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Counter-Strike besteht als bekanntester und traditionsreichster eSport-Titel seit nunmehr 20 Jahren. Eine Liste der besten Counterstrike Teams aller Zeiten zu erstellen ist daher eine schöne Aufgabe, obwohl der Vergleich von Teams über Jahrzehnte, verschiedene Versionen des Spiels und in völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht einfach und zwangsläufig subjektiv ist.

 

Wir haben uns aus Zeit- und Platzgründen hier entschieden, unsere Liste auf die letzte und aktuelle Version des Spiels zu beschränken, eine Liste der besten CS-Spieler über sämtliche Versionen und unabhängig von ihrer Teamzugehörigkeit findet ihr hier. Was die Teams angeht, gibt es jedoch eine so hohe Fluktuation, was die Spieler, aber auch Sponsoren etc. betrifft, dass es hier schier unmöglich ist, einen aussagekräftigen Vergleich zu treffen.

 

Bei der Diskussion, welches CS:GO-Team den Titel “Bestes Team aller Zeiten“ verdient, ist außerdem zu beachten, dass sich Spieler und sogar Organisationen sehr häufig ändern. Einige Teams sind beispielsweise schon immer in der Szene aktiv, haben aber über diese lange Zeit natürlich viele verschiedene Kader aufgestellt. Oft kam es auch zu Umbenennungen oder kompletten Kaderwechseln, und mehr als einmal in der Geschichte von Counter-Strike hat eine Mannschaft geschlossen den Arbeitgeber gewechselt und damit die Machtverhältnisse der Szene durcheinandergewirbelt.

 

Auch gibt es nicht überraschend selbst nach 20 Jahren immer noch regelmäßig neue Teams, die in der Profi-Szene auftauchen. Das prominenteste Beispiel ist wohl die 2016 gegründete Astralis-Organisation, die aus dem früheren Kader von Team SoloMid besteht, der sich hier finanziell selbstständig machte.

 

Die Counter-Strike: Global Offensive-Szene ist selbst im Vergleich mit anderen eSports eine besonders vielseitige Szene in der Welt des professionellen Sports. CS:GO-Teams können an zahllosen größeren und kleineren Veranstaltungen teilnehmen, Spieler und sogar ganze Kader können jederzeit abgeworben oder auch gefeuert werden, und Teams können quasi aus dem Nichts große Erfolge erzielen oder einstige Größen tief fallen.

 

Zur Unterscheidung zwischen der Mannschaft, die Titel gewinnt und der Organisation, in deren Namen sie dies tun, hat sich der Begriff „Kern“ bewährt, mit diesem Begriff bezieht man sich auf eine Gruppe von Spielern, die über einen längeren Zeitraum zusammen spielen, unabhängig von der Mannschaft, die sie vertreten. Das Problem hierbei ist aber, dass man nun einen Namen für diesen Kern finden muss, wenn man sie nicht mit einer eSport-Organisation gleichstellen will, dies ist im Falle der polnischen “Golden Five” passiert, weitere Beispiele sind aber rar.

 

Aus diesem Grund haben wir uns hier für eine Art Mittelweg entschieden, in unserer Analyse werden wir die Organisationen behandeln, aber immer in Hinblick auf einen bestimmten Kern, der über eine längere Zeit die professionelle CS:GO-Szene dominieren konnte.

 

Die jüngste Zeit: Das Jahr 2019 bis zur ESL Pro League Season 11

 

2019 war ein turbulentes Jahr im professionellen CS:GO. Viele Teams verschafften sich ihre Zeit im Rampenlicht, sowohl neue als auch alte Gesichter konnten sich profilieren und große Events gewinnen. Die Rankings sahen die stärksten Bewegungen in den Top5 seit Jahren.

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Bei so vielen Titelgewinnen verschiedener Teams war es zeitweise extrem schwierig einzuschätzen, wer wirklich die Favoriten sind. Trotzdem gab es definitiv einige herausragende Teams, die sich als Spitzenreiter der Szene etabliert haben und dort immer mitmischten.

 

Astralis ging ins Jahr 2019 als ohne Zweifel bestes Team der Welt. Sie gewannen den IEM Katowice Major, das erste große Turnier des Jahres. Danach erlebte der dänische Kader jedoch einen massiven Formeinbruch. Von März bis August konnten sie kein einziges Top-Tier-Event gewonnen. An erster Stelle stand meistens Nordamerikas Team Liquid.

 

In einer der dominantesten Läufe in der jüngeren Geschichte gewannen Liquid während dieser Zeit jedes einzelne S-Tier-Event, an dem sie teilnahmen. Die Nordamerikaner hatten den ganzen Sommer über den Spitzenplatz in den Rankings inne, nachdem sie Astralis nach 406 Tagen an der Spitze verdrängt hatten. Liquid konnte sogar den Intel Grand Slam für sich entscheiden, nachdem sie im Juli die „ESL One Cologne“ gewonnen hatten. Beim StarLadder Major in Berlin waren Liquid folglich auch die Favoriten auf den Titelsieg, verloren im Viertelfinale aber klar mit 2-0 gegen Astralis und verabschiedeten sich spektakulär aus dem Turnier. Astralis gewannen ihren vierten Major-Titel, was bis dahin keinem Team gelungen war. Die Situation an der Spitze änderte sich schlagartig wieder.

 

Danach wurden die Hoffnungen der amerikanischen Fans auf eine mögliche Liquid-Ära weiter getrübt, denn das Team Liquid gewann den Rest des Jahres kein einziges wichtiges Turnier mehr. Stattdessen erlebte Fnatic nach einigen Kaderänderungen einen großen Aufschwung. Als Evil Geniuses im September den kompletten Kader von NRG Esports aufkauften, wurde auch das Team mit „Brehze“, „Ethan“ und „CeRq“ wie aus dem Nichts wieder zur Macht im professionellen CS:GO.

 

In der letzten Hälfte des letzten Jahres haben viele Teams Änderungen am Kader vorgenommen. Fnatic ist auch deshalb eine der Erfolgsgeschichten, weil das Team vor den Umstellungen ein Allzeittief erreicht hatte. Desweiteren hat Team Vitality das französische Superteam übernommen, und sie stellen den laut HLTV-Rankings derzeit besten Spieler der Welt auf: Mathieu „ZywOo“ Herbau. Bei der ESL Pro League kamen sie dennoch nicht über der Gruppenphase heraus.

 

Während der Herbstmonate führten die neuen In-Game-Anführer Peter „Stanislaw“ Jarguz auf Seiten von EG und Maikil „Golden“ Selim für Fnatic ihre Teams in der Rangliste immer weiter nach oben. EG gewannen bei den Intel Extreme Masters New York und bei der StarSeries & i-League CS:GO Season 7, während Fnatic die DreamHack Masters in Malmö gewannen.

 

Als der Winter wieder kam, kamen auch Astralis zurück. Die Dänen gaben sich nicht zufrieden mit dem Gewinn beider Majors in diesem Jahr und stürmten mit Siegen bei den Intel Extreme Masters in Beijing, der ECS Season 8 und dem BLAST Global Finale wieder an die Spitze der Rangliste. Die Illusion, dass Astralis von der Spitze des Spiels verdrängt worden waren, wurde so schnell zerstreut, wie sie sich verbreitete. Astralis waren zum Jahresende erneut die Nummer eins.

 

Ein Bericht über 2019 wäre ohne die Erwähnung von mousesports nicht vollständig. Die Organisation ist seit Jahren an der Spitze der Szene aktiv und probiert dabei Kader für Kader aus. mousesports hatten schon immer Potenzial, egal in welchem Lineup, konnten es aber nie voll ausschöpfen. Zumindest bis Ende letzten Jahres, als endlich alle Räder ineinander zu greifen schienen.

 

Der Aufstieg von mousesports

 

Beginnend mit den CS:GO Asia Championships nahmen mousesports an vier großen Veranstaltungen teil, erreichte in allen das Finale, gewannen drei und stiegen damit in die Reihe der besten Counterstrike Teams auf. Dieser Lauf beinhaltete einen Sieg beim ESL Pro League Season 10 Finale, bei dem mousesports Evil Geniuses, Astralis und Fnatic in den Playoffs schlagen mussten. Nachdem mousesports die drei besten Teams des Spiels besiegt hatte, schossen sie an die Spitze der Rangliste.

 

Mousesports ist derzeit eines der heißesten Teams im Spiel, und sie streben zweifellos nach der Spitze. Das individuelle Talent in ihrer Mannschaft ist unbestreitbar, Robin „ropz“ Kool und Özgür „woxic“ Eker konnten sich durch diese späten Erfolge noch in die Top20 der CS:GO-Spieler des Jahres spielen. Wenn mousesports dieses Wettbewerbsniveau halten, könnten sie in Zukunft die größte Bedrohung für Astralis und die anderen Topteams darstellen.

 

Derzeit steht das Team auf dem vierten Platz und ist mitten drin im engen Kampf an der Spitze um den CS-Thron. Ganz oben stehen jedoch momentan die Ukrainer mit dem besten CS-Spieler der Welt, „s1mple“, in ihren Reihen.

 

Was auch immer die Zukunft für Counter-Strike bringen mag: Global Offensive ist jetzt schon eine der interessantesten Geschichten im eSport. Darüber hinaus ermöglicht das immer wieder weiterentwickelte Gameplay regelmäßig unerwartete Entwicklungen und Erfolgsgeschichten für Außenseiter.

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Die verschiedenen Phasen in der Entwicklung von CS:GO

Es hat sich seit längerem in der CS-Szene etabliert, die Zeit seit dem Erscheinen von CS:GO in von dominanten Teams geprägte Abschnitte einzuteilen. Natürlich gibt es hierzu unterschiedliche Meinungen in den Fanlagern, aber einige Kader haben dem Titel jedoch so sehr ihren Stempel aufgedrückt, dass sich jede Diskussion erübrigt.

 

Ohne weitere Umschweife daher hier unsere chronologische Auflistung der dominantesten Kerne seit Bestehen des CS:GO-Titels:

 

Die NiP-Ära: August 2012 – September 2013

 

Unsere CS:GO-Zeitleiste beginnt mit der NiP-Ära. Von Tag 1 an waren die Ninjas in Pyjamas das dominanteste Team im gerade neu veröffentlichten Counter-Strike Titel. Das erste LAN-Turnier in CS:GO fand vier Tage nach der Veröffentlichung statt, und die Ninjas gewannen es, ohne auch nur eine einzige Karte zu verlieren. Damit begann eine unvergleichliche Zeit der Dominanz, NiP starteten eine Serie von unglaublichen 87 gewonnenen Karten in offiziellen LAN-Turnieren.

 

Dieses Team, das aus heutigen Counter-Strike-Legenden wie den beiden in unserer Top10-Liste vertretenen Spielern Christopher „GeT_RiGhT“ Alesund und Patrik “f0rest” Lindberg bestand, hatte sich bereits in der Beta-Phase von CS:GO gebildet und hatte damit einen Vorsprung vor den Teams, die sich entschieden, bis zum Ende bei 1.6 zu bleiben. Sie waren jedoch nicht das einzige Team, das in dieser frühen Zeit erfolgreich war, auch VeryGames stellten in dieser Ära eine nahezu unaufhaltsame Kraft dar. Trotzdem konnten sie der Dominanz NiPs nicht standhalten.

 

Es war unglaublich anzuschauen, was Ninjas in Pyjamas und ihre Starspieler mit der Konkurrenz anstellten. Genau wie der historische Ninja war GeT_RiGhT für seine Gegner praktisch unsichtbar, bevor er dann mit tödlicher Präzision zuschlug. Er tauchte immer wieder genau dort auf, wo ihn das andere Team nicht vermutete. Es schien, als gab es während dieser Zeit keine Regeln für die Ninjas, so sehr hatten sie das Spiel zu ihrem eigenen gemacht.

 

Es tauchte sogar die Frage auf, ob NiP CS:GO ruinieren könnten, weil sie jedes Spiel gewannen. Diese Anfangsphase der NiP-Ära und die bis heute bestehende Rekord-Siegesserie von 87 Karten wurde von Virtus.pro beendet, bei den SLTV StarSeries V Finals verlor das Lineup von NiP mit 0-2 gegen das GUS-Team.

 

Risse in der Unbesiegbarkeit

 

In der Folge blieb NiP das dominierende Team, aber aufgrund der stärker werdenden Konkurrenz schienen sie realer und glaubwürdiger. Sie waren nicht mehr die unbesiegbaren Götter, die sie zu Anfang zu sein schienen, sondern agierten etwas mehr auf der Ebene der Halbgötter. Sie waren besiegbar, aber es erforderte enorme Anstrengungen, sie niederzuringen.

 

Von den 17 Offline-Events, an denen NiP bis 2013 teilnahm, gewannen sie elf, und bei den Premier-Events, an denen NiP teilnahm, erzielten sie eine 6:2-Bilanz. Die beiden Niederlagen erfolgten gegen VeryGames bei EMS One Spring 2013 und gegen Fnatic bei der Dreamhack Winter 2013, dem ersten Major-Turnier im CS:GO. Die Niederlage gegen VeryGames bei der EMS One sollte NiPs einzige gegen VeryGames bleiben.

