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Benjamin Hoffmann

- Februar 18 2022

Metasoccer – Die Symbiose zwischen NFTs, Fußball und VR

Das Internet hat seit Mitte der 90er-Jahre viele Bereiche des täglichen Lebens auf den Kopf gestellt oder zumindest revolutioniert. Während viele Dinge, die noch in den 80er-Jahren undenkbar schienen, heute fest im Alltag verankert sind, verschwanden andere völlig und haben Platz gemacht für die Moderne. Aktuell im Trend liegen etwa virtuelle Welten und sogenannte Non-Fungible Token (NFTs), auf die wir später noch genauer eingehen werden, als Währung, Wertanlage oder auch Zahlungsmittel.

Miteinander verknüpft werden virtuelle Welten und NFTs in verschiedenen Projekten. Eines der vielversprechendsten ist Metasoccer, wobei es sich – für den Anfang vereinfacht ausgedrückt – um eine Art Fußballmanager-Spiel in einer eigenen, virtuell geschaffenen und als Metaversum bezeichneten Parallelwelt handelt. Das Metasoccer Metaverse bietet allen Nutzern die Möglichkeit, einen eigenen Verein zu gründen und nach dem Prinzip Play-to-Earn durch das Spielen Einnahmen zu generieren.

Was relativ einfach klingt, ist vor allem für Menschen, die bislang nichts von NFTs gehört haben und auch mit den Begriffen Blockchain oder Kryptowährung wenig anfangen können, nicht ohne Weiteres zu verstehen. Wir haben uns deshalb eingehend mit dem Thema Metasoccer (MS) beschäftigt und wollen im Folgenden versuchen zu erklären, wie genau das Ganze funktioniert, worauf zu achten ist und welche Einnahmen möglich sind.

METASOCCER

Die Idee hinter Metasoccer

Schon auf den ersten Computern, auf denen etwas komplexere Spiele möglich waren, erfreuten sich Fußball-Manager großer Beliebtheit. Bereits auf dem C64 in den 80er-Jahren, erst recht auf dem Amiga 500 in den 90ern kamen zahlreiche Spiele dieses Genres auf den Markt. Im deutschsprachigen Raum war zunächst vor allem die Bundesliga-Manager-Reihe beliebt, ehe die Anstoß-Serie die meisten Fans auf sich vereinte. Gleichzeitig wurde in Großbritannien der Championship Manager ins Leben gerufen, der auch heute noch jährlich als Football Manager neu aufgelegt wird und rund um den Globus unzählige Fans hat.

Mit dem Siegeszug des Internets wurde das Bestreben, Fußballmanager über das Netz zu spielen, immer größer. Zahlreiche Managerspiele mit unterschiedlichsten Facetten entstanden und werden heute längst auch auf mobilem Weg via Smartphone oder Tablet gespielt.

MS macht sich einerseits die Beliebtheit von Fußballmanager-Simulationen zu Nutze und verknüpft diese mit den Boombereichen Metaversum, NFTs und Kryptos. Konkret handelt es sich bei MS um das erste Fußballspiel der Welt, das innerhalb des Metaversums gespielt wird. Dabei können Nutzer ihre eigenen Vereine erschaffen, sich als dessen Manager mit allen Belangen von der Suche nach neuen Spielern bis zur Ausrichtung der Gesamtstrategie beschäftigen und dabei mit dem eigens geschaffenen Metasoccer-Token, der auf NFTs basierenden Spielwährung echte Einnahmen generieren.

Angesichts dessen, dass es rund um den Globus Milliarden Fußballfans gibt und gerade nachwachsende Generationen Metawelten längst für sich entdeckt haben, sieht das hinter dem Projekt steckende Spielestudio Champion Games nicht grundlos riesiges Potential in Metasoccer – wenngleich das noch in den Kinderschuhen steckende MS Fußballspiel mutmaßlich schon noch etwas Zeit benötigen wird, um richtig durchzustarten und damit auch in der breiten Masse der Fußballinteressierten anzukommen.

