1860 – Duisburg, es ist das Kellerduell der 2. Bundesliga schlechthin. Der Tabellenvorletzte TSV 1860 München erwartet Schlusslicht MSV Duisburg. Beide Mannschaften haben nach zwölf Partien lediglich sechs Punkte auf dem Konto, wobei die Münchner Löwen sogar noch sieglos sind. Duisburg hat zwar einmal gewonnen, aber eben auch schon acht Pleiten kassiert – mehr als jedes andere Team. Obwohl es erst der 13. Spieltag ist, darf man schon von Abstiegskampf pur sprechen. Denn klar ist, dass der Verlierer erst einmal den Anschluss ans Mittelfeld verpasst hat.

48-mal standen sich beide Traditionsvereine bislang gegenüber. Mit 22 Siegen bei 14 Unentschieden und nur zwölf Niederlagen haben die Münchner Löwen dabei statistisch die Nase klar vorne. In München verloren die Sechziger bei 13 Siegen und zehn Unentschieden erst dreimal gegen den MSV.

TSV 1860 München

Aufstellung TSV 1860 München

Voraussichtliche Aufstellung: Eicher – Kagelmacher, Schindler, Yegenoglu, Neudecker – Degenek – Simon, Adlung, Liendl, Claasen – Mugosa

Nach sechs Unentschieden und vier Niederlagen vom Start weg zog der TSV 1860 München die Reissleine und ersetzte Trainer Torsten Fröhlng durch den erfahrenen Benno Möhlmann, der indes nicht nur sein Einstandsspiel gegen den Karlsruher SC (0:1) verlor, sondern sich anschließend auch eine Gallenblasen-OP unterziehen musste und das 0:1 bei der SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Wochenende nur vom Krankenbett aus verfolgen konnte. Ebenso wie am Mittwoch den überraschenden 2:1-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 im DFB-Pokal, als bereits der zweite Bundesligist nach der TSG 1899 Hoffenheim bezwungen wurde. Dieser Erfolg sollte dem Team nun Auftrieb geben wie möglicherweise auch die Rückkehr des zuletzt von Torwarttrainer Kurz Kowarz vertretenen Möhlmann.

Im Vergleich zum Pokal-Sieg gibt es wenig Grund für Veränderungen. Stammkeeper Vitus Eicher dürfte aber in eine ansonsten wohl unveränderte Startelf zurückkehren.

MSV Duisburg

Aufstellung MSV Duisburg

Voraussichtliche Aufstellung: Ratajczak – Feltscher, Dvali, Bajic, Wolze – Holland, Dausch – Chanturia, Obinna, Grote – Onuegbu

Mit nur zwei Punkten aus den ersten neun Spielen hat der MSV Duisburg einen katastrophalen Fehlstart in die Saison hingelegt und auch intern Zweifel an der Qualität des Kaders genährt, wobei sicherlich auch enormes Verletzungspech eine Rolle spielte. Dank einiger Nachbesserungen auf dem Transfermarkt kommt der MSV inzwischen aber konkurrenzfähig daher und ist zudem defensiv deutlich stabiler geworden. Nach dem 1:0 gegen den SC Paderborn am zehnten Spieltag versäumten es die Zebras beim 1. FC Heidenheim (0:1) und zuletzt gegen den 1. FC Nürnberg (0:0) aber entscheidend nachzulegen, sodass Trainer Gino Lettieri einmal mehr unter Druck steht und im Falle einer Pleite in München wohl seinen Job los wäre.

Beim MSV sind im Vergleich zum torlosen Remis gegen Nürnberg mehrere Änderungen zu erwarten. Für den gesperrten Thomas Meißner könnte Steffen Bohl in die Innenverteidigung rücken oder Lasha Dvali feiert sein Startelfdebüt. Wieder dabei ist der gegen den Club krankheitsbedingt nur auf der Bank sitzende und schmerzlich vermisste Victor Obinna, der gemeinsam mit seinem nigerianischen Landsmann Kingsley Onuegbu (für Stanislav Iljutcenko) beginnen könnte.

Tipp

Mit dem Schwung des Pokal-Erfolges ist den Münchner Löwen nun zuzutrauen, endlich auch in der Liga den Bock umzustoßen. Dass die Qualität grundsätzlich vorhanden ist, wurde nicht zuletzt in Mainz deutlich und könnte mit gewachsenem Selbstvertrauen jetzt auch im Alltag abgerufen werden. Duisburg wird sich zwar sicherlich dagegenstemmen, ist letztlich aber schwächer besetzt.

Tipp: Sieg TSV 1860 München – 1.85 Tipico

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