 

Auch wenn NiP schon besiegt worden waren, war ihre Niederlage gegen Fnatic im ersten Major-Turnier eine große Überraschung. Wenn NiP schon verlieren sollten, dann doch wohl gegen VeryGames, und da diese bereits aus dem Turnier ausgeschieden waren, schiendass NiP nichts mehr im Wege zu stehen. Es kam jedoch anders: NiP verloren das Finale des ersten CS-Majors, und damit begann eine Serie von Niederlagen bei den wichtigsten Turnieren des Jahres, den Majors.

 

Da es sich um einen historischen Vergleich handelt, ist es wichtig, den Erfolg von NiP – sowie auch ihr wiederholtes Scheitern bei Majors – in den entsprechenden Kontext zu bringen. Als NiP dominierten, gab es noch keine Majors, und als es sie dann gab, bekamen die Ninjas in Pyjamas große Probleme. Wenn die Dinge anders gelaufen wären, wenn die Majors ein bisschen früher ihren Weg ins CS:GO gefunden hätten, hätten sie möglicherweise ihrem Trophäenschrank weitere Titel hinzufügen können.

 

Andererseits muss man auch bedenken, unter welchen Bedingungen NiP ihre größten Erfolge feiern konnte. Sie spielten in ihrer besten Form, als ihre Gegner noch nicht ganz so in das Spiel gefunden hatten wie sie, und dieser Vorteil ist auf den frühen Wechsel von NiP zu CS:GO zurückzuführen. Der damalige NiP-Kern war unbestreitbar ein großartiges Team, aber zu sagen, dass NiP mehr Majors gewonnen hätte, wenn diese früher zu CS:GO gekommen wären, ist ein bisschen kurzsichtig.

 

Das auf die NiP-Ära folgende Jahr 2014 war geprägt von einem hohen Spielniveau mehrerer Top-Teams. Virtus.pro und Na’Vi haben es nach einem schwierigen Anfang, der ihrem späten Übergang zu CS:GO folgte, endlich geschafft, ihre Form zu finden. In der zweiten Hälfte des Jahres 2014 waren die Teams LDLC und Fnatic in einen Kampf verwickelt, es ging um nichts Geringeres als die Nachfolge NiPs auf dem Counter-Strike-Thron.

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Die Fnatic-Ära: Dezember 2014 – März 2016

Die Fnatic-Ära war in den Augen vieler Fans und Experten die überzeugendste Ära,was die absolute Dominanz über die anderen Teams betrifft. Man kann behaupten, dass Fnatic trotz des beeindruckenden 87:0-Rekords von NiP eigene Rekorde aufgestellt hat, die das noch übertreffen. Fnatic konnten sechs Turniere hintereinander gewinnen, und zu ihrer besten Zeit haben Fnatic 14 der 26 Turniere gewonnen, an denen sie teilgenommen haben. Diese Siegesquote bei CS-Turnieren konnte nur von Astralis eingestellt werden, die 2018 sagenhafte 14 von 23 Turniere als Erster beendeten.

 

Jeder Spieler Fnatics war auf seine Weise großartig, aber „olofmeister“ befand sich zu dieser Zeit formmäßig in einer eigenen Liga. Mit seiner herausragenden Form können höchstens Ausnahmespieler wie s1mple, NiKo und Coldzera in ihren allerbesten Zeiten mithalten.

 

Das Besondere an der Fnatic-Ära ist, dass 2015 zwar von diesem Team dominiert wurde, darunter aber eine extrem Leistungsdichte mit mehreren legendären Line-ups herrschte. Im Vergleich zu heute dachten die Teams im Jahr 2015 noch nicht daran, SMGs und Schrotflinten einzusetzen – außer natürlich JW – und verstanden auch nicht die Feinheiten des heutigen Metaspiels, aber auf dieser Basis sind Zahlen der Vergangenheit nicht zu beurteilen. Isaac Newton war auch nicht dumm, weil er seine Berechnungen ohne Taschenrechner durchführte. Es gab eben noch keine Taschenrechner.

 

Gerade jüngere Fans tun sich schwer damit, die Leistungen großer Spieler und Kader in der Vergangenheit richtig einzuschätzen, und die Tendenz, historische Erfolge mit dem Argument abzuwerten, dass sich das Spiel stark weit entwickelt habe und deshalb die aktuelle Zeit die beste ist, ist die es jemals gegeben hat, tut der Leistung von Fnatic Unrecht.

 

Das Jahr 2015 sah nicht nur die Auftritte des vielleicht dominantesten Teams in der Geschichte von CS:GO (ob sie diesen Titel wirklich noch immer verdienen, darauf werden wir später in diesem Artikel ausführlich eingehen), sondern auch viele interessante “Nebenhandlungen”.

Die Herausforderer: EnVyUs, Ninjas in Pyjamas

Dazu gehört das Scheitern des französischen Kaders von EnVyUs, eine eigene Ära zu prägen. Es gab bereits hohe Erwartungen als der Kern noch unter dem Banner von LDLC spielte, dem Vorgänger von EnVyUs. Dieses damalige Team von EnVyUs war in vieler Hinsicht Fnatic von 2015 sehr ähnlich. Es war eine Gruppe von Starspielern, angeführt von einem Teamkapitän, der seinen Teamkollegen viele Freiheiten ließ.

 

Obwohl sie häufig gegeneinander antraten, es den Franzosen nie, gegen Fnatic den Durchbruch zu schaffen und die Schweden auf Dauer abzuschütteln. Letztlich brach das Team auseinander und tauschte Shox und SmithZz gegen Apex und Kenny aus. EnVyUs sollte nach diesem Kaderwechsel im Juli bald wieder aufleben. Sie fanden schnell ihren Rhythmus und hielten ihre gute Form einige Monate lang aufrecht, bis zur Dreamhack Cluj-Napoca, dem letzten Major des Jahres 2015, den sie gewannen, woraufhin sie aber bald außer Form gerieten.

 

Die zweite Nebenhandlung war wohl der schleichende Niedergang der Ninjas in Pyjamas nach ihren einstigen Glanzzeiten. Da es für NiP immer schwieriger wurde, ihr potenzielles Talent konstant zu zeigen und Siege und Titel zu produzieren, trat die sogenannte NiP-Magie in den Vordergrund. “NiP Magic” war ein Begriff, der von dem bekannten CS-Berichterstatter Thorin geprägt wurde und ursprünglich von NiP-Spielern und -Fans als abwertend angesehen wurde, mittlerweile haben beide diesen nicht nur akzeptiert, sondern sich selbst zu eigen gemacht.

 

Irgendwann konnten auch die größten Fans nicht mehr ignorieren, dass NiP nicht mehr das beste Team der Welt waren und über ihrem eigentlichen Niveau spielen mussten, um überhaupt noch große Titel zu gewinnen. Virtus.pro-Fans ist dieses Gefühl sicherlich nicht fremd, aber NiP gab den Fans immer wieder Anlass zur Hoffnung, dass es sich nur um eine Phase handelte und die goldenen Jahre ab 2013 wieder zurückkehren würden. Bis heute sind Ninjas in Pyjamas zu magischen Momenten und überraschenden Titelgewinnen fähig, NiP ist zu einem Team geworden, das gelegentlich Wunder bewirkt, aber diese Wunder scheinen von Jahr zu Jahr seltener zu werden.

 

Zeitgleich mit dem Rückgang der Leistung NiPs kam der Aufstieg von Team SoloMid. Vor 2015 fehlte diesem Kern dänischer späterer Astralis-Spieler, – dev1ce, Xyp9x, dupreeh und cajunb – die Konstanz, vor allem kostete es sie, dass sie keine richtige T-Seite besaßen. Abgesehen davon waren sich bereits damals viele Kenner der CS-Szene sicher, dass es sich um eine Mannschaft mit Star-Talent handelte. Diese jungen Spieler versprachen Dänemark eine glänzende Zukunft als CS-Nation, und wenn sie ihre Nervosität in wichtigen Playoff-Spielen überwinden würden, sollten sie das Potenzial für Titelgewinne haben. Der legendäre Teamkapitän karrigan trat auf die Bildfläche und wurde als In-Game Leader von Team SoloMid bestimmt, der sie auf neue Höhen bringen sollte.

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TSM, Na'Vi und Cloud9

Unter der Führung von karrigan wurde TSM vielleicht nicht das beste Team der Welt, aber es feierte einige Erfolge. Einzelne Spieler wie dev1ce entwickelten sich rasant weiter und integrierten sich gut in dem Team. Sie waren damals noch nicht das dominante Spitzenteam, das sie heute sind, und hatten immer noch Probleme mit den ganz großen Matches, aber karrigans Beitritt zum Dignitas-Kern markierte den Beginn des Aufwärtstrends in der Karriere einiger der besten Spieler von heute.

 

Obwohl dies nicht ganz so auffällig wie der Aufstieg von TSM vonstattenging, waren auch Na’Vi Mitte 2015 zu einem konkurrenzfähigen Team geworden. Das lag vor allem an der Fähigkeit von GuardiaN, nach dem Patch, der die AWP (Arctic Warfare Police) abwertete, und der Akklimatisierung von flamie innerhalb von Na’Vi relevant zu bleiben. Das hohe Leistungsniveau von GuardiaN nach dem AWP-Nerf ist nicht nur ein kleiner Faktor, sondern ein Hauptgrund, warum GuardiaN als einer der besten CS:GO-Spieler aller Zeiten gilt. Der AWP-Nerf hatte den Wind aus den Segeln anderer AWP-Spieler wie etwa kennyS genommen. Aber für GuardiaN bedeutete der AWP-Nerf, dass er im Vergleich zu seinen Konkurrenten aufgrund seiner Spielweise einen Vorteil haben würde.

 

GuardiaN konnte sein Team bisher jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt tragen. Er hatte sein Team bis zum Finale von Dreamhack Cluj-Napoca geführt, hatte dabei alles gegeben und war dennoch gescheitert. Die Geschichte von Na’Vis Erfolg in der Fnatic-Ära endet zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise, wie die Fnatic-Ära selbst endete. Bei der MLG Columbus entwickelten sich sowohl bei GuardiaN als auch bei olofmeister hartnäckige Handgelenksverletzungen, die sie daran hinderten, auf ihrem Niveau zu spielen. Es war ein unglückliches und beinahe tragisches Ende für die beiden besten Spieler des Vorjahres.

 

Gerade als Na’Vi ihren Rhythmus gefunden hatten, stiegen Cloud9  auf ein beispielloses Niveau für ein NA-Team. Ihr berühmter „Summer Run“ war zwar nicht mit einem großen Titel gekrönt, auch dank Na’Vi, aber es ist dennoch eines der bemerkenswertesten Ereignisse in der Geschichte des nordamerikanischen Counter-Strike, das seit jeher hinter dem europäischen herhinkt.

 

Bei drei Turnieren hintereinander erreichte Cloud9 jeweils das Finale, und bei allen Turnieren zeigten sie ein bemerkenswertes Maß an Teamwork und Geschicklichkeit, das für die damalige Zeit gerade in der nordamerikanischen Szene beispiellos war. Obwohl Cloud9s Summer Run zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel an der internationalen Hackordnung änderte, hatte er bei allen Counter-Strike-Fans, unabhängig von ihrer Nationalität, Staunen ausgelöst und den Blick auf die andere Seite des Ozeans gelenkt.

 

Der brasilianische Beitrag zum internationalen Counter-Strike begann wohl mit der Teilnahme des kurzlebigen KaBuM! e-Sports Teams bei den MLG X Games in Aspen, als die Brasilianer wirklich zu internationalem Erfolg aufgestiegen sind, war es jedoch unter dem Banner von Luminosity Gaming und speziell nach der Rekrutierung von TACO und fnx, die zu FalleN und fer stießen. Ihr erster großer Erfolg war die Finalteilnahme beim FACEIT 2015 Stage 3 Finale. Vor diesem Finale war Luminositys bestes Ergebnis, die Runde der besten Acht zu erreichen. Nach diesem Sprung ging es für Luminosity erfolgreich weiter, sie erreichten einige Finals und Halbfinals bei großen Turnieren. Luminosity verbesserte sich stetig von Turnier zu Turnier und wurde zu einer immer größeren Bedrohung für die beiden besten Teams der Zeit, Na’Vi und Fnatic.

 

Luminosity schien noch nicht weit genug, um einen Major zu gewinnen. Es waren letztlich die Verletzungen der Superstars ihrer größten Rivalen, die es den Brasilianern ermöglichten, ganz nach oben zu kommen.

 

Luminosity/SK-Ära: März 2016 – Dezember 2016 (?)

Nach olofmeisters Handgelenksverletzung versuchten Fnatic, mit Ersatzspielern die entstandene Lücke zu füllen, was sich als schwerer Fehler erwies. Dann kehrte olofmeister ins Team zurück, und alle Hoffnungen der Fans und die Augen der ganzen CS-Welt lagen auf ihm. Er sollte die Schweden aus ihrem Elend befreien, aber dieses Elend hatte gerade erst begonnen. Obwohl olofmeisters Handgelenk vollkommen geheilt war, fand er aufgrund psychischer Probleme lange Zeit nicht zu alter Größe zurück. Mit der Zeit schienen die Aussichten, dass olofmeister zu seiner alten Form zurückkehrte, immer unwahrscheinlicher. Aufgrund der wachsenden Spannungen im Team verließen Ende Juli 2016 nach der Niederlage gegen Virtus.pro im Finale der ersten ELEAGUE-Saison die Hälfte der Spieler Fnatic und gingen zu GODSENT. Alle Hoffnungen auf eine Rückkehr von Fnatic zu früherem Ruhm waren damit so gut wie verschwunden.

