Prognosen und Wettquoten zu den US-Wahlen 2024

Donald John Trump war der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Amtszeit bis zum heutigen Tag international stark kritisiert wird. Während seiner Zeit im Weißen Haus zwischen dem 20. Januar 2017 bis zum 20. Januar 2021 führte er die USA zu einem neuen nationalen Bewusstsein, nach welchem die Innenpolitik vor der Außenpolitik platziert ist. Dies kam bei den Republikanern dermaßen gut an, dass seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt auf große Unterstützung in den USA gestoßen ist. Doch wer hat die besten Chancen? Wir schauen uns die Kandidaten und die Quoten auf die Präsidentenkandidaten genauer an:

Das Motto „Macht Amerika wieder großartig“ steht dieses Mal erneut auf der Agenda des Präsidentschaftsbewerbers. Er möchte seine Politik aus der 4-jährigen Amtszeit fortführen und Amerika weitgehend aus den weltweiten Konflikten heraushalten, um Probleme im Inneren des Landes anzugehen.
Bis heute sieht sich Donald Trump als rechtmäßigen Sieger der US-Wahlen 2020. Er sowie seine politischen Anhänger bestehen auf den Umstand, dass die Wahlen vor knapp 4 Jahren manipuliert waren. Obwohl es dafür keine Beweise gibt, halten Trump-Unterstützer an dieser Behauptung fest. Jedoch muss sich der ehemalige Präsident aktuell vor Gericht selbst Betrugs- und Manipulationsvorwürfen stellen.

Für ihn scheint dieser Faktor jedoch perfekt ins Spiel zu passen, denn jede Klage gegen Trump ist kostenlose Wahlwerbung für ihn.
Jedoch besteht die Option, dass rechtliche Urteile eine Wiederwahl von Donald Trump erschweren oder gar verhindern. Daher lohnt es sich, darüber nachzudenken, welche Chancen der ehemalige Präsident hat, um sein Amt tatsächlich zurückzuerlangen. Wird Donald Trump überhaupt für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus gehen und wenn ja, wie wahrscheinlich ist es, dass er Joe Biden als US-Präsident ablöst?

USA-Wahl 2024: Die wichtigsten Quoten für die Präsidentschaftswahlen

Die kommende Wahl in den USA ist für das Land in der Tat richtungsweisend und die EU sowie die restliche internationale Gemeinschaft wird mit Adleraugen auf die Wahlergebnisse achten. Bereits jetzt gibt es die Gelegenheit, sich mit den Quoten für die USA-Wahlen 2024 zu beschäftigen. Diesbezüglich ist zu beachten, dass die Buchmacher die Kandidaten Joe Biden, Donald Trump und Nikki Haley als die Top-3 der bevorstehenden Wahl ansehen.

Hier ist ein Beispiel für US-Wahl 2024 von Weltbet

Donald Trump 2.10
Joe Biden 3.20
Nikki Haley 7.00

Hinzu kommen noch andere interessante Quoten von 5 Personen, deren Namen im Wahlkampf ebenfalls eine Rolle spielen könnten:
Gavin Newsom – Quote 11.00

  • Robert Kennedy Jr. – Quote 21.00
  • Michelle Obama – Quote 29.00
  • Ron DeSantis – Quote 31.00
  • Kamala Harris – Quote 41.00

Die amtierende Vize-Präsidentin kann insbesondere dann ins Spiel kommen, wenn Joe Biden beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen doch nicht nochmals zur Wahl antreten kann und die Demokraten daher einen neuen Kandidaten oder in diesem Falle eine Kandidatin für das Präsidentschaftsamt benötigen.

Warum kann Donald Trump 2024 wieder zum US-Präsidenten gewählt werden?

Laut der amerikanischen Verfassung ist ein Mensch, welcher in den Vereinigten Staaten geboren wurde, in der Lage, zwei Amtsperioden als Präsident der Nation zu dienen. Es ist nicht festgeschrieben, dass diese beiden Amtszeiten direkt aufeinander folgen müssen. Daher kann Donald Trump in der Theorie erneut für den Zeitraum von 4 Jahren US-Präsident werden.

Bislang kam es in der Geschichte der USA genau zu einem Fall, bei welchem ein ehemaliger Präsident nach einer Abwahl erneut ins Weiße Haus einzog. Dabei handelte es sich um den Demokraten Grover Cleveland, welcher seine erste Amtszeit von 1885 bis 1889 absolvierte. Zwischen 1889 und 1893 wurde er von Benjamin Harrison abgelöst, dessen Großvater William Henry Harrison ebenfalls Präsident der USA war. Benjamin Harrison konnte jedoch keine weitere Amtszeit antreten, da sich die Wähler damals für eine zweite Amtszeit von Grover Cleveland entschieden.

