Washington Wizards (8-13) – Brooklyn Nets (8-14), 02.12.2018

Lässt man die Eindrücke und Medienberichte der ersten paar Wochen der NBA-Saison Revue passieren, könnte man davon ausgehen, dass beim Duell zwischen den Washington Wizards und den Brooklyn Nets, die Gäste aus Brooklyn heute als Favorit ins Spiel gehen. So gewannen die Nets bereits das erste Aufeinandertreffen mit 115-104 und konnten damit den ersten Sieg einfahren, nachdem sich Caris LeVert verletzte. Die Tabellensituation verrät jedoch, dass die Washington Wizards derzeit etwas besser drauf sind und sich deswegen der etwas genauere Blick auf beide Teams lohnt.

Tipp: Washington Wizards

Washington gewann drei der letzten vier Spiele und konnte mit Erfolgen über die Clippers, Pelicans und Houston einige nicht zu erwartende Siege einfahren. Leider mussten sie jedoch eine erneute Verletzung von Dwight Howard in Kauf nehmen, der nun zwei bis drei Monate fehlen wird und im ersten Spiel gegen die Nets noch ihr bester Mann. Brooklyn ist allerdings alles andere als gut in Form, verloren sie die letzten vier Spiele in Folge und fünf der letzten sechs Partien. Dementsprechend sind die Wizards heute leicht favorisiert und auch der Tipp sollte auf die Heimmannschaft aus Washington gehen.

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NBA – Washington Wizards (8-13) – Brooklyn Nets (8-14)

Beide Teams haben Doppelbelastung und Reisestress zu verkraften, sodass sich hier kein entscheidender Vorteil ergibt. Die Wizards spielten gestern in Philadelphia (Ergebnis fehlt), hatten es aber immer nicht ganz so weit bis nach Hause. Dass für sie zu Hause zu spielen direkt ein großer Vorteil ist, lässt sich an der Bilanz jedoch nur erahnen. So verloren sie bereits fünf von elf Spielen vor den eigenen Fans, präsentierten sich damit aber immerhin stärker als in fremden Hallen, wo sie nur zwei von zehn Spielen gewinnen konnten.

Problematischer als Reisestress und Doppelbelastung ist sicher die personelle Situation. Dwight Howards Verletzung am Hintern bzw. unteren Rücken brach erneut auf und nachdem er in dieser Saison erst neun von 21 Spielen bestreiten konnte, musste er zuletzt wieder pausieren. Nach einigen Untersuchungen wurde nun bekannt, dass er sich einer Operation unterziehen muss, was ihn für die nächsten zwei bis drei Monate außer Gefecht setzen wird.

Dementsprechend werden andere Spieler Verantwortung übernehmen muss und Ian Mahinmi wird die Rolle als Starter einnehmen. Natürlich sind jedoch Wall und Beal gefordert, um Howards Punkte aufzufangen. Erfreulicherweise spielte sich zuletzt Markieff Morris ein wenig in den Vordergrund. In den letzten fünf Spiele erzielte er im Schnitt 17,4 Punkte (6 mehr als im Saisonschnitt), sodass auch seine Leistungen für das solide Abschneiden in den letzten Spielen verantwortlich waren. Auch heute ist er umso mehr gefordert.

Die Gäste aus Brooklyn haben ein ähnliches Problem wie Washington, denn auch sie müssen einen verletzten Spieler ersetzen. Caris LeVert verletzte sich bekanntermaßen von knapp drei Wochen und verpasste bereits die letzten acht Spiele. Die Ergebnisse waren in dieser Zeit nicht zufriedenstellend. Zwar wurden die Wizards und die Heat besiegt, doch die anderen sechs Spiele gingen verloren, obwohl mit Dallas, Minnesota oder Utah nicht nur gute Teams dabei waren. Gestern mussten sie zudem bei den Memphis Grizzlies ran (Ergebnis), wo sie im Vorfeld auch nicht über die Rolle des Underdogs hinauskamen.

Nach solidem Start in die Saison und zwischenzeitlich ausgeglichener Bilanz wurden die Ergebnisse also nach und nach schlechter, sodass sie auch in der Tabelle ein wenig abrutschten. Platz 10 ist es derzeit für das junge Team von Coach Kenny Atkinson, das nicht so funktioniert, wie man es sich vor der Saison erhofft hatte. Die jungen Spieler schlagen nicht wie erhofft ein und vor allem die Veteranen enttäuschen. Zudem gehört die Starting Five punktetechnisch zu den fünf Schlechtesten der Liga.

Auffällig ist aber vor allem, dass Spieler wie Kenneth Faried (3 Punkte pro Spiel), Jared Dudley (4,6 Punkte als Starter) oder auch DeMarre Carroll (7,7 Punkte) nicht die erwarteten Leistungen bringen. Auch D’Angelo Russel bleibt mit 17,6 Punkten und nur 41% aus dem Feld hinter den Erwartungen zurück, sodass die Haupt-Scoring-Last bei LeVert lag. Spencer Dinwiddie überzeugt mit 16 Punkten pro Spiel von der Bank noch am ehesten, ist mit 25 Jahren aber auch schon an der Grenze den Talent-Status zu verlieren. Da die Nets zudem defensiv zu den schwächeren Teams im ligaweiten Vergleich zählen gibt es jede Menge Baustellen, an denen sie arbeiten müssen.

Immerhin gibt es neben LeVert und dem fraglichen Joe Harris keine wichtigen Verletzten. Die Wizards müssen andererseits auch nur auf Dwight Howard verzichten.

Player to watch: Bradley Beal

Zuletzt gab es jede Menge Gerüchte über Bradley Beal. Er sollte dem Team bereits den Rücken gekehrt haben, sich mit anderen Teams einig sein, getradet werden wollen und mit dem Kopf schon lange nicht mehr in Washington sein. Sein Agent und er selbst bestritten dies aber zuletzt und betonten, dass Beals einzige Konzentration den Wizards gilt und er alles für seine Mannschaft gibt. Seine Werte von 21,8 Punkten pro Spiel, 4,4 Rebounds und 4,4 Assists pro Spiel sind sicherlich noch etwas ausbaufähig aber auch Grundlage dafür, dass Washingtons Ergebnisse zuletzt etwas besser wurden. Im ersten Spiel gegen die Nets erzielte er bereits 20 Punkte und auch heute kann man damit rechnen, dass er seinen Schnitt mit 22 Punkten erreichen wird.

 

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