 

Als es klarer und klarer wurde, dass Fnatic nicht mehr in der Lage waren, an der Spitze zu stehen, bestiegen Luminosity in den Herzen und Köpfen der Counter-Strike-Fans den Thron von CS:GO. Das brasilianische CS unter dem Banner von Luminosity erlebte einen faszinierenden Aufschwung und feierte im Jahr 2016 einige Spitzenleistungen, und da die Fans und vor allem Reporter immer auf der Suche nach der nächsten CS-Ära sind, spricht man auch oft von der Luminosity/SK-Ära.

 

Das Fehlen von bedeutenden Turniersiegen außerhalb der zwei Majorsiege macht es jedoch in unseren Augen unmöglich, das Jahr 2016 als brasilianische Ära zu bezeichnen. Auch wenn das Thema kontrovers ist, die Brasilianer hatten keine konstante Dominanz aufgebaut wie andere Teams vor und nach ihnen, und obwohl der Gewinn beider Majors des Jahres sicher von großer Bedeutung ist, werden mehr Titel auch außerhalb der Majors benötigt, damit ein Team ein Jahr für sich beanspruchen kann und man überhaupt anfangen kann, von einer Ära zu sprechen.

 

Das soll nicht bedeuten, dass Luminosity bzw. SK Gaming in dieser Zeit kein hervorragendes Team war. Zwar gilt vielen die Zeit nach der Fnatic-Ära als die SK-Ära, aber tatsächlich hat das Team nicht die erforderliche Anzahl von Turnieren gewonnen, um diese Auszeichnung wirklich zu verdienen.

 

Realistisch muss man sagen, dass es 2016 ein ziemliches Gleichgewicht zwischen den Tier-1-Teams gab. Das Jahr 2017 war ähnlich umkämpft, ohne dass ein Team über längere Zeit dominieren konnte. Es schien, als hätten Astralis ihre Probleme größtenteils überwunden, und zu mehreren Zeitpunkten sah es so aus, als könnte ein neues goldenes Zeitalter des dänischen CS beginnen. Alles was fehlte waren ein paar weitere Turniersiege, um zu beweisen, dass sie die besten waren. Astralis waren jedoch nicht in der Lage, nach ihrem ersten Majorsieg bei der ELEAGUE Atlanta 2017 diese Erwartungen zu erfüllen.

 

Im Gegensatz zu der vorherigen Zeit der Ungewissheit, in der das Feld weit offen war, war das Jahr 2017 anfangs von vier Teams bestimmt, die um den Platz an der Spitze kämpften. Diese vier Teams waren G2, die kürzlich durch die Rekrutierung von kennyS und apex zwei Stars in ihren Reihen aufgenommen hatten, das neu gestaltete SK-Team, die extrem fokussierten Dänen von Astralis und der mit Stars besetzte FaZe Clan.

 

All diese Teams zeigten beeindruckende Leistungen, bis G2 und Astralis zurückfielen und damit ein Zweikampf um die Spitze begann. Astralis hatten sich von fast allen kleineren Events abgemeldet, um bei den großen Veranstaltungen bessere Leistungen erbringen zu können, aber diese Strategie ging nicht auf. Man konnte in diesem Jahr kein weiteres bedeutendes Turnier gewinnen. G2 auf der anderen Seite hatten schlicht ihre magische Note verloren, und die französischen Spieler fielen weit unter ihr voriges Niveau. Für die Fans war diese Zeit eine der aufregendsten in der Geschichte von CS:GO. Niemand konnte wirklich vorhersagen, wer in einem Aufeinandertreffen dieser Spitzenteams gewinnen würde, und, es kam in dieser Zeit zu mehreren großartigen Partien mit legendären Lineups.

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Astralis-Ära: Januar 2018 – Heute

Diese spannende Zeit setzte sich Anfang 2018 fort, bis ein Team in den Vordergrund tat, bei dem sich dies schon länger angekündigt hatte, spätestens seit ihrem ersten Majorsieg galten die Jungs von Astralis als absolutes Topteam, ihre wahre Dominanz entwickelte sich nach ihrem Sieg bei der DreamHack in Marseille im April 2018.

 

Zuerst begann es nicht optimal für Astralis, im Januar traten sie beim ELEAGUE Major an, die Gruppenphase fand in Atlanta und die Playoffs in Boston statt. Astralis, die früheren ELEAGUE-Champions, wollten unbedingt den zweiten Titel holen und hofften nach einem guten Lauf im Vorjahr auf einen wunderbaren Start ins Jahr 2018. Die Dinge liefen jedoch nicht wie erwartet, denn das Turnier begann für Astralis mit einer Niederlage gegen mousesports. Die Dänen befanden sich in einer ziemlich schwierigen Situation, aber sie konnten das zweite Spiel gegen ihre alten Rivalen North in einem echten dänischen Derby gewinnen. Am dritten Tag des Turniers verloren sie gegen Fnatic, was bedeutete, dass sich die Schweden während der Gruppenphase keine Niederlagen mehr erlauben durften. Am Ende schieden Astralis nach einer überraschenden Niederlage gegen Cloud9 aus, jenem Team, das später das Major gewann, nachdem es ein Best-of-Three-Grand-Finale gegen den favorisierten FaZe Clan gewonnen hatte.

 

Im Februar verließ Kjaerbye Astralis unerwartet, um sich North anzuschließen. Astralis mussten nach einem fünften Spieler suchen, aber glücklicherweise konnten sie einige Tage später Emil „Magisk“ Reif unter Vertrag nehmen. Dies sollte den Beginn eines astronomischen Aufstiegs an die Spitze und der bisher längsten Herrschaft über die Counter-Strike-Szene markieren. Nach einem Viertelfinale bei der StarSeries S4 und einer Halbfinalniederlage bei den Intel Extreme Masters in Katowice 2018 erreichten sie den Gipfel mit einer spektakulären Leistung bei der DreamHack Marseille 2018 und besiegten auf ihrem Weg zum Titel FaZe Clan, Fnatic und Natus Vincere überzeugend. Obwohl sie im großen Finale der IEM Sydney 2018 gegen den FaZe Clan verloren, erholten sie sich beim Finale der 7. Saison der ESL Pro League, in dem sie den FaZe Clan schnell besiegten und sich mit einem 3-1 Sieg über Team Liquid hinwegsetzten, um die Trophäe in die Luft zu heben. Sie setzten ihre Dominanz mit Trophäen beim ECS Season 5 Finale und ELEAGUE CS:GO Premier 2018 fort, nur unterbrochen von einer Halbfinalniederlage gegen Natus Vincere bei der ESL One: Cologne 2018.

 

Astralis krönten ihr unvergleichliches Jahr 2018 im September mit ihrem zweiten Major-Titel beim FACEIT Major: London 2018, hier besiegten sie FaZe Clan, Team Liquid und Natus Vincere, ohne eine einzige Karte in den Playoffs zu verlieren. Nur 6 Tage später besiegten sie MiBR im großen Finale der BLAST Pro Series Istanbul 2018 mit 2-1 – nach einer ungeschlagenen 5:0-Gruppenphase – um ihre Dominanz über die Szene fortzusetzen.

 

Beim IEM Katowice Major 2019 holten sie sich ihren dritten Major-Titel und wurden damit das zweite Team in der CS:GO-Geschichte (nach Fnatic), das drei Major-Titel mit nach Hause nahm, und das dritte, das zwei Majors hintereinander gewinnen konnte. Nach einem überzeugenden 3:0-Ergebnis in der New Legends-Phase gegen Complexity Gaming, Cloud9 und Renegades ging es in die New Champions-Phase, dort schlugen sie Ninjas in Pyjamas, MiBR und schließlich ENCE, ohne eine einzige Karte zu verlieren, um sich den Major-Sieg zu sichern.

 

Ihre Dominanz nahm nach diesem Majorsieg aber deutlich ab, und der Spitzenplatz wurde vorübergehend von Team Liquid eingenommen, das zum CS:GO-Team Nummer eins der Welt avancierte. Auch das hielt jedoch nicht allzu lange an, später in diesem Jahr nahmen Astralis am StarLadder Major: Berlin 2019 teil. Nachdem sie ihr Eröffnungsspiel gegen DreamEaters und G2 Esports gewonnen hatten, verloren sie ihr nächstes Spiel gegen NRG Esports, dieses Spiel schrieb Geschichte, da es mit insgesamt 59 Runden das längste Spiel in der CS-Geschichte war. Nachdem sie gegen NRG verloren hatten, besiegten sie CR4ZY und schafften es damit in die Playoffs. Astralis trafen im Viertelfinale auf ihre direkten Konkurrenten um den Thron, Team Liquid, und gewannen nach einer überraschenden Kartenauswahl die Serie überzeugend. Im Halbfinale traten sie erneut gegen NRG Esports an, diesmal konnten sie die Serie gewinnen. Schließlich traten Astralis im großen Finale gegen AVANGAR an. Astralis gewann das Finale klar und war damit das erste CS:GO-Team, das drei Majors in Folge gewinnen konnte, sowie das erste Team, das insgesamt vier Majorsiege erzielen konnte.

 

Es besteht kein Zweifel, dass CS:GO seit nunmehr geraumer Zeit unter der Herrschaft von Astralis steht. Die dänische Mannschaft ist die unbestritten beste Mannschaft der Welt und steht nun vor einem möglichen dritten Jahr fast kompletter Dominanz über die Szene.

 

Liquid – Kommt die neue Dominanz aus den USA?

Zwischen ihrem Sieg bei der DreamHack Marseille im April 2018 und dem heutigen Tag haben Astralis eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur das beste Team im aktuellen CS:GO sind, sondern das wahrscheinlich beste aller Zeiten. Selbst im Vergleich zu den legendären Kadern von Ninjas in Pyjamas und Fnatic in den früheren Jahren des Spiels sind die Leistungen von Astralis einzigartig. Astralis hält nicht nur den Rekord für die meisten Majorsiege, sondern hat mit über 8 Millionen US-Dollar an gewonnenen Preisgeldern auch das mit Abstand meiste Preisgeld aller Teams verdient. Sie halten außerdem den Rekord für die meisten Tage auf Platz 1 der Weltrangliste.

 

Bis zu dem beeindruckenden Lauf von Liquid, während dessen Astralis bei den DreamHack Masters Dallas 2019 entthront wurden, hatte Astralis über ein Jahr lang den ersten Platz der HLTV-Rankings inne. Unter Anderem hatte Astralis im Jahr 2018 den Intel Grand Slam im Wert von 1 Million US-Dollar gewonnen.

 

Wie beeindruckend diese Zahlen wirklich sind, zeigt der Vergleich mit Astralis‚ größter Konkurrenz angeht, umso mehr. Wenn man sich die Laufbahn von Team Liquid und Natus Vincere ansieht, die allgemein als Nummer 2 und Nummer 3 hinter Astralis angesehen werden, erkennt man, wie dominant die Dänen auch im historischen Vergleich sind.

 

Was die individuellen Spieler von Astralis betrifft, sind sich die Experten einig, dass die dänische Mannschaft nicht unbedingt auf jeder Position die besten Spieler hat. Was Astralis so einzigartig macht, ist jedoch ihre Beständigkeit. Selten fällt ein Spieler aus der Reihe und hat ein schlechtes Turnier. Auf den über 160 Karten, die sie 2018 gespielt haben, waren die Astralis-Spieler unglaublich konstant und erzielten im Durchschnitt eine Bewertung von mindestens 1,14, wobei dev1ce nicht überraschend ganz oben auf den Bestenlisten stand.

 

Derzeit sind Astralis immer noch bei jedem Turnier, an dem sie teilnehmen die Favoriten, und es ist schwer zu sagen, welches Team ein verlässlicher Herausforderer der Dänen sein kann. Momentan scheint Natus Vincere hier der wahrscheinlichste Kandidat, aber auch Fnatic haben mit ihrem jüngsten Sieg bei der ESL Pro League Season 11: Europe Ansprüche auf den Thron erhoben.

 

Die Astralis-Ära scheint ihr Ende gefunden zu haben, wenn auch nicht so spektakulär, wie das bei NiP oder auch Fnatic damals der Fall war. Vielmehr haben die anderen Topteams, allen voran eben Natus Vincere und zuletzt Fnatic aber auch mousesports und natürlich die Amerikaner von Team Liquid aufgeholt und sich ihrem Niveau zumindest angenähert.

 

Im Moment scheinen Astralis damit nur noch eines der absoluten Topteams im CS:GO zu sein, sie haben ihren Thron nicht aufgegeben, haben aber einige ernsthafte Konkurrenz. Auf der anderen Seite haben sie die letzten drei Majors gewonnen, so dass man kaum von einem Niedergang der dänischen Topmannschaft sprechen kann.

 

Die besten CS-Teams aller Zeiten

Nachdem wir nun eine Art historische Zeitleiste und eine kurze Zusammenfassung der CS:GO-Geschichte gesehen haben, kann es in den nächsten Schritt gehen, den Vergleich aller legendärer Lineups über die Zeiten hinweg. So schwer dies auch sein mag, haben wir dennoch einige handfeste Anhaltspunkte und so wollen wir euch unsere Liste nun vorstellen.

 

Wir haben dies bereits am Anfang erwähnt, da es jedoch zum Verständnis extrem wichtig ist hier noch einmal: mit Team meinen wir in diesem Zusammenhang NICHT Organisationen. „Astralis“ ist eine Organisation, dev1ce, dupreeh, Xyp9x, gla1ve und Magisk, die 5 Männer, die für die Organisation spielen, sind ihre Aufstellung.

