Und schon sind wir in der zweiten Runde der WM. Beide Teams konnten ihre Auftaktspiele gewinnen und nun sehen wir auch das erste extrem hitzige Duell der alten Rivalen Brasilien und Mexiko. Sicherlich es ist nicht ganz das Niveau von Brasilien – Argentinien, aber besondere Freunde sind die zwei Teams auch nicht. Beide Teams konnten ihr Auftaktspiele gewinnen, aber Mexiko wirkte sogar deutlich souveräner.

Brasilien

Die Brasilianer haben gute Szenen gezeigt, aber der ungerechtfertigte Elfmeter führte dazu, dass sie nun alle außer ihre eigenen Landsleuten gegen sich haben. Außerdem fühlt sich die Leistung dadurch auch nicht so wirklich überzeugend an. Es lohnt sich jedoch einen genauen Blick auf Spielverkauf, Stärken und Schwächen des Teams zu werfen.

Zu den Schwächen muss klar die Nervosität zählen. Sie wirkten defensiv immer wieder anfällig und vor allem unruhig. Die Frage, die entscheidend für das Turnier ist: war es allgemeine Nervosität, die man nicht so gut in den Griff bekommen wird oder war es das frühe Eigentor, das einfach alles durcheinander brachte. Ich glaube es ist eine Mischung, aber der überraschende Rückstand und die nicht hinten mauernden Kroaten waren einfach nicht eingeplant. Wer sich steigern muss auf dem Feld sind Hulk und Fred. Freds Schwalbe bei Seite, aber er war nicht so gut wie beim Confed Cup und Hulk wirkte unsichtbar.

Doch bei den wichtigsten zwei Themen funktionierten die Brasilianer schon ganz gut und das wird leider übersehen. Auf der einen Seite schient Neymar sofort im Turnier zu sein und auf der anderen haben sie mit Oscar endlich wieder einen kreativen (und unermüdlichen Motor im offensiven Mittelfeld). Er war trotz zweier Tore von Neymar der beste Spieler auf dem Platz und krönte dies mit einem schönen Tor. Absolute Topleistung kam auch von Luis Gustavo. Der Wolfsburger machte das was ein Spieler auf seiner Position machen sollte: Kontrolle behalten. Er strahlte Ruhe und Souveränität aus und machte so gut wie keine Fehler.

Hulks Einsatz scheint unwahrscheinlich, da er sich am Sonntag beim Training leicht verletzt hat und seine Leistungen eh mittelmäßig waren im ersten Spiel. Bernard könnte seine Rolle übernehmen, wobei hier kein Qualitätsverlust vorliegt.

Voraussichtliche Aufstellung Brasilien: Cesar – Alves, Luiz, Silva, Marcelo – Gustavo, Paulinho – Oscar, Neymar, Bernard (oder wieder Hulk) – Fred

Mexiko

Die Mexikaner überzeugten auf ganzer Linie und wurden dabei um zwei Tore betrogen. Sowohl das Abseitstor war eigentlich regulär, als auch der Pfiff, den scheinbar erst niemand zuordnen konnte waren falsch und so hätte das Team am Ende viel deutlich gewinnen müssen. Wir schon im Vorbericht zum Spiel gegen Kamerun gesagt: die Tugenden der Mexikaner haben sich verändert. Sie sind nicht mehr das defensive Bollwerk, sondern haben ihre Stärken in der Offensive. Hier muss allerdings Chicharito wieder den Weg zu Topleistungen zurückfinden.

Der „eigentlich“ zweifache Torschütze dos Santos war klar bester Mann und strahlte durchgehend Gefahr aus. Ihn gilt es zu stoppen, wenn Brasilien hier als Sieger vom Platz gehen will. Der schon als ewiges Talent verschriene dos Santos konnte sich noch nie bei großen Vereinen durchsetzen und wird auch jetzt zeigen müssen, dass er auch gegen Top-Teams so eine Vorstellung liefern kann.

War alles rosig bei den Mexikanern? Nein, definitiv nicht. Sie traten hier gegen einen Gegner an, der deutlich schwächer war als erwartet und lange nicht viel fürs Spiel tun wollte. Als die Kameruner dann gegen Ende doch einmal das Tempo anzogen, wurden die defensiven Probleme bei Mexiko sehr deutlich. Aguilar ist eine Schwachstelle, aber auch Marquez und Guardado konnten nicht vollständig überzeugen. Marco Fabian könnte auch ein dauerhafter Ersatz für Guardado sein, wenn er weiterhin so wackelig wirkt. Er könnte jedoch sehr entscheidend gegen Brasilien sein, da er auf seiner Seite den häufig wackelig wirkenden Dani Alves unter Druck setzen müsste.

Voraussichtliche Aufstellung Mexiko: Ochoa – Moreno, Marquez, Rodriguez – Layun, Guardado, Vazquez, Herrera, Aguilar – Peralta, Santos

Tipp

Brasilien wurde berechtigt kritisiert, vor allem wegen des Elfmeters, aber da sich alle auf dieses Tor konzertierten, wurde auch übersehen, dass sie vor allem in der zweiten Halbzeit immer mehr ihre großen Qualitäten zeigten. Die erste Nervosität ist vorbei und sie dürften hier noch besser auftreten. Mexikos Schwächen werden hier nicht mehr kaschiert werden können.

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