Toronto Raptors – Philadelphia 76ers NBA Playoffs Tipp 2019 Spiel 1

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Das Duell zwischen den Toronto Raptors und den Philadelphia 76ers verspricht mindestens genauso viel Spannung wie das zweite Eastern Conference Halbfinale, in dem die Bucks und die Celtics aufeinandertreffen. Die Raptors und Sixers gehörten nämlich seit Beginn der Saison zu den großen Mitfavoriten auf den Titel und haben mit Kawhi Leonard und Joel Embiid zwei der besten Spieler der Liga in ihren Reihen.

In der Playoff-Geschichte muss man bis ins Jahr 2001 zurück gehen um das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams zu finden. Damals war eine ansatzweise vergleichbare Situation bei beiden Teams, hatten sie mit Vince Carter (Toronto) und Allen Iverson (Philly) jeweils einen absoluten Top-Star in ihren Reihen. Am Ende hatten hier die Sixers in sieben Spielen das bessere Ende auf ihrer Seite, auch weil Carter den spielentscheidenden Wurf im letzten Spiel daneben setzte.

Tipp Spiel 1:

Der Vorteil liegt bei Toronto, da sie zu Hause spielen, doch der genauere Blick auf die Playoff-Historie verrät, dass den Raptors erste Spiele in einer Serie überhaupt nicht liegen. Die Zahlen belegen dies, verloren die Raptors unfassbare 14 erste Spiele in 16 Playoff-Serien. Dementsprechend müsste man eigentlich die Sixers im Vorteil sehen.

Allerdings wollen sich die Raptors in diesem Jahr in einem anderen Licht zeigen und mit Spielern wie Leonard, Gasol und Green haben sie sich verstärkt. Nachdem Kyle Lowry zudem das erste Spiel der ersten Runde komplett verschlief, wird auch er alles dafür tun, einen solchen Auftritt nicht zu wiederholen.

Die Sixers werden die Chance aber nutzen und angeführt von Embiid und Simmons die Negativserie der Raptors fortsetzen wollen. Das Potenzial bringen sie mit, doch letztlich kann Gasol etwas gegen Embiid ausrichten und da Leonard in Runde 1 extrem dominant war, wird er seine Raptors auch in Spiel 1 ähnlich stark anführen. Toronto trotzt den Statistiken und setzt sich in Spiel Nummer 1 durch.

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Auf eine ähnlich spannende Serie darf man sich auch in diesem Jahr freuen, bringen beide Mannschaften unglaubliches Potenzial mit und gehören die beiden Starting Fives zu den Besten, die die NBA zu bieten hat. Zudem geht es auch für die Star-Spieler um alles, will Leonard seinen Status als Leader und Superstar in Toronto weiter ausbauen, genauso wie Joel Embiid auf Seiten der Sixers.

In der regulären Saison trafen die beiden Mannschaften bereits vier mal aufeinander und Toronto konnte drei dieser vier Duelle für sich entscheiden. Das erste Spiel entschieden sie mit 129-112 für sich und Leonard und Embiid lieferten mit jeweils 31 Punkten ein Top-Spiel ab. Doch die Sixers traten damals noch ohne Butler und Harris an und auf Seiten der Raptors fehlte Marc Gasol.

In Spiel 2 war Jimmy Butler dann mit von der Partie und glänzte mit 38 Punkten, doch wieder setzten sich die Raptors dank Kawhi Leonards 36 Punkten durch. Mit 113-102 siegten die Kanadier, obwohl Butler stark war. Immerhin hielte Toronto Embiid bei nur 5-17 aus dem Feld und mageren 10 Punkten.
Einen Tag vor Weihnachten gab es dann das bisher dritte Spiel, in dem die Raptors auf Kawhi Leonard verzichteten. Philly zeigte sich gnadenlos, Embiid, Simmons und Redick scorten alle mindestens 22 Punkte und sie gewannen mit 126-101.

Anfang Februar kam es dann zum bisher letzten Duell, bei dem die Raptors wieder die Nase vorn hatten. Gasol stand aber noch immer nicht im Kader und auch die Sixers traten ohne Redick und Harris an. Toronto siegte mit 119-107 und sicherte sich damit den Sieg im direkten Vergleich.

Letztlich gab es also noch kein Aufeinandertreffen der beiden Teams in Bestbesetzung. Harris machte beispielsweise noch kein Spiel – gleiches gilt für Marc Gasol. Insgesamt machte Toronto aber den etwas stärkeren Eindruck, so dass sie – entsprechend ihrer Tabellenposition in der regulären Saison – als leichter Favorit in diese Serie gehen.