Damit kommen wir nun zur Top10 der besten CS:GO Lineups aller Zeiten.

 

Platz 10: FaZe Clan

FaZe Clan

Line-up

  • Havard “rain” Nygaard
  • Nikola “NiKo” Kovac
  • Finn “karrigan” Andersen
  • Olof “olofmeister” Kajbjer Gustafsson
  • Ladislav “GuardiaN” Kovacs

(Oktober 2017 – September 2019)

 

Die bekannte eSport-Organisation FaZe Clan begann ihr Engagement in CS:GO mit der Verpflichtung der kompletten Aufstellung von G2 Esports. Sie blieben eines der Tier2-Teams, bis sie mit der Verpflichtung von NiKo, GuardiaN und olofmeister den Trend zur Schaffung von „Super Teams“ begannen.

 

Am 19. Oktober 2016 unterzeichnete der FaZe Clan Finn “karrigan” Andersen, den ehemaligen Anführer von Astralis im Spiel, der aufgrund einer Reihe schlechter Ergebnisse auf die Bank gesetzt worden war. Für viele Beobachter war dies ein interessanter, aber durchaus solider Schritt, da er dem Team die dringend benötigte Führung bringen konnte. Was die Fans noch nicht ahnen konnten, war, dass dies ein echter Neuanfang werden sollte, der den größten Teil eines Jahres und Millionen von Dollar in Anspruch nehmen würde.

 

Karrigans Aufnahme in das Team schlug sich schnell in den Ergebnissen nieder, denn er begann früh, großen Einfluss auf das Team auszuüben. Auch wenn er starke Spieler neben sich hatte, mit denen er arbeiten konnte, bedurfte es allerdings noch weiterer Veränderungen, um FaZe Clan zu einem Top-4-Team der Welt zu machen.

 

Nachdem aizy zu North gegangen war, nahm FaZe mit Nikola “NiKo” Kovac einen der drei besten Spieler der Welt unter Vertrag. Diese neue Besetzung begann in der ersten Hälfte des Jahres 2017, für Furore zu sorgen. Das Team konnte einen LAN-Sieg bei der StarLadder i-League StarSeries Season 3 erringen und in den ersten vier LAN-Events jeweils das Finale, konnte aber den letzten Schritt nicht machen und schieden z. B. beim PGL-Major früh aus.

 

Nach dem PGL-Major nahm FaZe weitere umfassende Änderungen am Dienstplan vor. kioShiMa und das langjährige Mitglied allu wurden beide auf die Bank gesetzt, was bedeutete, dass Havard “rain” Nygaard das einzige Mitglied der aktiven Besetzung war, das vor der Verpflichtung karrigans als Teamkapitän Teil des Teams war. An ihrer Stelle holte FaZe zwei der besten CS-Spieler der Welt: Ladislav “GuardiaN” Kovacs und Olof “olofmeister” Kajbjer Gustafsson.

 

Von einem Team mit “großem Potenzial” zu sprechen, wäre hier noch untertrieben. Olofmeister galt nach seiner Zeit bei Fnatic bei vielen als der beste Spieler der Welt, und GuardiaN hatte gerade zwei der besten Jahre aller AWP-Spieler hinter sich. Kombiniert mit den Fähigkeiten von NiKo und rain, unter der Führung von karrigan, war FaZe nicht nur auf dem Papier eines der besten Teams, das die CS-Welt je gesehen hat.

 

Mit ihrer neuen Besetzung kam olofmeisters und GuardiaNs erster Auftritt für den FaZe Clan bei der ESL One New York, wo sie überzeugend gewannen. Es folgte ein weiterer Sieg bei der E-League Premier 2017. Ihre Form verschlechterte sich ein wenig, als das Team eine Reihe von zweiten Plätzen belegte. Nachdem FaZe nur einige Monate in diesem Kader zusammen gespielt hatten, hatten sie bereits drei große LAN-Siege eingefahren, darunter das Finale der vierten ECS-Saison, bei dem sie 250.000 US-Dollar Preisgeld mit nach Hause nahmen.

 

Beim E-League Boston Major verloren sie nur knapp gegen Cloud9, und bis heute ist der fehlende Majortitel ein wunder Punkt für die Spieler und Fans des FaZe Clan. Derzeit besteht das Team aus NiKo, rain, olofmeister, coldzera und broky, womit FaZe wieder einmal den wohl hochkarätigsten Kader in CS:GO haben.

 

Der Kader von Ende 2017 bis zur inaktiven Zeit karrigans ab Dezember 2018 ist in unseren Augen eines der besten Teams der CS-Geschichte, auch wenn sie keinen Majortitel vorzuweisen haben, haben sie unglaubliche Spiele gezeigt und in einer Zeit, in der es die wohl größte Konkurrenz im CS:GO gab, geglänzt.

 

Platz 9: Cloud9

Cloud9

Line-up

  • Tyler “Skadoodle” Latham
  • Tarik “tarik” Celik
  • Timothy “autimatic” Ta
  • Jake “Stewie2K” Yip
  • William “RUSH” Wierzba

 (Januar 2018) 

Cloud9 trat am 1. August 2014 mit der Übernahme des nordamerikanischen Dienstplans von compLexity Gaming in die professionelle Counter-Strike: Global Offensive-Szene ein. Cloud9 hatten ihren ersten Auftritt bei der ESL One Cologne 2014, wo sie im Viertelfinale gegen das damals unschlagbare schwedische Team Ninjas in Pyjamas verloren, das später das Turnier gewann.

 

Am 28. Januar 2018 besiegten Cloud9 den FaZe Clan 2-1 beim ELEAGUE Major: Boston 2018 Finale und wurden damit das erste und bis heute einzige nordamerikanische Team, das einen Major gewinnen konnte. Die nordamerikanischen Fans hatten lange darauf warten müssen, dass eine ihrer Mannschaften einen prestigeträchtigen Major-Titel gewann, aber nach fünf Jahren des Wartens bekamen sie endlich ihre Helden, und das auch noch bei einem Turnier auf dem Heimatkontinent.

 

Der rein amerikanische Kader von Cloud9 kämpfte sich durch eine Reihe der besten CS:GO-Teams der Welt – einschließlich des damals dominanten Teams SK Gaming -, um das Finale der ELEAGUE Boston Major 2018 zu erreichen, und siegten dann in einem nervenaufreibenden Finalmatch mit drei Karten und zwei Verlängerungen gegen das europäische “Super Team” des FaZe Clan.

 

Auf dem Papier schien es vor dem Match eines der einseitigsten Grand Finals in der Geschichte der CS:GO Majors zu werden. Der FaZe-Clan ist bekannt dafür, das teuerste Team im Counter-Strike zu stellen, einer ihrer Spieler hatte in der Vergangenheit zwei Majors gewonnen, und der Rest von ihnen hatte zumindest Playoff-Erfahrung bei den größten Veranstaltungen.

 

Die Aufstellung von Cloud9 bestand dagegen ausschließlich aus jüngeren Spielern mit relativ bescheidenen Lebensläufen. Als Team hatten sie es noch nie unter die besten Acht eines Majors gebracht, also gingen sie als absoluter Außenseiter in dieses Finale.

 

Die vermeintlichen Außenseiter haben sich hier jedoch nicht nur durchgesetzt, sondern das auch auf eine Art und Weise getan, die zu einer der spektakulärsten Finalserien in der Geschichte des Counter-Strike führte.

 

Es fing ungünstig an für Cloud9 und sie verloren ihre eigene Kartenauswahl Mirage 14-16 in einem unglaublich spannenden und knappen Match. Danach mussten sie sich FaZe auf Overpass stellen, einer Karte, die Cloud9 in früheren Turnieren viermal hintereinander gegen FaZe verloren hatte.

 

Trotz dieser Vorzeichen startete das junge Team in den ersten Runden mit einem Feuerwerk und benutzte eine Reihe aggressiver, innovativer Spielzüge, um die Punktzahl auf imposante 15:4 zu bringen. Auch wenn FaZe nach der Halbzeit erheblichen Widerstand leistete, wurde das Comeback schließlich von Cloud9 gestoppt, die die Karte mit 16:10 für sich entscheiden konnten.

 

Damit kam es zum Showdown auf der letzten Karte des Turniers, Inferno, auf der beide Teams in früheren Spielen starke Auftritte gezeigt hatten. Cloud9 hatten einen starken Start auf der CT-Seite und erzielten schließlich ein respektables Ergebnis von 7-8 in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit sah es für die Amerikaner jedoch düster aus, als FaZe genug Rundensiege aneinander reihte, um das Budget von Cloud9 zu dezimieren, und sie mit einem Zwischenstand von 15:11 an den Rand der Niederlage brachte.

 

Dann schafften es die Spieler von Cloud9, zur sichtbaren Frustration des FaZe Clans, die bereits das Gefühl hatten, dieses Turnier in der Tasche zu haben, und unter dem frenetischen Jubel der heimischen Fans, vier aufeinanderfolgende Runden zu gewinnen, um die Punktzahl auf 15:15 zu bringen und die Verlängerung zu erzwingen.

 

Sie brauchten zwei Verlängerungen und ein paar unglaublich chaotisch aussehende Runden, aber Cloud9 hatten es endlich geschafft, mit einem Endergebnis von 22:19 besiegten sie den stark favorisierten FaZe Clan auf heimischem Boden und sicherten sich und den amerikanischen Fans damit den ersten Major-Titel.

 

Für die jungen Spieler von Cloud9 markierte dies den absoluten Höhepunkt in ihrer Counter-Strike-Karriere, und für Fans von Cloud9 und nordamerikanische Counter-Strike-Fans im Allgemeinen bedeutete es das Ende einer Dürreperiode, die bereits begonnen hatte, sich wie ein Fluch anzufühlen.

 

Cloud9 haben haben ihrem hervorragenden Lauf Anfang 2018, bei dem sie in ihrem Heimatland die ELEAGUE Boston Major-Trophäe holten, diese Form nicht lange halten können. Ständige Kaderwechsel und ausgetauschte Spieler auf Kernpositionen haben Cloud9 in eine sehr gefährliche Situation gebracht. Nach dem Abgang von Stewie2K und tarik hatten Cloud9 die Entscheidung getroffen, sich vom Konzept eines rein amerikanischen Team zu verabschieden und auch internationale Spieler zu verpflichten.

 

Zuletzt nahm man im Januar 2020 den kompletten Kader von ATK unter Vertrag. Es wird sich zeigen, ob man den Weg zurück an die Spitze des professionellen Counter-Strike finden kann. Einfach wird es aufgrund der harten Konkurrenz sicher nicht werden, doch die Organisation und ihr legendäres Line-up von den ELEAGUE Boston Majors zählen bis heute zu den besten Teams der Geschichte. Mit Sicherheit war es die größte Underdog-Erfolgsgeschichte im CS:GO.

 

 

Platz 8: Gambit Esports

Gambit

Line-up

  • Mikhail “Dosia” Stolyarov
  • Rustem “mou” Telepov
  • Daniil „Zeus“ Teslenko
  • Dauren ”AdreN” Kystaubayev
  • Abay “Hobbit” Khassenov

 (Juli 2017)

 

Am 8. Januar 2016 erwarb Gambit Esports einen CS:GO-Kader, der hauptsächlich aus ehemaligen HellRaisers-Spielern bestand. Sie erzielten eine Zeit lang respektable Ergebnisse, konnten sich aber nicht wirklich neben den Spitzenteams durchsetzen.

 

Dies änderte sich, als Daniil „Zeus“ Teslenko und Abay „Hobbit“ Khasenov am 12. Oktober zu Gambit kamen. Mit dieser Besetzung gewannen Gambit zuerst bei kleineren Turnieren wie den Acer Predator Masters 3, wo sie im November 2016 Team Kinguin 3-0 im Finale besiegten. Am 23. Juli 2017 besiegten Gambit die Brasilianer von Immortals mit 2-1 im großen Finale des PGL Major 2017 in Krakau und waren damit das erste GUS-Team, das einen CS:GO Major gewinnen konnte.

 

Der PGL Major 2017 war der elfte Counter-Strike: Global Offensive Major-Event und fand vom 16. bis 23. Juli 2017 in Krakau, Polen, statt. 16 professionelle Teams aus der ganzen Welt nahmen teil, acht Teams qualifizierten sich wie auch Gambit Esports direkt aufgrund ihrer Top8-Platzierung im letzten Major, während sich weitere acht Teams durch den Offline-Qualifier qualifizierten. Der PGL Major war der vierte Major mit einem Preispool von 1 Millionen US-Dollar, seit Valve die Erhöhung des Preispools von ehemals 250.000 US-Dollar bei der MLG Columbus 2016 angekündigt hatte.

 

Die Playoffs bestanden aus acht Teams. Astralis, Fnatic, Gambit Esports, North, SK Gaming und Virtus.pro standen schon zuvor in der KO-Phase eines Majors, während BIG und Immortals zum ersten Mal soweit gekommen waren. Mit FaZe Clan und Natus Vincere waren zwei Favoritenteams zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden. Das große Finale wurde schließlich zwischen zwei Außenseitern – Gambit Esports und Immortals – ausgefochten. Gambit Esports hatten Fnatic und Astralis besiegt, während Immortals BIG und Virtus.pro ausgeschaltet hatten.

