Der Essen – St. Pauli Tipp führt am Sonntag, 23. August 2026, ins Stadion an der Hafenstraße. Um 18:00 Uhr empfängt Drittligist Rot-Weiss Essen in der 1. Runde des DFB-Pokals den Zweitligisten FC St. Pauli.
Auf dem Papier reist St. Pauli als Favorit ins Ruhrgebiet, doch die Hafenstraße ist für große Namen kein angenehmes Pflaster. Essen verpasste den Zweitliga-Aufstieg im Frühjahr erst in der Relegation und brachte in der vergangenen Saison enorme Offensivkraft auf den Platz. Der Kiezklub ist nach dem Bundesliga-Abstieg noch auf der Suche nach dem ersten Sieg der neuen Spielzeit: Auf das 1:1 gegen Fürth folgte ein 2:2 in Kiel, bei dem St. Pauli sogar eine 2:0-Führung verspielte. Genau diese Mischung macht das Pokalduell offen und wetttechnisch interessant.
| Wett-Tipp | Scored Quote |
| Beide Teams treffen – Ja | 1,50 |
| FC St. Pauli Draw No Bet | 1,55 |
Hinweis: Die Essen – St. Pauli Quoten können sich bis zum Anpfiff verändern. Vor dem Platzieren einer Wette sollte die aktuelle Scored Quote geprüft werden.
Essen – St. Pauli Prognose: Direkter Vergleich
Der historische Vergleich unterstreicht, warum St. Pauli an der Hafenstraße keinen Spaziergang erwarten darf. 21 Pflichtspiele sind zwischen beiden Traditionsvereinen erfasst: Essen gewann neun, St. Pauli acht, vier Begegnungen endeten remis. Auch das Torverhältnis spricht mit 36:29 knapp für RWE. Das jüngste Duell liegt allerdings bereits mehr als 20 Jahre zurück. Aussagekräftiger für den aktuellen Pokalabend sind deshalb Form, Klassenunterschied und Essens ausgeprägte Heimstärke.

Unser RW Essen Fans: Essen – St. Pauli Tipp Vorhersage // Bild: Alamy Stock Photo
So endete das letzte Aufeinandertreffen!
Am 6. Mai 2006 setzte sich Rot-Weiss Essen in der Regionalliga Nord zuhause mit 2:0 gegen den FC St. Pauli durch. Damit revanchierte sich RWE für die 0:3-Niederlage am Millerntor aus der Hinrunde. Für die heutige sportliche Bewertung besitzt das Resultat wegen des großen zeitlichen Abstands nur historischen Wert – als Erinnerung an unangenehme Essener Heimspiele für den Kiezklub passt es dennoch zur Pokalkulisse.
Unser Essen – St. Pauli Tipp: Beide Mannschaften finden den Weg ins Tor
Der Haupttipp lautet „Beide Teams treffen – Ja“. Rot-Weiss Essen bringt aus der Vorsaison eine der gefährlichsten Offensiven der 3. Liga mit und besitzt an der Hafenstraße genügend Wucht, um auch einen höherklassigen Gegner unter Druck zu setzen. Gleichzeitig bleibt die defensive Stabilität ein Thema: Schon beim 2:5 zum Ligaauftakt in Saarbrücken offenbarte RWE große Räume. St. Pauli hat in beiden Zweitligaspielen getroffen und in Kiel sogar zweimal vorgelegt. Für ein Pokalspiel, in dem Essen mutig auftreten muss, spricht deshalb viel für Chancen auf beiden Seiten.
- Essen beendete die 3. Liga 2025/26 mit 70 Punkten auf Rang drei. 78 erzielte Tore bedeuteten mehr als zwei Treffer pro Partie im Schnitt und zeigen, wie offensiv die Mannschaft über die komplette Saison hinweg auftrat.
- Die Heimbilanz war besonders stark: RWE gewann zwölf seiner 19 Ligaspiele an der Hafenstraße, spielte viermal remis und verlor nur dreimal. Diese Zahlen machen einen eigenen Treffer gegen St. Pauli realistisch.