Situation Toronto Raptors (2. Platz: 58 Siege – 24 Niederlagen)

Wer die Toronto Raptors in den letzten Jahren verfolgt hat, der kommt nicht drum herum festzustellen, dass sie in den Playoffs immer wieder enttäuschten. Sicher, sie mussten sich einige mal gegen die immer wieder in den Finals stehenden Teams von LeBron James geschlagen geben, doch die schwachen Auftritte von DeRozan und Lowry blieben ebenfalls in den Köpfen.

In Runde Nummer 1 schien man sich dann sofort an die Vorjahre erinnert, nachdem Kyle Lowry sein wohl schlechtestes Spiel der Saison ablieferte. Er traf keinen seiner sieben Würfe, erzielte in 34 Minuten keinen Punkt und die Raptors verloren völlig überraschend gegen die Orlando Magic (101-104). Die Stimmung war direkt wieder negativ und natürlich war Lowry das Ziel der Kritik.

Die Raptors ließen sich davon allerdings nicht beeinflussen und schlugen mit einer tollen Leistung in Spiel Nummer 2 zurück. Lowry selbst war mit 22 Punkten und 7 Assists einer der besten Spieler und mit dafür verantwortlich, dass sich die Raptors durchsetzen konnten. In Spiel 3 war er mit einem Double Double dann erneut wichtig und selbst in Spiel 4 machte er seine Sache gut.

Mittlerweile war für die Raptors aber klar, dass Lowry nicht mehr die zweite Option im Kader ist. Pascal Siakam erspielte sich diese Rolle, lieferte er in der ersten Runde mit 22,6 Punkten pro Spiel bei 53,3% wirklich starke Werte ab. In Spiel 3 zeigte er mit 30 Punkten sein bestes Spiel und erwies sich als unfassbare starke Option für die Raptors.

Entscheidender und fraglos bester Mann der Raptors war allerdings Kawhi Leonard, der im Schnitt 27,8 Punkte erzielte, bei 55,6 % aus dem Feld und einer Dreierquote von 53,8% – und das obwohl er in Spiel 3 krank war. Mit 37 Punkten in Spiel 2, 34 Punkten in Spiel 4 und 27 Punkten in Spiel 5 dominierte er insgesamt nach Belieben und zeigte, warum die Raptors in dieser Saison einen stärkeren Eindruck hinterließen als in den Jahren zuvor.

Dazu konnten sich auch Spieler wie Danny Green und Marc Gasol in der Starting Five behaupten und gute Leistungen bringen. Die Bank spielte auch gut mit, so dass man mit den Neuzugängen Leonard, Gasol und Green sowie dem aufstrebenden Siakam die Hoffnung hat, besser auszusehen als in den letzten Jahren. Die Grundlagen sind jedenfalls da und die Raptors wollen nun gegen die Sixers den nächsten Schritt machen.

Situation Philadelphia 76ers (3. Platz: 51 Siege – 31 Niederlagen)

Die Philadelphia 76ers haben jedoch die gleichen Ziele wie die Raptors und werden alles dafür tun, um selbst eine Runde weiter zu kommen. Während Toronto und mit einer unfassbar starken und erfahrenen ersten Fünf auflaufen wird, brauchen sich die Sixers aber überhaupt nicht zu verstecken.

Mit Embiid hat man einen etwas stärkeren Center im Vergleich zu Gasol und mit Redick einen etwas besseren Schützen als Danny Green. Butler, Harris und Simmons schneiden im direkten Vergleich mit Lowry, Leonard und Siakam auch nicht schlechter ab, sodass man ein Duell auf Augenhöhe erwarten darf. Die Sixers sind insgesamt etwas unerfahrener, doch sie bewiesen in Runde 1, dass sie auch mit schwierigen Situationen umgehen können.

Denn genau wie die Raptors, verlor auch Philly überraschenderweise das erste Spiel gegen die Brooklyn Nets. Brooklyn zeigte mehr Einsatz, Philly verlor sich in Ego-Gezocke und musste sich am Ende mit 102-111 geschlagen geben. Im zweiten Spiel rückten sie aber die Verhältnisse wieder zurecht, siegten mit 145-123 und freuten sich über sechs Spieler, die mehr als 15 Punkte erzielten. Embiid und Simmons gingen dabei voran und rehabilitierten sich für ein durchwachsenes erstes Spiel.

Das dritte Spiel fand in Brooklyn statt und überraschenderweise fiel Embiid mit Knieproblemen aus. Doch die Sixers wussten mit der Situation umzugehen und besiegten die Nets mit 131-115, dank einer starken Leistung von Simmons (31 Punkte) und ebenfalls guten Auftritten von Harris (29 Punke) und Redick (26 Punkte). Embiid kehrte dann in Spiel 4 zurück, doch nun leistete sich Butler eine Rangelei mit Dudley und durfte das Spiel nicht zu Ende spielen. Brooklyn sah lange wie der Sieger aus, doch letztlich zeigte Embiid seine Klasse, brachte die Sixers zurück ins Spiel und am Ende siegten sie knapp mit 112-108.