 

Der Major endete damit, dass Gambit Immortals in einer relativ engen Best-of-Three-Serie mit 2-1 besiegen konnten. Es war erst das dritte Mal, dass ein nicht-europäisches Team einen Major gewann (die brasilianischen Organisationen Luminosity Gaming und SK Gaming gewannen jeweils einen Major, wobei sie denselben Kader aufstellten), und zum ersten Mal gewann ein GUS-Team einen Major.

 

Dieses Finale war äußerst spannend und bot einige interessante Spielzüge, einer davon wurde sogar von Valve als Graffiti auf Inferno verewigt. Den Experten unter den Lesern ist wohl bekannt, dass man, wenn man mit genügend Lebenspunkten in der äußersten Ecke von Pit steht, gerade so überlebt, sollte die Bombe auf Bombsite A hochgehen.

 

Während der 11. Runde des großen Finales der PGL Krakow 2017 zwischen Gambit Esports und Immortals konnte Dosia von Gambit die Runde zwar nicht mehr gewinnen, da die Bombe der Immortals auf Bombsite A sicher explodieren würde. Er wusste jedoch, dass steel und LUCAS1 von Immortals in der äußersten Ecke von Pit standen. Mit Blick auf die oben erwähnte Strategie warf Dosia eine Granate in Richtung Grube und verursachte bei beiden Gegnern über 50 Schaden, was garantierte, dass sie an der Bombenexplosion starben und ihre Waffen verloren, was einen großen Rückschlag für das Budget der Unsterblichen zur Folge hatte. Dosias Spielzug war so raffiniert und fortgeschritten, dass die Kommentatoren in ihrer Begeisterung Schwierigkeiten hatten, den Zuschauern die Strategie zu erklären.

 

Valve fügte dem Backsteinhaus neben der Position Dosias ein Plakat hinzu, in Form einer Werbung für ein Parfüm in einer granatenförmigen Flasche, zusammen mit einem Slogan auf Italienisch, der „Nein, du kannst nicht entkommen“ bedeutet.

 

Gambit hatten sich durch ihren Platz in den Playoffs des ELEAGUE Major in Atlanta zum zweiten Mal in Folge eine Einladung zum Major verdient. Ihre ersten Gegner in Krakau waren mousesports, die in der Offline-Qualifikation den 1.-2. Platz belegt hatten. Gambit erzielten dank einer starken Leistung des gesamten Teams einen 16:10-Sieg auf Inferno. In der zweiten Runde traf das Team auf G2 Esports und gewann mit 16:6 auf Cache, einer der Lieblingskarten ihrer französischen Gegner. In der dritten Runde setzten sie ihren Lauf mit einem 16:11-Sieg auf Train gegen die zu Hause spielenden Favoriten Virtus.pro fort.

 

Im Viertelfinale traf Gambit zum dritten Mal in Folge in den Playoffs eines Majors auf Fnatic. Diesmal brachen sie jedoch ihren Fluch im Viertelfinale, indem sie Fnatic mit 2-0 besiegten. Im Halbfinale trafen Gambit auf Astralis, die zu den Favoriten auf den Turniersieg geworden waren, nachdem sie SK Gaming in ihrem Viertelfinalspiel ausgeschaltet hatten. Erstaunliche Leistungen von AdreN und mou verhalfen Gambit zu einem 2-1 Sieg über die Dänen, woraufhin sie in einem überraschenden großen Finale auf Immortals treffen sollten.

 

Für Gambit lief es in der Best-of-3-Serie zunächst nicht gut, nachdem sie auf Cobblestone geschlagen worden waren und nur 4 Runden im gesamten Spiel gewinnen konnten. Die nächste Karte war Train, auf der Gambit bisher im Turnier solide ausgesehen hatte, als sie Virtus.pro, Fnatic und Astralis auf dieser Karte besiegt hatten. Hier gewannen sie mit 16:11 und brachten den Zwischenstand damit auf 1-1. Die Entscheidung sollte also auf der letzten Karte, Inferno, fallen, auf der beide Teams gute Leistungen gezeigt hatten.

 

Die erste Halbzeit endete mit 11:4 zugunsten von Gambit, dank der starken Spielzüge der drei kasachischen Spieler AdreN, mou und Hobbit. Auf CT-Seite begannen die Immortals dann jedoch, die Lücke zu schließen, nachdem sie die Pistolenrunde gewonnen hatten und vier Runden hintereinander gewinnen konnten, bevor Gambit eine Runde holte. Am Ende konnten die Brasilianer Gambit jedoch nicht aufhalten, die endgültige Punktzahl von 16:10 auf Inferno markierte den ersten großen Sieg für ein GUS-Team in der Geschichte der Majors. AdreN wurde von HLTV zum MVP des Majors erklärt, dank seiner erstaunlichen individuellen Leistungen und seiner konstanten Topform während des gesamten Turniers.

 

Einen großen Anteil hatte ohne Frage Teamkapitän Danylo “Zeus” Teslenko. Gambit Esports erreichten als erstes GUS-Team seit Natus Vincere bei der MLG Columbus 2016 das Finale, und Zeus war Teil dieses Na’Vi-Teams. Mit einer völlig neuen Aufstellung führte Zeus Gambit erneut ins Finale, mit Abstand die größte Errungenschaft für die russische eSport-Organisation.

 

Kurz nach dieser spektakulären Leistung verließen der Kapitän des Teams, Zeus, und der Trainer Kane das Team aufgrund interner Meinungsverschiedenheiten. Beide Spieler wechselten zu Natus Vincere, Zeus‘ ehemaliger Mannschaft. Seitdem konnte Gambit diese frühere Spitzenleistung nicht wiederholen, in den letzten Jahren fehlen die großen Ergebnisse, auch wenn Gambit Esports weiterhin bei fast allen wichtigen Turnieren mitmischt.

 

Platz 7: LDLC.com

LDLC.com

Line-up

  • Vincent “Happy“ Schopenhauer
  • Richard “shox” Papillon
  • Fabien “kioShiMa” Fiey
  • Nathan “NBK-” Schmitt
  • Edouard “SmithZz” Dubourdeaux

(Juli 2014 – Dezember 2014)

 

LDLC wurde während des Höhepunkts der „French Shuffles“ groß und konnte mit SmithZz, shox, NBK-, Happy und kioShiMa ein Team französischer Superstars auf die Beine stellen. Mit dieser sehr erfahrenen und talentierten Besetzung setzte das Team die Pro-Szene in Brand. LDLC hatten 2014 eine extrem erfolgreiche Zeit, in nur zwei von acht Turnieren schafften sie es nicht ins Finale und erreichten in jedem einzelnen die Top4. Zu dieser Zeit stellten sie die einzige ernsthafte Konkurrenz für die schwedischen Kraftpakete Fnatic und NiP dar. Sie festigten ihr Erbe mit einem Sieg beim Dreamhack Winter 2014 Major.

 

LDLC erzielte einen ersten Erfolg beim EMS One Katowice Major 2014, hier belegten sie den 5. bis 8. Platz. Die DreamHack Winter 2014 im November war das dritte Major-Turnier des Jahres und der zweite CS:GO Major in Schweden. Wie auch der erste von DreamHack organisierte fand er in Jönköping statt. Es ging um einen Gesamtpreispool von 250.000 US-Dollar, insgesamt waren 16 Teams einschließlich dreier ehemaliger Major-Sieger in Ninjas in Pyjamas, Fnatic und Virtus.pro anwesend.

 

LDLC erreichten das Viertelfinale gegen Fnatic. Die Vorzeichen standen klar gegen sie, denn sie hatten die Schweden noch nie besiegen können. Zu allem Überfluss waren die letzten beiden Aufeinandertreffen die Finalspiele der letzten beiden Turniere gewesen. Nachdem LDLC gegen Dust2 mit 16:10 gewonnen hatten, aber auf Cache mit 8:16 gegen Fnatic zurückstecken mussten, entwickelte sich die große Geschichte dieses Majors auf der entscheidenden dritten Karte, Overpass.

 

Mit einem Halbzeitstand von 12:3 konnten sich LDLC einen komfortablen Vorsprung erarbeiten, und obwohl Overpass stark die CT-Seite favorisiert, gelang es LDLC auch, die Pistolenrunde auf T-Seite zu gewinnen, was ihnen eine sehr gute Chance gab, in der zweiten Halbzeit ihren Sieg klarzumachen.

 

Nun folgte eines der umstrittensten Kapitel der Geschichte der CS:GO-Majors, bei einem Zwischenstand von 3:13 nutzten Fnatic erfolgreich einen bisher unbekannten Boost, der so stark war, dass er den kompletten weiteren Spielverlauf so beeinflusste, dass er von vielen sofort als illegal eingestuft wurde.

 

In der zweiten Hälfte des Viertelfinals der DreamHack Winter 2014 zwischen Team LDLC.com und Fnatic setzten Olofmeister und seine Fnatic-Teamkollegen einen bis dahin unbekannten Boost ein, der eine extreme Sicht auf den größten Teil der Karte bis hin zum CT-Spawn ermöglichte. Obwohl Fnatic zur Halbzeit mit 3:12 hinten lagen, konnten sie aufgrund dieser Strategie die Karte mit 16:13 gewinnen. Aufgrund der anschließenden Kontroverse über den Boost und einhergehende Betrugsvorwürfe gaben Fnatic jedoch ihren Sieg her, was dazu führte, dass LDLC das Viertelfinale gewannen.

 

Valve fügte neben der Stelle, an der olofmeister hinaufbefördert wurde, ein Schild auf Deutsch hinzu, dass es umstehenden Personen untersagt, über das Geländer zu klettern. Als Folge wurde auch die Karte Overpass modifiziert, um den Boost unmöglich zu machen, indem der LKW einfach näher an Bombsite B gebracht wurde.

 

Nachdem LDLC die komplette zweite Halbzeit in völliger Hilflosigkeit angesichts der unerklärlichen Verluste ihrer Teamkollegen verbrachten, hatten sie zum Schluss 13 Runden in Folge verloren. Als klar wurde, was passiert war, als olofmeister in fast jeder Runde auf die die gesamte Karte überblickende Position gehievt wurde, protestierten LDLC gegen das Ergebnis und die DreamHack-Administratoren verbrachten die nächsten sechs Stunden damit, zu entscheiden, was zu tun sei. Als sie zu dem Schluss kamen, die zweite Hälfte sei noch einmal zu spielen, protestierten Fnatic ihrerseits und die ganze Aufregung ging weiter.

 

Letztendlich entschied DreamHack, dass die gesamte dritte Karte erneut gespielt werden solle, da sie festgestellt haben, dass auch LDLC einen potenziell illegalen Boost verwendet haben soll. Die Community war empört über die Entscheidung und Fnatic verkündeten bald darauf, sich vom Turnier zurückzuziehen und den Sieg damit LDLC zu überlassen.

 

Rückblickend wussten Fnatic wahrscheinlich, dass ihre Gewinnchancen ohne den Boost faktisch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr existent waren. Sie sind ein Risiko eingegangen, da es keine klaren Regeln gegen ihren Spielzug gab – aber in Anbetracht der übermächtigen Wirkung dieses Spielzuges war die nachträgliche Entscheidung, dieses zu verbieten, zweifellos die richtige.

 

Nach dem Sieg über die Schweden setzte sich LDLC im Halbfinale mit 2-0 gegen Natus Vincere durch. Im Grand Final traf das ehemalige VeryGames-Trio bestehend aus NBK-, shox und SmithZz auf ihren langjährigen Erzfeind NiP, und diesmal konnten sie nicht aufgehalten werden. LDLC gewann wie gegen Fnatic auch auf Dust2, verlor dann auf Inferno klar 4:16, auf der letzten Karte (symbolträchtigerweise wieder Overpass) gelang es ihnen, ein 13:15-Defizit in die Verlängerung zu retten, wo ihr In-Game-Leader und MVP des Turniers Happy die Führung übernahm und die Franzosen zum Sieg führte.

 

LDLC erreichte 2014 den Höhepunkt mit einer Aufstellung, die es mit den Top-Teams der Ära wie Fnatic und Ninjas in Pyjamas aufnehmen konnte. Im Laufe seiner Geschichte war das Team Arbeitgeber fast aller bekannten französischen CS:GO-Spieler aus dieser Zeit, darunter Kenny „kennyS“ Schrub, Nathan „NBK-“ Schmitt und Richard „shox“ Papillon.

 

Der Niedergang von LDLC begann, als die französische Szene zum Talentpool für neue Teams wurde. Es verlor den größten Teil seines erfolgreichen Dienstplans des Jahres 2014 an Titan Esports, verpflichtete kurz darauf einen neuen Kader und stand dann wieder ohne Mannschaft da, als diese Spieler sich geschlossen EnVyUs anschlossen. Das Team trat danach vorwiegend bei kleineren Events an, während seine besten Spieler regelmäßig von größeren europäischen Teams abgeworben wurden, ein Schicksal, was sie sich mit vielen französischen Organisationen teilen.

 

Platz 6: Natus Vincere

Natus Vincere

Line-up

  • Danylo “Zeus” Teslenko
  • Denis “seized” Kostin
  • Ladislav “GuardiaN” Kovacs
  • Ioann “Edward” Sukhariev
  • Egor “flamie” Vasilev

 (Mitte 2015 bis Mitte 2016)

 

Natus Vincere war das beste Team aller Zeiten in CS 1.6, konnte den Erfolg in CS:GO aber nie ganz wiederholen. Bis heute sind Na’Vi das wohl beste Team im CS:GO, das nie einen Major-Titel gewinnen konnte. Über die Jahre hat das Team mehrere legendäre Aufstellungen hervorgebracht, was die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, welches Lineup hier in unserer Liste vertreten sein sollte.

