Europa League Finale: FC Sevilla – Inter Mailand

 

Finale in Köln! Nach langer, langer Pause hat die Europa League ihr Restprogramm in Windeseile durchlaufen, sodass nur noch zwei Teams übrig sind: Inter Mailand und der FC Sevilla kämpfen am Freitagabend (21.00 Uhr) im Rhein-Energie-Stadion um die europäische Krone. Das deutlich stärkere Team scheinen die Nezzazuri zu sein, die im Halbfinale mit einem 5:0 gegen Schachtar Donezk aufwarteten. Sevilla hingegen erreicht vor allem dank des Chancenwuchers von Manchester United das Endspiel. Kann das gutgehen für den Rekordmeister?

Europa League Finale: FC Sevilla – Inter Mailand, Freitag 21.00 Uhr

 

Eigentlich war alles angerichtet für ein Endspiel zwischen Manchester United und Inter Mailand: Die europäischen Traditionsvereine konnten sich erfolgreich aus dem Weg gehen, beide gingen als Favorit ins Halbfinale. Für die Red Devils war dort allerdings Schluss – der FC Sevilla gewann 2:1. Dabei hatten die Andalusier kaum überzeugende Argumente: Früh ging United in Führung, dank eines Elfmeters von Bruno Fernandes, im Anschluss kam es stellenweise zu Powerplay-artigen Spielsequenzen. Sevilla hatte größte Mühe, Manchester vom Toreschießen abzuhalten – über drei, vier, fünf Gegentore hätte sich das Team nicht beschweren können.

 

 

Letztlich aber scheiterten die Red Devils diverse Male kläglich, sodass die Partie nach Sevillas zwischenzeitlichem Ausgleich offenblieb. In der Schlussphase reichte deshalb ein genialer Moment von Kapitän Jesus Navas, um das Spiel zu entscheiden: Der Rechtsaußen behauptete zunächst stark den Ball, ehe er eine perfekte Flanke in den Fünfmeterraum schlug, wo Luuk de Jong dank schwacher Raumaufteilung von Lindelof unbedrängt einschieben konnte. 2:1 für Sevilla, Finaleinzug perfekt – wieder einmal.

 

Fünf Europa-League-Titel zählen die Andalusier bereits. Damit sind sie Rekordsieger des Wettbewerbs – und so etwas wie der ewig erfolgreiche Underdog: In fast keinem Jahr ging Sevilla als Favorit in die Saison, selbst im Finale hatten die Spanier oft die schwächeren Karten. Dennoch setzte sich das Team von Julen Lopetegui in allen fünf bisherigen Endspielen durch: 4:0 gegen Middlesbrough (2006), 3:1 i. E. gegen Espanyol Barcelona (2007), 4:2 i. E. gegen Benfica Lissabon (2015), 3:2 gegen Dnipro Dnipropetrovsk (2016) und 3:1 gegen den FC Liverpool (2017).

 

 

Seit dem Dreifachtriumph von 2015 bis 2017 war es ein wenig ruhiger geworden um die Andalusier – doch bietet sich die Chance auf den Titel Nummer sechs. Der Kader Sevillas ist ausgeglichen, in allen Mannschaftsteilen solide, mit einigen Ausreißern nach oben: Kapitän Navas war bereits bei den Europa-League-Erfolgen 2006 und 2007 an Bord, ist außerdem englischer Meister (ManCity 2014), Weltmeister (2010) und Europameister (2014). Auf solch eine Titelsammlung kann selbst im Topkader von Inter Mailand niemand mithalten. Am anderen Ende des Feldes hat Sevilla in Stürmer Munir einen vielversprechenden Youngster aufzubieten, der mit fünf Treffern in acht Spielen zu den besten Angreifern der Saison gehört.

 

Lukaku in Topform

 

Hier allerdings sind die Nezzazuri klar im Vorteil, denn deren Star scheint in der Europa League geradezu unterfordert zu sein: Romelu Lukaku traf in zehn internationalen Spielen in Folge – ein grandioser Rekord. In der laufenden Spielzeit sind es sechs Treffer in fünf Partien. Hinter der Speerspitze Lukaku hat Inter das schlagkräftigste Team seit Jahren aufgebaut: Sturmpartner Lautaro Martinez entwickelt sich mehr und mehr R

ichtung Weltklasse, im Mittelfeld zieht Christian Eriksen die Fäden – und in der Verteidigung stehen Haudegen wie Diego Godin ihren Mann. Als Architekten des Teams heuerte der Klub Antonio Conte an, der die Mailänder erfolgreich mit einem taktischen Konzept ausstattete. In der bisherigen Europa-League-Saison fand sich kein Team, dass diese Klasse auch nur annähernd matchen konnte: Nachdem Inter in der Champions-League-Gruppenphase gescheitert war, ließ der Klub Ludogorez Rasgrad, Getafe und Bayer Leverkusen im Vorbeigehen stehen, ehe im Halbfinale Schachtar Donezk wartet. Viele rechneten mit einer knappen Begegnung, da die Ukrainer als Geheimfavorit galten. Es kam gänzlich anders.

 

lukaku

 

5:0 gewann Inter am Montagabend, wobei das Team förmlich über den Gegner hinwegrollte. Zwar hatte sich ein derart hoher Sieg nicht gerade abgezeichnet – doch trotzdem geht das Ergebnis in Ordnung: Nachdem die Nezzazuri über 90 Minuten das klar bessere Team waren, belohnten sie sich mit vier Treffern in der letzten halben Stunde für eine exzellente Leistung. Mailand hatte das Spiel zu jedem Zeitpunkt im Griff, Schachtar mit seiner tollen Offensive kam überhaupt nicht zum Zug. Der vielleicht anschaulichste Beweis für Inters Überlegenheit war das 5:0: Wenige Meter vor der Mittellinie schaltete Lukaku den Turbo ein und überlief seinen Verteidiger wie einen Schuljungen, ehe er locker zum Endstand einschob.

Entscheidend war indes das Pressing der Italiener: Schon die gesamte Saison über gehört es zu den Stärken der Conte-Elf, den Gegner in verhängnisvolle Situationen zu bringen. Gegen Schachtar waren Ballgewinne tief in der gegnerischen Hälfte der Ausgangspunkt von gleich drei Toren. Hier muss Sevilla enorm aufpassen.

 

Beeindruckende Serien

Auf der anderen Seite haben auch die Andalusier ihre Argumente: Das Lopetegui-Team ist seit 20 Spielen ungeschlagen, damit übertrifft es die ebenfalls starke Serie von Inter Mailand (11 Spiele). Überdies war Sevillas Weg ins Finale deutlich schwieriger: Mit der AS Rom (2:0), den Wolverhampton Wanderers (1:0) und Manchester United (2:1) ließen die Spanier drei Topvereine hinter sich.

Dennoch sollte man nicht den Fehler begehen, die Teams auf Augenhöhe anzusiedeln – denn das sind sie nicht: Gegen ManUnited offenbarte Sevilla gravierende Mängel in der Defensive, die nur deshalb folgenlos blieben, weil die Red Devils einen Tag zum Vergessen erwischt hatten. Gegen Inter Mailand sollte man nicht darauf bauen, dass dies erneut passiert. Schließlich stehen mit Lukaku und Martinez zwei der besten Torjäger Europas auf der Mailänder Vertragsliste. Die individuelle Wucht des Kaders sowie das taktische Geschick von Trainer Conte dürften am Ende den Ausschlag geben.

 

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