Welche Dynamo Dresden Transfers bringen die SGD in der zweiten Zweitliga-Saison nach dem Aufstieg wirklich voran? Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt 2025/26 wurde der Kader an erstaunlich vielen Stellen verändert. Geschäftsführer Sport Sören Gonther setzt dabei auf eine Mischung aus reichlich Zweitliga-Erfahrung und entwicklungsfähigen Spielern.
Besonders im Mittelfeld und in der Defensive hat sich einiges getan. Nicolai Rapp, Tobias Raschl und Ahmet Muhamedbegovic bringen viel Erfahrung mit. Gleichzeitig wurden mehrere Leistungsträger der starken Rückrunde dauerhaft verpflichtet. Robert Wagner, Jonas Sterner, Thomas Keller und Ben Bobzien waren schon in Dresden, gehörten zuvor aber anderen Vereinen. Auf der anderen Seite musste vor allem der schmerzhafte Abgang von Kofi Amoako aufgefangen werden.
Dynamo Dresden Transfers: Zugänge in der Analyse

Dynamo Dresden Transfers // Bild: Eigenes/KI
Bei den Dynamo Dresden Transfers gibt es deutlich mehr zu besprechen als bei manchem Bundesligisten. Auffällig ist, dass die Verantwortlichen keineswegs ausschließlich auf Talente setzen. Mehrere Neuzugänge kennen die 2. Bundesliga bereits sehr genau.
- Brooklyn Ezeh: Der Linksverteidiger war der erste neue Spieler des Dresdner Transfersommers. Ezeh kommt von Hannover 96 und bringt mit 1,88 Metern Größe ordentlich Physis für einen Außenverteidiger mit. Gleichzeitig hebt Dynamo seine technischen Fähigkeiten hervor. Seine Ausbildung erhielt der 25-Jährige unter anderem beim Hamburger SV und Schalke 04, ehe er über Viktoria Berlin und Wehen Wiesbaden nach Hannover kam. Die Saison 2025/26 verlief für Ezeh nicht optimal. Genau darin liegt für die SGD aber auch eine Chance. Findet er wieder zu der Form zurück, die ihn zuvor in Wiesbaden ausgezeichnet hatte, könnte Dresden auf der linken Seite einen Spieler bekommen, der körperlich und spielerisch sehr gut zur 2. Bundesliga passt. (dynamo-dresden.de)
- Kaan İnanoğlu: Einer der spannendsten Dynamo Dresden Wechsel führt aus Frankfurt nach Sachsen. Der 20-jährige Mittelstürmer stand bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag und spielte die Rückrunde 2025/26 leihweise für den FC 08 Homburg. Dort sorgte İnanoğlu für beeindruckende Zahlen: In 17 Spielen erzielte er 16 Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Insgesamt kommt der 1,87 Meter große Angreifer auf 23 Tore in 46 Regionalliga-Einsätzen. Natürlich ist der Sprung von der Regionalliga in die 2. Bundesliga erheblich. Allerdings hat Dynamo mit Christoph Daferner und Vincent Vermeij erfahrene Stürmer im Kader, sodass İnanoğlu nicht sofort die komplette Verantwortung tragen muss. Gelingt ihm der nächste Entwicklungsschritt, könnte dieser Transfer langfristig besonders wertvoll werden.
- Nicolai Rapp: Bei Rapp ist die Rollenverteilung wesentlich klarer. Der 29-Jährige kommt vom Karlsruher SC und soll die Lücke schließen, die Kofi Amoako im defensiven Mittelfeld hinterlassen hat. Seine Erfahrung kann sich sehen lassen. Rapp hat bereits 211 Partien in der 2. Bundesliga und neun Bundesliga-Spiele absolviert. Er spielte unter anderem für Greuther Fürth, Erzgebirge Aue, Union Berlin, Darmstadt, Werder Bremen, Kaiserslautern und Karlsruhe. Dynamo bekommt damit keinen Perspektivspieler, sondern einen Profi, der sofort Stabilität ins Zentrum bringen soll. Gerade bei einer Mannschaft, die sich dauerhaft in der 2. Bundesliga etablieren möchte, kann ein solcher Transfer enorm wichtig sein. Rapp gehört deshalb schon vor Saisonbeginn zu den Kandidaten für den besten Dynamo Dresden Transfer des Sommers.