 

Ich habe ihre Aufstellung von Mitte 2015/16 gewählt, da sie in dieser Zeit ihre besten Majorergebnisse erzielt haben. Das Team aus Zeus, GuardiaN, Edward, flamie und seized war in dieser Zeit an die Spitze der Szene aufgestiegen. Sie belegten in aufeinanderfolgenden Majors jeweils den 2. Platz. Sie verloren gegen EnVyUs beim Dreamhack Cluj-Napoca Major und dann gegen Luminosity Gaming beim MLG Columbus Major.

 

Zwischen diesen beiden Hauptergebnissen hatte Na’Vi das Finale jedes bedeutenden Turniers erreicht, an dem das Team teilgenommen hatte. Drei Titel und drei zweite Plätze waren das Resultat. Na’Vis atemberaubende Form während dieser Zeit und mit dieser Aufstellung bleibt unvergesslich. Das Team steht für die bisher erfolgreichste Epoche eines der beständigsten Teams der CS-Geschichte.

 

Das Team Na’Vi ist auch außerhalb der eSport-Szene bekannt. Die legendäre ukrainische Organisation war in der Counter-Strike-Szene schon präsent, seit das Spiel an Popularität gewann. In den frühen Tagen von CS:GO war Natus Vincere nicht in der Lage, ihre bevorzugte 1.6-Aufstellung zum Laufen zu bringen. Nach einer Reihe enttäuschender Ergebnisse sollten die Starspieler Yegor „Markeloff“ Markelov und Ioann „Edward“ Shukhariev das Team verlassen. Na’Vi musste nach neuen Talenten suchen und verpflichtete schließlich Denis „Seized“ Kostin und Anton „Kibaken“ Koleshnikov.

 

Die Ergebnisse verbesserten sich nicht und nach dem letzten Platz beim ersten CS:GO Major, Dreamhack Winter 2013, wurde es Zeit für eine weitere Änderung. Na’Vi entließ Kibaken aus der Aufstellung, zusammen mit dem langjährigen Spieler Arseny „ceh9“ Trynozhenko. Stattdessen kehrte Edward wieder in die Mannschaft zurück, aber was noch wichtiger ist: Natus Vincere sollten endlich den Star finden, der sie den nächsten Schritt machen ließ: Ladislav „GuardiaN“ Kovacs. Die Verpflichtung von GuardiaN erwies sich als richtiger Schritt für das Team, das danach beim SLTV StarSeries IX-Finale seinen ersten Titel erringen konnte. Na’Vi hatten noch einen langen Weg vor sich, bevor sie konsequent um Turniersiege kämpfen konnten, aber das Hinzufügen von GuardiaN war ein bedeutender Schritt in diese Richtung.

 

Dies war jedoch nur der erste Schritt für Natus Vincere, einer der CS:GO-Titanen zu werden. Obwohl sie nun mit Ladislav „GuardiaN“ Kovacs einen absoluten Superstar in der Aufstellung hatten, reichte es nicht aus, ihnen die gewünschten Titel zu sichern. Na’Vi brauchte noch mehr Feuerkraft. Sie fanden diese im April 2015, als sie Egor „flamie“ Vasilyev ins Team aufnahmen. Flamie sollte in den aktiven Kader wechseln und Sergey „Starix“ Ischuk ersetzen, der später der Trainer des Teams wurde und den Erfolg weiterführte.

 

Flamie hatte bereits vorher bewiesen, dass er ein großes Talent war. Jetzt ging es nur noch darum, seine Fähigkeiten auf der großen Bühne zu zeigen. Bei dieser Entwicklung spielte Starix als Coach eine entscheidende Rolle, mit flamie im Team gelang es Na’Vi, ihre ersten wichtigen CS:GO-Events seit dem zuvor erwähnten StarSeries-Sieg zu gewinnen. Sie setzten diese Form fort, als sie den Electronic Sports World Cup 2015 sowie ein weiteres StarSeries-Event, die SLTV StarSeries XIII, gewinnen konnten.

 

Trotz dieser Titelgewinne war flamie noch kein Topspieler auf Profiniveau. Seine Auftritte waren immer noch sehr unbeständig, und infolgedessen litt auch das gesamte Team von Na’Vi unter diesen Formschwankungen. Im Herbst 2015 nahm das Team eine interne Umstellung vor, anstelle von Zeus übernahm ihr Trainer Starix die Führung im Spiel. Mit Starix an der Spitze verbesserte sich flamies Gesamtleistung dramatisch, was dazu führte, dass Na’Vi von Ende 2015 bis Anfang 2016 einen fantastischen Finale-Lauf hatte. Sie erreichten das Finale von zwei Majors und nahmen mehrere Turniertitel mit nach Hause. Die einzigen Teams, die sie von einem der besten Läufe aller Zeiten abhalten konnten, waren einige der besten Teams in der CS:GO-Geschichte, EnVyUs, Fnatic und Luminosity Gaming.

 

Das ukrainische Team, Natus Vincere, hat es geschafft, in der gesamten Geschichte des CS:GO eine einigermaßen konstante Form aufrechtzuhalten. Das Team verfügt derzeit über einen der besten Kader aller Zeiten im Counter-Strike, in dem flamie, der dem Team immer treu geblieben ist, mit Starspielern wie s1mple, electronic und seit Neuestem perfecto zusammenarbeitet, um Natus Vincere in der Spitze der Weltrangliste zu halten. Aber sie haben weiterhin noch nie einen Major-Titel gewinnen können, ihre beiden erfolgreichsten Epochen waren einmal Ende 2015 bis Anfang 2016 und die zweite scheint sich derzeit anzubahnen, auch 2018 war ein beeindruckendes Jahr für Na’Vi, nur standen sie hier ganz klar im Schatten von Astralis.

 

Platz 5: Virtus.pro

Virtus.pro

Line-up

  • Wiktor “TaZ” Wojtas
  • Janusz “Snax” Pogorzelski
  • Jaroslaw “pashaBiceps” Jarzabkowski
  • Filip “Neo” Kubski
  • Pawel “byali” Bielinski

(Februar 2014 – Februar 2018)

 

Diese fünf sind für CS-Verhältnisse eine gefühlte Ewigkeit zusammen geblieben und aufgrund ihrer Leidenschaft für das Spiel und ihrer unterhaltsamen Spielweise zu einem der beliebtesten Teams der Welt geworden.

 

Virtus.pro ist vor allem für einige berühmte frühere Mitglieder bekannt, aus denen sich der Kader zuvor zusammensetzte. Jaroslaw „pashaBiceps“ Jarzabkowski, Filip „neo“ Kubski und Pawel „byali“ Bielinski bildeten in den ersten drei bis vier Jahren, seit dieser Kader von einem Team namens AGAiN übernommen wurde, ein mittlerweile legendäres Team.

 

Als sich im März 2014 die Fans und die Konkurrenz aus aller Welt im polnischen Katowice versammelte, um den erst zweiten CS:GO-Major auszutragen, lag es an Virtus.pro, ihr Heimatland in der Spodek Arena zu verteidigen. Zu sagen, dass sie ihr Heimatland würdig vertreten haben, wäre eine Untertreibung, da die Polen die bis dahin unglaublich dominanten Schweden von NiP mit einem klaren 2-0-Sieg vor den Augen der begeisterten heimischen Zuschauer besiegten und nach Hause schickten.

 

Die Heimmannschaft Virtus.pro startete das große Finale mit einem schnellen 3:0-Lauf gegen NiP auf die B-Bombsite auf Mirage. Ihr Angriff auf B in der vierten Runde wurde von NiP gestoppt, aber die Polen blieben hartnäckig und ein weiterer Versuch bei B durchbrach die Verteidigung der Schweden.

 

Der Stand fiel zwischenzeitlich auf 2:10 aus Sicht NiPs, aber die Schweden fanden schließlich einige Antworten auf Virtus.pros Taktiken und konnten vor dem Seitenwechsel zumindest noch zwei Rundensiege erzielen, so dass sie mit 4:11 in die zweite Hälfte gingen.

 

Virtus.pro konnten jedoch auch die Pistolenrunde der zweiten Halbzeit gewinnen, was den Fans von NiP wenig Hoffnung ließ, die Ninjas konnten in der gesamten zweiten Hälfte auf T-Seite nur drei weitere Runden holen, bevor Virtus.pro einen überzeugenden 16:7-Sieg auf Mirage verbuchen konnten.

 

Auf Inferno legten Virtus.pro einen weiteren fliegenden Start hin, gewannen die CT-Pistolenrunde und schalteten NiP trotz früher Käufe routiniert aus, was ihnen einen 5:0-Vorsprung verschaffte. Ein Triple-Kill von friberg brachte NiP den Sieg in Runde sechs und NiP gewann auch die nächste Runde durch Legen der Bombe auf B.

 

pasha und byali schlugen in der nächsten Runde zurück und erzielten zusammen vier Kills, um VP mit 6:2 in Führung zu bringen. Das heimische Publikum war aus dem Häuschen, die Unterstützung lag an diesem Abend definitiv auf der Seite von Virtus.pro. Die Überraschung war perfekt, als die lokalen Helden auf Inferno zu einem 16:10-Sieg marschierten, um ihre Außenseiter-Erfolgsstory mit einem 2-0-Sieg über die favorisierten Ninjas in Pyjamas in der Finalserie abzuschließen.

 

Damit hatten Virtus.pro auf heimischem Boden den zweiten CS:GO-Major überhaupt, die EMS One Katowice 2014 gewonnen, und neben unsterblichem Ruhm auch 100.000 US-Dollar Preisgeld mit nach Hause nahmen.

 

Virtus.pro dominierte das ganze Jahr und war mit Abstand die beste Mannschaft des Jahres. Bis 2015 behielten sie diesen Status bei und platzierten sich in den Top4 mehrerer Premier-Turniere und gewannen auch einige.

 

2016 war ähnlich erfolgreich für VP, obwohl sie einen leichten Formverlust erlitten. Ab 2017 erholten sie sich jedoch mit einem zweiten Platz in der E-League Atlanta Major 2017. Nachdem sie eine weitere Top4-Platzierung beim PGL Krakau Major schafften, kam es aber plötzlich zum Bruch.

 

Kurz nach dem PGL Major verzeichneten sie schlechte Ergebnisse und belegten nur den 13.-16. Platz beim E-League Boston Major, ihrer ersten Platzierung außerhalb der Top8. Nach dem schlechten Ergebnis in Boston löste sich ihr Team auf.

 

In den vier Jahren ihrer illustren Karriere hat das polnische Line-up von Virtus.pro an weit über 100 Turnieren teilgenommen, bei denen 47 Top4-Platzierungen, 16 Titel und ein Rekord für die Teilnahme eines Kaders an CS:GO-Majors gesammelt wurden. Virtus.pro hat mit diesem vier Jahre bestehenden Kern eine Dynastie geschaffen, mit der kein Team außer Astralis mithalten kann, was die Langlebigkeit und konstante Topform angeht. Ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit ist in der CS:GO Pro-Szene einzigartig.

 

Virtus pro blieb bis Ende 2017 ein Top-Team. Ihr Höhepunkt bleibt bis heute der Erfolg Anfang 2014, als sie in ihrer Heimat Polen den EMS One Katowice 2014 Major gewannen. Virtus.pro im Jahr 2020 hat ein völlig anderes Logo, ein neues Management und eine völlig neue Aufstellung von Spielern, von den Glanzzeiten der “Polish Five” sind sie weit entfernt, mischen aber bis heute immer wieder an der Spitze mit.

 

Platz 4: Ninjas in Pyjamas

dota2 Event

Line-up

  • Adam „friberg“ Friberg
  • Richard „Xizt“ Landström
  • Patrik „f0rest“ Lindberg
  • Christopher „GeT_RiGhT“ Alesund
  • Robin „Fifflaren“ Johansson

 (August 2012 bis August 2014)

 

In den frühen Tagen von professionellem CS:GO gab es ein Team, das der Konkurrenz klar überlegen war: Ninjas in Pyjamas, bestehend aus Adam „friberg“ Friberg, Richard „Xizt“ Landström, Patrik „f0rest“ Lindberg, Christopher „GeT_RiGhT“ Alesund und Robin „Fifflaren“ Johansson dominierte die Szene 2012/2013 und gewann in dieser Zeit unglaubliche 87 Spiele in Folge. Damals gab es noch keine offiziellen Major-Events im CS:GO, aber NiP gewann zahlreiche große Turniere, darunter die DreamHack Winter 2012, der AMD Sapphire Invitational 2012, NorthCon 2012, TECHLABS Cup 2013 und Copenhagen Games 2013, um nur einige zu nennen.

 

Im Jahr 2014 folgte dann auch der langersehnte erste Major-Titel, nachdem ihnen dies bei den ersten zwei Majors in der CS:GO-Geschichte als Zweite denkbar knapp verwehrt blieb. Die Geschichte der ESL One Cologne begann 2014 und begründete damit das wohl wichtigste Major-Turnier, das CS:GO zu bieten hat. Die Veranstaltung ist auch bekannt als Kathedrale des Counter-Strike.

 

Die ESL One Cologne 2014 war der dritte Counter-Strike: Global Offensive Major, der während der Gamescom 2014 vom 14.-17. August 2014 auf dem Kölner Messegelände ausgetragen wurde. Es war der zweite CS:GO Major des Jahres 2014.

