Philadelphia 76ers – Brooklyn Nets NBA Playoffs Tipp 2019

Unser Tipp: Philadelphia 76ers

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Die Philadelphia 76ers und die Brooklyn Nets eröffnen die Playoffs im Jahr 2019. Um 20.30 Uhr deutscher Zeit starten die Playoffs mit einer Serie, die auf dem Papier nicht besonders spannend zu werden scheint. Die Philadelphia 76ers gehen als klarer Favorit in diesr Serie, erzielten sie in dieser Saison neun Siege mehr als die Nets und sind mit einer der besten Starting Fives der Liga ausgestattet. Sicher, Brooklyn wird sich nicht einfach geschlagen geben, doch vor dieser Serie spricht eigentlich alles für die Sixers.

Der Blick auf die direkten Ergebnisse in der regulären Saison verrät allerdings, dass die Nets vielleicht doch nicht ganz so chancenlos sind, wie man es im ersten Moment vermuten würde. Die Nets konnten immerhin zwei der vier Spiele gewinnen und verloren eines der beiden anderen Spiele sehr knapp. Zudem zeigten sie sich auch zum Ende der Saison etwas besser in Form als die Sixers und mit den vielen wichtigen Partien im Kampf um die Playoff-Qualifikation sind sie zumindest von der Einstellung her, mehr auf die Playoffs eingestellt als die Sixers, für die es in den letzten Spielen um nicht mehr so viel ging.

Geht man in der Saison bis Anfang November zurück findet man das erste Duell zwischen den beiden Teams. In Brooklyn setzten sich die Nets überraschend klar, mit 122-97 durch. Philly hatte zu dieser Zeit noch keinen einzigen Auswärtssieg und leistete sich neben nur vier von 20 getroffenen Dreiern, außerdem 27 Ballverluste. Die Nets nutzten die Schwächen aus und siegten klar.

Ziemlich genau drei Wochen später kam es dann zum Rematch in Brooklyn und diesmal hatte Philly die Nase vorn. Diesmal stand auch Jimmy Butler im Kader der Sixers, der kurz vorher ertradet wurde. Mit seinem Dreier 2,3 Sekunden vor dem Ende, sorgte er für die knappe Entscheidung zu Gunsten der Sixers, die sich letzten Endes mit 127-125 durchsetzen konnten.

Weitere drei Wochen später kam es dann zum dritten Duell, diesmal in Philly. Die Nets hatten hier beim 127-124 Sieg wieder die Nase vorn, als Spencer Dinwiddie mit 39 Punkten von der Bank überragte. Die Sixers waren allerdings nicht komplett, fehlte Jimmy Butler. Trotzdem zeigten die Nets bereits damals, dass man sie auf der Rechnung haben muss und sie nicht zu unterschätzen sind.

Erst im vierten und letzten Duell gegen die Nets waren die Sixers dann komplett. Der ebenfalls während der Saison geholte Tobias Harris stand im Kader, genauso wie Jimmy Butler. Es war gleichzeitig das bisher letzte Spiel in dem die beste erste Fünf der Sixers zusammenspielte und beim 123-110 Erfolg konnten sie überzeugen. Die Sixers sind also personell, wenn fit, klar besser besetzt und zeigten beim letzten Aufeinandertreffen, dass sie eigentlich klar stärker sind. Die Nets überraschten aber schon häufig in dieser Saison und sollten von den Sixers auf gar keinen Fall unterschätzt werden.

Situation Philadelphia (3. Platz: 51 Siege – 31 Niederlagen)

Während die Sixers in der letzten Saison einen starken Schlussspurt benötigten um in die Playoffs einzuziehen, spielten sie in diesem Jahr von Beginn an konzentriert und sicherten sich am Ende einen starken dritten Platz. Der Anspruch war in Philly sicherlich noch etwas höher, doch die Saison verlief nicht wirklich reibungslos und gerade zu Beginn der Saison sah nicht nur der Kader anders aus, sondern gab es auch noch viele Fragezeichen.

Sicherlich ist an dieser Stelle das Markelle Fultz-Drama zu nennen, der in Philly nie ein Bein auf den Boden bekam und letztlich getradet wurde. Gleichzeitig sicherten sich die Sixers ein wenig überraschend die Dienste von Jimmy Butler, der in Minnesota nicht glücklich wurde. Die Abgänge von Robert Covington und Dario Saric konnten aber selbst durch Butler nicht so einfach aufgefangen werden, obwohl er selbst und auch Embiid und Simmons starke Werte ablieferten.

