Auf den ersten Blick scheinen die Utah Jazz im Vorfeld ihrer Begegnung gegen die Brooklyn Nets der klare Favorit zu sein. Sie waren in der letzten Saison das klar bessere Team, kamen in dieser Saison nach und nach besser in Form, hatten weniger Verletzungspech und konnten bereits einige Top-Teams ärgern. Doch die Nets haben insgesamt nur drei Siege weniger und werden immer wieder unterschätzt. Sie spielen ebenfalls eine tolle Saison, sind auf Playoff-Kurs und werden es den Jazz daher keinesfalls einfach machen.

Tipp: Utah Jazz

Aktuell stehen beide Teams auf Rang 6 in ihrer jeweiligen Conference, doch in beide Richtungen ist für beide Teams noch alles möglich. Im bisher einzigen Duell standen sich beide Teams Ende November gegenüber und Utah setzte sich in Brooklyn mit 101-91 durch. Utah gewann auch die letzten beiden Spiele in Folge und behauptete damit vorerst Platz 6. Brooklyn gewann zuletzt vier mal in Folge, musste sich aber im letzten Spiel gegen OKC geschlagen geben. Im Vorteil scheinen heute die Jazz zu sein, da sie zu Hause spielen und bereits die erste Partie gewinnen konnten. Da sie das etwas bessere Team sind, sollte der Tipp auf die Jazz gehen.

Unser Tipp: AH -5,5 Utah Jazz

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NBA – Utah Jazz (39-29) – Brooklyn Nets (36-34)

Leider hat Utah aktuell ein großes Problem neben dem Platz. Im vorletzten Heimspiel gegen die Oklahoma City Thunder kam es zu einem unschönen Zwischenfall, da Fans der Utah Jazz Spieler von OKC rassistisch beleidigten. Ein Fan wurde sogar auf Lebenszeit aus dem Stadion verbannt und die Besitzerin von Utah fühlte sich daher vor dem letzten Heimspiel verpflichtet eine Message an die Fans zu richten.

Dabei hat die Mannschaft aus Utah eigentlich keine Zeit für solche Nebenkriegsschauplätze, ist die Tabellensituation sehr angespannt. Zwar stehen sie aktuell auf Platz 6, doch sie haben die gleiche Bilanz wie die Spurs auf Platz 7 und nur eine Niederlage weniger als die Clippers auf Platz 8. Die Thunder und Blazers auf den Plätzen 4 und 5 haben zudem nur 2,5 Spiele Vorsprung, so dass selbst nach oben noch etwas möglich sein sollte. Utah ist also so oder so gefordert, auch um nicht ans Ende der Playoff-Plätze durchgereicht zu werden, stünde ihnen hier wohl ein Erstrundenduell mit den Warriors bevor.

Doch glücklicherweise stabilisierten sich die Leistungen in den letzten Wochen und auch individuell ist auf die Spieler von Coach Snyder Verlass. Vor allem Donovan Mitchell spielt eine starke Saison. Seit Anfang Februar verpasste er nur einmal das 20-Punkte Plateau und führte seine Mannschaft fast immer im Scoring an. Gobert stabilisiert weiterhin die Defensive und auch die Rollenspieler steuern immer wieder entscheidend zu den Erfolgen bei. Utah ist also auf einem guten Weg, hat aber bis zu den Playoffs noch ein wenig Arbeit vor sich.

Gleiches gilt jedoch auch für die Brooklyn Nets, für die die Situation allerdings etwas schwieriger ist. Während die Jazz mit 5,5 Spielen Vorsprung auf Platz 9 so gut wie sicher in den Playoffs sind, hat Brooklyn nur vier Spiele Vorsprung. Nach oben geht zudem nichts mehr, haben sie 6,5 Spiele Rückstand auf Platz 5. Somit müssen sie ihre direkten Verfolger, die Pistons und Heat im Auge behalten und dürfen auch die Magic und Hornets nicht unterschätzen, die natürlich auch irgendwie in die Playoffs wollen.

Besonders ärgerlich war für die Nets, die insgesamt schwache Phase seit Ende Januar, in der sie zehn von fünfzehn Spielen verloren und nur einmal zwei Spiele in Folge gewinnen konnten. Doch mit dem Sieg vor knapp zwei Wochen gegen die Mavs, starteten sie eine Siegesserie über die Cavs, Hawks und Pistons, womit sie sich wieder ein weniger Sicherheit holen konnten. Im letzten Spiel verloren sie dann zwar mit 96-108 gegen die Oklahoma City Thunder, trotzdem können sich vier Siege in den letzten fünf Spielen gut sehen lassen.

Allerdings wird der Schlussspurt nicht gerade einfach. Mit dem Spiel in OKC begann ein sieben Spiele andauernder Auswärtstrip und anschließend warten mit Duellen gegen Boston, Milwaukee, Toronto, Milwaukee, Indiana und Miami noch einige sehr schwierige Aufgaben auf die Jazz. Die Nets dürfen sich daher eigentlich keine Ausrutscher mehr erlauben, gehen sie nur noch in zwei oder drei Spiele als Favorit. Utah gehört zudem zu den eher leichteren Aufgaben, doch einfach wird es heute nicht und Brooklyn scheint das Nachsehen zu haben.

Fraglich sind auf Seiten der Nets heute Napier, Carroll und Graham. In Utah ist noch nicht klar, ob Exum, Sefolosha und Bradley spielen können.

Player to watch: Donovan Mitchell

Man darf nicht vergessen, dass Donovan Mitchell erst 22 Jahre alt ist und in seiner zweiten Saison spielt. Von den Werten präsentiert er sich allerdings wie ein etwas älterer, erfahrener Spieler. 23,6 Punkte, 4,0 Rebounds und 4,1 Assists lassen zwar noch ein wenig Luft nach oben, doch er steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr, obwohl seine Spielzeit gleich blieb. Er überzeugte in den letzten zehn Spielen mit im Schnitt 28,1 Punkten pro Partie und einer großen Konstanz. Utah kann also auf ihn bauen und wird auch heute gute Werte vom ihm benötigen. Seinen Schnitt sollte mit 24 Punkten erreichen können.

 

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