Detroit Pistons (23-26) – Memphis Grizzlies (18-32), NBA Tipp 02.02.2018

Wenn die Detroit Pistons in der heutigen Nacht die Memphis Grizzlies empfangen, steht das Spiel selbst gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Es sind eher die (anstehenden) personellen Veränderungen, die im Vorfeld dieses Spiels die die Schlagzeilen beherrschten. So ertradeten sich die Detroit Pistons in einem nicht zu erahnenden Tauschgeschäft mit den Clippers die Dienste von Blake Griffin, mussten im Gegenzug allerdings Tobias Harris und Avery Bradley abgeben. In Memphis häufen sich zudem auch Trade-Gerüchte und Tyreke Evans setzte das letzte Spiel bereits vorsorglich aus, da ein Trade anstehen könnte.

Tipp: Detroit Pistons

Für beide Teams sind es derzeit also turbulente Tage. Memphis hat zwar den Vorteil noch ein vermeintlich eingespieltes Team stellen zu können, doch die Trade-Unruhe hilft sicherlich nicht im Hinblick auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Da das Spiel zudem in Detroit stattfindet und Blake Griffin hochmotiviert sein wird, das Beste für Detroit geben, sehe ich die Pistons im Vorteil. Sie waren bereits im Laufe der Saison das bessere Team und haben nun mit Griffin und Drummond ein kaum zu stoppendes Duo unter den Körben. Daher sollte der Tipp auf das gerade umgebaute Team der Pistons gehen.

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NBA – Detroit Pistons (23-26) vs Memphis Grizzlies (18-32)

Während sich viele Trades häufig über Wochen anbahnen, kam der Detroit-Trade aus dem Nichts. Selbst Blake Griffin war sehr überrascht und ließ die Fans über die sozialen Medien an seiner Verwunderung teilhaben. Letztlich verließen Griffin, Johnson und Reed die Clippers Richtung Detroit und gleichzeitig mussten sich die Pistons von Tobias Harris, Avery Bradley, Boban Marjanovic, einem First Round-Pick 2018 und einem Second Round-Pick von 2019 trennen.

Coach van Gundy ist natürlich begeistert über seinen Neuzugang und freute sich darüber, dass ein Spieler wie Griffin verfügbar war. Letztlich war es sicherlich kein schlechter Trade für die Pistons, die vor dem Problem standen, dass Bradleys Vertrag auslief und auch Harris bald hätte verlängert werden müssen. Zudem waren die Ergebnisse mit dem aktuellen Team nicht wirklich zufriedenstellend. Zwar muss man Griffin nun über viele Jahre jede Menge Geld bezahlen, doch die Hoffnung ist, dass man in der schwächeren Eastern Conference mit Griffin etwas bewegen kann.

Sicher spielen auch die jüngsten Ergebnisse eine Rolle. Nachdem man Ende 2017 mit 20 Siegen und 15 Niederlagen noch gut dar stand, verlor man im vergangenen Monat elf von 14 Spielen und rutschte aus den Playoff-Rängen. Nun ist aber Griffin da, das Spiel wird sich sicherlich etwas verändern und es liegt nun an Coach van Gundy etwas aus seinem neuen Super-Duo unter dem Korb herauszuholen. Griffin jedenfalls weiß, wie man mit einem dominanten Big-Man zusammenspielt.

Da Griffin heute sein Debut geben wird, gibt es für Marc Gasol und die großen Spieler der Memphis Grizzlies also jede Menge Arbeit. Drummond selbst erfordert eigentlich schon genug Aufmerksamkeit, doch zusammen mit Griffin werden es die Grizzlies doppelt schwer haben. Zwar haben die Grizzlies im Vergleich zu den anderen Teams noch immer eine solide Defensive, doch die Leistungen in der laufenden Saison waren bisher ausbaufähig, sodass ihnen heute mal wieder nur die Rolle des Underdogs bleibt.

Zudem halten sich auch die Trade-Gerüchte in Memphis und niemand weiß genau was passieren wird. Fakt ist, dass Mike Conleys Saison beendet ist und er unters Messer muss. Dass er oder Gasol getradet werden ist zwar eher unwahrscheinlich, doch Tyreke Evans, der vielleicht beste Memphis-Spieler in dieser Saison, kann bei geeignetem Abnehmer gehen. Daher verpasste er bereits das letzte Spiel.

Da Memphis das letzte Spiel verlor und insgesamt vier der letzten sechs Spiele nicht gewinnen konnte, bringen sie zudem keine gute Form mit. Die Pistons werden neuen Mutes in dieses Spiel gehen, während die Grizzlies als zweitschwächstes Auswärtsteam der Liga wenig Grund zur Zuversicht haben. Kampflos werden sie sich nicht ergeben, doch trotz des neuen Kaders spricht vor diesem Spiel mehr für die Pistons.

Mit Ausnahme von Reggie Jackson sind die Pistons zudem wohl komplett. Memphis Verletztenliste ist da schon etwas länger. Neben Conley und vermutlich Evans, waren zuletzt auch Chalmers, Green, Parsons und einige Rollenspieler fraglich.

Player to watch: Blake Griffin

Griffin sagte in den ersten Interviews, dass er schockiert über den Trade war und über die Information darüber über die sozialen Medien erhalten hatte. Dafür, dass er im Sommer gerade erst eine Verlängerung in LA unterzeichnete und die Clippers ihn damals mit einer wahnsinnigen Zeremonie zum Verbleib überredeten, hatte die Trade-Kommunikation also einen faden Beigeschmack. Griffin wollte darüber aber nicht lange reden und meinte, dass er sich auf die Pistons freue, da sie eine Franchise sind, die ihn haben wollen. Zudem haben die Fans ihn sehr herzlich empfangen. Da er natürlich die entsprechende Klasse mitbringt und motiviert in das Spiel gehen wird, kann man davon ausgehen, dass er seinen Schnitt mit 23 Punkten erreichen wird.

 

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