• Spiel 1: TOR – MIL 83-97
  • Stand: 1-0 Milwaukee Bucks

Beim ersten Spiel der Toronto Raptors und der Milwaukee Bucks kam es zu der ersten etwas größeren Überraschung der diesjährigen Playoffs. So setzten sich überraschenderweise die Milwaukee Bucks mit 97-83 durch und erkämpften sich damit bereits jetzt den Heimvorteil für den Rest der Serie. Mann des Spiels war Giannis Antetokounmpo, der mit 28 Punkten und einigen krachenden Dunkings das Spiel nach Belieben dominierte.

Die Geschichte des Spiels ist dabei schnell erzählt und für Toronto letztlich kein besonders großer Schock. Nachdem sie zu Beginn des Spiels mithielten und sogar führten, ließen sie die Bucks bereits Mitte des ersten Viertels einen sieben Punkte-Vorsprung herausspielen, den sie auf acht Punkte bis zum Ende des ersten Spielabschnitts ausbauen konnten.

Zu Beginn des zweiten Viertels kamen die Raptors dann aber sofort wieder ran und auch der Rest des Viertels lief besser. Mit 29-16 gewann Toronto den zweiten Spielabschnitt und erspielte sich bis zur Pause eine 51-46 Führung.

In Halbzeit 2 konnten DeRozan und Co. das gute Spiel aber nicht weiter fortsetzen und nach und nach übernahm Milwaukee die Kontrolle über das Spiel. Zum Ende des dritten Viertels führten die Gäste mit 5 Punkten und auch im vierten Viertel konnten die Raptors das Spiel nicht mehr drehen.

Für Toronto war es die achte Playoff-Serie in Folge, in der sie das erste Spiel verloren. Da jedoch bekannt ist, dass Toronto durchaus gute Leistungen bringen kann und in den Playoffs bereits einige Vorstöße wagte, weiß das Team von Casey mit der Situation umzugehen und wird sicher nicht den Kopf in den Sand stecken.

Fakt ist jedoch auch, dass sie sich steigern müssen, trafen sie Halbzeit 2 nur 7 ihrer 35 Würfe. Sinnbildlich für die schlechte Leistung war sicherlich das Auftreten von Kyle Lowry. Mit 2 von 11 getroffenen Würfen und nur 4 Punkten war seine Leistung völlig indiskutabel und erinnerte an die Probleme im letzten Jahr. Auch Lowry sprach von einem „Deja-Vu“ und gelobte für den Rest der Serie Besserung.

Bevor wir den Ausblick auf Spiel 2 wagen, schauen wir uns aber nochmal die Allgemeinsituationen der Teams an und wagen einen Tipp auf den Ausgang der Serie.

Situation Toronto Raptors (3. Platz: 51 Siege – 31 Niederlagen)

Nachdem die Raptors im letzten Jahr bis in die Conference-Finals vorrücken konnten war die Erwartungshaltung vor dieser Saison groß. Vor allem DeMar DeRozan machte zu Beginn der Spielzeit den Eindruck als wenn er den Erwartungen unbedingt gerecht werden wollte, startete er herausragend gut und führte sein Team zu sieben Siegen in den ersten neun Spielen.

Es war also direkt klar, dass die Raptors wieder oben mitspielen sollten, auch wenn es kadertechnisch unter anderem durch den Abgang von Bismack Biyombo einige Veränderungen gab. So schlichen sich im November auch erste kleinere Probleme ein, doch trotzdem erspielten sich die Raptors bis Weihnachten eine Bilanz von 22-8. Es sah also alles gut aus, doch anschließend erlaubten sich die Raptors bis zum All-Star Game eine Schwächephase in der sie nur 10 von 26 Spielen gewinnen konnten.

GM Masaj Ujri sah sich in der Pflicht etwas zu unternehmen und so trennten sich die Raptors von Terrence Ross und konnten im Gegenzug Serge Ibaka und PJ Tucker für sich gewinnen. Ein guter Deal, sollte das Trio um Lowry, DeRozan und Ibaka die Raptors wieder an die Spitze der Eastern Conference führen.

Leider verletzte sich dann jedoch Kyle Lowry und erst vier Spiele vor dem Ende der regulären Saison kehrte er zurück. Es blieb also wenig Zeit sich einzuspielen, doch immerhin gewannen die Raptors 18 ihrer letzten 25 Spiele und so hatte sich der Deal bereits ausgezahlt. Am Ende reicht es immerhin noch für Platz 3 und auch wenn man bisher erst wenige Spiele hatte um sich einzuspielen, scheint klar, dass die Raptors noch etwas stärker als im vergangenen Jahr sein könnten.

Situation Milwaukee Bucks (6. Platz: 42 Siege – 40 Niederlagen)

Während bei den Raptors also die Verletzung von Lowry zu einem Problem wurde, hatten die Bucks in dieser Saison zwei Langzeitverletzte, dessen Ausfälle sie irgendwie kompensieren mussten. Zunächst verpasste Khris Middleton den Saisonstart und sollte nach den tollen Leistungen in der letzten Saison ein großes Loch hinterlassen.

