Chicago Bulls (3-9) – Cleveland Cavaliers (1-10), 11.11.2018

Kellerduell in der Eastern Conference. Wenn in der heutigen Nacht die Chicago Bulls die Cleveland Cavaliers empfangen, darf man sicherlich kein Topspiel erwarten. Trotzdem darf man sich auf zwei Teams freuen, die alles geben werden, besteht die Chance endlich einen weiteren Sieg einzufahren. Die Chicago Bulls gewannen nämlich erst drei von zwölf Spielen und stehen auf einem schwachen 13. Platz. Noch schlechter läuft es allerdings für die Gäste aus Cleveland, die erst eines von elf Spielen gewinnen konnten und somit das schlechteste Team der gesamten Liga sind.

Tipp: Chicago Bulls

Der Tipp sollte auf das Heimteam aus Chicago gehen. Zwar gewannen sie zu Hause erst eines von sechs Spielen, doch die Cavs konnten auswärts noch gar nicht gewinnen und verlieren ihre Spiele im Schnitt mit 10,6 Punkten Unterschied. Zudem verloren sie die letzten vier Spiele in Folge, treten ohne Kevin Love an und machen derzeit nicht den Eindruck wettbewerbsfähig zu sein. Die Bulls haben mit Zach LaVine einen der besten Scorer der noch jungen Saison in den eigenen Reihen und konnten einige Spiele knapp gestalten bzw. Spiele gegen Konkurrenten aus dem unteren Bereich der Tabelle gewinnen. Daher sollte der Tipp auf Chicago gehen.

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NBA – Chicago Bulls (3-9) – Cleveland Cavaliers (1-10)

Ergebnistechnisch ist der Saisonstart der Chicago Bulls sicherlich nicht zufriedenstellend. Bereits neun von zwölf Spielen verloren zu haben, war sicherlich nicht so geplant, doch eigenes Unvermögen, die starke Konkurrenz und sicherlich auch etwas Verletzungspech sorgten für den schwachen Start der Bulls. So fehlen derzeit mit Kris Dunn, Bobby Portis, Denzel Valentine und Lauri Markkanen nicht nur vier potentielle Starter, sondern auch absolute Leistungsträger.

Für Zach LaVine lohnt sich die aktuelle Situation, da er mehr Verantwortung in der Offensive tragen kann. Die Folge sind 27,4 Punkte pro Spiel was gleichbedeutend mit dem viertbesten Wert der gesamten Liga ist. Seine Quoten sind mit 46% aus dem Feld und 35% Dreier ausbaufähig, doch in Anbetracht der hohen Usage-Rate (wie oft läuft der Angriff über ihn?) und der fehlenden Qualität im Rest des Kaders, liefert er Werte, mit denen man gut leben kann.

Trotzdem stehen die Bulls natürlich nicht umsonst im Tabellenkeller. So kassieren sie 114,3 Punkte pro Spiel und erzielen andererseits nur 107,2. Coach Fred Hoiberg, der selbst häufig nicht den souveränsten Eindruck hinterlässt, hat es aber aufgrund der Verletztensituation nicht gerade einfach. Zudem ist die Mannschaft sehr jung und die fehlende Erfahrung kommt in vielen Situationen zu tragen. Trotz allem gehen sie als Favorit in das heutige Spiel gegen die Cavaliers.

Der Grund dafür liegt aber weniger in der Klasse der Bulls, sondern viel mehr in dem unfassbar miesen Auftreten der Cavaliers. Ihre Werte lesen sich noch etwas schlechter, erzielen sie nur 103,7 Punkte pro Spiel und kassieren sogar 114,4 Zähler. Dazu hören sich auch die Meldungen, die über die Cavs verbreitet werden, nicht besonders gut an. Hier ist in erster Linie die Verletzung von Kevin Love und das Unrühmliche Ausschreiben von Ex-Coach Tyronn Lue zu nennen.

Weiter ging es anschließend mit der Trainer-Frage, deren Klärung einige Tage Zeit in Anspruch nahm und Uneinigkeit vermittelte. Dazu kam die unklare Situation der Veteranen, hielten sich Trade-Gerüchte und -Wünsche von JR Smith und Kyle Korver und zu guter Letzt kamen Gerüchte auf, dass die Veteranen dem neuen Rookie Colin Sexton, nicht die erhoffte Klasse bescheinigten. Die Folge der vielen Probleme lässt sich anhand der Ergebnisse erkennen, gewannen die Cavaliers erst eines von elf Spielen.

Jahr 1 nach LeBron wird also zur Katastrophe, zumal sich nun auch noch George Hill verletzte, der als Aufbau noch einer der Aktivposten im Kader war. Gemeinsam mit Love fallen also nun zwei der drei besten Scorer aus und es bleibt abzuwarten, wie die Cavs mit der Situation umgehen. So werden andere Spieler offensiv Verantwortung tragen müssen, gleichzeitig haben sie jedoch auch die Pflicht, defensiv konstanter werden. Für Interim-Coach Larry Drew gibt es also jede Menge Baustellen und die Aussichten sind derzeit alles andere als gut.

Neben Love und Hill sind außerdem Cedi Osman und Sam Dekker fraglich. Die Bulls müssen wie bereits erwähnt auf Markkanen, Portis, Dunn und Valentine verzichten.

Player to watch: Zach LaVine

Das vorletzte Spiel gewannen die Chicago Bulls in der Verlängerung mit 116-115 gegen die New York Knicks. Matchwinner war Zach LaVine, der mit 41 Punkten und 52% aus dem Feld eine starke Leistung ablieferte. Im darauffolgenden Spiel gegen die Pelicans hatte er dann auch die Chance viel zu scoren, nahm er insgesamt 26 Würfe. Er traf allerdings nur 9 und kam bei der 98-107 Pleite „nur“ auf 22 Punkte. Er erzielte bisher in jedem Spiel mindestens 20 Punkte und zeigte sich stets aggressiv. Gegen die schwache Defensive der Cavs sollte er es etwas einfacher haben, sodass man damit rechnen kann, dass er seinen Schnitt mit 27 Punkten erreichen kann.

 

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