Minnesota Timberwolves (7-9) – Memphis Grizzlies (9-5), 18.11.2018

Die Minnesota Timberwolves empfangen in der heutigen Nacht die Memphis Grizzlies. Dabei kommen beide Mannschaften mit guter Form in die Partie, gewannen die Wolves ihre letzten drei Spiele, während die Grizzlies ihre letzten beiden Partien gewinnen konnten. Daher ist es auch nicht ganz so einfach einen Favoriten auszumachen. Fakt ist nämlich, dass die Wolves seit ihrem Trade von Jimmy Butler noch kein Spiel verloren und einen insgesamt positiveren Eindruck machen, im Vergleich zu der Zeit als Butler noch im Kader war.

Tipp: Minnesota Timberwolves

Trotzdem verlief der Saisonstart des Teams aus Memphis besser. Sie überraschten bisher viele Experten und Kritiker und konnten vor allem aufgrund der starken Verteidigung bereits neun von 14 Spielen gewinnen. Auswärts lassen sie allerdings ein wenig die Klasse vermissen, während die Wolves bisher alle sieben Siege zu Hause einfahren konnten (bei 8 Heimspielen). Dementsprechend kann man heute den Tipp auf die Wolves wagen, da sie ohne Butler befreiter aufzuspielen scheinen und eine Last los sind. Die Ergebnisse der letzten Spiele lassen dies zumindest erahnen und damit einen Tipp auf Minnesota zu.

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NBA – Minnesota Timberwolves (7-9) – Memphis Grizzlies (9-5)

Das Butler-Drama hat für die Minnesota Timberwolves endlich ein Ende und GM bzw. Coach Thibodeau tradete seinen Lieblingsspieler nach Philadelphia. Da sich die Wolves mit Dario Saric und Robert Covington zwei absolute fähige Rollenspieler sichern konnten, die sich klar hinter Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins einsortieren werden, wurde damit auch die Struktur des Teams klarer und die Spieler zahlten dies mit guten Leistungen und positiven Ergebnissen zurück.

Gleich im ersten Spiel ohne Butler gewannen die Wolves mit 120-113 gegen die Nets und Towns war mir 25 Punkten und 21 Rebounds gleich auffälligster Spieler. Weiter ging es mit einem Erfolg über die Pelicans und wieder zeigte sich Towns mit 25 Punkten und 16 Rebounds dominant. Beim bisher letzten Erfolg über die Blazers wurde dann Andrew Wiggins zum Topscorer, sodass die Leistungen der Jungspunde einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Auftreten und Butler zumindest ansatzweise erahnen lassen.

Die Neuzugänge Covington und Saric spielten bisher in zwei Partien mit und zeigten solide Leistungen. Bedenkt man außerdem, dass Derrick Rose in dieser Saison mit 19 Punkten pro Spiel von der Bank überzeugt, haben die Wolves einen durchaus soliden Kader. Teague und Gibson sind nämlich auch noch da und Okogie, Dieng, Jones und Tolliver zeigten auch schon gute Leistungen. Der Butler-Abgang könnte dem Potential der Wolves also zu Gute kommen, sodass man wieder mit mehr Zuversicht in die Saison schauen wird.

Allerdings wird das heutige Spiel gleich ein schwerer Prüfstein. Die Memphis Grizzlies sind nämlich nicht mehr so verletzungsgebeutelt wie in den vergangenen Jahren und zeigen angeführt von Mike Conley und Marc Gasol mal wieder, dass man sie nicht unterschätzen darf. So gewannen sie bereits neun von 14 Spielen und besiegten dabei mit den Jazz (2x), Nuggets, Sixers und Bucks bereits einige Top-Teams.

Der 4. Platz in der Tabelle und die Tatsache nur eine Niederlage mehr als die Warriors zu haben belegt auch, wie gut die Grizzlies in dieser Saison unterwegs sind. Die Starting Five geht dabei natürlich mit gutem Beispiel voran. Conley, Gasol, Jackson Jr und Temple führen die Mannschaft im Scoring an und Shelvin Mack erweist sich mit ebenfalls zweistelliger Punkteausbeute als gefährlichster Spieler von der Bank. Der fünfte Starter und Neuzugang Kyle Anderson spielt zwar knapp 30 Minuten ist aber mit 5,5 Punkten pro Spiel nur der zwölftbeste Scorer. Er findet aber andere Wege, um seiner Mannschaft zu helfen, wie zum Beispiel über die Verteidigung.

Diese ist bei den Grizzlies mal wieder außerordentlich gut, kassieren sie nur 101,8 Punkte pro Spiel (Bestwert der Liga). Wie der Blick auf das Spieltempo der einzelnen Teams zeigt, spielen die Grizzlies zwar hinter den Rockets den langsamsten Basketball, doch sie erzwingen dabei die zweitmeisten Ballverluste und finden so Wege die wenigen Angriffe ihrer Gegner noch weiter zu stören. Die Grizzlies sind also gut drauf und sicher kein leichter Gegner für die Wolves.

Obwohl sie insgesamt recht fit sind, fehlen mit Dillon Brooks, JaMychal Green und Chandler Parsons drei Spieler. Die Wolves müssen nur ohne den dritten Neuzugang Jerryd Bayless auskommen.

Player to watch: Karl-Anthony Towns

Der 23-jährige Big Man der Wolves ist derzeit in guter Form. Dies nur auf Butlers Abgang zu schieben wäre allerdings nicht ganz richtig, lieferte er beispielsweise in Butlers letztem Spiel mit 39 Punkten und 19 Rebounds eine tolle Leistung ab. Er und Butler bestritten auch, dass es Stress untereinander gab, doch um die Rollenverteilung klarer zu gestalten, sollte Butlers Abgang helfen. Towns wird nun wieder die zentrale Rolle im Angriff der Wolves sein und sollte daher wieder mehr im Mittelpunkt stehen. Um sich gegen die gute Defensive der Grizzlies durchzusetzen ist er stark genug, sodass er seinen Schnitt mit 20 Punkten problemlos erreichen sollte.

 

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