Surebets

Was sind Surebets bei Sportwetten? Kann man wirklich unter Garantie gewinnen? Profitabel auf Sport wetten ohne Risiko? Ja und nein. Lesen Sie hier weiter.

Absolut sichere Wetten bei Sportwetten-Anbieter gibt es nicht. Zumindest dann nicht, wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Dafür gibt es aber Wetten, mit denen sich ein sicherer Gewinn erzielen lässt. Wer nun der Ansicht ist, dass sich die beiden Behauptungen widersprechen und keinesfalls miteinander vereinbaren lassen, wurde vermutlich bislang noch nicht mit dem Begriff Surebet konfrontiert.

 

 

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Surebet nichts anderes als “sichere Wette“, was allerdings formal nicht ganz korrekt ist. Vielmehr handelt es sich um mehrere, mindestens zwei, Wetten auf ein und dasselbe Wettereignis, allerdings auf unterschiedliche und alle möglichen Ausgänge. Bei Zwei-Weg-Wetten werden folglich zwei Wetten platziert, bei Drei-Weg-Wetten, also etwa den klassischen 1X2-Tipps bei Fußballspielen, derweil drei.

 

 

Gesetzt wird auf sämtliche Ausgänge, sodass am Ende einer der Wetten auf jeden Fall gewinnt. Platziert man indes sämtliche Wetten beim gleichen Buchmacher, wird unter dem Strich definitiv ein Verlust stehen, da die Quoten so kalkuliert sind, dass nie 100 Prozent der Einsätze ausbezahlt werden. Allerdings lassen sich bei manchen Wettereignissen die von Buchmacher zu Buchmacher zum Teil deutlichen Quotenunterschiede nutzen, um unter dem Strich auf mehr als 100 Prozent Gewinnerwartung zu kommen.

 

 

Das bedeutet wiederum, dass mit einer geschickten Wahl der Einsätze ein Gewinn übrigbleibt, egal welcher der Tipps aufgeht. Der Sieger-Tipp kompensiert dabei nicht nur die Verluste der übrigen Wetten, sondern sorgt in der Endabrechnung für ein Plus, das sich aber meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Einsatzes bewegt. Reich wird man mit Surebets damit auf einen Schlag nicht, doch wer kontinuierlich auf diese Strategie setzt, kann ohne Risiko das persönliche Wettkonto aufstocken.

 

Zwei-Wege-Surebet

 

Eine Surebet, bei der nur zwei Wetten platziert werden müssen, findet sich etwa bei Tennis-Spielen oder im Fußball bei Over/Under-Tipps.

 

Beispiel 1: Tennis

 

Angenommen, Buchmacher A bietet für den Sieg von Tennisspieler X die Quote 2,00 (bei sämtlichen Beispielen bleibt die Wettsteuer aus Gründen der vereinfachten Darstellung außen vor), während Buchmacher B für den Erfolg von Spieler Y ebenfalls die Quote 2,0 offeriert. Setzt man auf jeden der beiden Spieler zehn Euro, wird eine Wette auf jeden Fall mit einem Gewinn von 20 Euro enden, wohingegen beim anderen Tipp die zehn Euro Einsatz verloren gehen. Als Ergebnis steht somit eine Null.

 

 

Bietet Buchmacher C derweil für eine Wette auf Spieler Y die Quote 2,05, bleibt auf jeden Fall ein Gewinn, wenn der Einsatz entsprechend berechnet wird. Dafür existieren im Internet diverse kostenfreie Surebetrechner, die diese Aufgabe übernehmen. Um im Beispiel zu bleiben, sollten 10,12 Euro bei Buchmacher A auf einen Sieg von Spieler X gesetzt werden und bei Buchmacher C 9,88 auf einen Sieg von Spieler Y. Egal, wie die Begegnung endet, bleibt ein sicherer Gewinn von 0,25 Euro.

 

Beispiel 2: Over/Under

 

Dafür, dass in einem Fußballspiel mindestens drei Tore fallen, also für eine Wette auf Over 2.5, bietet Buchmacher A die Quote 1,80. Derweil offeriert Buchmacher B für höchstens zwei Tore, also Under 2,5, die Quote 2,40.

Setzt man nun 100 Euro auf Over 2.5, würden im Erfolgsfall 180 Euro, also 80 Euro Gewinn, ausgezahlt. Wettet man zugleich 80 Euro auf Under 2.5, ergäbe sich eine Auszahlung von 192 Euro, also ein Gewinn von 112 Euro. Im schlechtesten Fall, also wenn mehr als drei Tore fallen, stünde am Ende eine Null. Dagegen könnte bei maximal zwei Toren ein Gewinn von zwölf Euro erzielt werden – ohne jedes Risiko. Durch eine entsprechende Anpassung des Gesamteinsatzes von 180 Euro auf 102,86 Euro für Over 2.5 und 77,14 Euro für Under 2.5 würde sich unabhängig von der Anzahl der Tore auf jeden Fall ein Gewinn von 5,14 Euro ergeben.