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Hintergrund: Virtuelle Welten

Virtuelle Welten sind kein neues Phänomen, sondern schon seit Jahren in unterschiedlichen Facetten bekannt. Letztlich handelt es sich dabei um nichts anderes, als eine von einem Computer simulierte Umgebung, in der mehrere, teils unbegrenzt viele Benutzer aktiv sein können. In einer virtuellen Welt kann mit einem ausgestalteten persönlichen Avatar eine vom realen Leben völlig unterschiedliche Identität einnehmen, mit anderen Nutzern kommunizieren und je nach Ausprägung der Umgebung auch an Events oder Aktivitäten teilnehmen.

Zwar sind auch Multiplayer-Computerspiele wie beispielsweise World of Warcraft, Everquest 2, oder Final Fantasy XI nichts andere als virtuelle Welten, die aber ein Stück weit abzugrenzen sind von virtuellen Welten wie Second Life oder Habbo Hotel, die nicht das Spielen eines Spiels, sondern tatsächlich die Interaktion mit anderen Nutzern in einer Art “zweitem Leben“ als Hauptziel haben.

Nochmals auf ein neues Level gehievt wurden bzw. werden virtuelle Welten durch eine sogenannte Blockchain. Diese ermöglicht nicht nur die Verwahrung und Verwaltung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin, sondern auch die Speicherung weiterer, unverwechselbarer Daten, die im Bereich von auf Blockchain basierenden virtuellen Welten wie Decentraland oder KryptoVoxel, in denen beispielsweise mit der Kyptowährung Ethereum Land gekauft werden kann – natürlich bei vielen Nutzern mit dem Hintergedanken, damit eines Tages richtiges Geld verdienen zu können.

NFTs als wesentlicher Bestandteil

Wie schon angerissen spielen Kryptowährungen in virtuellen Welten eine wichtige Rolle. Wenn wie in den erwähnten Welten Decentraland oder KryptoVoxel Land gekauft wird, dann handelt es sich dabei natürlich um nichts wirklich Greifbares, sondern um sogenannte nicht fungible Token-Technologien, kurz NFTs. Diese sind in Datenform Teil der Blockchain und beziehen ihren Wert daraus, unverwechselbar und nicht kopierbar zu sein. Das heißt, um im genannten Beispiel zu bleiben, ein und dasselbe Stück Land in einer virtuellen Welt kann kein zweites Mal verkauft werden. Vielmehr fungiert die Abbildung respektive Speicherung der relevanten Daten in einer Blockchain als Eigentumsnachweis.

Grundsätzlich werden NFTs von einigen Blockchains unterstützt, wobei Ethereum in diesem Bereich sicherlich am weitesten verbreitet ist. Metasoccer indes setzt auf eigene Token, also eine eigene MS Kryptowährung. Die genutzten Token werden als MetaSoccer Universe (MSU) bezeichnet und sind bereits erstaunlich weit verbreitet. Alleine in einem privaten Vorverkauf wurden rund 72 Millionen MSU verkauft und in einem öffentlichen Vorverkauf gingen weiteren 18 Millionen Einheiten der MSU in neuen Besitz über.

Bemerkenswerte Zahlen gemessen daran, dass sich die Metasoccer Blockchain noch in den Kinderschuhen befindet und die die Hoffnung nähren, dass der von MS angepeilte Umsatz in Höhe von 400 Milliarden US-Dollar pro Jahr eines Tages tatsächlich erreicht werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang wäre natürlich ein Kursanstieg des MSU, der am 16. Februar 2022 auf rund 0,11 Euro taxiert wurde.

Metasoccer – Funktionsweise und Möglichkeiten

MS ermöglicht es seinen Nutzern, in einer eigenen Welt in die Rolle eines Vereinschefs respektive Managers zu schlüpfen. Dabei kann ein eigener Verein gegründet und komplett aufgebaut werden, etwa in Bezug auf den Bau eines Stadions oder den Kauf neuer Spieler und die Förderung eigener Talente. Natürlich muss auch Wert auf gutes Training gelegt werden, um eigene Spieler zu verbessern und somit die Mannschaft stärker zu machen sowie gleichzeitig die Marktwerte zu erhöhen. Zu beachten ist dabei, dass es sich um eine realistische Simulation handelt, in der Spieler auch einem Alterungsprozess unterliegen und im Laufe der Zeit zunächst an Wert zulegen, dann aber auch verlieren können und letztlich ihre Karriere beenden.