Trump Quoten 2024

Quelle: Statista

Bei einer Wiederwahl von Donald Trump wäre dieser also erst der zweite US-Präsident, welcher zwei Amtszeiten mit einer Unterbrechung im Lebenslauf hätte. Rechtlich ist es demnach möglich, dass Donald Trump erneut Präsident wird, doch wird ihm eine Frau aus der eigenen Partei den Posten des Präsidentschaftsbewerbers der Republikaner gefährlich machen?

Wird Republikanerin Nikki Haley Donald Trump einen Strich durch die Rechnung machen?

Direkt nach der Wahl von Joe Biden begann bei den Republikanern eine Umbruchstimmung und viele ehemaligen Weggefährten von Donald Trump wendeten sich von ihm ab. Es wurde innerhalb der eigenen Partei nach Alternativen gesucht, die wesentlich jünger sein sollten. Der neue Hoffnungsträger fand sich rasch in Florida, denn dort regiert aktuell der charismatische Gouverneur Ron DeSantis den Bundesstaat. Von den amerikanischen Medien bekam er den Spitznamen „Trump mit Hirn“ und seine Chancen auf das Präsidentschaftsamt wurden hoch eingestuft. DeSantis bewirbt sich als Familienmensch, welcher vor allem der woken Gesellschaft den Kampf angesagt hat. Doch genau dieser Kampf wurde ihm zum Verhängnis, denn die Umfragewerte von DeSantis sind stetig gesunken. Offenbar setzte DeSantis auf das falsche Wahlkampfthema und dadurch öffnete er die Türe für eine andere Kandidatin – Nikki Haley. Zu ihr sollte man folgende Eckdaten wissen:

Fakten Nikki Haley

  • Ihr bürgerlicher Name lautet Nimarata Nikki Haley
  • Sie wurde am 20. Januar 1972 geboren
  • Haley war US-Gouverneurin von South Carolina und UN-Botschafterin
  • Ihr Status innerhalb der Republikaner gilt im Vergleich zu Trump als gemäßigt

Ihr im Vergleich zu Trumps junges Alter ist ein wichtiges Ass von Nikki Haley. Durch ihre langjährige politische Erfahrung als Gouverneurin steht sie für ein gutes Mittelmaß zwischen Erfahrung auf dem Parkett der Politik und einer Aufbruchsstimmung durch neue Ideen einer frischeren Generation. Zum aktuellen Zeitpunkt gilt sie als Trumps größte Herausforderin innerhalb der republikanischen Partei, denn sie hat einige Milliardäre und Medienhäuser auf ihrer Seite. Donald Trump hingegen kann von seiner bereits breiten Unterstützungsbasis profitieren und diese ist lediglich ein Vorteil, auf den Trump bei den nächsten Wahlen zählen kann.

Pro: Eine zweite Präsidentschaft von Donald Trump ist unter bestimmten Umständen möglich

Selbst trotz der zahlreichen Klagen, die gegen den ehemaligen US-Präsidenten laufen und der Tatsache, dass ihm die Aufwiegelung zum Staatsstreich vorgeworfen wird, sind die Umfragewerte für Donald Trump sagenhaft. Er weist bessere Werte als der amtierende Präsident Joe Biden vor und die fortwährende Beliebtheit wird Donald Trump in den Monaten des Wahlkampfs sehr zugutekommen.

Unter den Republikanern scheint er der Nr. 1 Kandidat zu sein, denn laut einer CBS-Umfrage vom 20. August 2023 liegt Trump parteiintern bei 62 Prozent. Andere Umfragen zeigen ihn bei ca. 55 bis 60 Prozent. Noch wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass er den amtierenden Präsidenten in zahlreichen Meinungsumfragen schlägt. Beobachter gehen davon aus, dass die kommenden Gerichtsprozesse eine Art kostenlose Wahlwerbung für Trump darstellen werden. Unter Nutzung der Opferrolle ist es daher gut möglich, dass der Zuspruch für Trump im Verlauf des Jahres 2024 steigt.

