Große Blamage für den BVB: Neuer Sponsor löst vor dem CL-Finale Entsetzen aus!

Lieber BVB,

Sport ist eine mächtige Waffe – im übertragenen Sinne. Sportliche Events sowie Aktivitäten sollten eigentlich die perfekte Grundlage dafür sein, Gemeinsamkeiten zu erkunden, zusammen zu feiern und auf faire Art und Weise nach dem sportlichen Sieg zu ringen. Gerade in Hinsicht auf den Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen gab es in den letzten Jahren bzw. Monaten viele Friedensbotschaften von Fußballvereinen und Spielern. Blöd nur, dass sich ein Verein, der sich eigentlich als Moralbotschafter sieht, jetzt in ein großes Fettnäpfchen gesetzt hat. Gemeint bist Du, lieber BVB.

Was hat der BVB angestellt und warum ist die Empörung darüber auch bei den eigenen Fans groß? Hierfür müssen wir einen genaueren Blick auf die Sachlage werfen und leider muss ich dabei auch auf schreckliche Zeiten zurückblicken.

BVB - Empörung bei den eigenen Fans groß

Waffenproduzent Rheinmetall wird Champions League Partner von Borussia Dortmund

Wer diese Zwischenüberschrift liest, dem darf gerne mal die Kinnlade herunterfallen. Erinnert Ihr Euch noch an das legendäre Plakat mit der Aufschrift: Stop War? Die Spieler des BVB wollten damit ein wichtiges Zeichen im Sinne des Friedens setzen. Der Verein an sich hat sich jetzt allerdings zu einer echten Lachnummer gemacht. Denn der BVB verkündete, dass ausgerechnet der Waffenproduzent Rheinmetall der neue Champions-Partner wird. Schon am Wochenende beim Champions-League-Finale gegen Real Madrid soll die Werbung des Rüstungskonzerns zu sehen sein. Vermutlich unter anderem als Bandenwerbung. Aufgrund der Tatsache, dass das CL-Finale in London stattfindet, ist zudem das Timing der Bekanntgabe dieses Sponsorings sehr fragwürdig.

Kooperation mit Rheinmetall: BVB zieht Ärger der englischen Medien und Fans auf sich

Jeder, der im Geschichtsunterricht während der Schulzeit aufgepasst hat und einen Funken Moral verspürt, der verurteilt die Schrecken, welche sich im Verlauf des 2. Weltkrieges ereignet haben. Die englische Hauptstadt London war ein Ziel, das besonders viele Angriffe in Form von Fliegerbomben erleiden musste. Produziert wurden diese Waffen mitunter auch von dem damals staatlichen Unternehmen Rheinmetall. Man muss sich also nicht wundern, dass diese Art von Werbung bei einem Fußballendspiel in London bei den englischen Fans nicht sonderlich gut ankommt. Auch die englischen Medien zerreißen den BVB für die Bekanntgabe dieser Zusammenarbeit und das ausgerechnet vor dem Champions-League-Finale.

Die Fans des BVB sind entsetzt – Wahl des Sponsoring-Partners Rheinmetall wird zum Reinfall

Selbst im eigenen Land gibt es mächtig Kritik an der Wahl der neuen Partnerschaft. Diese kommt zum Beispiel aus der Politik, denn die PARTEI schrieb: „BVB – wir schießen nicht nur Tore!“ Im World Wide Web liest man zudem zahlreiche Kommentare von BVB-Anhängern, die ankündigten, ihre Mitgliedschaft beim Fußballclub erst einmal ruhen zu lassen. Die Empörung ist groß – auch über die ungeschickte Terminwahl der Veröffentlichung. Man hat den Eindruck, die Offiziellen beim BVB haben sich keinerlei Gedanken gemacht oder ihnen ist das Image des Vereins schlichtweg egal.

Englische Fans dürften den BVB wohl ausbuhen

Wer sich Hoffnung machte, dass der BVB am Wochenende beim Finale der Champions-League vielleicht auch Unterstützung aus der englischen Fan-Szene bekommen wird, der dürfte jetzt darüber informiert sein, dass dieser Support wohl ausbleibt. Es könnte sogar sein, dass die eigenen Fans mit einem Protest ein Zeichen setzen. Solche Störgeräusche kann der BVB vor dem wichtigen Spiel gegen Real gar nicht gebrauchen.

Spanien - England Tipp
Euro 2024
Das Finale der Europameisterschaft 2024 bringt mit Spanien gegen England ein echtes Spitzenspiel mit sich. Spanien geht favorisiert in das Spiel, Engl...
16 Juli, 2024 |

Thomas Kellner

Fußball Experte

Jahrgang 69, im Herzen jung und als ehemaliger Fußballer sowie Schiedsrichter als freiberuflicher Autor stets aktuell informiert über das Geschehen aller europäischen Fußball-Ligen. Heimatverein und "alte Liebe": Hannover 96

121 Artikel