TSG 1899 Hoffenheim – Olympique Lyon Tipp, Aufstellung & Vorbericht

Für die TSG Hoffenheim geht es am kommenden Champions-League-Spieltag bereits ums Überleben. Kann das Team Olympique Lyon schlagen?

„Bloß nicht verlieren“, lautet am Dienstag die Devise für die TSG Hoffenheim: Gegen Olympique Lyon geht es für die Kraichgauer um den Erhalt der Achtelfinalchancen. Im Fall einer Niederlage stünde 1899 mit zwei Pleiten aus drei Spielen da und könnte sich ein Weiterkommen realistisch betrachtet abschminken. Mit einem Erfolg dagegen wäre das Team mitten drin im Rennen um die K.o.-Phase.

Interessante Quoten & Tipp

Dass uns in der Sinsheimer SAP-Arena eine ausgeglichene Begegnung erwartet, zeigen schon die Quoten am Wettmarkt. Leichte Vorteile genießt der Gastgeber aus Hoffenheim, doch die Unterschiede sind marginal: Bei Interwetten.com etwa erhielte man für einen Sieg der TSG das 2,30-fache des eigenen Einsatzes, bei einem Auswärtserfolg Lyons stiege der Faktor lediglich leicht auf 2,80.

Sich im Vorfeld der Partie auf einen Sieger festzulegen, fällt nicht nur den Buchmachern schwer. Vielmehr scheinen sich tatsächlich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüberzustehen. Die Hoffenheim empfangen die Lyonnaise als Bundesligist und damit als Vertreter der stärkeren nationalen Liga. Olympique wiederum hat international die klar größere Erfahrung – und setzte mit dem 2:1-Erfolg gegen Manchester City eines der dicksten Ausrufezeichen der gesamten bisherigen Gruppenphase.

Die Suche nach Optionen sollte sich unterm Strich vor allem an der Gruppenkonstellation orientieren. Olympique steht mit vier Punkten hervorragend da, belegt derzeit sogar Rang eins vor City. In Hoffenheim werden die Franzosen daher keine größeren Risiken eingehen – und defensiv ähnlich fokussiert zu werke gehen wie gegen den englischen Meister. Und wo sich eine Guardiola-Elf die Zähne ausbeißt, wird auch die TSG ihre Probleme bekommen.

Daher die Prognose: Unter 2,5 Tore – Quote 2,55 bei 888sport

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2,55
200€

TSG 1899 Hoffenheim

Die letzten drei Ergebnisse: 3:1 vs. FC Nürnberg, 1:2 vs. Eintracht Frankfurt, 1:2 vs. Manchester City

Zurück in der Erfolgsspur: Gegen den FC Nürnberg feierte die TSG Hoffenheim am achten Bundesliga-Spieltag nach drei Niederlagen den ersten Sieg. Dabei hatte es zur Pause noch ausgesehen, als würde sich der Negativtrend im Kraichgau fortsetzen.

Mit stümperhaftem Abwehrverhalten hatte Hoffenheim-Verteidiger Adams dem Aufsteiger die Führung auf dem Silbertablett serviert, Behrens verwandelte den Foulelfmeter sicher. Nach zehn Minuten war das Team bereits in Rückstand, doch die restlichen 80 nutzten die Hoffenheim für eine willensstarke Aufholjagd. Sie wurden belohnt: Nelson stellte die Weichen nach dem Seitenwechsel per Doppelpack auf Sieg, Szalai stellte schließlich den 3:1-Endstand her.

In der Liga kletterte Hoffenheim durch den Sieg auf Platz acht und nähert sich somit wieder den internationalen Rängen an. Bevor man das Feld in der Bundesliga aufmischen kann, steht jedoch die nächste Champions-League-Aufgabe an. Vielleicht die wichtigste.

Am ersten Spieltag der Königsklasse, dem ersten CL-Auftritt Hoffenheims überhaupt, war der Mannschaft ihre Nervosität noch spürbar anzumerken gewesen. Gegen Schachtar Donezk fehlte es der TSG an der nötigen Ruhe und Souveränität, sodass am Ende trotz zweier Führungen nur ein 2:2-Remis stand.

Am zweiten CL-Spieltag lieferte die Mannschaft dann eines der besten Spiele der Vereinsgeschichte – ging am Ende aber leer aus. Gegen Manchester City, den eigentlich übermächtigen englischen Meister, agierte die Mannschaft nah an der taktischen Perfektion, verdichtete die Räume hervorragend und besetzte die wichtigen Zonen effizient. Offensiv wiederum erzielte man mit dem ersten Torschuss die Führung und träumte daher sogar vom Sieg. Doch City wurde minütlich stärker, erzielte erst den Ausgleich – und in den Schlusssekunden den Siegtreffer. Unterm Strich zahlte Hoffenheim somit schmerzlich Lehrgeld. Die Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt, doch hinten raus mangelte es an mentaler Reife, auch und gerade vor dem finalen Gegentreffer, der mit einer einfachen Klärungsaktion hätte vermieden werden können.