Donald Trump profitiert ebenfalls von Joe Bidens durchwachsener Amtsperiode, denn Biden hat mit zahlreichen nationalen und internationalen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen halten Biden davon ab, sich auf die Probleme in den Vereinigten Staaten zu konzentrieren. Dieser Aspekt befeuert seit Monaten die Unterstützer von Donald Trump. Dieser beteuerte mehrfach, dass er die beiden Kriege sofort beenden kann.

Obwohl Donald Trump bereits 77 Jahre alt ist, so ist Joe Biden mit seinen 81 Jahren in den vergangenen Monaten mehrfach aufgrund von mentaler und körperlicher Aussetzer in die Medien geraten. Der Gesundheitszustand des Präsidenten wird auf alle Fälle ein Thema des Wahlkampfes, denn Trump hatte Biden bereits 2020 wegen dessen Alters ins Visier genommen. Bidens schwächelnde Gesundheit kann ein Hauptpunkt der Argumentation von Trump werden, um mehr Wähler von sich zu überzeugen.

USA Präsidentenwahl 2024 Quoten (Juni 2024)

Quoten Präsidentenwahl USA 2024

Bereits bei den Wahlen im Jahr 2016 hatte Donald Trump ein umwerfendes Ergebnis erlebt. 2020 konnte er dieses jedoch übertrumpfen, denn es wählten ihn im Vergleich zu 2016 noch einmal 7 Millionen Menschen mehr. Somit gaben ihm 70 Millionen US-Bürger ihre Stimme. Das war das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Wahlen. Nur Joe Biden hatte als Sieger der Wahlen 2020 mit 75 Millionen Stimmen ein besseres Ergebnis, mit welchem es ihm gelang, Trump als Präsident abzulösen.

Nachdem die USA in den letzten Jahren viel Geld und Material für die Ukraine zur Verfügung stellten und nun der Krieg im Gazastreifen über den US-Wahlen schwebt, kann die America-first-Einstellung für Donald Trump als effektiver Ansatz dienen, um die Patrioten im Land für die Wahl zu mobilisieren und den Fokus der Politik wieder auf die eigene Nation zu richten.

Biden oder Trump

Quelle: via Statista

Contra: Deswegen sind Trumps-Erfolgschancen auf eine zweite Präsidentschaft fraglich

Zwar sind die Umfragewerte von Donald Trump auf einem Level, mit welchem der ehemalige US-Präsident im kommenden Wahlkampf gut arbeiten kann, aber viele Menschen in den USA und im Ausland fürchten sich vor einer zweiten Amtsperiode Trumps. Die Gründe dafür sind facettenreich, denn Trump stellte mitunter durch sein Corona-Management unter Beweis, dass er in Krisensituationen nicht unbedingt die besten Entscheidungen trifft.

Für eigene Fehlentscheidungen machte er in der Vergangenheit stets andere Personen oder Nationen sowie die Medien verantwortlich und dieses Verhalten, Fehler nicht zugeben zu können, steht bei Trump-Gegnern sehr in der Kritik. Nicht alles unter Trumps Amtszeit war schlecht, doch der versprochene Aufschwung im Land blieb im Gesamten aus. Viele seiner Wahlversprechen konnte der Geschäftsmann nicht umsetzen und das bleibt in Erinnerung.

In seine erste Amtszeit fallen schwere Fälle von Polizei-Gewalt und landesweite Rassismus-Demos, welche Trump nicht unbedingt souverän meisterte. Donald Trump steht für eine gesellschaftliche Spaltung der Menschen in den USA. Soziale Konflikte in größeren Ausmaßen sind bei einer weiteren Präsidentschaft von Trump quasi vorprogrammiert. Zahlreiche Menschen sind nicht damit einverstanden, wie Trump auf der internationalen Bühne auftritt und die USA bei Gipfeltreffen vertritt.

Ein weiterer Fakt, welcher gegen eine zweite Amtsperiode von Donald Trump spricht, sind die gerichtlichen Verfahren gegen ihn. Stand jetzt ist es sogar möglich, dass Trump von den Vorwahlen ausgeschlossen wird und damit keine Chance bekommt, ab 2025 ins Weiße Haus zurückzukehren.

Joe Biden: Wie stehen die Chancen, dass er eine weitere Amtszeit bekommt?

Nun gibt es viele Punkte rund um Donald Trump und dessen Vorhaben, erneut der Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Aber es ist ebenfalls sinnvoll, sich mit dem amtierenden Staatsoberhaupt zu beschäftigen. Joe Biden ist seit dem 20. Januar 2021 im Amt und er strebt eine zweite Amtszeit an. Allerdings sind seine Umfragewerte im Keller. Laut RealClearPolitics lagen die Umfragewerte von Biden Anfang Januar nur noch bei knapp 40 Prozent. Mitte 2021 stand die Prozentzahl noch bei ca. 56.