- Defensiv blieb Essen trotz der starken Platzierung verwundbar. 66 Gegentore in 38 Drittligaspielen waren ungewöhnlich viel für einen Aufstiegskandidaten; beim 2:5 in Saarbrücken setzte sich dieses Muster zum neuen Saisonstart fort.
- St. Pauli traf sowohl beim 1:1 gegen Greuther Fürth als auch beim 2:2 in Kiel. Martijn Kaars und Taichi Hara brachten den Kiezklub im Holstein-Stadion sogar mit 2:0 in Führung.
- Der Zweitligist wartet zwar noch auf den ersten Sieg, hat aber in beiden Partien gezeigt, dass genügend Qualität für eigene Treffer vorhanden ist. Gleichzeitig kassierte St. Pauli in beiden Ligaspielen mindestens ein Gegentor.
Unsere Essen – St. Pauli Wette: Absicherung für den Kiezklub
Die zweite Empfehlung ist ein Draw No Bet auf den FC St. Pauli. Der Bundesliga-Absteiger hat zwar noch keinen überzeugenden Saisonstart hingelegt, besitzt aber im direkten Qualitätsvergleich mehr Erfahrung auf höherem Niveau. Gleichzeitig wäre ein reiner Auswärtssieg an der Hafenstraße unnötig aggressiv: Essen war 2025/26 zuhause ausgesprochen schwer zu schlagen und hat im Pokal nichts zu verlieren. Beim Draw No Bet wird ein Remis nach 90 Minuten neutralisiert, während ein St.-Pauli-Sieg die Wette gewinnt.
- St. Pauli spielte 2025/26 noch in der Bundesliga. Der Klub stieg als Tabellenletzter mit 26 Punkten und 29:60 Toren ab, bringt aus dieser Saison aber regelmäßig Erfahrung gegen deutsche Topmannschaften mit.
- Der Start in die 2. Bundesliga brachte zwei Unentschieden. Beim 1:1 gegen Fürth musste Torhüter Ben Voll mehrere Großchancen entschärfen, beim 2:2 in Kiel verspielte St. Pauli eine 2:0-Pausenführung.
- Trotz der beiden Remis erzielte der Kiezklub in jedem Pflichtspiel mindestens einen Treffer. Gerade gegen eine Essener Defensive, die in der Vorsaison 66 Gegentore zuließ, sollte der Zweitligist zu Möglichkeiten kommen.
- Essen scheiterte im Mai knapp am Aufstieg: Nach einem 1:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth verlor RWE das Relegations-Rückspiel 0:2. Der Leistungsabstand zur 2. Bundesliga ist damit kleiner, als ein einfacher Vergleich der Spielklassen vermuten lässt.
- Genau deshalb ist die Absicherung sinnvoll. St. Pauli erhält den Qualitätsvorteil des höherklassigen Kaders, während die starke Essener Heimbilanz und die besondere Pokalatmosphäre gegen eine kompromisslose Auswärtssieg-Wette sprechen.
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Michael Siemann
Experte für Fußball
Eine Karriere im Sport-Business war immer der Traum. Eine eigene Profikarriere wäre illusorisch gewesen. Mit einer journalistischen Ausbildung ausgestattet und inzwischen mit seit über 8 Jahren Erfahrung im Sport-Journalismus, lassen sich in diesem Job noch immer neue Facetten entdecken. Darum ist die Freude bis heute geblieben. Und ich bin sicher: Sie wird auch künftig erhalten bleiben. Denn Sport ist geladen mit Emotionen. Einerseits macht es Spaß diese Emotionalität zu erleben. Andererseits ist es auch ein Vergnügen, die Sport-Ereignisse auf ihre Statistiken und Fakten zu reduzieren. Als freiberuflicher Journalist ist Michael beim Verfassen und Veröffentlichen von Ratgeber, Tipps und Reviews engagiert. Gerne erschließt er neue Tätigkeitsfelder. Damit die Zukunft spannend bleibt!