Die Sixers setzten sich aber in der Spitzengruppe der Eastern Conference fest und gehörten schnell zum erweiterten Favoritenkreis. General Manager Elton Brand machte bereits in dieser Zeit klar, dass er Großes mit die Sixers vorhat und so baute er den Kader im Laufe der Saison weiter um. Mit dem Tobias Harris-Trade gelang ihm dann ein weiterer Geniestreich, durch den die Sixes schlagartig nochmal besser wurden.

So haben sie die Option eine Starting Five um Ben Simmons, JJ Redick, Jimmy Butler, Tobias Harris und Joel Embiid aufzustellen, mit anderen Worten, vier All-Stars und einen der besten Shooter der Liga (Redick), der in diesem Jahr zum 13. Mal in Folge in die Playoffs einzieht. Die Bank wird zwar immer wieder kritisiert, kann sich aber eigentlich mit McConnell, Scott, Marjanovic, Ennis, Simmons, Korkmaz, Johnson und Monroe sehen lassen.

Schlussendlich stehen meistens sowieso zwei oder drei Starter auf dem Feld, da sich die Rotation in den Playoffs verkleinern wird und da die Qualität im Kader von Coach Brett Brown so hoch ist, müssen die Eastern Conference Finals das Ziel sein. Fraglich bleibt allerdings wie fit Embiid ist und ob die fehlende Wurfgefahr von Ben Simmons dem Team letztlich schaden kann. Doch bevor die Antworten dieser Fragen nicht belegt sind und klar gegen Philly sprechen, müssten sie diese Runde klar für sich entscheiden können.

Situation Brooklyn Nets (6. Platz: 42 Siege – 40 Niederlagen)

Die Brooklyn Nets sind in dieser Serie der klare Underdog. Vor zwei bis drei Jahren gehörten sie noch zu den schlechtesten Teams der Eastern Conference, doch die herausragende Entwicklung der Mannschaft bescherte ihnen ein Playoff-Platz. Zu rechnen war damit vor der Saison allerdings nicht und auch der Saisonverlauf selbst war alles andere als glücklich, so dass ein Verpassen der Playoffs kein Drama gewesen wäre.

Doch Coach Kenny Atkinson machte einen hervorragenden Job und coachte sein Team nicht nur in die Playoffs, sondern sich selbst auch in den Kreis der Coach of the Year-Kandidaten. Der Blick auf die Nets-Saison zeigt jedoch, dass es gerade zu Beginn alles andere als gut lief. Zwar standen sie nach gut einem Monat noch mit einer Bilanz von 6-6 da und vor allem Caris LeVert startete sehr stark, doch leider verletzte er sich schwer und fiel für mehrere Monate aus. Es folgte eine bittere Phase, in der die Nets zwölf von vierzehn Spielen verloren.

Anfang Dezember sah also alles nach einer weiteren enttäuschenden Saison aus, standen die Nets bei einer Bilanz von 8-18. Doch plötzlich drehten Spencer Dinwiddie und D’Angelo Russell auf und führten die Nets mit Erfolgen über die Raptors und Sixers zu sieben Siegen in Folge. Das Selbstvertrauen stieg plötzlich an, offensiv lief es herausragend gut und die gute Form wurde weiter fortgesetzt.

Bis Ende Januar verloren sie nur einmal zwei Spiele in Folge und machten aus der 8-18 Bilanz eine positive Bilanz von 27-23. Ärgerlicherweise verletzt sich nun aber auch Spencer Dinwiddie, so dass die Nets personell erneut stark geschwächt wurden. Mit fortlaufender Dauer der Spielzeit zeigte jedoch der erst 23-jährige D’Angelo Russell, dass er bereit war Verantwortung zu übernehmen und so führte er die Nets mit einigen starken Leistungen in die Playoffs.

Russell wurde sogar ins All-Star berufen und verbrachte zusammen mit Teamkollegen Joe Harris ein lehrreiches All-Star Wochenende in Charlotte. Harris, der bei Dreier-Contest teilnahm, gewann den Wettbewerb sogar und war auch in der Saison von der Dreierlinie eine gefährliche Waffe für die Nets. Auch Dinwiddie und LeVert spielten stark und Spieler wie Jarrett Allen, DeMarre Carroll, Allen Crabbe oder Rookie Rodions Kurucs überzeugten ebenfalls.

Brooklyn tankte über die reguläre Saison hinweg also viel Selbstvertrauen und wird natürlich versuchen, die Sixers zu ärgern. Druck haben sie dabei kaum, ist der Playoff-Einzug bereits ein toller Erfolg und können sie nun befreit aufspielen und versuchen das Beste rauszuholen.