Dieses Thema unterscheidet sich im Kern nicht groß von klassischen Manager-Simulationen wie die bekannte Football-Manager-Reihe aus dem Hause Sega oder die legendäre Anstoß-Serie aus den 90er-Jahren. Ein wesentlicher Unterschied ist aber, dass tatsächlich Geld im Spiel ist, wenn auch “nur“ in Form der Kryptowährung MSU.

Mit Metasoccer Geld verdienen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mit diesem neuen Trend Geld zu verdienen. Zuvorderst gilt es dabei zu erwähnen, dass im Metasoccer Metavers alle Transaktionen mit MSU abgewickelt werden, die dann gegebenenfalls später in Echtgeld verwandelt werden können, wofür aber wiederum etwaige Tauschgebühren nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Zuvor freilich ermöglicht Metasoccer seinen Nutzern den Kauf und Verkauf verschiedener Vermögenswerte innerhalb des Metasoccer Metavers in Form von NFTs, die alle auf dem ERC-721-Standard basieren. Lukrativ ist es dabei natürlich vor allem wie im richtigen Fußball, Top-Spieler günstig einzukaufen oder idealerweise mit den eigenen Jugendscouts komplett selbst zu entdecken und zu entwickeln sowie damit auf ein höheres Level zu bringen und den Marktwert zu steigern. In diesem Fall kann die MSU-Kasse richtig klingeln. Aber auch für Siege und andere Erfolge gibt es Prämien.

Es gibt darüber hinaus aber weitere Möglichkeiten, dem virtuellen Vereinen Gelder zuzuführen bzw. selbst mit Metasoccer zu verdienen. So kann etwa auch ein Sponsor gesucht werden, Merchandising betrieben und Metasoccer Sportwetten nachgegangen werden.

Finanzierung basiert auf vielen Säulen

Die Metasoccer Blockchain steht zwar noch relativ am Anfang, aber dennoch schon auf einem stabilen Gerüst bestehend aus verschiedenen, für die Einstiegsfinanzierung verantwortlichen Säulen.

In einer ersten Finanzierungsrunde etwa haben sich renommierte Fonds wie Play Ventures, DeFiance Capital, ParaFi Capital, DAO Maker, Kyros Ventures und Metrix Capital beteiligt und so insgesamt rund 2,3 Millionen US-Dollar investiert. Der Verkauf von MSU dient natürlich ebenfalls als Einnahmequelle. Die zunächst im Spiel vorhandenen 360 Millionen MSU werden angesichts eines anfänglich festgesetzten Kurses von 0,03 US-Dollar auf stattliche 12,6 Millionen US-Dollar beziffert. Verkauft wurde davon bis Jahresende 2021 mit etwa 90 Millionen Euro etwa ein Viertel. Weitere Einnahmen sind somit nahezu garantiert.

Darüber hinaus kann MS auf die Unterstützung von Branchenkennern wie den Unternehmen ATH21 und Polygonw, während zugleich populäre Streamer und Youtuber wie Willyrex, Reven und KManuS88 ihren Anteil daran haben, dass der Bekanntheitsgrad recht schnell sprunghaft gestiegen ist.

Was macht Metasoccer so einzigartig?

Den Traum, eines Tages in einem wichtigen Fußballspiel in einem ausverkauften Stadion das entscheidende Tor zu schießen, träumt wohl nahezu jedes Kind, das in frühester Jugend auf dem Bolzplatz kickt. Nicht weit davon entfernt ist der Wunsch, die Geschicke des Lieblingsvereins zu bestimmen, sei es in Sachen Spielertransfers oder auch der Gestaltung von Fantribüne und Eintrittspreisen.