- Simon Straudi: Vom Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus geht es für Straudi direkt zum nächsten Traditionsclub im Osten. Der 27-Jährige ist eigentlich Rechtsverteidiger, kann aber auf beiden Abwehrseiten eingesetzt werden. Das erhöht die Möglichkeiten von Trainer Thomas Stamm. Straudi bringt außerdem Erfahrung aus 53 Spielen in der österreichischen Bundesliga mit und absolvierte in der vergangenen Saison 20 Drittliga-Partien für Cottbus. Dynamo hebt neben seiner Geschwindigkeit besonders seine Technik hervor. Interessant ist auch, dass der Italiener in verschiedenen Fußballkulturen ausgebildet wurde. Nach seinen Anfängen in Südtirol spielte er unter anderem im Nachwuchs von Werder Bremen und später für Austria Klagenfurt. Ein spektakulärer Transfer ist Straudi nicht – aber möglicherweise genau einer jener Wechsel, die über eine lange Zweitliga-Saison besonders wertvoll werden.
- Ahmet Muhamedbegovic: Internationaler wird es beim neuen Innenverteidiger. Muhamedbegovic kommt von Olimpija Ljubljana und besitzt reichlich Erfahrung auf höherem Niveau. Der Österreicher absolvierte 64 Spiele in der österreichischen Bundesliga und 80 Partien in der höchsten slowenischen Spielklasse. Dazu kommen Einsätze in der Conference League sowie den Qualifikationen für Conference und Champions League. Dynamo bezeichnet insbesondere sein Tempo und seine Qualität im Spielaufbau als Stärken. Gerade nach mehreren Veränderungen in der Innenverteidigung ergibt diese Verpflichtung Sinn. Muhamedbegovic ist mit 27 Jahren im besten Fußballalter und sollte nicht erst langsam aufgebaut werden müssen. Von ihm darf relativ schnell eine wichtige Rolle erwartet werden.
- Tobias Raschl: Auch Raschl bringt Erfahrung mit. Der zentrale Mittelfeldspieler kommt von Preußen Münster und hat bereits 83 Zweitliga-Partien sowie elf Spiele in der Bundesliga bestritten. Ausgebildet wurde er unter anderem bei Borussia Dortmund, anschließend spielte er für Greuther Fürth, Kaiserslautern und Münster. Raschl ist kein klassischer Sechser, sondern kann unterschiedliche Aufgaben im Zentrum übernehmen. Laufstärke und Variabilität waren zwei Eigenschaften, die Sören Gonther bei der Verpflichtung ausdrücklich hervorhob. Nach dem Amoako-Abgang ist das Mittelfeld damit nicht nur durch Rapp neu besetzt worden. Dynamo hat insgesamt mehr Möglichkeiten geschaffen. Gerade über eine komplette Saison könnte Raschl deshalb häufiger eine wichtige Rolle einnehmen, als es auf den ersten Blick vielleicht erscheint.
- Kenneth Schmidt: Beim Innenverteidiger von Fortuna Düsseldorf ist etwas mehr Geduld gefragt. Schmidt kam verletzt nach Dresden und befand sich zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung noch auf dem letzten Abschnitt der Rehabilitation nach einer Knieverletzung. Dynamo nahm ihn trotzdem bewusst schon früh unter Vertrag. Das zeigt, dass die Verantwortlichen nicht nur auf die ersten Saisonwochen schauen. Der 24-Jährige wurde beim SC Freiburg ausgebildet und sammelte dort bereits Bundesliga-Erfahrung. Besonders seine Geschwindigkeit und sein technisch sauberer Spielaufbau sollen später helfen. Kurzfristig ist Schmidt deshalb kaum als Königstransfer einzuordnen. Langfristig könnte sich die frühe Verpflichtung aber auszahlen, wenn er nach seiner Verletzung wieder sein komplettes Leistungsvermögen erreicht.
Leih-Verpflichtungen bei der SGD
Daneben gibt es gleich vier Fälle, bei denen aus einer vorherigen Leihe eine dauerhafte Zusammenarbeit wurde. Normalerweise würden wir solche Spieler bei den Dynamo Dresden Transfers nicht ausführlich behandeln. Aufgrund ihrer Bedeutung für die erfolgreiche Rückrunde machen wir hier eine Ausnahme.
