Boston Celtics (46-21) – Washington Wizards (38-29), NBA Tipp 15.03.2018

Sowohl die Boston Celtics, als auch die Washington Wizards haben derzeit ein Problem. So ist bei beiden Teams der jeweilige All-Star Point Guard angeschlagen. Während die Celtics aber Glück im Glück haben und Irving zuletzt einige Spiele bestreiten konnte, fehlt Wall auf Seiten der Wizards schon sehr lange und wird wohl erst in der nächsten oder übernächsten Woche zurückkehren. Da es zudem weitere Verletzte gibt, lohnt sich der genauere Blick auf die Teams, um genau zu sehen, wer in diesem Spiel als Favorit gilt.

Tipp: Boston Celtics

Der Heimvorteil spielt heute natürliche eine Rolle, da sich die Celtics hier etwas stärker präsentierten, als die Wizards in fremder Halle. Dazu kommt, dass die Wizards Doppelbelastung und Reisestress zu verkraften haben, da sie gestern noch gegen die Timberwolves spielten (Ergebnis fehlt). Die ersten Ergebnisse verliefen zwar unterschiedlich, Spiel 1 gewann Washington an Weihnachten mit 111-103 und die Celtics entschieden das zweite Spiel mit 110-104 (nach Verlängerung) für sich, doch am Ende ist Boston insgesamt etwas besser und so sollte auch der heutige Tipp auf die Celtics gehen.

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NBA – Boston Celtics (46-21) vs Washington Wizards (38-29)

Man sollte allerdings nicht unerwähnt lassen, dass sich die Celtics derzeit in keiner einfachen Situation befinden. Zwar gewannen sie sechs der letzten acht Spiele und die beiden Niederlagen (120-123 gegen Houston und 97-99 gegen Indiana) waren denkbar knapp, doch vor allem die gesundheitliche Situation der Mannschaft stellt Coach Brad Stevens vor einige Schwierigkeiten.

Zum einen laboriert Kyrie Irving an Knieproblemen, durch die er zum Teil Spiele verpasste bzw. klar gehandicapt spielte. Dazu verpasste Jaylen Brown nach seinem Sturz gegen die Wolves das letzte Spiel und auch der erkrankte Al Horford musste zuletzt passen. Doch die Liste ist noch länger und geht mit schlimmeren Verletzungen weiter. Der deutsche Rookie Daniel Theis, der eine tolle Saison spielt, verletzte sich am Meniskus und musste die Saison für beendet erklären. Außerdem ist Marcus Smart am Daumen verletzt (Bänderriss) und es ist derzeit unklar wie es mit ihm weitergeht.

Bedenkt man also, dass man mit Smart, dem Langzweiverletzten Hayward, Brown, Theis und Horford derzeit fünf Spieler vermisst, die so problemlos eine Starting Five stellen können, ist klar, wie groß die Not der Celtics ist. Coach Stevens bewies in dieser Saison allerdings gekonnt, dass auch die restlichen Spieler um Tatum, Morris, Monroe, Baynes oder Rozier ihre Backup-Aufgaben hervorragend erfüllen und so darf man die Celtics trotz der vielen gesundheitlichen Probleme nicht unterschätzen.

Gleiches gilt allerdings auch für die Washington Wizards, die sich weiterhin ohne John Wall behaupten. Allerdings wird die Situation langsam immer schwieriger und Ende Februar/Anfang März gingen drei Spiele in Folge verloren. Nach Erfolgen über die Heat (nach Verlängerung) und New Orleans, mussten sie aber back-to-back in Miami ran und gleichzeitig ihr drittes Spiel in fünf Tagen bestreiten. Das Ergebnis von 102-129 war dabei durchaus nachvollziehbar.

Anschließend hatten sie zwar zwei Tage frei, doch da sie gestern die Minnesota Timberwolves zu Hause empfingen und bereits heute wieder in Boston ranmussten, ist die Belastung erneut hoch und die Ausgangslage nicht wirklich optimal. Zudem müssen sie weiter auf Wall verzichten, der bei den Pleiten gegen die Warriors, Raptors, Pacers und Heat sicher eine große Hilfe gewesen wäre.

Tabellarisch stehen die Wizards aber noch immer gut dar. Durch Platz 5 mit einem Spiel Vorsprung auf Platz 6 und 7,5 Spielen Vorsprung auf Platz 9, scheint die Playoff-Qualifikation bereits sicher zu sein, zudem sind auch die Cavs auf Rang 4 nur ein halbes Spiel vor und selbst die Pacers auf Rang 3 haben nur ein Spiel Vorsprung. Es ist also noch alles drin und ein Erfolg gegen die Celtics wären ganz wichtige Punkte im Kampf um die Positionen.

Glücklicherweise fehlt dabei nur John Wall. Bei den Celtics ist die Situation etwas undurchsichtiger. Während Hayward und Theis sicher fehlen, sind die Einsätze von Smart, Bird, Brown, Horford und Irving ungewiss und es wird erst kurz vor Spielbeginn entschieden, wer genau dabei sein kann.

Player to watch: Bradley Beal

Hört man sich die Aussagen von Washingtons Gegnern an, fällt auf, dass Bradley Beal in letzter Zeit immer wieder gelobt wird. Seine Werte explodierten in den Spielen ohne Wall zwar nicht, doch Beal kontrolliert das Spiel seiner Mannschaft, schraubte seine Assists um fast zwei pro Spiel nach oben und findet dabei noch immer gute Möglichkeiten selbst zu scoren. Zuletzt zeigte er sich aber ein wenig zurückhaltend in der Offensive, was sich sicherlich wieder ändern wird. Die Wizards brauchen ihn als Scorer und so kann man davon ausgehen, dass er heute seinen Schnitt mit 23 Punkten erreichen kann.

 

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