Letzterer Traum wird bei Metasoccer zumindest in gewissem Maße wahr, denn tatsächlich hängt vom persönlichen Einsatz und auch einem glücklichen Händchen ab, ob die eigene Existenz im Metasoccer Metaverse von Erfolg geprägt ist. Während bei normalen Fußball-Manager-Spielen der Spaß im Vordergrund steht oder stehen sollte, geht es bei Metasoccer durchaus um mehr – allerdings auch nur, wenn dies auch gewünscht ist. Wer nicht überehrgeizig an die Sache herangeht, kann Metasoccer durchaus auch nebenbei spielen. Setzt man sich indes Ziele, lässt sich deren Erreichen mit entsprechendem Einsatz auf jeden Fall positiv beeinflussen, wenngleich wie im richtigen Fußball immer auch eine Portion Glück dazugehört.

Metasoccer im Vergleich mit anderen Fußballmanagern

Fußballmanager-Simulationen zählen schon seit langem zu den beliebtesten Genres, wenngleich mittlerweile der Football Manager von Sega die absolute Referenz darstellt und Konkurrenten wie Anstoß oder der Fußball-Manager von EA Sports seit geraumer Zeit keine Neuauflage mehr produzieren. Wohl auch deshalb, weil im Internet, insbesondere auch auf mobilen Endgeräten zahlreiche Manager-Alternativen entstanden sind, die einige Vorteile bieten. So ist in der Regel ein deutlich schnelleres Spiel möglich und man kann sich mit anderen messen, was bei klassischen Managern wie Anstoß nur in begrenztem Rahmen vor dem gleichen Bildschirm oder zumindest einer arg begrenzten Spielerzahl möglich war.

Letzteren Vorteil hat Metasoccer, das einen ganz großen Unterschied zur beliebten Football-Manager-Reihe aufweist. Denn während dort mit in der Realität existierenden Vereinen und Spielern gespielt wird, sind im Metasoccer Fußballspiel komplett Vereine ohne Existenz im realen Leben möglich. Und die in Metasoccer irgendwann auftauchenden Spieler sowie die weiteren Protagonisten haben in der Regel auch keine Gemeinsamkeiten mit echten Menschen.

Wer die Realitätsnähe und/oder die Spieltiefe des Football Managers mit taktischen Möglichkeiten in schier endloser Tiefe braucht, wird somit mit Metasoccer vielleicht nicht unbedingt warm werden. Legt man dagegen wert auf Innovationen, weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten und letztlich auch die Möglichkeit, tatsächlich aus dem eigenen Wirken als Manager Profit zu schlagen, ist Metasoccer aber bestimmt eine gute Wahl.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Metasoccer stammt aus dem Hause Champion Games. Dabei handelt es sich um ein 2015 von Marc Cercós, Àlex Fiestas und Patxi Barrios gegründetes Spielstudio, das sich vor allem die Schaffung innovativer Games auf die Fahne geschrieben hat – was zumindest im Falle von Metaso fraglos gelungen ist.

Grundsätzlich jeder. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen, wobei natürlich ein gewisses Wissen im Bereich Blockchain und NFTs hilfreich ist, auch um die organisatorischen Dinge besser und schneller erledigen zu können.

Nein. Die Teilnahme an Metasoccer kostet grundsätzlich nichts. Allerdings ist es möglich, die genutzte Spiel- bzw. Kryptowährung MSU zu erwerben, um als Manager mehr Mittel zur Verfügung zu haben.

Die Finanzierung von Metasoccer basiert auf verschiedenen Säulen. Zum einen haben sich mehrere international bekannte und renommierte Fonds beteiligt, zum anderen werden Gelder durch den Verkauf der im Spiel als Währung genutzten MSU generiert.

Benjamin Hoffmann

Experte für Fußball

Als Globetrotter fühlt sich Benjamin auf der ganzen Welt zu Hause. Deutschland, England, Italien und Australien sind nur einige seiner Zwischenstopps. Mittlerweile hat Benjamin sich auf Malta etabliert und ist somit am Puls des europäischen Marktes für Sportwetten. Seit 4 Jahren fühlt er sich hier schon zu Hause und kennt sich in der Branche bestens aus. Seine Hauptaufgaben als Redakteur für Wettbonus.net sind die Bereitstellung und Veröffentlichung von neuen Texten, das Erstellen frischer und dynamischer Designs und außerdem übernimmt er die Social-Media-Kanäle, wie Facebook und Instagram. In seiner Freizeit ist er meistens auf dem Wasser anzufinden oder er erkundet die Insel mit seiner Kamera.

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