 

Nach zwei zweiten Plätzen bei Major-Turnieren holten Ninjas in Pyjamas hier schließlich ihren ersten großen Turnierpokal nach einer emotionalen Reise für die schwedische Mannschaft und insbesondere für GeT_RiGhT. NiP besiegte alle Gegner mit 2-1-Scorelines und setzte sich im Viertelfinale gegen Cloud9 und im Halbfinale gegen Team LDLC.com durch, woraufhin sie ihre schwedischen Erzrivalen von Fnatic in einer engen Serie mit 16:11, 8:16 und 16:13 erfolgreich abschütteln konnten. Auf dem Kölner Messegelände hatten sich NiP neben dem Preisgeld von 100.000 US-Dollar auch den bislang ersten und einzigen Major-Sieg der traditionsreichen eSports-Organisation verdient.

 

Einige CS:GO-Teams haben phasenweise starker Formanstiege gesehen, auch über längere Zeit, aber, NiP gründeten eine Ära. Von den Anfängen des CS:GO bis Ende 2014 kannte die CS-Szene nur ein Top-Team, Ninjas in Pyjamas. Das legendäre Team von Fifflaren, GeT_RiGhT, Xizt, f0rest und friberg startete sofort durch im neuen Titel CS:GO und hörte lange Zeit nicht auf, die Szene zu dominieren.

 

Als der Titel CS:GO veröffentlicht wurde, stiegen NiP sofort in die professionelle Szene des Spiels ein. Von Anfang an begann NiP eine ungeschlagene Serie, die bis heute unerreicht ist. Sie gewannen im Laufe mehrerer Monate 87 Karten in Folge, eine Dominanz, die wohl niemals wieder von einem Team erreicht werden kann.

 

Ihre legendäre Serie begann bei SteelSeries GO und wurde schließlich von Virtus.pro im Finale der SLTV StarSeries 2013 beendet.

 

Während ihrer zweijährigen Terrorherrschaft im professionellen CS:GO haben NiP so viele Turniere gespielt und gewonnen, dass es buchstäblich unmöglich ist, sie hier alle aufzuzählen. Rund 20 Turniersiege stehen in dieser Zeit zu Buche. Da die meisten Turniere zu dieser Zeit nicht als Major eingestuft wurden, könnte ihre tatsächliche Bilanz noch beeindruckender ausfallen.

 

Nach der Niederlage gegen Virtus.pro erreichten NiP nie wieder diese absolute Topform. Nacheinander verließen alle Mitglieder das Team, bis nur noch der Name übrig blieb.

 

Es wurde jedoch kürzlich bestätigt, dass die in den USA ansässige Organisation Dignitas f0rest verpflichtet hat, der in ihrem neuen Kader nach vielen Jahren wieder mit friberg, Xizt und GeT_RiGhT zusammenspielen wird, sogar Fifflaren ist wieder dabei, diesmal jedoch in der Rolle des Trainers. Damit ist der legendäre NiP-Kader wieder zusammen, und unabhängig davon, welche Erfolge dieser erreichen wird, zweifellos werden gerade die älteren CS:GO-Fans hier mit großem Interesse und einem Hauch Nostalgie zuschauen.

 

Dignitas hat damit jetzt alle fünf Mitglieder des ursprünglichen NiP-Teams zusammengebracht. Mit dem Rücktritt von Fifflaren aus dem aktiven CS im Jahr 2015 wird der fünfte Platz vom norwegischen AWPler Hakon „hallzerk“ Fjaerli gehen, der im November von Nordavind übernommen wurde.

 

Was Ninjas in Pyjamas angeht, so hat die Organisation mit diesem Kader in den Jahren 2013/14 ihren Höhepunkt erreicht. An diese Leistung konnte man nie wieder anknüpfen. In den letzten Jahren spielte NiP zumeist schwach mit gelegentlichen Ausreißern nach oben. Das Team ist derzeit weit entfernt von der Blütezeit auf allerhöchstem Niveau.

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Platz 3: Luminosity Gaming / SK Gaming

Luminosity

Line-up

  • Gabriel “FalleN” Toledo
  • Fernando “fer” Alvarenga
  • Marcelo “coldzera” David
  • Lincoln “fnx” Lau
  • Epitacio “TACO” de Melo

(Gesamt 2016)

 

Das brasilianische Dream-Team hat bewiesen, dass es sich einen Platz CS:GO Hall of Fame verdient hat. Das gilt spätestens nach dem Sieg beim ersten Turnier mit 500.000 Dollar Siegprämie – bis dahin das am höchsten dotierte Turnier überhaupt.

 

Am 29. Juli 2015 wurde bekannt gegeben, dass Luminosity seinen kompletten Kader entlassen würde und ein in Brasilien ansässiges Team aufnahm, das aus Gabriel „FalleN“ Toledo, Fernando „fer“ Alvarenga“, Lucas „steel“ Lopes, Ricardo “boltz“ Prass und Marcelo „coldzera” David bestand.

 

Im November 2015 erreichte Luminosity das Viertelfinale der DreamHack Open Cluj-Napoca 2015, im Anschluss daran verließen steel und boltz das Team und wurden durch Epitacio “TACO” de Melo und Lincoln “fnx” Lau ersetzt, außerdem verpflichtete LG Wilton “zews” Prado in der Rolle des Coaches.

 

Dieses brasilianische Line-up sollte eines der erfolgreichsten und legendärsten Teams aller Zeiten werden, Luminosity wurde das erste nicht-europäische Team, das einen Major gewann, dies gelang ihnen bei der MLG Columbus 2016 im April 2016.

 

In einem Spiel, das schon immer von europäischen Teams dominiert wurde, war der beispiellose Aufstieg von Luminosity Gaming an die Spitze des professionellen CS:GO eine unvergleichliche Erfolgsstory. Das Team, bestehend aus FalleN, fer, coldzera, TACO und fnx, übertraf alle Erwartungen, als es begann, vermeintliche Topteams mit Leichtigkeit zu besiegen. Luminosity waren eines der Favoritenteams für den MLG Columbus 2016 Major, das bis dato größte CS:GO-Turnier aller Zeiten.

 

Die MLG Columbus war der erste CS-Major außerhalb Europas. Es war auch das erste Mal, dass ein außereuropäisches Team im Finale stand. Dieser Turniersieg markierte den Beginn der „Terrorherrschaft“ von LG bzw. später SK Gaming, die von vielen auch als die LG/SK-Ära bezeichnet wird. Das brasilianische Team bewies in diesem Turnier eindrucksvoll, dass es das beste Team der Welt war, sie zeigten zwei unvergessliche Comebacks im Halbfinale gegen Team Liquid und der berüchtigte springende AWP Vierfach-Kill von coldzera wurde gar als Graffiti auf der Karte verewigt.

 

Während der 25. Runde des Halbfinales des MLG Major Columbus 2016 zwischen Team Liquid und Luminosity Gaming auf Mirage hatte coldzera das gesamte Team Liquid abgefangen, die einen Angriff durch die Apartments in Richtung Bombsite B versuchten. Nachdem coldzera einen ersten Kill von seiner Aussichtsposition erzielt hatte, feuerte er seine AWP zweimal aus dem Sprung auf seine Gegner ab, tötete EliGE und s1mple mit einer einzigen Kugel mit einem No-Scope, bevor er nitr0 mit einem weiteren No-Scope ausschaltete. Diese unglaubliche Einzelaktion war der Beginn einer 10-Runden-Siegesserie bei einem Rückstand LGs von 9:15, die die Overtime erzwang und die Karte für die Brasilianer mit einer Punktzahl von 19:15 entschied.

 

Die Entwickler Valve fügten der Wand hinter dem Van neben coldzeras Position ein permanentes Graffiti hinzu, das eine beflügelte AWP mit vier roten Schädeln darüber zeigt.

 

Luminosity schlugen Team Liquid in der Serie mit 2-0 und konnten schließlich auch das große Finale gegen Natus Vincere gewinnen, um eines der wenigen Teams zu werden, das einen CS-Majortitel gewinnen konnte.

 

Am 8. Mai 2016 gewann Luminosity auch die DreamHack Austin, nachdem sie im Finale das brasilianische Team Tempo Storm mit 2-0 besiegten. Ein paar Tage später, am 16. Mai 2016, gewann das Team das ESL Pro League Season 3 Finale, nachdem es G2 Esports im Finale mit 3-2 besiegt hatte.

 

Die Zeit von Luminosity Gaming sollte jedoch nicht lange währen. Am 24. Juni 2016 wurde offiziell bekannt gegeben, dass der brasilianische Kader am 1. Juli 2016 geschlossen zu SK Gaming wechseln wird. Das letzte Turnier des Kaders mit Luminosity war das Finale der Esports Championship Series Season 1, bei dem sie den zweiten Platz belegten und im Finale gegen G2 Esports verloren.

 

Kurz vor dem zweiten Major des Jahres 2016, der ESL One Cologne 2016, gerieten die Spieler in einen Vertragsstreit und wechselten zu einer neuen Organisation: SK Gaming. Viele werden sich an diesen Major vor allem wegen der unglaublichen Performance von s1mple mit Liquid erinnern, die diesen auf der Weltbühne zum Star machte, einschließlich seines auch als Graffiti verewigten fallenden AWP-Highlights gegen Fnatic. Die nun unter der Fahne von SK Gaming spielenden Brasilianer dominierten jedoch erneut und der Kader wurde mit dem 2-0-Sieg über Liquid im Finale zum zweiten Team, das bei zwei aufeinanderfolgenden CS:GO Majors Champions wurden.

 

Insgesamt spielten Luminosity/SK im Jahr 2016, bevor fnx aus dem Team geworfen wurde, in 18 Premier/Major-Turnieren, gewannen sieben davon, wurden Zweiter in fünf und erreichten in den verbleibenden sechs Turnieren ein Top4-Ergebnis. Bei ihrem Lauf in 2016 hat das Team damit in keinem großen Turnier, bei dem sie spielten, die Top4 verpasst. Die Brasilianer zeigten in diesem Jahr eine derartige Dominanz, dass vier der fünf Spieler (alle außer TACO) unter die Top20 des Jahres gewählt wurden, wobei coldzera auf Platz 1 und FalleN auf Platz 2 landete.

 

Platz 2: Fnatic

Fnatic

Line-up

  • Jesper “JW” Wecksell
  • Olof “olofmeister” Kajbjer Gustafsson
  • Robin “flusha” Rönnquist
  • Markus “pronax” Wallsten
  • Freddy “KRiMZ” Johansson

 (Juni 2014 – November 2015)

 

Als Fnatic zu Counter Strike: Global Offensive wechselten, wurden sie dort sofort zu einem der Top-Teams der Welt. Bereits Ende 2013 gewannen Fnatic unter der Führung ihres neu verpflichteten Teamkapitäns Markus „pronax“ Wallsten ihr erstes großes Turnier in Counter Strike: Global Offensive und besiegten das damals wohl beste Team Ninjas in Pyjamas im Finale des ersten CS:GO-Majors überhaupt, der DreamHack Winter 2013.

 

2014 nahm Fnatic zwei Ex-LGB-Spieler auf, Olof „olofmeister“ Kajbjer und Freddy „KRiMZ“ Johansson, in dieser Besetzung wurden sie Zweiter bei der ESL One Cologne 2014, wo sie knapp gegen NiP verloren.

 

Während der 29. Runde des Halbfinales der ESL One 2014 zwischen Team Dignitas und Fnatic entschärfte olofmeister die auf Bombsite B gelegte Bombe erfolgreich, obwohl das Gebiet in den Flammen des Molotows von dev1ce bedeckt war. Auch wenn olofmeister die Runde nicht überlebte, beendete er die Entschärfung nur Millisekunden, bevor er an den Flammen starb.

 

Diesem legendären Spielzug zu Ehren fügte Valve der Karte Overpass ein permanentes Wandgraffiti hinzu, das einen heroischen olofmeister darstellt, der in einem Flammenmeer steht.

 

Nach der ESL One Katowice 2015, wo sie erneut NiP im Finale besiegt hatten, gewann Fnatic im August 2015 auch den nächsten Major, die ESL One Cologne 2015, nachdem sie Team EnVyUs im Grand Final besiegt hatten. Aufgrund der aufeinanderfolgenden Major-Titel dieses Kaders und elf weiterer internationaler Trophäen halten einige dieses Fnatic-Team für den stärksten Kader, der jemals in der Geschichte des CS:GO zusammengespielt hat.

 

Der Kader 2014-15 von Fnatic war etwas, das wir nie wieder sehen werden. Fnatic war bereits eines der Top-Teams der Welt, doch unter olofmeister und KRiMZ wurde Fnatic zu einer Legende. JW, pronax, flusha, olofmeister und KRiMZ wurden zu einem der erfolgreichsten Squads aller Zeiten und gewannen zwei aufeinanderfolgende Majors, sie waren das erste Team, dem dieses Kunststück gelang.

 

Sie dominierten Anfang 2015 und gewannen den ersten Major des Jahres bei der ESL One Katowice 2015 und konnten ihre Ära mit einem weiteren großen Sieg bei der ESL One Cologne 2015 festigen.

