Deutschland – Frankreich; Basketball-WM China 2019

Bereits am Samstagmorgen, fand um 9.30 Uhr europäischer Zeit das Eröffnungsspiel der FIBA Basketball-WM 2019 statt. Serbien und Angola trafen aufeinander und eröffneten damit den Kampf um den Weltmeister-Titel.

Für einige Teams startet das Turnier aber erst am Sonntag, dazu gehört auch die deutsche Mannschaft, um NBA-Star Dennis Schröder. Im ersten Spiel trifft die deutsche Mannschaft direkt auf den wohl größten Konkurrenten in der Gruppe G – Frankreich. Die beiden anderen Teams der Gruppe G sind Jordanien und die Dominikanische Republik.

Das Niveau des heutigen Spiels ist also direkt sehr hoch, stehen nicht nur insgesamt acht NBA-Spieler in den beiden Kadern, sondern gibt es auch jede Menge andere Spieler, die bereits wichtige Rollen in NBA-Teams oder europäischen Spitzenmannschaften besetzen und damit große Erfahrung auf internationaler Bühne mitbringen.

Insgesamt fliegen die Deutschen ein wenig unter dem Radar, doch das Selbstvertrauen im Kader ist groß und mit einem Sieg über Frankreich, könnte man ein erstes kleines Ausrufezeichen setzen. Coach Rödl sah nach dem Erfolg im letzten Testspiel der Deutschen gegen Australien Parallelen zwischen den Australiern und Franzosen, was für weitere Zuversicht im Vorfeld des heutigen Spiels sorgt. Daher kann man auf die deutsche Mannschaft setzen, die mit einem Sieg gut in das Turnier startet.

Tipp: Deutschland

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An dieser Stelle wollen wir aber noch einmal einen Blick auf beide Mannschaften und schauen mit auf welche 12 Spieler sich die Trainer-Teams festlegten. Auch die Vorbereitung beider Teams wird beleuchtet, bevor wir die entscheidenden Matchups näher betrachten und den Tipp noch einmal begründen.

Situation Deutschland

Als die Vorbereitung für das Team von Coach Henrik Rödl begann, waren noch fünf NBA-Spieler mit an Bord. Doch Moritz Wagner und Isaac Bonga schafften den Cut Beide nicht und mussten die Heimreise antreten. So blieb letztlich ein Kader von 12 Spielern, der sich wie folgt zusammensetzt:

Point Guards:
Dennis Schröder (Oklahoma City Thunder)
Maodo Lo (FC Bayern München)
Ismet Akpinar (ratiopharm Ulm)

Shooting Guard:
Andres Obst (ratiopharm Ulm)

Small Forwards:
Robin Benzing (Besiktas JK) – Kapitän
Paul Zipser (FC Bayern München)
Niels Giffey (ALBA Berlin)

Power Forwards:
Daniel Theis (Boston Celtics)
Maximilian Kleber (Dallas Mavericks)
Danilo Barthel (FC Bayern München)
Johannes Thiemann (ALBA Berlin)

Center:
Johannes Voigtmann (CSKA Moscow)

Damit verbleiben dem deutschen Team mit Dennis Schröder, Daniel Theis und Maximilian Kleber aber immer noch drei NBA-Profis, die sich in der besten Basketball-Liga der Welt bereits behaupten konnten. Dazu geht das deutsche Team mit einem sehr tief besetzten Kader in das Turnier und hat vor allem im Frontcourt jede Menge Größe, Masse und Qualität. Die Guards bringen außerdem die nötige Schnelligkeit mit und auch von außen hat das deutsche Team eine Menge guter Schützen.

Die Point Guard Position ist mit Dennis Schröder sehr stark besetzt. Schröder steht in der NBA bei den Oklahoma City Thunder unter Vertrag und ist mit 25 Jahren die tragende Säule des deutschen Teams. Bereits in der Vorbereitung entschied er einige Spiele für das deutsche Team und zeigte sich auf dem Platz nicht nur als Kämpfer, sondern auch ein wenig gereift in der Rolle des Anführers. Seine Backups sind Maodo Lo und Ismet Akpinar, die auch schon Erfahrung in der Nationalmannschaft sammelten und unter Beweis stellen konnten, dass sie gemeinsam mit Schröder auf dem Spielfeld stehen können.

Auf der Shooting Guard Position fehlt auf den ersten Blick die internationale Spitzenklasse, ist Andres Obst, der einzige nominelle Shooting Guard.
Neben den Point Guards können jedoch auch die Small Forwards, in Personen von Robin Benzing, Paul Zipser und Niels Giffey das kleine Loch auf der Shooting Guard stopfen. Während Benzing als Kapitän bereits internationale Erfahrung mitbringt, spielte Zipser schon einige Zeit in der NBA, bevor ihn gesundheitliche Probleme etwas zurückwarfen. Niels Giffey konnte in der USA am College überzeugen und ist mit 28 Jahren aktuell im besten Basketballalter.

