Eintracht Frankfurt Transfers: Zu- und Abgänge zur Saison 2026/27 – Tops & Flops

Welche Eintracht Frankfurt Transfers machen die Hessen stärker und bei welchen Wechseln könnte Sportvorstand Markus Krösche vielleicht danebenliegen? Die Eintracht hat ihren Kader im Sommer 2026 an mehreren wichtigen Stellen verändert.

Vor allem im zentralen Mittelfeld bestand Handlungsbedarf. Mit Ellyes Skhiri und Mahmoud Dahoud gingen zwei erfahrene Spieler, während die Frankfurter mit Noel Aseko und Raphael Onyedika gleich doppelt nachlegten. Auch in der Defensive musste auf die Abgänge von Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Aurèle Amenda reagiert werden.

Eintracht Frankfurt Transfers: Zugänge in der Analyse

Eintracht Frankfurt Transfers

Eintracht Frankfurt Transfers // Bild: Eigenes/KI

Eine lange Vorrede sparen wir uns. Interessanter ist, welche Neuzugänge tatsächlich das Potenzial besitzen, Eintracht Frankfurt unmittelbar oder perspektivisch zu verstärken.

  • Noel Aseko: Für rund 12 Millionen Euro kommt der defensive Mittelfeldspieler vom FC Bayern München. Der 20-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2031. Komplettes Neuland ist der Profifußball für Aseko keineswegs. Die vergangenen eineinhalb Jahre spielte er für Hannover 96 und gehörte in der Saison 2025/26 zu den Leistungsträgern des Zweitligisten. In 32 Ligaspielen stand er 30-mal in der Startelf, erzielte drei Tore und bereitete sechs weitere vor. Aseko bringt Zweikampfstärke, Dynamik und eine geradlinige Spielweise mit. Genau deshalb könnte er bei der Eintracht relativ schnell eine wichtige Rolle übernehmen. Gleichzeitig bleibt der Sprung von der 2. Bundesliga zu einem ambitionierten Bundesligisten eine Herausforderung. Die hohe Ablöse zeigt allerdings, wie überzeugt Frankfurt von seiner Entwicklung ist.
  • Raphael Onyedika: Der Nigerianer ist wohl der erfahrenste Neuzugang. Rund neun Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen soll Frankfurt für den 25-Jährigen an Club Brügge überweisen. Onyedika hat bereits 24 Spiele in der Champions League bestritten und war über Jahre Stammkraft beim belgischen Spitzenclub. Zweimal wurde er mit Brügge Meister, dazu gewann er Pokal und Supercup. Seine Aufgabe ist relativ eindeutig: Der robuste Sechser soll vor der Abwehr für Stabilität sorgen, Zweikämpfe gewinnen und gleichzeitig das Aufbauspiel unterstützen. Nach dem Abgang von Skhiri ist genau diese Position besonders wichtig. Anders als bei einigen anderen Eintracht Frankfurt Transfers handelt es sich bei Onyedika nicht vorrangig um eine Investition in die Zukunft. Er soll sofort funktionieren.
  • Otávio: Rund 4,5 Millionen Euro kostete der brasilianische Innenverteidiger vom portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora. Der 20-Jährige ist 1,93 Meter groß, Linksfuß und hat ebenfalls bis 2031 unterschrieben. Obwohl Otávio bislang erst eine komplette Saison auf höherem europäischen Niveau vorweisen kann, trauen ihm die Frankfurter offenbar einiges zu. Für Estrela absolvierte er 2025/26 insgesamt 22 Einsätze in der ersten portugiesischen Liga, davon 17 von Beginn an. Gerade nach den Abgängen von Amenda und Brown braucht die Eintracht neue Optionen in der Defensive. Otávio dürfte zunächst nicht automatisch gesetzt sein, bringt aber körperlich und hinsichtlich seines Entwicklungspotenzials ein interessantes Profil mit. Für die vergleichsweise moderate Ablöse ist das Risiko überschaubar.
  • Malik Pimpong: Der erst 18 Jahre alte Däne ist ein klassischer Perspektivtransfer. Er kommt aus der U19 des FC Midtjylland und unterschrieb ebenfalls bis 2031. Je nach Quelle liegt die Ablöse inklusive möglicher Boni bei bis zu 3,5 Millionen Euro. Seine Zahlen im Nachwuchs sind bemerkenswert: In den vergangenen beiden Spielzeiten erzielte Pimpong in 46 Partien für Midtjyllands U19 insgesamt 30 Tore. Allein 2025/26 waren es 20 Treffer in 26 Ligaspielen. Mit 1,90 Metern bringt er zudem die körperlichen Voraussetzungen für das Sturmzentrum mit. Dennoch sollte niemand sofort Bundesliga-Tore am Fließband erwarten. Die Eintracht selbst hat angekündigt, Pimpong behutsam an das höhere Niveau heranzuführen. Gerade langfristig könnte dieser Eintracht Frankfurt Wechsel noch sehr interessant werden.

