Auswärtsschwache Wolfsberger müssen zuhause punkten, um den Anschluss auf den vorletzten Platz nicht zu verlieren. Die Grazer haben im Frühjahr vieles richtig gemacht – unter dem Strich stehen ein Punkt und das Cup-Aus.

Wolfsberger AC – Sturm Graz 13.2.2016 Tipp

Wolfsberger AC

Die Wolfsberger bieten zum Frühjahrsauftakt im Ernst-Happel-Stadion eine ansprechende Leistung – verabsäumen es aber gegen eine ersatzgeschwächte Rapid Mannschaft in der ersten Halbzeit die Weichen für etwas Zählbares zustellen. – eine Vierfachchance in der 31. Minute hätte die verdiente Führung bringen müssen. Nach der Pause reichen dem Rekordmeister gute sieben Minuten, um das Spiel zu entscheiden. Die offensiv ausgerichteten Wolfsberger laufen in der 56. Minute in einen Konter, den Schobesberger vollendet. Vier Minuten später ist es wieder ein Gegenstoß, den Pavelic mit einem Schuss ins kurze Eck abschließt. Ein Tor der Marke „Tor des Monats“ – Jelic trifft per Fallrückzieher, besiegelt die Bemühungen der Gäste. Und so heißt es seit Oktober 2014 weiter auf einen Auswärtssieg warten.

Nach zwei Liga-Niederlagen in Folge trifft man auf ebenfalls auswärts schwächelnde Grazer. Der gute Start seit der Übernahme von Pfeiffenberger scheint langsam zu verpuffen.

Aufstellung Wolfsberger AC

Es fehlen:  Drescher (Verteidigung Regulär; Mittelfußknochenbruch), Schmerböck (Mittelfeld Ersatz; Meniskus OP), Trdina (Sturm Langzeitverletzt; Kreuzbandriss), Weber (Mittelfeld Ersatz; Hüft- und Schambeinprobleme), Zündel (Verteidigung Regulär; Leisten OP)

Voraussichtliche Aufstellung: Kofler/Dobnik – Palla, Rnic, Sollbauer, Standfest – Ynclan, Tschernegg, Hüttenbrenner, Bingol – Silvio, Ouedraogo

Sturm Graz

Dank eines Last Minute Treffers wendet Sturm Graz einen Fehlstart in die Rückrunde ab. Neuzugang Avlonitis war aufgrund des Ausfalls von Spendlhofer direkt in die Startelf gerutscht, Jeggo saß nur auf der Bank. In einem turbulenten Spiel bekommen die Altacher gleich zu Beginn einen mehr als zweifelhaften Elfmeter zugesprochen (Klem bekam unabsichtlich den Ball auf die Hand), den Harrer souverän zur Führung verwertet.

In der 11. Minute erhöht Galvao nach Eckball auf 2-0. Mitte der zweiten Halbzeit finden die Grazer besser ins Spiel und Stankovic bringt sein Team mit einem Schuss knapp außerhalb des Strafraums zurück ins Spiel. Bei starkem Wind sind die Grazer auch in der zweiten Hälfte dominant und hätten in der 88. Minute ihrerseits einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Sie müssen aber bis in die 3. Minute der Nachspielzeit warten ehe Kienast den freistehenden Schick bedient und der zum verdienten Ausgleich trifft.  Wirklich weitergebracht hat dieser Punkt die Grazer im Kampf um die direkten Europacupplätze nicht – ein moralischer Sieg war es dennoch.

Die Grazer bieten trotz zahlreicher Ausfälle gegen den Titelverteidiger Salzburg im ÖFB Cup Viertelfinale eine ansprechende Leistung und sind über weite Strecken das bessere Team. Das einzige Tor des Abends gelingt Lainer nach knapp einer halben Stunde. In der zweiten Hälfte wird die Dominanz der Hausherren noch deutlicher, die Grazer scheitern aber einmal mehr an der Effizienz im Abschluss und verabschieden sich unglücklich aus dem Pokalwettbewerb.

Die Grazer sind seit September 2015 auswärts sieglos. Die Steirer konnten drei der letzten vier Auswärtsduelle in Kärnten für sich entscheiden – darunter auch das erste Aufeinandertreffen in 2015 mit 2-0.

Aufstellung Sturm Graz

Es fehlen:  Avdijaj (Sturm Schlüsselspieler; Oberschenkelverletzung aber zurück im Mannschaftstraining), Piesinger (Mittelfeld Regulär, Kreuzbandriss), Rosenberger (Verteidigung Ersatz; Kreuzbandriss)

Voraussichtliche Aufstellung: Esser – Lykogiannis, Kamavuaka, Avlonitis/Spendlhofer, Kayhan – Offenbacher, Lovric – Klem, Stankovic, Schick – Edomwonyi

Tipp

Die Wechsel von Tadic, Hadzic und Madl zeigten gnadenlos die Probleme der Grazer auf – wenig Stabilität in der Defensive und mangelnde Gnadenlosigkeit im Angriff. Die Grazer reisen mit wenig Ertrag nach Kärnten, die Leistungen in Altach und vor allem gegen Meister Salzburg im Cup waren dennoch ansprechend. Die neue Taktik der Grazer ist ein Dreieraufbau, aus einer gesicherten Verteidigung agieren und nicht mehr gnadenlos auf die zweiten Bälle gehen. Nach dem Abgang von Madl fehlt der absolute Führungsspieler, Offenbacher hat sich in Abwesenheit von Madl aber gut gemausert und zählt zu den positiven Entwicklungen im Frühjahr.

Die Wolfsberger suchen unter Pfeiffenberger stets das Glück im Angriff und dieser Umstand könnte den Grazern in die Karten spielen. Mit Spendlhofer kommt wieder mehr Routine in die Abwehr und abgesehen von der Anfangsviertelstunde in Altach ist man defensiv ganz gut gestanden. Bei den Wolfsbergern ist man aktuell nicht soweit, dass man vorne mehr Tore schießt als man hinten bekommt. Zwar ist das Spiel attraktiv anzusehen – man vermisst aber klar einen Plan B. Die Wolfsberger müssen kommen – die Grazer können abwarten.

Tipp: Variante Halbzeit/Endstand: Unentschieden/Sturm Graz – 6,50 BetVictor (starke Auswahl)

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