Roger Federer schlottern vor seinem Viertelfinale bestimmt nicht die Knie, denn Gilles Simon ist nicht unbedingt sein Angstgegner. Der Franzose verfügt auch nicht über einen unglaublich harten Aufschlag oder extrem gefährliche Waffen, doch er ist sehr konstant.

Von den bisherigen sieben Duellen der beiden konnte Simon immerhin zwei gewinnen. Sein letzter Sieg datiert jedoch aus dem Jahr 2008. Meist waren es aber knappe Spiele wie z.B. bei den Australian Open 2011 oder den French Open 2013. Federer musste dort jeweils über fünf Sätze gehen.

In Shanghai Ende des letzten Jahres standen sie sich zum bisher letzten Mal gegenüber. Auch dort konnte von einer einseitigen Partie nicht unbedingt die Rede sein. Federer behielt mit 7:6 und 7:6 die Oberhand. Nach diesen Resultaten zu urteilen geht Simon bestimmt nicht chancenlos in dieses Duell.

Gilles Simon

Wenn ich ganz ehrlich bin hatte ich es Gilles Simon im Herbst seiner Karriere nicht mehr zugetraut in ein Wimbledon Viertelfinale einzuziehen. Besonders in der letzten Runde spielte er ein nahezu perfektes Match. Gegen den favorisierten Tschechen Tomas Berdych siegte er locker mit 6:3, 6:3 und 6:2. Wenn er diese Leistung wiederholen kann, hat er auch gegen Federer eine Chance.

Bisher ist er hier nur einmal in Schwierigkeiten geraten. In der dritten Runde musste er gegen Landsmann Gael Monfils in den Entscheidungssatz. Der 30 jährige Simon liegt momentan auf Platz dreizehn in der Weltrangliste. Er holte sich den Titel von Marseille. Auch sein Erfolg hier in Wimbledon kommt nicht von ungefähr, denn in Queens kam er immerhin bis ins Halbfinale. Er hat so spät in seiner Karriere noch einmal den sechsten Gang gefunden, gegen Federer braucht er dazu aber noch den „Turboboost“.

Roger Federer

Die Schweizer Tennislegende spazierte bisher nur so durch das Turnier. In seinen vier Matches musste er nur einen Satz abgeben. Federer hatte dabei aber auch etwas von der Auslosung profitiert, denn namhafte Gegner waren bisher noch nicht dabei. Im Achtelfinale ging es gegen den Spanier Bautista Agut. Agut war hier zwar an Nummer 20 gesetzt, doch er ist ein reiner Sandplatzspezialist.

Federer schaffte im vergangenen Jahr hier den Einzug ins Finale, diesmal würde er gerne noch einen Schritt weitergehen. Eines ist aber wohl sicher gewiss, unter seinem neuen Trainer Stefan Edberg hat er sein Tennis noch einmal auf ein anderes Level gehoben, insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass seine Leistungskurve altersbedingt nach unten zeigte.

Tipp

Simon wartet seit sieben Jahren auf einen Sieg gegen Federer und wir gehen davon aus, dass er noch etwas länger warten muss. Auf Sand wäre er wohl eher in der Lage Federer in Bedrängnis zu bringen, doch in Wimbledon sollte es eine relativ klare Angelegenheit sein.

Tipp: Federer gewinnt mit 3:0 Sätzen – 1,87 Betvictor

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