 

Drei-Wege-Surebet

 

Eine Drei-Wege-Surebet findet man zwar nicht nur, aber vor allem und am häufigsten bei Fußballspielen, wenn die Auswahl zwischen Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg besteht. Im Vergleich zu Zwei-Wege-Surebets ist der Aufwand etwas größer, da bei drei Buchmachern Einsätze platziert werden müssen. Mit einem Surebetrechner sind die nötigen Einsätze aber schnell ermittelt und auch recht schnell platziert.

 

Beispiel: 1X2-Wette beim Fußball

 

Für einen Heimsieg bietet Buchmacher A die Quote 1,95, für ein Unentschieden Buchmacher B die Quote 3,70 und für einen Auswärtssieg zahlt Buchmacher C den fünffachen Einsatz zurück. Diese Quoten ergeben in der Addition eine 101,71-prozentige Auszahlung und damit eine Surebet. Über den Surebetrechner lassen sich bei Eingabe eines Gesamteinsatz die passenden Einzeleinsätze schnell ermitteln.

Will man insgesamt 100 Euro setzen, ergeben sich die folgenden Einsätze und Auszahlungen:

Buchmacher A: 52,16 Euro x 1,95 = 101,71 Euro

Buchmacher B: 27,49 Euro x 3,70 = 101,71 Euro

Buchmacher C: 20,34 Euro x 5,00 = 101,70 Euro

Es bleibt damit auf jeden Fall ein Reingewinn von 1,71 oder 1,70 Euro.

 

Voraussetzungen für Surebets

 

Erforderlich für regelmäßige Gewinne mit Surebets sind freilich Konten bei mehreren Buchmachern. Dabei empfiehlt es sich, die Quoten über einige Wochen hinweg zu beobachten, um zu wissen, bei welchen Bookies am häufigsten Surebets möglich sind und wo es generell überdurchschnittlich hohe Quoten gibt. Sinnvoll ist es überdies, Möglichkeiten zum schnellen Geldtransfer zu schaffen, um ohne großen Zeitverlust Geld zwischen den einzelnen Buchmachern hin und her schieben zu können. E-Wallets wie Skrill oder Neteller eignen sich dafür am besten. Die zweite Alternative, die aber ein gewisses Kapital erfordert ist es, auf mehreren Konten relativ hohe Beträge liegen zu haben. Und hohe Beträge sind bei Surebets aufgrund der recht niedrigen Gewinnmarge unerlässlich, soll es sich einigermaßen lohnen. Denn angenommen, es bleibt ein sicherer Gewinn von zwei Prozent, müssten für sämtliche Tipps einer Surebet bereits 100 Euro gesetzt werden, um zwei Euro zu gewinnen.

 

 

Surebets auf eigene Faust ausfindig zu machen, ist überaus zeitintensiv und lohnt sich nach einer Aufwand/Ertrag-Rechnung kaum. Allerdings gibt es einige professionelle Anbieter, die sich auf das Auffinden von Surebets spezialisiert haben. Kostenlos sind deren Dienste allerdings leider nicht oder allenfalls mit großen Einschränkungen, etwa einer zeitlich verzögerten Anzeige der kostenfrei zur Verfügung gestellten Surebets im Vergleich zum Angebot für zahlende Kunden. Und der zeitliche Aspekt spielt keine unwesentliche Rolle. Da man Surebets letztlich auch auf eine fehlerhafte Berechnung eines oder mehrerer Buchmacher zurückzuführen sind, werden die entsprechenden Quoten häufig rasch korrigiert. Insbesondere natürlich bei Live-Wetten. Live-Wetten bietet aber dennoch besonders große Chancen auf Surebets, da es den einzelnen Bookies kaum möglich ist, im Eifer des Gefechts die eigenen Quoten umfassend mit denen der Konkurrenz abzugleichen. Durch hohe Einsätze auf die gleichen Spielausgänge werden Buchmacher aber meist schnell auf vorhandene Surebet-Optionen aufmerksam und passen ihre Quoten an.

 

Surebets beim Bonus-Schieben

 

Nahezu alle Buchmacher bieten ihren Neukunden Willkommensboni, die auf den ersten Blick sehr attraktiv sind, aber leider auch an meist nicht einfach zu erfüllende Bonusbedingungen geknüpft sind. Deutlicher leichter erfüllen lassen sich diese Bedingungen aber, indem parallel bei mehreren Buchmachern Konten eröffnet werden. Zwar müssen dann natürlich auch insgesamt höhere Boni erfüllt werden, doch lässt sich das Risiko eines Verlustes durch eine geschickte Auswahl der Wetten und Einsätze ausschließen.

 

 

Und zwar wiederum, indem bei den verschiedenen Buchmachern auf alle möglichen Spielausgänge getippt wird. Bei einem Fußballspiel wird dann zwar bei zwei Buchmachern verloren, doch beim dritten Bookie wird dafür richtig abgeräumt. Erst recht, wenn es sich dabei auch noch um echte Surebets handelt. Ist letzteres nicht der Fall, bleibt unter dem Strich zwar ein Verlust, der aber bei einer passenden Wahl der Einsätze gering ausfallen sollte und sich mit dem kassierten Boni auffangen lässt.