- Robert Wagner: Der zentrale Mittelfeldspieler bleibt endgültig bei der SGD und wurde fest vom SC Freiburg verpflichtet. Gerade in der Rückrunde 2025/26 entwickelte sich Wagner zu einem wichtigen Faktor im Dresdner Zentrum. Der Verein bezeichnet ihn sogar als möglichen Unterschiedsspieler. Dass sich Dynamo gegen Konkurrenz dauerhaft seine Dienste sichern konnte, ist sportlich ein wichtiges Signal.
- Jonas Sterner: Nach zwei Leihen gehört der Außenverteidiger jetzt tatsächlich Dynamo. Sterner wechselte fest von Hannover 96 nach Dresden. In der kompletten Rückrunde 2025/26 stand er in allen 17 Zweitliga-Partien auf dem Platz und lieferte drei Vorlagen. Insgesamt hatte er bereits 51 Pflichtspiele für die SGD bestritten, bevor der endgültige Wechsel vollzogen wurde. Wie wichtig Sterner weiterhin sein kann, zeigte sich sofort: Beim 1:0 gegen Darmstadt am zweiten Spieltag erzielte er das Siegtor.
- Thomas Keller: Auch Keller spielte schon in der Rückrunde auf Leihbasis für Schwarz-Gelb. Nun wurde der Innenverteidiger fest vom 1. FC Heidenheim verpflichtet. Dynamo hebt bei ihm neben den sportlichen Qualitäten vor allem Mentalität und Mannschaftsdienlichkeit hervor. Dass Keller den Verein und das Spielsystem bereits kennt, senkt das Risiko zusätzlich.
- Ben Bobzien: Vielleicht ist er der interessanteste dieser vier festen Übernahmen. Bobzien kam im Januar von Mainz 05 und lieferte in 15 Zweitliga-Partien vier Tore und fünf Vorlagen. Gerade in der erfolgreichen Aufholjagd Richtung Klassenerhalt hatte der flexible Offensivspieler damit einen großen Anteil. Tempo, Eins-gegen-Eins und Intensität gegen den Ball passen hervorragend zum Dresdner Spiel. Dass Bobzien nun dauerhaft verpflichtet werden konnte, gehört zu den stärksten SGD Transfers dieses Sommers.
Gewöhnliche Leihrückkehrer und verliehene Talente berücksichtigen wir bei den Dynamo Dresden Transfers bewusst nicht.
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Neuzugänge bei der SG Dynamo Dresden // Bild: Eigenes/KI
Dynamo Dresden Abgänge: Wechsel weg von der SGD
Auf der Abgangsseite musste Dynamo durchaus Qualität ziehen lassen. Einige Wechsel waren allerdings schon länger absehbar.
- Kofi Amoako: Der sportlich schwerwiegendste Abgang. Der Hamburger SV aktivierte eine vertraglich vereinbarte Ausstiegsklausel und holte den 21-Jährigen in die Bundesliga. Amoako absolvierte in seiner einzigen Dresdner Saison 33 Pflichtspiele und entwickelte sich zum wichtigen Bestandteil des zentralen Mittelfelds. Dynamo bezeichnete seinen Verlust selbst als sportlich und menschlich schmerzhaft. Nicolai Rapp wurde anschließend ausdrücklich als Ersatz für die entstandene Lücke verpflichtet.
- Stefan Kutschke: Ein Transfer ist es nicht, trotzdem gehört dieser Abschied zwingend in die Übersicht. Der langjährige Kapitän beendete nach der Saison 2025/26 seine aktive Karriere. Kutschke war über Jahre eine der prägendsten Figuren des Clubs und gehörte sowohl beim Aufstieg als auch beim anschließenden Klassenerhalt zum Kader.
- Sascha Risch: Der Vertrag des Linksverteidigers wurde nicht verlängert. Risch absolvierte seit seinem Wechsel aus Ulm insgesamt 37 Pflichtspiele für Dynamo und bereitete sieben Treffer vor. Die SGD entschied sich dennoch dazu, die Position künftig anders zu besetzen. Brooklyn Ezeh gehört zu den Spielern, die dort nun neue Möglichkeiten eröffnen sollen.
- Vinko Šapina: Nach zwei Jahren zog es den defensiven Mittelfeldspieler zum FC Ingolstadt. Šapina kam insgesamt auf 46 Pflichtspiele für Dynamo, erzielte ein Tor und bereitete fünf weitere vor. In der Rückrunde 2025/26 war seine Einsatzzeit bereits zurückgegangen. Der Wechsel erscheint deshalb für beide Seiten nachvollziehbar.
