Philadelphia 76ers – Boston Celtics, Playoff Spiel 4 Tipp

Mit JJ Redick, Ben Simmons und Joel Embiid waren die vielleicht besten drei Spieler an den unfassbar ärgerlichen Ballverlusten in den letzten Sekunden beteiligt. Es waren leider genau diese Fehler, die den Sixers den Sieg kosteten und damit dafür sorgten, dass sie mit 0-3 in Rückstand gerieten.

Embiid beschwerte sich im Nachgang über die komplett ausgebliebenen Pfiffe gegen Horford (0 Fouls), war sich aber auch darüber bewusst, dass die eigenen Fehler ihnen den Sieg kosteten. Mit 22 Punkten und 19 Rebounds spielte er gut, allerdings traf er nur 10 seiner 26 Würfe. Ben Simmons wusste mit 16 Punkten, 8 Rebounds und 8 Assists nach seinem schwachen Auftritt in Spiel 2 zurückzuschlagen, doch auch er war nach dem Spiel frustriert. Besonders ärgerlich für ihn, dass er neben den Ballverlusten auch einige einfache Chancen ausließ.

Von Saric (11), Redick (18), Ilyasova (14) und Belinelli (12) bekamen die beiden Go to Guys der Sixers gute Unterstützung aber es sollte nicht reichen. Die Medien schoben auch Coach Brett Brown eine Teilschuld zu und das Embiid und Simmons beide davon sprachen, dass es ihre ersten Playoffs sind, zeigt dann doch, dass ihnen an der einen oder anderen Stelle die Abgezocktheit fehlt.

Ebenfalls die ersten Playoffs bestreitet allerdings der Rookie der Celtics, Jayson Tatum. Er zeigt sich aber konstanter und besser und erzielte heute 24 Punkte und damit das fünfte Spiel in Folge mit über 20 Punkten. Terry Rozier konnte mit 18 Punkten ebenfalls überzeugen und auch Jaylen Brown zeigte sich mit 16 Punkten mal wieder solide. Al Horfords Werte (13 Punkte, 6 Rebounds in 42 Minuten) waren nicht wirklich beeindruckend, doch es waren seine Plays zum Ende des Spiels und die toughe Defensive gegen Embiid, die das Spiel entschieden.

Das eine Jahr Playoff-Erfahrung scheint den jungen Celtics (Brown, Rozier und Co.) also tatsächlich einen Vorteil zu bringen und die Tatsache, dass sie mit 3-0 führen macht den Einzug in die Conference-Finals so gut wie sicher. Doch das Motto „Trust the Process“ gibt es nicht umsonst und so stellte Sixers-Coach Brown direkt in Frage, warum nicht die Sixers das erste Team sein sollten, die einen 0-3 Rückstand drehen.

Da die Celtics aber noch zwei Heimspiele haben und als Team die richtigen Mittel gefunden zu haben die Sixes zu stoppen, bleibt dies unwahrscheinlich. Coach Stevens macht nämlich einen hervorragenden Job und so ist ein Einbruch nicht zu erwarten. Ein Sweep war jedoch auch nicht zu erwarten und so denke ich, dass Philly noch einmal zurückschlagen kann. Der Kampfgeist ist da und sicher wollen sich Embiid, Simmons und Co. nicht mit einer Niederlage von den eigenen Fans verabschieden. Daher sollte der Tipp in Spiel 4 auf Philly gehen, die zumindest noch einen Sieg einfahren können.

Tipp: Philadelphia 76ers 1,37 Unibet

Quote
Anbieter
Bonus
Link
1,37
100€

 

Philadelphia 76ers – Boston Celtics NBA Playoff Serie

Spiel 1: BOS – PHI 117-101

Spiel 2: BOS – PHI 108-103

Spiel 3: PHI – BOS 98-101 (OT)

Stand: 3-0 Boston Celtics

Spätestens nach dem dritten Spiel gegen die Boston Celtics ist die Playoff-Euphorie der Philadelphia 76ers verflogen. In einem hart umkämpften, sehr intensiven Playoff-Spiel waren es nämlich die Boston Celtics, die die Fehler der Sixers gnadenlos ausnutzten und dank etwas größerer Cleverness das Spiel mit 101-98 in der Verlängerung für sich entschieden.

