Das erste Sonntagsduell des 11. Spieltages bestreiten die Überflieger aus Hoffenheim gegen das Schlusslicht der Liga, den Hamburger SV. Für die einen geht eine gute Saison weiter, während es für die Gäste jetzt schon bei jedem Spiel um so ziemlich alles geht. Der Abstand wird einfach immer größer und größer.

TSG 1899 Hoffenheim

Die Sinsheimer spielen ihre neunte Bundesligasaison und fast immer standen sie nach zehn Spieltagen im oberen Tabellendrittel, aber so gut wie in diesem Jahr standen sie noch nie da. Als eines von drei Teams sind sie in dieser Saison noch ungeschlagen und am vergangenen Spieltag ergatterten sie mit einem ungeheuren Aufwand ein 1:1 Unentschieden beim Rekordmeister in München. Zwar hätten die Bayern laut Trainer Nagelsmann auf Grund der zweiten Halbzeit einen Sieg verdient gehabt, aber die 1899er steckten nie auf, rannten unglaubliche acht Kilometer mehr als die Bayern und stellten mit insgesamt 123,2 gelaufenen Kilometern einen neuen Saisonbestwert auf.

In der Länderspielpause wurden frische Kräfte mobilisiert und kleine Wehwehchen von dem einen oder anderen Spieler auskuriert. Am Sonntag empfängt die Truppe um Trainer Julian Nagelsmann ihren Lieblingsgegner den Hamburger SV. Gegen keine andere Mannschaft konnten die Sinsheimer häufiger gewinnen und mehr Tore erzielen als gegen die Rothosen.

Die gesamte Mannschaft der Hoffenheimer leistet momentan schier unglaubliches. Trotzdem muss ein Spieler besonders hervorgehoben werden. Ex-HSV Spieler Demirbay, der für ein Schnäppchen zu den Sinsheimern wechseln durfte, erzielte gegen die Bayern mit dem 0:1 den Treffer des 10. Spieltages und ist auch noch am meisten gelaufen von allen Akteuren am Platz.

Aufstellung TSG Hoffenheim

Uth kehrt nach sechswöchiger Verletzungspause wieder in die Mannschaft zurück. Er hatte mit einem Muskelbündelriss zu kämpfen und wird laut seinem Trainer die Konkurrenz nochmal verschärfen.

Baumann – Süle, Vogt, B. Hübner – Rudy – Kaderabek, Nad. Amiri, Demirbay, Zuber – Wagner, Kramaric

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Hamburger SV

Wie könnte es anders sein geht es beim HSV mal wieder drunter und drüber. Dass der sportliche Erfolg ausbleibt ist jedem bekannt. Am 10. Spieltag wurden die Hamburger vor heimischem Publikum vom BVB oder besser gesagt von Aubameyang im Alleingang erlegt. Bei der 2:5 Niederlage erzielte der Gabuner vier Treffer, darunter ein lupenreiner Hattrick und crashte so den 80. Geburtstag vom Hamburger Urgestein Uwe Seeler. Kein Wunder, dass die HSV Fans skandierten „Bis auf UWE könnt ihr alle gehen“ denn in dieser Saison wurden drei Hattrick erzielt und alle gegen den Hamburger SV.

Somit wartet Neutrainer Gisdol immer noch auf seinen ersten Sieg, die Rothosen sind seit vier Auswärtsspielen torlos und noch nie hat eine Mannschaft den Klassenerhalt geschafft, die nach dem 10. Spieltag acht oder mehr Niederlagen auf dem Konto hatte. Dazu kommt noch das Kasperletheater um die Suche eines neuen Sportchefs für die Hamburger. Aber wen wundert es, dassBeiersdorfer eine Absage nach der anderen kassiert. Hogmaa, Heldt und zuletzt Hochstätter, um nur einige zu nennen, erteilten Dietmar Beiersdorfer alle samt einen Korb und somit wird fieberhaft weitergesucht. Für Trainer Gisdol gibt es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club, ob das ein erfreulicher Anlass ist, bleibt zu bezweifeln, denn der HSV konnte nur eines der letzten sechs Spiele in Hoffenheim gewinnen.

Und der HSV hat noch einen Paukenschlag zu bieten. Coach Gisdol nahm Djourou unter der Woche die Kapitänsbinde weg und überreichte sie Sakai. Er wolle damit ein Zeichen setzen und eine neue Mentalität in die Mannschaft bringen. Kurios ist, dassSakai erst seit 2015 das Trikot der Rothosen trägt. Aber wer will es dem Trainer verübeln solch eine Aktion zu starten. Es ist vielleicht der letzte Strohhalm an den er sich festklammern kann.

Aufstellung Hamburger SV

Spahic ist wegen Adduktorenproblemen fraglich. Ekdal fällt wahrscheinlich wegen Sprunggelenksproblemen aus. Adler plagt sich mit einer hartnäckigen Schleimbeutelentzündung im linken Ellenbogen herum und kann voraussichtlich auch nicht spielen.

Mathenia – Cleber, Diekmeier, Djourou – Kostic, Douglas Santos – G. Sakai, Jung – N. Müller, Gregoritsch – Lasogga

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Tipp

In der momentanen Form der Hoffenheimer gibt es für den HSV in Sinsheim nichts zu holen. Wir haben uns immer wieder den HSV angesehen, aber so blutleer wie sie wirken, geht es nun gegen ein Team, das schon die gesamte Hinrunde viel Leidenschaft UND einen guten Fußball zeigt. Es wäre die vielleicht größte Überraschung des Spieltages, wenn der HSV hier etwas zu melden hätte.

Tipp: Handicap Sieg Hoffenheim – 2,70 MyBet (sehr gute Quoten)

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