Boston Celtics (11-10) – Cleveland Cavaliers (4-16), 01.12.2018

Zum ersten Mal nachdem sie in der vergangenen Saison in den Eastern Conference Finals aufeinander trafen, stehen sich in dieser Saison die Boston Celtics und Cleveland Cavaliers gegenüber. Im Vorfeld der Partie verrät der Blick auf die Tabelle sofort, wer als Favorit in dieses Spiel geht, sind die Cavs nach dem Abgang von LeBron James ein Schatten ihrer selbst und stehen auf dem letzten Platz der Eastern Conference. Die Celtics stehen zwar auch nur auf Rang 7 und können die Auftritte aus der letzten Saison bisher nicht bestätigen, haben jedoch trotzdem alle Vorteile auf ihrer Seite.

Tipp: Boston Celtics

Der Tipp sollte unbedingt mit klarem Vorsprung auf die Celtics gehen. Dabei ist es aber weniger das Spiel der Celtics, was sie in die Rolle des Favoriten drängt, sondern eher das Unvermögen der Gäste aus Cleveland. So verloren die Cavs ihre letzten beiden Spiele in Folge und konnten insgesamt erst vier von 20 Spielen gewinnen, nur eines davon auswärts. Boston präsentierte sich zwar nur bedingt besser, doch mit zwei Siegen aus den letzten drei Heimspielen, drei Tagen Vorbereitungszeit und den eigenen Fans im Rücken, muss der Tipp auf die Männer in grün gehen.

Unser Tipp: AH -8,5 Boston Celtics

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1,50
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NBA – Boston Celtics (11-10) – Cleveland Cavaliers (4-16)

Die Situation der Boston Celtics ist nicht leicht zu verstehen. Nachdem sie in der vergangenen Saison ohne Kyrie Irving und Gordon Hayward zum zweitbesten Team der Eastern Conference wurden und in den Playoffs überragten, schien klar, dass Coach Stevens in der Lage sein sollte, die Verletzten wieder zu integrieren und so das Team nochmal klar zu verbessern. Doch das Vorhaben gelang bisher überhaupt, stolpert Boston durch die Saison und lässt das gute Auftreten aus dem vergangenen Jahr vermissen.

Die Probleme sind dabei in erster Linie in der Offensive zu sehen. Defensiv stehen die Celtics nämlich gut, lassen sie pro Spiel nur 104,3 Punkte, ein Top 5-Wert im ligaweiten Vergleich. Einsatz und Kampfgeist scheinen dabei zu stimmen, doch trotz der hier soliden Leistungen, können sie die gute Verteidigung nicht dazu nutzen, in der Offensive erfolgreicher zu spielen.

Zu Saisonbeginn waren es vor allem schwache individuelle Quoten, die sie an mehr Erfolgen hinderten und auch Irving und Hayward merkte man an, dass sie noch nicht ganz die Alten sind. Während Irving seine Leistungen aber stabilisierte, bleiben andere Spieler klar hinter den Erwartungen zurück. Hayward ist mit nur 10,1 Punkten und 40% aus dem Feld ein Schatten seiner Selbst und auch Spieler wie Brown (39,8%), Rozier (37%) oder Smart (37,5%) strahlen nur selten Gefahr aus. Zudem scheint die Rollenverteilung nicht ganz klar und die Celtics schwanken von einem Pass zu viel, bis hin zu zu viel Ego-Gezocke. Platz 7 ist daher absolut verdient und so warten Fans und Spieler weiter darauf, dass endlich der Knoten platzt und Irving und Hayward sich mit Tatum und Co. auf dem Feld zurechtfinden.

In Anbetracht der Probleme der Celtics liegt natürlich der Schluss nahe, dass die Cavaliers die Schwächen ausnutzen könnten. Doch Cleveland präsentiert sich derart desolat, dass sie derzeit in kein Spiel als Favorit gehen. Es herrscht absolutes Chaos seit LeBron weg ist und die Cavs haben überhaupt keine Identität. Es halten sich Trade-Gerüchte um die Veteranen und gleichzeitig schaffen es die jungen Spieler nur selten, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

Die Personalien JR Smith und Kyle Korver sind sinnbildlich für die Situation rund um die Cavs. So hielten sich zu Saisonbeginn Gerüchte, dass Beide aus der Rotation rutschen sollten. Während dieses Gerücht für Smith zur Wahrheit wurde und er daraufhin einen Trade-Wunsch äußerte, spielte Korver weiter. Nun war es allerdings Korver, der in der gestrigen Nacht nach Utah getradet wurde, während Smith noch immer im Kader der Cavs steht. Für Korver kommt wohl Alec Burks inkl. zweier 2nd-Round Picks nach Cleveland.

Für Coach Larry Drew bedeutet dies, dass mit Korver ein starker Schütze verloren geht, der seine Dreier mit einer Quote von 46,3% traf. Dementsprechend ergibt sich aber auch mehr Spielzeit für die jungen Spieler, die sich weiter beweisen müssen. Dass mit einer Starting Five um Sexton, Hood, Hill, Osman und Thompson aber nur schwer etwas zu holen ist, liegt auf der Hand und so werden sich die Cavs weiter von Spiel zu Spiel hangeln und nur mit Glück das eine oder andere Erfolgserlebnis einfahren können.

Das Fehlen von Kevin Love ist bei den Cavs nicht von der Hand zu weisen, wird er auch heute nicht auflaufen können. JR Smith wird auch nicht spielen und Nwaba, Hill und Dekker sind ebenfalls fraglich. Die Celtics haben etwas mehr Glück, sind außer dem fraglichen Jaylen Brown alle Spieler dabei.

Player to watch: Kyrie Irving

Für Kyrie Irving ist es heute natürlich ein besonderes Spiel, trifft er auf den Club, der ihn draftete und auf einige seiner Meisterschafts-Kollegen. Dementsprechend motiviert wird er in dieses Spiel gehen, sodass man eine gute Leistung von ihm erwarten darf. Nach anfänglichen Problemen zum Start der Saison, stabilisierten sich seine Leistungen und im November kam er auf 24,9 Punkte pro Spiel (16,4 Punkte pro Spiel im Oktober). Gegen die defensivschwachen Cavs wird er daran anschließen können, sodass man erwarten darf, dass er seinen Schnitt mit 22 Punkten erreichen kann.

 

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