 

Als die ESL One 2015 für den zweiten CS:GO-Major in die Stadt Katowice zurückkehrte, suchten die Schweden nach Rache, nachdem die Franzosen von LDLC sie im vorherigen Major aus dem Turnier geworfen und später als Sieger hervorgegangen waren. Wieder einmal trafen 16 der absoluten Spitzenteams auf polnischem Boden in der Spodek Arena aufeinander, neben Fnatic waren Virtus.pro, der ehemalige LDLC-Kader unter dem neuen Banner von Team EnVyUs und NiP alle scharf auf den begehrten Titel.

 

Die Heimfavoriten Virtus.pro erreichten das Halbfinale, nachdem sie den brasilianischen Kader von Keyd Stars besiegt hatten, der aus einigen der späteren Luminosity/SK-Stars bestand, verloren jedoch im Halbfinale mit 0-2 gegen Fnatic. Fnatic trafen daraufhin wieder einmal auf ihre schwedischen Konkurrenten von Ninjas in Pyjamas im großen Finale, wo sie sich den Sieg mit 2-1 holen konnten und damit innerhalb von zwei Jahren ihren zweiten Major-Titel gewannen.

 

Auf der ESL One Cologne 2015 sollte Fnatic erneut Geschichte schreiben. Beim zweiten Major in der Stadt Köln war die LANXESS-Arena drei Tage lang Gastgeber für 16 Weltklasse-Teams, die aus der ganzen Welt eingeflogen waren.

 

Fnatic gingen unglaublich dominant durch das Turnier und verloren während des gesamten Events nur eine Karte, auf Mirage gegen Virtus.pro im Halbfinale. Im großen Finale gewann Fnatic überzeugend gegen die Franzosen von Team EnVyUs mit 2-0 und holten sich den dritten Major-Pokal sowie die späte Rache für das verlorene Viertelfinale bei der DreamHack Winter 2014. Fnatic hat damit ihre Ära in den Geschichtsbüchern verewigt, als das erste Team, das jemals zwei Majorturniere hintereinander gewonnen hat.

 

Außerdem ist Fnatic das einzige Team, das mit gleich drei Graffitis im Spiel verewigt wurde, alle drei haben mit unvergessenen Geschichten zu tun, die dieses Line-up den Fans bot. Neben dem bereits erwähnten Boost gegen LDLC und olofmeisters brennender Bombenentschärfung fand noch ein weiterer Spielzug (zumindest zeitweilig) seinen Weg in die Spielwelt.

 

Während der 33. Runde des großen Finales der ESL One Cologne 2015 zwischen Fnatic und Team EnVyUs kaufte Fnatic vier AWPs und ließ ihr gesamtes Team mit Ausnahme von JW den Blick auf die Mitte richten. Obwohl dieser ungewöhnliche Spielzug nur zu einem Kill führte – pronax, der apEX ausschaltet – war die Strategie so unkonventionell, dass Zuschauer und Kommentatoren gleichermaßen erstaunt wie amüsiert waren.

 

Valve fügte ein permanentes Graffiti an einer Wand in der Nähe von T-Spawn hinzu, das einen Terroristen darstellt, der 4 AWPs gleichzeitig hält. Als Dust2 im Patch vom 10. Oktober 2017 aktualisiert wurde, wurde das Graffiti jedoch entfernt.

 

Im November 2015 entschied sich pronax nach einigen enttäuschenden Turnierleistungen, eine Pause vom professionellen CS:GO einzulegen. Er wurde durch Dennis „dennis“ Edman vom Team G2 Esports ersetzt. Im Dezember 2015 besiegten Fnatic in dieser Aufstellung NiP mit 2-1 und sicherten sich den zweiten Sieg beim Fragbite Masters-Turnier, wo sie bereits in der 3. Saison gewinnen konnten. Fnatic kehrten nach diesem Turnier auf den ersten Rang der Teamwertung von HLTV.org zurück und blieben bis zum 18. April 2016 die Nr. 1 der Welt.

 

Im April 2016 erlitt olofmeister eine Handgelenksverletzung und John „goon“ Eriksson nahm vorübergehend seinen Platz ein. Am 15. August 2016 gab Fnatic bekannt, dass flusha, JW und KRiMZ zu GODSENT wechseln werden, womit die legendäre Aufstellung endgültig aufgelöst war.

 

Am 21. August 2017 gab Fnatic bekannt, dass auch olofmeister nach über drei Jahren Fnatic verlassen würde, um dem FaZe-Clan beizutreten. Dies bedeutete das Ende einer Ära, auch wenn es heutzutage zu einer kleinen Wiedervereinigung der alten Garde unter dem Banner von Fnatic gekommen ist.

 

Seit Dezember 2019 besteht die Aufstellung von Fnatic aus JW, KRiMZ, Brollan, flusha und Golden, so dass gleich drei der legendären Besetzung wieder für die gleiche Organisation zusammenspielen. Zusammen mit dem alten NiP-Squad wiedervereint bei Dignitas verspricht das Jahr 2020 also, ein Fest für Nostalgiker zu werden. Fnatic ist bis heute eines der besten Teams der Welt geblieben, und mit dem Sieg beim bisher wichtigsten Turnier des Jahres, der ESL Pro League Season 11: Europe, haben sie einen fantastischen Start hingelegt und stehen derzeit auf dem dritten Rang der HLTV-Rankings, nur acht Punkte hinter den Zweitplatzierten Astralis.

 

Während der etwa 17-monatigen Fnatic-Ära bestritt Fnatic 27 Major/Premier-Turniere. Sie gewannen insgesamt 12 Turniere, belegten in fünf Turnieren den zweiten Platz und kamen in fünf Turnieren unter die Top4, insgesamt nur fünf Mal waren sie nicht innerhalb der Top4 anzufinden. Es ist diese Dominanz, die Fnatics bereits heute legendärem Kader den zweiten Platz auf dieser Liste einbrachte.

 

Platz 1: Astralis

Astralis

  • Nicolai “dev1ce” Reedtz
  • Peter “dupreeh” Rasmussen
  • Andreas “Xyp9x” Højsleth
  • Lukas “gla1ve” Rossander
  • Emil “Magisk” Reif

 (März 2018 – heute)

Weiter oben sprachen wir von Virtus.pro und ihrer polnischen Aufstellung als dem Beispiel für Langlebigkeit in der bewegten Welt der CS:GO Pro-Teams, aber es gibt einen Kern, der dies nicht nur was die Zeit angeht, seit der sie mittlerweile zusammenspielen, sondern vor allem auch in Hinblick auf ihre Erfolge weit in den Schatten stellt. Die Rede ist natürlich von dem dänischen Kern, deren drei Stammspieler dev1ce, dupreeh und Xyp9x bereits seit 2013 ohne Unterbrechung zusammenspielen.

 

In dieser Stammbesetzung durchlebten sie einige Organisationen und erfolgreiche Anläufe, die sich ohne Zweifel auch niedriger auf dieser Liste hätten separat platzieren können, ihre wirkliche Glanzzeit kam aber, nachdem sie sich mit Astralis unabhängig machten.

 

Das Team, das mit den Copenhagen Wolves seit den frühen Zeiten von CS:GO zusammenspielte, wurde dann von Dignitas verpflichtet und erzielte auch schon einige Achtungserfolge in der europäischen Szene, aber nachdem sie zu Team SoloMid gekommen waren, schafften sie auch international ihren ersten Durchbruch.

 

Als die nordamerikanische Organisation Team SoloMid fünf dänische Spieler für ihr Team verpflichtete, wurde von ihnen anfangs wenig erwartet. Aber dev1ce, dupreeh, Xyp9x, karrigan und cajunB haben allen das Gegenteil bewiesen.

 

Die erste große Herausforderung des Teams war der ESL Katowice 2015 Major, bei dem sie sich nicht durchsetzen konnten und den 5. bis 8. Platz belegten. Das Team sollte seine Form beibehalten und weiterhin in der oberen Hälfte jedes Turniers landen. Bereits damals sprach ihre Konstanz für sich, während des Laufs 2015 hat das dänische Team bewiesen, dass es seinen Platz in der CS:GO-Szene verdient.

 

Astralis nahm während dieser Zeit an 15 Premier- und Major-Turnieren teil, gewann sieben Turniere und schafften es, in sechs weiteren Turnieren unter die Top4 zu kommen. Es war also bereits in der damaligen Besetzung klar, dass die Dänen großes Potenzial besaßen, es bedurfte jedoch zwei Kaderwechsel, um die heute untrennbar mit dem Namen Astralis verbundenen Spieler zum dominantesten Team der CS-Geschichte zu machen.

 

Der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Erfolg erfolgte Ende 2016, in diesem Jahr verließ der legendäre Teamkapitän karrigan Astralis in Richtung FaZe Clan, um diesen auf neue Höhen zu bringen. Was zuerst nach einem großen Verlust für Astralis aussah, erwies sich im Nachhinein als das Gegenteil, man verpflichtete Lukas “gla1ve” Rossander, der die Rolle des Teamkapitäns übernahm und bis heute innehat.

 

In CS:GO ist eine gute Kommunikation der Schlüssel zum Sieg, angesichts der Schnelle des Spiels und der kurzen Zeit, zu reagieren und Informationen über die Bewegungen des Gegners zu erhalten. Die Dominanz von Astralis ist zu einem großen Teil Teamkapitän gla1ve und dem Coach zonic zu verdanken, die das Ganze möglich gemacht haben. Der Trainer und die Mannschaft sind auch außerhalb des Spiels gute Freunde. Sie haben eine enge Beziehung zueinander und zeigen ein Level von Teamplay im Spiel, das unerreicht ist. Außerdem ist die gesamte Aufstellung ausschließlich dänisch, sodass sie im Spiel ohne jegliche Sprachbarrieren Informationen austauschen können.

 

Seine heutige und man möchte schon fast sagen endgültige Form erhielt der Astralis-Kader im Jahr 2018, nachdem Astralis einen seltenen Kaderwechsel vornahm. Kjaerbye wechselte zu North und wurde durch einen weiteren dänischen Spieler in Emil “Magisk” Reif ersetzt, mit dieser Besetzung erreichte Astralis ein neues Level.

 

Nach einem schlechten Lauf beim ersten Major des Jahres, wo sie nach nur einem Sieg und drei verlorenen Spielen ausschieden, suchte das Team nach einer Lösung. Sobald Magisk dem Team beigetreten war, drehten sich die Ergebnisse zu ihren Gunsten.

 

Nachdem gla1ve, dev1ce, dupreeh und Xyp9x ihr Line-up damit scheinbar vervollständigt hatten, begannen Astralis alles zu gewinnen, was es zu gewinnen gab. Astralis sammelten innerhalb von 5 Monaten ein Preisgeld von über 1 Millionen US-Dollar und dominierten absolut jedes Event, bei dem sie spielten.

 

Innerhalb von fünf Monaten von März bis Juli nahm Astralis an sieben Premier-Turnieren teil, gewann vier, erreichte einmal den zweiten belegten in den verbleibenden beiden den 3./4. Platz.

 

Besonders hervorstechend im Team sind die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Starspieler dev1ce, aber es ist auch die Art und Weise, wie dupreeh und Xyp9x immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein scheinen, die Astralis so beeindruckend macht. Ihr Erfolg hängt aber auch ohne Zweifel mit ihrer Langlebigkeit zusammen, die nicht vorhandene Beständigkeit ist der Stolperstein der meisten anderen Topteams. Wenn eine Aufstellung nicht schnell die erwarteten Ergebnisse erzielt, neigen viele Organisationen dazu, den Kader zu ändern. Änderungen können von Vorteil sein, bringen aber zwangsläufig die Chemie innerhalb des Teams durcheinander. Neue Mitspieler müssen sich erst in ein Team hineinfinden. Das kostet immer Zeit und Mühe, bis die Synergie zwischen den Teammitgliedern stimmt.

 

Im starken Kontrast zur sonst extrem kurzlebigen CS:GO Pro-Szene spielen vier von fünf Spielern bei Astralis nun schon fast vier Jahre zusammen, dev1ce, dupreeh und Xyp9x sogar seit knapp sieben Jahren. Alle ihrer Spieler haben zuvor schon lange Zeit in der professionellen CS:GO-Szene verbracht und eine Menge Erfahrung gesammelt. Trainer Danny „zonic“ Sörensen ist außerdem einer der erfahrensten CS:GO-Spieler und gilt durch den Erfolg Astralis’ weithin als bester Counter-Strike Coach.

 

Astralis haben zahlreiche Turniersiege erzielt und einen ganz eigenen Stil entwickelt, den andere Teams bisher erfolglos zu reproduzieren versucht haben. Astralis dominieren ihre Gegner so, dass sie sich hilflos fühlen. Die Dänen haben den Einsatz von Granaten absolut perfektioniert, die Teams, die gegen Astralis antreten, sind häufig in jeder Runde bereits verwundet, bevor sie ihre Gegner überhaupt sehen konnten.

 

Manchmal finden die besten Teams natürlich Wege, Astralis zu schlagen, bis jetzt konnte sich jedoch in Jahren der Herrschaft über die CS-Welt kein dauerhafter Herausforderer etablieren. Immer wieder konnte sich Astralis auch nach schweren Niederlagen und schwächeren Phasen erholen und zeigt damit, dass das Team den Titel „Größtes Team aller Zeiten“ verdient.

 

Während der 406 Tage an der Spitze der Rangliste war Astralis zweifellos das beste Team aller Zeiten. Nicht einmal der legendäre NiP-Kader in seiner Blütezeit 2012/13, Fnatic mit den aufeinanderfolgenden Major-Siegen oder das legendäre brasilianische Line-up mit coldzera und Co. kann dies in Frage stellen.

 

Quellen