Im fünften und letzten Spiel wussten die Sixers dann ihre Klasse auszuspielen und gewannen die Partie mit 122-100. Obwohl Embiid ein Spiel verpasste und angeschlagen in der Serie war, dominierte er nach Belieben und war offensiv nicht zu stoppen (24,8 Punkte und 13,5 Rebounds pro Spiel). Auch Ben Simmons festigte seine Rolle im Team und lieferte im Schnitt 17,2 Punkte, 6,6 Rebounds und 7,6 Assists ab.

Fakt ist, dass die Sixers ein Riesenpotenzial haben und es bleibt fraglich, ob sie nicht durch Verletzungen oder fehlende Disziplin gesperrt werden (Embiid hat bereits zwei unsportliche Fouls, Butler wurde bereits einmal disqualifiziert). Zudem sind die Top-Spieler Embiid und Simmons noch recht jung und es bleibt fraglich, wie sie mit der steigenden Druck-Situation umgehen. Auch Butler und Harris müssen sich erst noch auf großer Bühne beweisen, so dass zumindest noch das eine oder andere Fragezeichen hinter den Sixers stehen bleibt.

X-Faktor: Kyle Lowry

Mit Kawhi Leonard und Pascal Siakam haben die Raptors nun zwei Optionen, die kaum in Frage gestellt werden, da sie bisher überzeugten. Auch von den Rollenspielern wie Gasol, Green, Ibaka oder VanVleet darf man wieder gute Leistungen erwarten, ähnlich wie sie es bei ihren vorherigen Teams in den Playoffs zeigten.

Das große Problem der Raptors war in den letzten Jahren neben DeMar DeRozans schwachen Leistungen, der ja nicht mehr im Kader ist, auch das schwache Auftreten des Point Guards, Kyle Lowry. Defensiv wird er es gegen die groß gewachsene Starting Five der Sixers vermutlich mit JJ Redick zu tun bekommen, der Lowry durch seine Schnelligkeit und sein starkes Catch and Shoot-Spiel fordern wird.

Gleichzeitig könnte es aber auch sein, dass Redick ihn verteidigt, so dass Lowry hier seine Klasse ausspielen muss. Leonard und Siakam werden es gegen Butler, Simmons oder Harris alles andere als einfach haben, so dass Lowry der entscheidende Akteur werden kann. Kann er sein Potenzial abrufen, könnten die sowieso schon ein wenig favorisierten Raptors, die Serie vielleicht doch etwas deutlicher für sich entscheiden.

Toronto Raptors – Philadelphia 76ers Serien-Tipp

Beide Mannschaften bringen unfassbar viel Potenzial mit. Leonard und Embiid sind sicherlich die besten Individualisten dieser Serie, doch es wird auch auf die Akteure hinter den Top-Stars ankommen. Zudem hat Leonard mit Butler einen Top-Verteidiger gegenüberstehen, doch auch Embiid wird es gegen den ehemaligen Defensiv Player of the Year, Marc Gasol, alles andere als einfach haben.

Die Ergebnisse der regulären Saison sagen nichts über einen möglichen Serienverlauf aus, da keines der Teams komplett war. Der Verlauf der ersten Runde belegte zudem, dass bei beiden Teams die Gefahr besteht, dass sie nicht das Leistungsmaximum abrufen können. Dementsprechend darf man eine spannende Serie erwarten, bei der beide Mannschaften bis ans Maximum gehen müssen.

Die etwas besseren Karten haben aber letzten Endes die Toronto Raptors. Insgesamt sind sie etwas erfahrener, mit Leonard haben sie einen ausgeruhten Top-Mann, der gemeinsam mit Siakam in der Lage sein sollte, die Playoff-Probleme der letzten Jahre vergessen zu machen. Zudem haben sie den Heimvorteil auf ihrer Seite, der in einer Serie zwischen zwei sehr heimstarken Teams entscheidend sein kann.

Zu guter Letzt ist in Philly ungewiss, wie gesund Joel Embiid tatsächlich ist und da sich die Sixers zudem nicht immer so reif zeigten, wie man es von einem absoluten Spitzenteam erwarten darf, liegen ein paar mehr Vorteile bei den Raptors. Trotz allem darf man eine sehr interessante, intensive und hochklassige Serie erwarten, in der sich die Fans auf mindestens sechs Spiele freuen dürfen. Am Ende haben die Raptors hier allerdings die Nase vorn.

Toronto Raptors in 6

 

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