Gewöhnliche Leihrückkehrer berücksichtigen wir bei den Eintracht Frankfurt Transfers nicht. Entscheidend sind Spieler, die tatsächlich neu zum Bundesligakader stoßen und dort eine Perspektive besitzen.

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Transfer Zugänge

Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt // Bild: Eigenes/KI

Eintracht Frankfurt Abgänge: Wechsel weg von der SGE

Auf der Abgangsseite hat sich deutlich mehr getan. Einige Spieler spülten ordentlich Geld in die Kasse, andere hatten sportlich keine große Perspektive mehr.

  • Nathaniel Brown: Der mit Abstand größte Verkauf. Für 50 Millionen Euro wechselte der Linksverteidiger zum FC Bayern München. Brown hatte sich in Frankfurt zum Nationalspieler entwickelt und war längst mehr als nur ein Talent. Sportlich schmerzt sein Verlust entsprechend. Finanziell ist der Transfer für die Eintracht allerdings ein enormes Geschäft. Beim FC Bayern deutete Brown bereits im Supercup an, warum der Rekordmeister so tief in die Tasche gegriffen hat.
  • Rasmus Kristensen: Nach zwei Jahren in Frankfurt kehrt der Rechtsverteidiger zum FC Midtjylland zurück. Kristensen absolvierte 71 Pflichtspiele für die Eintracht und war über weite Strecken Stammspieler. Entsprechend ist auch dieser Abgang sportlich relevant.
  • Aurèle Amenda: Den Schweizer Innenverteidiger zieht es zu Coventry City in die Premier League. In zwei Jahren kam Amenda auf 42 Pflichtspiele für Frankfurt. Mit 22 Jahren hätte er durchaus noch Entwicklungspotenzial gehabt, erhielt aber die Möglichkeit zum Wechsel nach England.
  • Ellyes Skhiri: Nach drei Jahren endet seine Zeit bei der SGE. Der 31-Jährige kehrt zum 1. FC Köln zurück, wo er bereits zwischen 2019 und 2023 gespielt hatte. Rund 1,5 bis 2 Millionen Euro soll Frankfurt noch erhalten. Insgesamt absolvierte Skhiri 117 Pflichtspiele für die Hessen. Zuletzt war seine Bedeutung allerdings zurückgegangen.
  • Junior Dina Ebimbe: Für ungefähr eine Million Euro geht der vielseitige Mittelfeldspieler zu Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04. Ebimbe kam insgesamt auf 85 Pflichtspiele, 15 Tore und acht Vorlagen für Frankfurt. Die vergangene Saison hatte er bereits leihweise bei Stade Brest verbracht. Eine wirkliche Perspektive bei der Eintracht gab es anschließend nicht mehr.
  • Michy Batshuayi: Auch der erfahrene Stürmer ist weg. Der Belgier wechselt zum Abha Club nach Saudi-Arabien. Für Frankfurt kam Batshuayi in eineinhalb Jahren lediglich auf 21 Pflichtspiele und vier Tore. Sein Vertrag wäre eigentlich noch bis 2027 gelaufen.
  • Mahmoud Dahoud: Hier gibt es keine Ablöse. Der auslaufende Vertrag des zentralen Mittelfeldspielers wurde nicht verlängert. Dahoud verlässt die Eintracht nach 35 Einsätzen sowie jeweils drei Toren und Vorlagen.
  • Elye Wahi: Eigentlich lassen wir verliehene Spieler außen vor, bei Wahi lohnt sich jedoch eine Ausnahme. Der 23-Jährige wurde im Zuge der Eintracht Frankfurt Transfers erneut an OGC Nizza verliehen, diesmal inklusive Kaufoption. Das ist bemerkenswert, weil Frankfurt den Stürmer erst im Januar 2025 verpflichtet hatte und er sich am Main nie wirklich durchsetzen konnte. Für die Eintracht erzielte Wahi in 25 Pflichtspielen lediglich ein Tor. In Nizza lief es in der Rückrunde 2025/26 dagegen mit neun Treffern in 19 Partien wesentlich besser.