Immerhin: Gegen Lyon hat das Team nur wenige Wochen später die nächste Chance zur Bewährung.

Mögliche Aufstellung TSG 1899 Hoffenheim

TSG-Coach Nagelsmann gehört zu den taktisch und personell variabelsten Trainern der Bundesliga. Am Wochenende empfahlen sich zwar etliche Akteure für einen weiteren Startelfeinsatz, doch an erster Stelle steht für den jungen Übungsleiter der Matchplan. Sicher scheint lediglich, dass der schwächelnde Adams seinen Stammplatz an Innenverteidiger Akpoguma verlieren wird.

Baumann – Bicakcic, Vogt, Apokugam – Kaderabek, Grillitsch, N. Schulz – Grifo – Nelson, Joelinton, Kramaric

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2,40
100€

 

Olympique Lyon

Die letzten drei Ergebnisse: 2:0 vs. Olympique Nimes, 0:5 vs. Paris St. Germain, 2:2 vs. Schachtar Donezk

Hätte man Fans und Spielern von Olympique Lyon vor der Saison erzählt, dass das Team nach zwei Champions-League-Spieltagen in einer Gruppe mit Manchester City den ersten Platz belegen würde, hätten die Beteiligten wohl müde gelächelt. Nun ist jedoch genau dieser Fall eingetreten – und die Gefahr der übergroßen Euphorie besteht. Doch Platz eins und vier Punkte sind nicht mehr als eine Momentaufnahme. Die Mannschaft muss weiter liefern.

Wie etwa am ersten CL-Spieltag gegen ManCity: Mit einer defensiv herausragenden Leistung boten die Franzosen dem englischen Meister Paroli. Da Lyon überdies auch noch offensive Akzente zu setzen wusste, fügte das Team den SkyBlues eine der empfindlichsten Heimniederlagen der Ära Guardiola zu. Während die englischen Gazetten ausgiebig Citys Fehlstart thematisierten, zelebrierten französische Medien die fußballerische Rückkehr der Lyonnais ins europäische Oberhaus. Von den großen Zeiten unter Juninho & Co. ist man allerdings noch ein gutes Stück entfernt – das zeigte sich vor allem vor zwei Wochen.

Mit Paris St. Germain hatte Olympique den klar besten französischen Klub zum Gegner, doch anders als gegen City vermochte es die Mannschaft nicht, ein funktionsfähiges Defensivkonstrukt zu etablieren. Im Gegenteil: Lyon öffnete der Weltklasse-Offensivabteilung aus Paris Tür und Tor, diese nahm dankend an. Das Resultat: 0:5, die wohl herbste Pleite der jüngeren Vereinsgeschichte.

Irgendwo zwischen diesen Extremen, zwischen einem Sieg gegen Manchester City und einem Debakel gegen PSG, liegt die wahre Leistungsstärke Lyons. An guten Tagen kann das Team europäische Größen ärgern, an schlechten unterliegt die Mannschaft selbst Gegnern wie Reims (0:1) oder Nizza (0:1).

Immerhin: Die Generalprobe deutete vor der Partie in Hoffenheim auf einen guten Tag hin. Beim 2:0-Erfolg gegen Nimes gab sich das Team keine Blöße und zeigte sich nach der Katastrophe in Paris einigermaßen erholt. In der Tabelle kletterte das Team dadurch auf Platz fünf, wobei man deutlich besser dastehen könnte – wäre man in der Fremde nicht derart harmlos. Aus vier Auswärtsspielen in der Ligue 1 holte Olympique lediglich vier Zähler. Das ist fünftschlechteste Wert der Liga – und kein gutes Omen vor dem CL-Auftritt in Hoffenheim.

Mögliche Aufstellung Olympique Lyon

Lyon-Coach Genesio hat einen relativ breiten Kader, wenn auch die qualitative Spitze dünn ist. Um die Achse aus Lopes, Dubois, Ndombelé, Fekir und Demeblé herum wird er seine Startelf an den Eigenheiten des kommenden Gegners ausrichten. Etwa wie folgt:

Lopes – Dubois, Marcelo, Denayer, Mendy – Tousart, Ndombelé – B. Traoré, Fekir, Aouar – Dembelé

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3,10
150€

TSG Hoffenheim – Olympique Lyon im TV oder Livestream

Wer die Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Olympique Lyon live verfolgen möchte, benötigt ein Abo beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst DAZN. Der Rechteinhaber der Champions League überträgt die Partie live auf dazn.de, Anpfiff ist am 23. Oktober um 20.45 Uhr.

 

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