Minnesota Timberwolves (4-9) – Brooklyn Nets (6-7), 13.11.2018

Die Minnesota Timberwolves und die Brooklyn Nets treffen zum ersten Mal in dieser Saison aufeinander. Überraschenderweise gehen die Gäste aus Brooklyn dabei als Favorit ins Spiel, gewannen sie bereits sechs ihrer 13 Spiele und zeigten sich in dieser Saison mit Siegen über Teams wie die Sixers oder Nuggets überraschend stark. Die Wolves haben andererseits erst vier von 13 Spielen gewinnen können und dabei große interne Probleme verarbeiten müssen. Doch das Jimmy Butler-Drama hat endlich ein Ende und in der heutigen Nacht, treten sie das erste mal ohne Butler an, der nach Philadelphia getradet wurde.

Tipp: Minnesota Timberwolves

Die Wolves verloren ihre letzten fünf Spiele in Folge und Coach und GM Tom Thibodeau sah sich gezwungen der schwierigen Situation um Butler ein Ende zu machen. Für Wiggins und Towns, die nie wirklich ein gutes Zusammenspiel mit Butler aufbauen konnten, sollte sein Abgang eine Hilfe sein, auch weil sich die Rollenverteilung klarer aufteilen wird. Die Nets werden natürlich versuchen, sich die Personalveränderung bei Minnesota zu Nutze zu machen, doch es ist vorstellbar, dass die Wolves befreit aufspielen. Zudem stehen sie in Anbetracht der schwachen Bilanz unter Zugzwang. Daher kann man den Tipp mit ein wenig Risiko auf die befreit aufspielenden Wolves wagen.

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NBA – Minnesota Timberwolves (4-9) – Brooklyn Nets (6-7)

Über mehrere Wochen zog sich das Wechseldrama um Jimmy Butler. Er äußerte den Trade-Wunsch eine Woche vor dem Start des Trainingcamps, nahm daran dann nicht teil, bekam aber bei Saisonstart trotzdem 36 Minuten pro Spiel zugesprochen. Auch im Laufe der Saison kehrte nie Ruhe ein, wurde stets über die Einstellung von Butler zu seinen Teamkollegen gerätselt und gab es sowohl von ihm, als auch von anderen Spielern, immer wieder Szenen zu sehen, in denen der Eindruck vermittelt wurde, dass man nicht mit 100%iger Konzentration dabei wäre.

Nachdem die Rockets den Wolves bereits einen Trade gegen vier First-Round-Picks angeboten hatten, nahm das Wolves-Management nun ein Angebot von den Philadelphia 76ers an. So wurde neben Jimmy Butler auch Justin Patton abgegeben und ihm Gegenzug erhielt man mit Dario Saric, Robert Covington und einem Zweitrunden-Pick einen guten Gegenwert. Für die Wolves sicher kein schlechter Trade, erhält man mit Covington einen guten 3 and D-Spieler und mit Saric einen Vielseitigen Vierer.

Dadurch sollte sich auch die Rollenverteilung etwas klarer aufteilen und Towns sollte wieder die erste Angriffsoption werden. Auch Wiggins sollte mehr Würfe bekommen, da Butler, mit Einbezug der Freiwürfe im Schnitt 19 Korbabschlüsse suchte. Klar ist zwar auch, dass Saric und Covington heute noch nicht spielen können, trotzdem sollte Jimmys Abgang Kräfte freisetzen und so darf man eine befreit aufspielende Wolves-Truppe erwarten.

Die Nets werden das Theater in Minnesota natürlich auch mitbekommen haben, sich aber davon versuchen nicht beeinflussen zu lassen. Natürlich müssen sie sich auf die veränderte Spielanlage einstellen, allerdings waren die Ergebnisse zuletzt zufriedenstellend und sie selbst sollten in der Lage sein, den Wolves zumindest phasenweise ihr eigenes Spiel aufzuzwingen. Gleiches gelang ihnen auch in ihren letzten Spielen, als sie Erfolge über die Sixers, Suns und Nuggets feiern konnten und erst die Warriors im letzten Spiel eine Nummer zu groß waren.

Mit einer Bilanz von sechs Siegen und sieben Niederlagen steht das Team aus Brooklyn zwar nicht überragend gut dar, doch in Anbetracht der geringen Erwartungshaltung und des insgesamt jungen Kaders, steht man aktuell auf einem zufriedenstellenden achten Platz. Zudem besiegten sie bereits einige potentielle Playoff-Teams und zeigten ausgeglichene Leistungen als Mannschaft. LeVert geht dabei mit 19 Punkten pro Spiel als Topscorer voran und wusste auch schon mit einigen spielentscheidenden Plays Siege für seine Mannschaft zu sichern.

Hilfreich ist für Brooklyn sicher auch die Kontinuität in der Mannschaft. In allen 13 Spielen konnte Coach Kenny Atkinson die gleiche Starting Five ins Spiel schicken. Dazu liefert auch die Bank solide Werte ab, erzielen sie die sechstmeisten Punkte im ligaweiten Vergleich und haben sogar noch jede Menge Luft nach oben, da sie die fünftschlechteste Quote haben.
Letztlich fehlt den Nets aber ein absoluter Star, der ein Spiel auch mal alleine entscheiden kann, sodass das derzeitige Abschneiden schon fast das Leistungslimit darstellt.

Immerhin gibt es bei Brooklyn keine wichtigen Verletzten. Die Wolves bangen um Bayless, Rose, Wiggins und Teague, die jedoch alle, gute Chancen auf Einsätze haben. Die Neuzugänge Saric und Covington können auch noch nicht spielen.

Player to watch: Karl-Anthony Towns

Die Leistungen von Karl-Anthony Towns warfen in dieser Saison große Rätsel auf. 19,9 Punkte und 10,8 Rebounds pro Spiel sind sicherlich nicht schlecht, doch ein klarer Rückschritt im Vergleich zu den Vorjahren. Zudem zeigte er schon fünf Spiele, in denen er 14 oder weniger Punkte markierte und er erzielte erst sechs Double Doubles. Dass er es besser kann bewies er dann beispielsweise im letzten Spiel gegen die Kings (39 Punkte, 19 Rebounds). Butler Abgang sollte ihm nun nochmal einen Schub geben, vermittelte er häufig den Eindruck keine Lust zu haben mit Butler zu spielen. Daher darf man heute ein Double Double erwarten. Seinen Schnitt sollte er dabei mit 20 Punkten ebenfalls erreichen können.

 

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