FC Burnley vs. FC Arsenal, Premier League Tipp 26.11.17

Der FC Burnley ist das Überraschungsteam der Saison und schickt sich an, den inoffiziellen „Best-of-the-rest“-Titel abzustauben. Aktuell ist das Team sogar punktgleich mit dem FC Arsenal. Die Gunners werden jedoch alles daran setzen, dass sich das nach dem Wochenende ändert.

Nur drei Tage nach dem peinlichen Gastspiel in Köln muss der FC Arsenal erneut ran. Der Gegner: Der FC Burnley, die Feel-Good-Story der diesjährigen Premier League Saison. Nach zwölf Spieltagen steht das Team auf einem starken siebten Platz, punktgleich mit dem FC Arsenal (22), der nur aufgrund des stärkeren Torverhältnisses besser positioniert ist. Was darf man vom direkten Duell erwarten?

Interessante Quoten & Tipp

Obwohl Arsenal auswärts bisher keine Bäume ausreißen konnte (ein Sieg aus sechs Spielen) sehen die Buchmacher die Gunners am Wochenende klar favorisiert. So liegt die Siegquote Arsenals bei Interwetten.com bei 1,60, während Burnley auf 5,70 kommt.

Das Problem dabei: Beim FC Arsenal auf Ergebnisse zu tippen, hat mitunter Lottocharakter. Nicht erst seit diesem Jahr weiß man bei den Londoner nur selten vorher, was man bekommt: Eine überzeugende Machtdemonstration wie zuletzt gegen Tottenham wirkt nicht weniger wahrscheinlich als die nächste peinliche und unerwartete Schlappe.

Deutlich sicherer wirken Over/Under-Tipps. Hier lässt sich vor allem aus Burnleys herausragender Defensive, die bereits Tottenham, Chelsea und Liverpool standhielt, ein torarmer Spielverlauf schlussfolgern und dementsprechend eine Partie auf Messers Schneide.

Daher die Prognose: Unter 2,5 Tore – Quote 2,12 bei 888Sport

Quote Quote
Anbieter Anbieter
Bonus Bonus
Link Link
2,12
200€

 

FC Burnley

Die letzten drei Ergebnisse: 2:0 vs. Swansea City, 1:0 vs. FC Southampton, 1:0 vs. Newcastle United

Wer die Erfolge des FC Burnley noch immer als kurzfristige Glückssträhne abtut, der muss langsam aber sicher seinen Bezug zur Realität überdenken. Denn dass der FC Burnley, der glänzend in die Saison gestartet ist, immer noch oben mitmischt, zeugt vom beständig hohen Leistungsvermögen dieses Teams.

Dennoch kann man den überraschenden Auftakterfolg gegen Chelsea als Initialzündung verstehen. Gegen zehn Blues erspielte sich Burnley eine 3:0-Führung noch vor dem Pausentee und rettete diese mit Ach und Krach über die Zeit. Zwar verlor man im Anschluss knapp gegen West Brom (0:1), doch in der Folge kam nur noch eine einzige Niederlage hinzu: Das 0:3 gegen Manchester City.

Davon abgesehen präsentierte sich Burnley in bestechender Verfassung. Weder Tottenham (1:1) noch Liverpool (1:1) konnten den kompakten Verteidigungsriegel der Mannschaft brechen, die bereits sieben Pflichtspiele ohne Gegentreffer bestritt – und zuletzt drei in Folge. Mit gerade einmal neun Gegentreffern stellt Burnley aktuell die drittbeste Defensive der Liga – ein Spitzenwert.

Offensiv wiederum verfügt das Team zwar über keinen echten Torjäger, kann sich jedoch auf eine Vielzahl von Scorern verlassen, die jeweils in die Bresche springen: So ist es Symptomatik der laufenden Saison, dass vergangenen fünf Tore des FC Burnley von fünf verschiedenen Schützen erzielt wurden – und dass diese fünf Tore für bärenstarke zehn Punkte reichten.

Mangelnde Effizienz kann man dem FC Burnley dementsprechend nicht vorwerfen. Schwache Verteidigungsarbeit schon gar nicht. Wenn überhaupt, dann sollte man sich um den Angriff sorgen: Zwölf Tore sind der schlechteste Wert in der oberen Tabellenhälfte. Doch solange man ein Tor mehr erzielt als der Gegner, fällt das kaum ins Gewicht. Wie beim FC Burnley eben.

 

FC Arsenal

Die letzten drei Ergebnisse: 0:1 vs. 1. FC Köln, 2:0 vs. Tottenham Hotspur, 1:3 vs. Manchester City

Siegesserien und der FC Arsenal, das passt einfach nicht zusammen. Denn sobald das Gefühl aufkommt, die Gunners könnten einen Lauf starten, fahren sie beispielsweise nach Köln und verlieren kurzerhand gegen eines der (statistisch) schlechtesten Teams Europas.

Natürlich ist die Pleite gegen den Effzeh verschmerzbar. Arsenal ist bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, und die Prioritäten liegen ohnehin auf der nationalen Meisterschaft. Dementsprechend verzichtete Arsene Wenger auf nahezu die komplette Startelf und gab den Ersatz- und Perspektivspielern aus der zweiten Reihe die Chance, sich zu bewähren. Bis auf wenige Ausnahmen wurde diese Gelegenheit jedoch vertan: Erst mit dem Rückstand durch einen zweifelhaften Elfmeter schienen die Gunners das Gastspiel in Köln wirklich ernstzunehmen und entfachten in der Schlussphase Dauerdruck auf das Tor des Bundesligisten. Einige vielversprechende Chancen sprangen noch heraus, Zählbares dagegen nicht. Es blieb beim 0:1.

So liest sich die Novemberbilanz des FC Arsenal traditionell ernüchternd: Nur ein Sieg aus den vergangenen vier Spielen sind deutlich zu wenig für die ambitionierten Londoner – und doch könnte die Lage schlimmer sein, denn jener eine Sieg hatte es in sich.

Beim 2:0-Erfolg gegen Tottenham zeigte Arsenal seine vielleicht beste Saisonleistung und überzeugte mit zielstrebigem Offensivspiel und abgeklärter Defensivarbeit. Ausgerechnet gegen die Spurs, einen der Angstgegner der vergangenen Jahre, präsentierte sich die Wenger-Elf von ihrer besten Seite und offenbarte ihr respektables Leistungsvermögen. Angeführt von Sanchez und Özil war das Team klar spielbestimmend und hätte unter Umständen auch höher gewinnen können. So oder so: Durch den Dreier im London-Derby pirschen sich die Gunners bedrohlich nah an die Champions-League-Ränge. Sie lauern auf Fehler und stehen als erstes bereit, um abzukassieren, wenn sich im Parallelspiel der FC Liverpool und Chelsea London die Punkte klauen. Die einzige Voraussetzung: Ein Sieg gegen Burnley.

 

Liveticker und Statistiken