Weitere Leihen von Nachwuchs- oder Ergänzungsspielern sind für die Bewertung der Eintracht Frankfurt Wechsel weniger relevant und bleiben deshalb außen vor.

Transfer Abgänge

Transfer Abgänge bei Eintracht Frankfurt // Bild: Eigenes/KI

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Was sind die Tops & Flops bei den Eintracht Frankfurt Wechseln?

Raphael Onyedika hat das Potenzial zum Königstransfer. Er bringt genau die Erfahrung mit, die dem teilweise sehr jungen Frankfurter Kader guttun kann. Mit 25 Jahren ist der Nigerianer trotzdem noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Vor allem seine jahrelange Konstanz in Brügge und die umfangreiche Champions-League-Erfahrung sprechen für ihn.

Noel Aseko könnte langfristig sogar noch spannender sein. Zwölf Millionen Euro sind für einen 20-Jährigen zwar eine stattliche Summe. Seine Entwicklung bei Hannover und die lange Vertragslaufzeit bis 2031 geben Frankfurt aber genügend Zeit, die Investition sportlich und vielleicht irgendwann finanziell auszuzahlen.

Otávio und Malik Pimpong sind schwieriger einzuschätzen. Beide besitzen großes Potenzial, müssen den Nachweis auf Bundesliga-Niveau allerdings erst noch erbringen. Gerade Pimpong sollte Zeit bekommen.

Einen Flop bei den Zugängen auszurufen wäre vor dem Bundesliga-Start unseriös. Auffällig ist vielmehr die Transferstrategie. Frankfurt nimmt für Brown 50 Millionen Euro ein und investiert einen Teil davon in mehrere jüngere Spieler. Gleichzeitig wurde mit Onyedika ein Akteur verpflichtet, der sofort Stabilität bringen soll.

Auf der Abgangsseite dürfte Nathaniel Brown am meisten wehtun. Finanzielle Vernunft und sportliche Schwächung liegen hier nah beieinander. Auch Rasmus Kristensen hinterlässt eine Lücke. Bei Skhiri, Batshuayi, Dahoud und Dina Ebimbe wirken die Trennungen dagegen nachvollziehbar.

Unter dem Strich zeigen die Eintracht Frankfurt Transfers einmal mehr das bekannte Muster von Markus Krösche: Talente einkaufen, entwickeln und bei passenden Angeboten gewinnbringend verkaufen. Ob insbesondere Aseko, Otávio und Pimpong die nächsten Beispiele dieser Strategie werden, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Über Eintracht Frankfurt Transfergerüchte berichten wir bewusst nicht. Diese Analyse wurde am 25. August 2026 erstellt. Das Transferfenster ist noch bis Dienstag, den 1. September 2026 (20 Uhr) geöffnet.

Informiere dich über neue Taktiken und behalte die Wettstrategien immer im Auge.

Thomas Kellner

Fußball Experte

Jahrgang 69, im Herzen jung und als ehemaliger Fußballer sowie Schiedsrichter als freiberuflicher Autor stets aktuell informiert über das Geschehen aller europäischen Fußball-Ligen. Heimatverein und „alte Liebe“: Hannover 96