- Claudio Kammerknecht: Nach vier Jahren endete auch die Zeit des Innenverteidigers in Dresden. Kammerknecht absolvierte 118 Pflichtspiele für die SGD, erzielte acht Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Damit geht ein Spieler, der den Club über mehrere Spielzeiten begleitet und auch den Aufstieg 2025 miterlebt hatte.
- Jan-Hendrik Marx: Seine Dresdner Zeit fällt wesentlich kürzer aus. Marx kam auf 13 Pflichtspiele für die SGD und gehörte ebenfalls zum Aufstiegskader 2024/25. Für die neue Saison wurde nicht mehr mit ihm geplant.
Weitere ausgeliehene Spieler oder Akteure, die bereits in der Rückrunde bei einem anderen Verein aktiv waren, lassen wir bei den Dynamo Dresden Wechseln bewusst außen vor.
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Transfer Abgänge bei Dynamo Dresden // Bild: Eigenes/KI
Aktuelle Wett-Tipps
Übersicht der Dynamo Dresden Transfers: Alle Wechsel auf einen Blick
Was sind die Tops & Flops bei den Dynamo Dresden Wechseln?
Nicolai Rapp ist ein heißer Kandidat für den wichtigsten Neuzugang. Seine enorme Zweitliga-Erfahrung passt hervorragend zu einem Verein, der nach dem Klassenerhalt nicht wieder bis zum Schluss zittern möchte. Noch dazu schließt er eine konkrete Lücke, die durch den Wechsel von Amoako zum HSV entstanden ist.
Mindestens genauso sinnvoll erscheint die feste Verpflichtung von Ben Bobzien. Hier weiß Dynamo bereits ziemlich genau, was es bekommt. Vier Tore und fünf Vorlagen in nur einer Rückrunde sind ein starkes Argument. Ähnliches gilt für Jonas Sterner und Robert Wagner. Statt ausschließlich neue Spieler zu holen, konnten mehrere Akteure dauerhaft gebunden werden, die das System von Thomas Stamm schon kennen und bewiesen haben, dass sie in Dresden funktionieren.
Das größte Überraschungspotenzial besitzt vielleicht Kaan İnanoğlu. 16 Tore in 17 Regionalliga-Spielen für Homburg sind eine Ansage. Die 2. Bundesliga ist allerdings ein anderes Niveau. Deshalb wird spannend, wie schnell sich der junge Mittelstürmer an robustere Gegenspieler und das deutlich höhere Tempo gewöhnt.
Einen klaren Flop gibt es bislang nicht. Bei Kenneth Schmidt steht aufgrund seiner Verletzung zunächst die körperliche Rückkehr im Vordergrund. Brooklyn Ezeh muss nach einem schwierigen Jahr in Hannover ebenfalls erst zeigen, dass er wieder an seine früheren Leistungen anknüpfen kann. Beides macht die Transfers aber noch nicht zu Fehlgriffen.
Insgesamt wirken die Dynamo Dresden Transfers ziemlich logisch aufgebaut. Rapp, Raschl und Muhamedbegovic erhöhen die Erfahrung. İnanoğlu und Schmidt besitzen Entwicklungspotenzial. Ezeh und Straudi sorgen für neue Optionen auf den Außenpositionen. Dazu wurden mit Wagner, Sterner, Keller und Bobzien gleich vier bewährte Kräfte dauerhaft an den Club gebunden.
Der Abgang von Amoako ist dabei der einzige Wechsel, der auf Anhieb nach einer klaren sportlichen Schwächung aussieht. Mit Rapp hat Dynamo allerdings sehr schnell reagiert. Statt Amoako eins zu eins durch ein neues Talent zu ersetzen, entschied sich die SGD für deutlich mehr Erfahrung.
Über Dynamo Dresden Transfergerüchte berichten wir bewusst nicht. Diese Analyse hat den Stand vom 25. August 2026. Das deutsche Sommer-Transferfenster schließt am Dienstag, den 1. September 2026 um 20 Uhr. Bis dahin sind weitere Dynamo Dresden Wechsel möglich.
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Thomas Kellner
Fußball Experte
Jahrgang 69, im Herzen jung und als ehemaliger Fußballer sowie Schiedsrichter als freiberuflicher Autor stets aktuell informiert über das Geschehen aller europäischen Fußball-Ligen. Heimatverein und „alte Liebe“: Hannover 96