AS Rom vs. FC Liverpool, Champions League Tipp 02.05.2018

Die Roma hatte in Anfield nicht den Hauch einer Chance, hofft aber nach dem „Wunder von Barcelona“ auf die nächste Sensation. Der FC Liverpool steht mit einem Bein im CL-Finale und will seine gute Ausgangslage nutzen. Atmosphärische Störungen störten unter der Woche jedoch das Betriebsklima.

Es ist angerichtet: Im Champions-Leaugue-Halbfinalrückspiel zwischen Rom und Liverpool haben die Reds nach dem klaren Hinspielsieg die besseren Karten. Zu sicher sollten sie sich dennoch nicht sein: Seine bisherigen Erfolge feierte der AS Rom in dieser Saison fast ausnahmslos vor heimischer Kulisse. Kann das Publikum die Italiener zur nächsten Glanzleistung peitschen? Was hat Liverpool dagegenzusetzen? Und wie wirkt sich der Wirbel um Klopps Co-Trainer aus?

Interessante Quoten & Tipp

Auch wenn der FC Liverpool nomineller Favorit ist, erwarten die Buchmacher offenbar eine ausgeglichene Partie und können sich vorab nicht wirklich auf einen aussichtsreichen Siegkandidaten einigen. So pendeln sich die Quoten beider Teams bei ca. 2,50 ein.

Nachvollziehbar ist das insofern, als dass die Roma einerseits die bessere Generalprobe spielte und andererseits schon im Achtel- und Viertelfinale mit Niederlagen ins Rückspiel ging, vor heimischem Publikum jedoch jeweils das Comeback schaffte. Nun auch gegen Liverpool?

Eher nicht. Die Briten waren bereits gegen Manchester City, ein offensiv weitaus potenteres Team als die Giallorossi, mit drei Toren Vorsprung ins Rückspiel gegangen. Dort hielten ihre Nerven stand, und das dürfte auch in Rom der Fall sein. Obendrein ist die Mannschaft nach dem Ausscheiden Barcas in Italien gewarnt. Sofern die Diskussion rund um Jürgen Klopp und seinen Co-Trainer nicht allzu störend wahrgenommen wird in der Kabine, sollte Salah, Firmino & Co. zu ihren Torchancen kommen – und diese nutzen.

Daher die Prognose: Sieg für den FC Liverpool – Quote 2,62 bei Unibet

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AS Rom

Die letzten drei Ergebnisse: 4:1 vs. AS Chievo Verona, 2:5 vs. FC Liverpool, 3:0 vs. SPAL Ferrara

Viel gelungener als beim 4:1 gegen Chievo kann man eine Generalprobe nicht bestreiten – aus mehreren Gründen: Der AS Rom bestritt über 45 Minuten in Unterzahl, war höchst gefordert und (wie schon die gesamte Saison über) offensiv nicht gerade inspiriert. Dennoch gewannen die Giallorossi klar und deutlich, dank einer effizienten Chancenverwertung, entschiedenem Auftreten im Defensivverbund und mentaler Nervenstärke.

Im Grunde genommen braucht das Team genau diese Komponenten, um am Mittwoch gegen den FC Liverpool zu bestehen. Zugleich ließ die Mannschaft ebendiese Tugenden vergangene Woche vermissen. So ließ man sich von entfesselt aufspielenden Reds überrollen und wusste bis zur 80. Minute nicht, wie einem geschah. Die beiden späten Anschlusstreffer der Römer schraubten das Ergebnis zumindest noch in den minimalen Akzeptanzbereich, sodass die Hoffnung vor dem Rückspiel nicht vollends aufgegeben werden muss. Vor allem, wenn man die römische Viertelfinalserie im Hinterkopf behält.

In der Runder der letzten Acht traten die Giallorossi gegen den FC Barcelona an, als klarer Underdog. Das Hinspiel verlief kaum besser als die Begegnung in Liverpool, nach 90 Minuten ging man mit einer 1:4-Packung vom Platz. In der Folgewoche und vor heimischem Publikum riss die Mannschaft jedoch das Ruder rum und sicherte sich mit einem 3:0-Kraftakt das Halbfinalticket. Es dürfte vor allem diese Leistung sein, die aktuell Hoffnung stiftet – und zugleich Comeback-Erwartungen schürt.

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FC Liverpool

Die letzten drei Ergebnisse: 0:0 vs. Stoke City, 5:2 vs. AS Rom, 2:2 vs. West Bromwich Albion

Es gibt mehrere Lesarten, nach denen man die aktuelle Verfassung des FC Liverpool bewerten kann. Da wäre zum einen Narrativ Nummer eins: Auch wenn sie in der Liga zuletzt zwei enttäuschende Remis aneinanderreihten, sind die Reds grandios unterwegs. Von den letzten 37 Pflichtspielen verlor das Team lediglich drei, dazu hat es mit Mo Salah den aktuell besten Torjäger Europas in seinen Reihen. Achja, und daneben steht man kurz vor dem Einzug ins Champions-League-Finale – zwei Jahre nach Erreichen des Europa-League-Endspiels. Tore schießt das Team am Fließband, wie zuletzt in Rom, defensiv wiederum hat Jürgen Klopp endlich den richtigen Schalter gefunden, um in entscheidenden Situationen einen schlagkräftigen Verteidigungsverbund auf den Rasen zu schicken.

Es gibt aber auch Lesart zwei, die vor allem in den vergangenen zwei Tagen reichlich neue Befürworter bekam: Auch in Liverpool ist nicht alles Gold was glänzt. Und schaut man genauer hin, so könnten die Remis gegen Stoke und West Brom auch die Vorboten eines Leistungseinbruchs sein – oder die Symptomatik eines teaminternen Risses. Nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Stoke City wurde nämlich bekannt, dass Zeljko Buvac, Klopps langjähriger Co-Trainer, eine Auszeit brauche. „Persönliche Gründe“ beziffern im offiziellen Statement die Ursachen, während die Medien über ein schweres Zerwürfnis mit Cheftraiener Klopp, der zuletzt mehr und mehr auf das Urteil von Assistenztrainer Peter Krawietz zu bauen schien.

Die atmosphärischen Störungen an der Anfield Road kommen zur Unzeit. Aus Reds-Sicht kann man nur hoffen, dass innerhalb des Teams die Konzentration trotz des hohen Medieninteresses rein der Partie am Mittwoch gilt. Sollte man dort auch nur ansatzweise mit dem Feuer und der Offensivkraft aus der vergangenen Woche auftreten, dürfte das Finalticket mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gebucht werden.

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