Einer der Stärken der deutschen Mannschaft ist neben Schröders Klasse, aber sicher die Riege an großen Spielern. Daniel Theis und Maximilian Kleber erspielten sich gute Verträge in der NBA und wussten für Boston und Dallas zu überzeugen. Danilo Barthel, Johannes Voigtmann und Johannes Thiemann vervollständigen das Team und bringen jede Menge Power, Athletik und Klasse mit, so dass Coach Rödl bedenkenlos wechseln kann.

Hilfreich ist für das deutsche Team sicherlich, dass Dennis Schröder und Daniel Theis bereits einige Zeit gemeinsam in Deutschland spielten. Die Eingespieltheit ließ sich auch in den Testspielen erkennen, in denen Beide einige spektakuläre Alley-Oop Plays einstreuten.
Dazu kommt das mit zwei Spielern von ALBA Berlin und ratiopharm Ulm und drei Spielern vom FC Bayern München eine gewisse Grundeingespieltheit vorhanden ist und die Spieler sich kennen. Coach Henrik Rödl hatte und hat nun die Aufgabe die besten Kombinationen für und in der WM zu finden.

In der Vorbereitung gelang dies bereits ganz gut. Deutschland spielte im DBB-Supercup gegen Ungarn (83-62), Tschechien (87-68) und Polen (92-84) und konnte das Turnier ohne Niederlage gewinnen. Schröder trumpfte hier vor allem gegen Polen auf und führte das deutsche Team nach Rückstand noch zum Sieg.

Auch in den drei folgenden Spielen gegen Tunesien (89-70), Japan (83-86) und Australien (74-64) schlug sich das Team ordentlich und konnte noch einmal an einigen Punkten arbeiten. Coach Rödl war zufrieden mit der Vorbereitung, so dass er sich und sein Team in guter Verfassung für die WM sieht. Das Spiel gegen die Franzosen wird dabei sofort ein echter Härtetest, bei dem die Deutschen ihre Klasse und Ansprüche unter Beweis stellen können.

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Situation Frankreich

Ähnlich wie die Deutschen bringen auch die Franzosen jede Menge Klasse mit und freuen sich sogar über noch etwas mehr NBA-Erfahrung. Musste Deutschland nun schon etwas länger auf Dirk Nowitzki als Zugpferd verzichten, ist es für die Franzosen die erste WM, bei der mit Tony Parker und Boris Diaw zwei Top-NBA-Spieler und Säulen der letzten Jahre fehlen. Trotzdem kann sich der Kader sehen lassen:

Point Guards:
Frank Ntilikina (New York Knicks)
Andrew Albicy (BC Zenit Sankt Petersburg)

Shooting Guards:
Evan Fournier (Orlando Magic)
Nando de Colo (Fenerbahce Beko)
Paul Lacombe (CB Malaga)

Small Forwards:
Nicolas Batum (Charlotte Hornets)
Amath M’Baye (Pinar Karsiyaka)
Axel Toupane (Unicaja Baloncesto)

Power Forward:
Louis Labeyrie (Valencia Basket Club SAD)

Center:
Rody Gobert (Utah Jazz)
Vincent Poirier (Boston Celtics)
Mathias Lessort (FC Bayern München)

Angeführt wird die Mannschaft von Coach Vincent Collet, der auf eine top besetzte Mannschaft zurückgreifen kann. Gleich fünf Akteure sind derzeit in der NBA aktiv, dazu konnte beispielweise auch Nando de Colo schon Erfahrungen in Amerika sammeln. Mit Rudy Gobert haben die Franzosen zudem den vielleicht besten Korb-Beschützer der NBA in ihren Reihen. Er ist der Leader des Teams wird den Ring und die Zone der Franzosen beschützen. Doch die Franzosen haben das Glück auf jeder Position stark besetzt zu sein. Außerdem bringen sie jede Menge Erfahrung mit, auch wenn erst zwei Spieler über 30 sind.

Auf der Point Guard Position hat Frank Ntilikina zudem doppelten Grund sich anzustrengen. So will er natürlich einerseits den Franzosen helfen, weit im Turnier zu kommen, andererseits konnte er sich in der NBA bisher nicht wirklich behaupten, so dass er mit seinen erst 21 Jahren noch jede Menge Entwicklungspotenzial hat und sich in einem solchen Format unbedingt beweisen will. Neben ihm steht der 29-jährige Andrew Albicy, der mit 1,70m Körpergröße zwar nicht der Größte ist, aber gerade deswegen für die Gegner auch zum Problem werden kann.

Die Flügelposition ist ebenfalls stark besetzt, ist Evan Fournier Starter in der NBA und verbrachte auch Nando de Colo schon einige Jahre in der NBA. Paul Lacombe bringt mit 1,98m das Gardemaß für einen Flügelspieler mit und ist zudem ein Athlet.
Auf der Small Forward-Position ist Nicolas Batum die große Stütze der Franzosen. Er ist auch in der NBA ein wichtiger Starter und mit 30 Jahren einer der Erfahrensten. Axel Toupane und Amath M’Baye werden ihn entlasten und je nachdem wie Coach Collet spielen wird, könnten die drei auch Minuten auf der Power-Forward Position verbringen, auf der nur Louis Labevrie gemeldet ist.