Das Spiel jedoch auf fehlende Erfahrung zurück zu führen, wäre unfair, denn genau genommen ist das Team der Celtics nicht viel älter und nur bedingt Playoff-erfahrener. Zudem müssen die Celtics auf viele Verletzte verzichten und so sind ihre Siege noch höher zu bewerten.
Gleich zu Beginn des Spiels schien sich die Partie bereits zu Gunsten der Gäste aus Boson zu entwickeln. Obwohl Philly die ersten Punkte machte, erkämpfte sich die Mannschaft von Brad Stevens schnell einen neun Punkte Vorsprung. Die Sixers ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und erkämpften sich die Führung noch vor dem Ende des ersten Viertels zurück.

Doch auch das zweite Viertel sollte dann zunächst etwas besser für Boston laufen, die sich schnell einen 10 Punkte Vorsprung erkämpft hatten. Doch ein 25-8 Lauf der Sixers brachte sie wiederum in Führung und das ständige Hin und Her sorgte für einen großen Unterhaltungsfaktor. Zur Pause war es dann relativ ausgeglichen und das Heimteam aus Philly führte mit 51-48.

In Viertel Nummer 3 blieb es dann weiterhin spannend und keine Mannschaft konnte sich auf mehr als fünf Punkte absetzen. Die 69-68 Führung für die Celtics, zum Ende des dritten Viertels, zeigte wie knapp es herging und wie gut beide Mannschaften verteidigten. Vor allem die Center der Celtics (Horford und Baynes) machten einen hervorragenden Job gegen Joel Embiid, der sich nach dem Spiel darüber wunderte, dass vor allem Horford keine Fouls hatte.

Die Sixers selbst verteidigten jedoch auch gut und hielten sich damit im Spiel. So sollte die Entscheidung erst in den letzten Sekunden fallen. 24 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit sorgten Jaylen Brown mit einem Korbleger für den Ausgleich (85-85). Philly nahm eine Auszeit, doch im Zusammenspiel zwischen Redick, Simmons und Embiid leisteten sie sich einen folgenschweren Ballverlust, den Jayson Tatum mit seinem Korbleger zum 87-85 bestrafte. Den Sixers blieben nur noch 1,8 Sekunden, doch Marco Belinelli traf einen Wurf in letzter Sekunde.

Es wurde kurios, denn obwohl klar zu erkennen war, dass Belinelli keinen Dreier traf, sondern nur einen langen Zweipunktewurf, fiel bereits das Siegerkonfetti vom Hallendach. Nach ein paar Minuten Verzögerung um das Feld zu säubern, ging es dann in die Verlängerung, in der sich Philly die Führung erspielte. In der letzten Minute leistete sich Joel Embiid aber einen ähnlich ärgerlichen Fehlpass wie Redick zum Ende des dritten Viertels und Terry Rozier klaute den Ball. Horford musste an den die Linie, verwandelte aber nur einen Freiwurf, sodass Philly noch immer im Vorteil war.

Joel Embiid und Ben Simmons vergaben nun die Chancen die Führung auszubauen und Boston nahm 8,4 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Ein überragendes Play von Coach Stevens sorgte für ein Missmatch unter dem Korb und Al Horford wusste den Lob-Pass von Smart zu verwerten. Boston führte mit 99-98, doch die Sixers hatten erneut eine Chance. Nun war es Joel Embiid, der sich beim Einwurf einen Fehlpass leistete. Al Horford sprang dazwischen, stealte den Ball und wurde gefoult. Diesmal behielt er die Nerven, brachte sein Team mit 101-98 in Führung und Philly konnte den letzten Notwurf nicht mehr versenken.

 

Liveticker und Statistiken