X-Faktor: Joel Embiid

Eigentlich gelten eher Spieler aus der zweiten Reihe als X-Faktor, doch da Embiid scheinbar angeschlagen ist, wird keine Personalie mehr darüber bestimmen, wie sich diese Serie entwickeln wird. Embiid liefert in dieser Saison mit 27,5 Punkten und 13,6 Rebounds überragende Werte ab, verpasste allerdings 18 Spiele. Auch zum Ende der Saison fehlte er immer wieder und GM Elton Brand gab zu verstehen, dass Embiid sogar für den Start der Playoffs fraglich ist – Knieprobleme.

Sollte er jedoch spielen können, haben die Nets ein Problem. In der regulären Saison machte er alle vier Spiele gegen Brooklyn und wusste mit 30 Punkten, 14,3 Rebounds und 5 Assists pro Spiel auf allen Ebenen überzeugen. Zwar verloren die Sixers bekanntermaßen zwei dieser vier Spiele, doch Embiid war nicht aufzuhalten. Jarrett Allen und Ed Davis waren komplett überfordert und einzig Rondae Hollis-Jefferson hinterließ phasenweise den Eindruck etwas gegen Embiid ausrichten zu können.

Mit seiner dominanten Spielweise ist Embiid kaum aufzuhalten und der beste Spieler der Sixers. Ist er jedoch angeschlagen und nicht ganz auf der Höhe, ist er besonders anfällig für Fouls und Ballverluste, was ihm und den Sixers teuer zu stehen kommen könnte. Daher wird er für die Sixers zum entscheidenden Mann und aufgrund seiner unklaren gesundheitlichen Situation zum X-Faktor in dieser Serie.

Philadelphia 76ers – Brooklyn Nets Serien-Tipp

Natürlich führt eigentlich kein Weg an den Sixers vorbei. Sie haben den Heimvorteil, gehören zu den stärksten Heimteams der Liga und im Osten zu den Top-Favoriten. Ihre Starting Five gehört zum Besten, was die NBA zu bieten hat und individuell sind sie den Nets auf jeder Position überlegen. Obwohl die Nets offensiv stark sind, sind die Sixers nochmal etwas besser.

Auch andere Statistiken sprechen klar für die Sixers, rebounden sie besser, spielen sie mehr Assists, holen mehr Steals und blocken etwas besser. Zwar ist das Team aus Philly bei den Ballverlusten anfällig, doch die Nets sind hier nicht viel besser und Beide gehören zu den schwächsten Teams, wenn es darum geht, den Ball zu beschützen.

Die knappen Ergebnisse der regulären Saison lassen natürlich etwas Raum zur Spekulation, ob die Nets nicht vielleicht doch eine Chance haben. Vor allem die unklare gesundheitliche Situation um Embiid wirft Fragen auf, so dass die Nets sicher ein wenig Hoffnung haben werden. Letztlich wird es allerdings nur bei der Hoffnung bleiben, sind die Sixers auch ohne Embiid immer noch stark genug besetzt. Zudem haben sie individuell sehr gute Verteidiger, die es mit Russell und Co. problemlos aufnehmen können.

Letztlich sind die Sixers also zu stark und vor allem wenn Embiid fit ist, wird es für die Nets nichts zu holen geben. Allerdings werden die Nets erhobenen Hauptes ausscheiden und ein Spiel gewinnen können.

Philadelphia 76ers in 5

Spiel 1:

Die Sixers hoffen das Embiid fit ist und dass sie nach zweieinhalb Wochen endlich mal wieder mit ihrer Top-Starting Five antreten können. Ihr Vorteil ist zudem, dass sie den Heimvorteil haben und hier während der gesamten Saison sehr stark auftraten. Die Form der letzten Spiele spricht zwar eher für die Nets, doch sie sind Playoff-unerfahren, so dass auch die Erfahrung klar für die Sixers spricht.

Sicherlich werden vor allem die Sixers Spiel 1 dazu nutzen, um sich die Nets genau anzugucken und versuchen herauszufinden, welche Taktik sie an den Tag legen werden. Dies wird sie jedoch nicht davon abhalten gut in die Serie zu starten und gleich mal ein klares Statement zu setzen, dass die Siege in der Nets in der regulären Saison nicht so viel Wert sind, wie sich viele Nets-Fans erhoffen. Leider wird den Nets vermutlich auch Allen Crabbe fehlen und den Sixers eventuell James Ennis. Ansonsten sollte es außer dem fraglichen Embiid aber keine Ausfälle auf beiden Seiten geben, so dass Philly Spiel 1 gewinnen wird.

Tipp: Philadelphia 76ers

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