für die BVB-Profis stehen vor den Dortmund Transfers lediglich 15 Bundesliga-, neun Champions-League- und ein DFB-Pokal-Einsatz in seiner Bilanz. Sein enormes Talent blitzte immer wieder auf, für den dauerhaften Durchbruch reichte es in Dortmund aber nicht.
  • Kjell Wätjen: Der Mittelfeldspieler wechselte fest zum FC Midtjylland. Das Dortmunder Eigengewächs hatte in der Vorsaison bereits auf Leihbasis beim VfL Bochum gespielt und dort 29 Pflichtspiele absolviert. Beim BVB brachte es Wätjen dagegen nur auf vier Profieinsätze. Der feste Wechsel ist deshalb für beide Seiten nachvollziehbar.
  • Cole Campbell: Auch der US-Amerikaner verlässt Dortmund endgültig und schließt sich Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg an. Campbell absolvierte sieben Pflichtspiele für die BVB-Profis und war in der Rückrunde zuvor an Hoffenheim verliehen gewesen. Für die direkte Kaderplanung der Dortmunder ist sein Abgang daher kein schwerwiegender Verlust.

Eine Ausnahme bei den Leihgeschäften verdient Yan Couto. Der Brasilianer gehört grundsätzlich zum Profikader und besitzt einen Vertrag bis 2030, spielt die Saison 2026/27 aber für Como 1907. Weil es sich um einen etablierten Spieler der ersten Mannschaft handelt, ist dieser Leihwechsel durchaus relevant. Die genauen Modalitäten wurden nicht veröffentlicht. Diant Ramaj und weitere verliehene Spieler lassen wir dagegen bewusst außen vor.

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Transfer Abgänge

Transfer Abgänge bei Borussia Dortmund // Bild: Eigenes/KI

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Was sind die Tops & Flops bei den Borussia Dortmund Wechseln?

Joey Veerman hat auf Anhieb das Zeug zum Königstransfer. Der Niederländer ist mit 27 Jahren im besten Fußballalter, verfügt über internationale Erfahrung und soll eine Position übernehmen, auf der Dortmund tatsächlich Bedarf hatte. Sein Profil unterscheidet sich zudem von den vielen jungen Spielern im Kader. Er muss nicht erst langfristig entwickelt werden, sondern soll sofort Qualität liefern.

Joane Gadou könnte unter den Dortmund Transfers ebenfalls schneller einschlagen als ursprünglich bei einem 19-Jährigen zu erwarten wäre. Trainer Niko Kovac setzte ihn bereits im Supercup gegen Bayern von Beginn an ein. Dort überzeugte der Franzose mit Aggressivität und Geschwindigkeit. Mit mehr als 35 km/h war er sogar der schnellste Spieler der Partie. Das lässt zumindest vermuten, dass Gadou schon jetzt deutlich näher an der Stammelf ist als ein gewöhnlicher Perspektivtransfer.

Besonders spannend ist Konstantinos Karetsas. Einen 18-Jährigen für rund 30 Millionen Euro zu verpflichten, ist allerdings automatisch mit Risiko verbunden. Dasselbe gilt in abgeschwächter Form für Kaua Prates und Justin Lerma. Dortmund setzt erneut darauf, junge Spieler früher als andere Topclubs zu erkennen und weiterzuentwickeln.

Bei Giannis Konstantelias ist die Ausgangslage eine andere. Rund 30 Millionen Euro für einen 23-Jährigen mit fast 200 Pflichtspielen bei PAOK sind eine Investition, von der relativ schnell Leistung erwartet werden darf. Gleichzeitig kann er gemeinsam mit Karetsas eine Kreativlücke schließen, die nach dem Abschied von Brandt und Adeyemi entstanden ist.

Einen echten Flop gibt es bei den Zugängen noch nicht. Dafür ist es vor dem ersten Bundesliga-Spiel schlicht zu früh. Das größte wirtschaftliche Risiko liegt aber eindeutig bei den beiden griechischen Offensivspielern. Karetsas und Konstantelias kosten zusammen deutlich mehr als 50 Millionen Euro. Beide müssen deshalb über kurz oder lang einen erheblichen Einfluss auf das Dortmunder Angriffsspiel entwickeln.

Bei den Abgängen ist Adeyemi sportlich der größte Verlust. Geschwindigkeit dieser Qualität lässt sich kaum eins zu eins ersetzen. Brandts Abschied verändert zusätzlich die kreative Struktur. Auf der anderen Seite waren die Trennungen von Özcan, Süle, Duranville, Wätjen und Campbell entweder langfristig absehbar oder sportlich nachvollziehbar.

Insgesamt wirken die Borussia Dortmund Transfers wie eine Rückkehr zu einem bekannten BVB-Modell: außergewöhnliche Talente früh verpflichten, ihnen aber gleichzeitig erfahrene Qualität an die Seite stellen. Gadou, Prates, Lerma und Karetsas stehen für die Zukunft. Veerman soll sofort führen. Konstantelias muss beides miteinander verbinden.

Über Borussia Dortmund Transfergerüchte berichten wir bewusst nicht. Diese Analyse wurde am 25. August 2026 erstellt. Bis zum Ende des deutschen Transferfensters am Dienstag, den 1. September 2026 um 20 Uhr, sind weitere BVB Wechsel grundsätzlich noch möglich.

Informiere dich über neue Taktiken und behalte die Wettstrategien immer im Auge.

Thomas Kellner

Fußball Experte

Jahrgang 69, im Herzen jung und als ehemaliger Fußballer sowie Schiedsrichter als freiberuflicher Autor stets aktuell informiert über das Geschehen aller europäischen Fußball-Ligen. Heimatverein und „alte Liebe“: Hannover 96