Die Umfragen zeigen aber, dass der Zweikampf zwischen Biden und Trump erneut recht knapp ausfallen kann. Beide Kandidaten pendeln zwischen 40 und 50 Prozent Zustimmung und dieser Umstand zeigt, dass Amerika in dieser Frage derzeit sehr gespalten ist. Gewinnt Donald Trump die Vorwahlen, so gilt bei den Demokraten Joe Biden als jener Mann, der eine weitere Amtszeit von Trump verhindern kann.

Aber in der eigenen Partei wächst der Widerstand gegen Joe Biden, denn dieser war bisher nicht imstande, all seine Wahlversprechen einzulösen. Kriegerische Konflikte in der Ukraine und nun im Gazastreifen verhinderten, dass sich Biden auf die Probleme im eigenen Land konzentrierte. Diese Herausforderungen zu überwinden, wäre jedoch der beste Ansatz, um sich eine neue Amtszeit zu sichern. Joe Biden ist aber aufgrund weiterer Gründe in der Kritik. Die nachfolgenden Punkte sprechen dafür, dass Joe Biden nach den Wahlen in diesem Jahr nicht mehr im Weißen Haus sitzt:

  • Der Wunsch der Wähler nach einem jüngeren Präsidenten
  • Die Gesundheit des Präsidenten, welche zuletzt mehrfach infrage gestellt wurde
  • Neue Herausforderer wie Nikki Haley oder Mike Pence
  • Zunehmende Spannung innerhalb der USA, welche zu einer Spaltung der Gesellschaft führen

Letztlich hat Joe Biden allerdings den Vorteil des Amtsinhabers, denn in den 18 Wahlen seit dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 gab es lediglich 4 Präsidenten, die mit ihrer Wiederwahl für das Amt des US-Präsidenten keinen Erfolg hatten. Neben Trump waren das Gerald Ford 1976, Jimmy Carter 1980 sowie George Bush 1992. In der Regel hat der Amtsinhaber den größeren Einfluss auf die Themenwahl des Wahlkampfes und Donald Trump selbst scheinen aufgrund der Anklagen die Angriffspunkte auszugehen.

Trump muss sich auf seine eigene Verteidigung konzentrieren und das kann ihm teuer zu stehen kommen. Die amtierende Vize-Präsidentin Kamala Harris war während der Amtszeit von Biden in den Hintergrund geraten, doch während des Wahlkampfes wird sie gewiss wieder eine größere Rolle vor den Kameras spielen und möglicherweise insbesondere Stimmen von weiblichen Wählern sichern.

Trump oder Biden: Die US-Wahlen 2024 werden die Weltpolitik schwer beeinflussen

Beschäftigt man sich ein wenig mit dem politischen Klima in den USA, so spürt man, dass viele Faktoren auf ein weiteres Duell zwischen Joe Biden und Donald Trump hindeuten. Kommt es dazu, dürften wie vor 4 Jahren erneut die sogenannten Swing States eine gewichtige Rolle bei den Wahlen spielen. In den Swing States ist das Ergebnis bei den Wahlen stets offen, denn keine der beiden Parteien hat hier die eindeutige Mehrheit. Bei den letzten Wahlen waren zum Beispiel die nachfolgenden Bundesstaaten Swing Staates (siehe obenstehende Grafik):

  1. Michigan
  2. Wisconsin
  3. Arizona
  4. North Carolina
  5. Pennsylvania

Die Swings Staates verändern sich von Wahl zu Wahl, doch die beiden Kandidaten um das Präsidentschaftsamt wissen sehr genau, dass sie in diesem Jahr an jene Bundesstaaten sehr viel Zuwendung richten müssen, um ihre Chancen bei den Wahlen 2024 zu verbessern. Denn am Ende kann es ausgerechnet ein Swing Staate sein, welcher über Sieg und Niederlage von Joe Biden, Donald Trump oder einem dritten Kandidaten entscheidet.

Thomas Kellner

Fußball Experte

Jahrgang 69, im Herzen jung und als ehemaliger Fußballer sowie Schiedsrichter als freiberuflicher Autor stets aktuell informiert über das Geschehen aller europäischen Fußball-Ligen. Heimatverein und "alte Liebe": Hannover 96

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