Auf der Center-Position ist Ruby Gobert gesetzt und hat gute Chancen zu einem der besten Spieler des Turniers zu werden. Mit 27 Jahren ist er gerade ins beste Basketball-Alter gekommen, sodass man viel von ihm erwarten darf. Mathias Lessort vom FC Bayern München ist gerade einmal 23 Jahre alt und Vincent Poirier wurde mit 25 Jahren in der vergangenen Draft in die NBA geholt, nachdem er in der Euroleague der beste Rebounder war.

Die Franzosen wissen natürlich um ihre Stärken und sind auf allen Positionen stark besetzt. Dazu können sich die Ergebnisse der letzten großen Turniere sehen lassen, waren sie immer gefährlich und kamen häufig über die Runde der letzten 16 Teams hinaus.

In der Vorbereitung hatten die Franzosen sechs Spiele kurz vor der WM. Zunächst gewannen sie mit 80-72 gegen Montenegro, mit 86-72 gegen Brasilien und mit 77-58 gegen Argentinien. Weiter ging es anschließend mit einem 95-81 Erfolg über Neuseeland und einem knappen Sieg gegen Italien (82-80). Erst im letzten Spiel vor der WM, mussten die Franzosen eine 56-61 Niederlage gegen Serbien einstecken.
Trotz der Pleite im letzten Spiel, zeigten diese Spiele, dass die Franzosen gefährlich sind und dass sie Großes in diesem Turnier erreichen können.

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Entscheidende Matchups

Deutschland wird sicher viel Verantwortung auf die Schultern von Dennis Schröder legen, der es gegen den starken Verteidiger Ntilikina nicht einfach haben wird. Trotzdem sollte Schröder hier Vorteile haben. Zudem hat Schröder die Klasse den Ball zu verteilen oder abzulegen, wenn er an seinem Mann vorbei ist und unter dem Korb auf Rudy Gobert trifft – Vorteil Deutschland.

Auf der Flügel- und Small Forward-Position scheinen die Franzosen mit Fournier und Batum leichte Vorteile auf ihrer Seite zu haben. Zwar kann Deutschland mit Zipser und Benzing mit viel Länge dagegenhalten, doch die Franzosen sind abgezockt genug und vor allem Fournier konnte sich in der NBA bereits gegen bessere Verteidiger behaupten – Vorteil Frankreich.

Auf der Power Forward- und Center-Position sind die Franzosen mit Rudy Gobert und dem besten Rebounder der Euroleague ebenfalls sehr stark besetzt. Die Deutschen können aber nicht nur mit Theis und Kleber dagegenhalten, auch Barthel ist zu einem sehr starken Spieler gereift, der die Physis mitbringt, es mit den Franzosen aufzunehmen. Dazu überzeugten auch Voigtmann und Thiemann, doch letztlich kann man Gobert die Klasse nicht absprechen, so dass die Franzosen auch hier leichte Vorteil zu haben scheinen – Vorteil Frankreich.

Deutschland – Frankreich Tipp

Frankreich gewinnt den Positions-Vergleich somit knapp mit 2-1 und scheint zumindest ein wenig favorisiert zu sein. Zudem haben auch sie, ähnlich wie die deutsche Mannschaft, eine tolle Teamchemie, so dass man sich auf eine sehr interessante Partie freuen darf.

Am Ende ist jedoch auf jeden Fall die Tagesform entscheidend und da Deutschland in der Vorbereitung einen wirklich guten Eindruck hinterließ und sich keinesfalls vor großen Teams mit großen Namen verstecken muss, haben sie gute Chancen auf den Sieg. Das Team um Schröder ist hungrig und motiviert und wird es den Franzosen mehr als nur schwer machen.

Sicherlich gibt es viele Faktoren, die bei dem ersten Spiel einer WM eine Rolle spielen. Nervosität und Teamchemie sind dabei nicht zu unterschätzen und auch ein Ausrutscher im ersten Spiel ist nicht auszuschließen. Beide Teams haben genug Optionen um zu gewinnen, doch die Underdog-Rolle stand den Deutschen häufig gut und in vielen Rankings im Vorfeld des Turniers, wurden die Deutschen oftmals erst spät genannt.

Das Team, die Coaches und auch das enge Umfeld der Nationalmannschaft sind aber überzeugt von der Klasse des Teams, vor allem da die Mannschaft mit Schröder einen Anführer hat, der Spiele alleine entscheiden kann und als Spieler und Person gereift ist. Defensiv und selbst athletisch braucht man sich auch nicht mehr zu verstecken, sodass die Chancen vielleicht besser stehen, als vor jedem anderen Turnier.

Tipp: Deutschland

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