Erfreulicherweise zeigten sich jedoch Giannis Antetokounmpo und Jabari Parker in toller und verbesserter Form und machten von Beginn an klar, dass man die Bucks ernst nehmen sollte. Doch im Januar erlebte das Team ein Tief, verlor 14 von 18 Spielen und sah sich mit einer Bilanz von 22-30 plötzlich in einer schwierigen Situation. Zu allem Übel kam hinzu, dass sich Jabari Parker verletzte und die Saison für ihn beendet war.

Zeitgleich konnte jedoch Khris Middleton sein Comeback feiern und obwohl er zunächst etwas Zeit brauchte um wieder reinzukommen, sollte er direkt wieder die zweite Option hinter „Ante“ werden. Zudem brachte er auch nochmal frischen Wind ins Team, sodass die Mannschaft von Jason Kidd 20 der letzten 30 Spiele gewinnen konnte und damit nicht nur die Bilanz wieder ins Positive drehen konnte, sondern auch den Playoff-Einzug perfekt machen konnte.

Herauszuheben sind sicherlich die überragenden Leistungen des erst 22jährigen Griechen, Giannis Antetokounmpo. Er schaffte es im vierten Jahr hintereinander alle wichtigen Statistiken (Punkte, Rebounds, Assists, Steals und Blocks) zu verbessern. Mit 22,9 Punkten, 8,8 Rebounds, 5,4 Assists, 1,6 Steals und 1,9 Blocks suchen seine Statistiken seines Gleichen und bedenkt man, dass er erst 22 ist, scheint seine Zukunft sehr vielversprechend.

Doch natürlich überzeugten auch andere Spieler neben ihn. Greg Monroe scheint mittlerweile seine Rolle in Milwaukee gefunden zu haben. Neuzugang Dellavedova gab dem Team Stabilität und Rookie Malcolm Brogdon gehört zu den Favoriten auf den Rookie of the Year Award. Parker und Middleton spielten in der Zeit in der sie fit waren auch stark und Jason Kidd konnte auch aus Spielern wie Beasley, Snell, Henson und Teletovic eine Menge rausholen.

Die Playoff-Qualifikation war die logische Folge und auch wenn sie als Underdog in diese Serie gehen, haben sie vor allem dank dem kaum zu stoppenden Antetokounmpo eine gute Chance die Raptors zumindest zu ärgern.

X-Faktor: Serge Ibaka

Serge Ibaka verfügt über eine Menge Erfahrung und könnte den Raptors die nötige Verstärkung sein, die ihnen im letzten Jahr fehlte.

Mit Lowry, DeRozan, Carroll und Valanciunas bildet er eine sehr starke Starting Five, die auf dem Papier eine Menge Potenzial hat. Wichtig wird für Ibaka vor allem auch offensiv gefährlich zu sein, nachdem der gerade einmal 24 Jahre alte Center der Raptors, Jonas Valanciunas, in dieser Saison nicht den erhofften nächsten Schritt machen konnte und statistisch mit 12 Punkten, 9,5 Rebounds und 0,7 Assists fast identische Werte zu den vergangen zwei oder sogar drei Jahren aufweist.

Ibaka hat da schon etwas mehr Möglichkeiten und konnte in seinen 23 Spielen für die Raptors immerhin mit 14,2 Punkten überzeugen. Sicher wird auch er sich zunächst mit Lowry und DeRozan einspielen müssen, doch er bringt Defensivmentalität mit, strahlt auch von hinter der 3er-Linie Gefahr aus und passt als Spielertyp auf den ersten Blick gut nach Toronto.

Spielt er auch gut, sollten die Raptors einen großen Vorteil auf ihrer Seite haben und Ibaka könnte seine Klasse und seinen Wert einmal mehr belegen.

Toronto Raptors – Milwaukee Bucks Serien-Tipp

Die Raptors sind der Favorit und auch die Pleite in Spiel 1 sollte daran erstmal nichts ändern. Schließlich sind die Startprobleme für die Raptors nichts Neues und besonders viel Nervosität wird nicht aufkommen. Ob man nach Spiel 1 Sorgen um die erneut auftretenden Formschwankungen von Kyle Lowry haben muss, würde ich an dieser Stelle auch verneinen, da er weiß, was er zu tun hat, um diese Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen.

Grundsätzlich sind für mich die Raptors das stärkere Team. Die bessere reguläre Saison spricht für sich, sie haben zwei All-Stars in ihren Reihen und letzten Endes haben sie viel mehr Erfahrung als die Bucks. Auch das Team kennen sie sich bereits besser und es wird sicher interessant zu beobachten sein, wie die Bucks mit den ersten Schwierigkeiten in den diesjährigen Playoffs umgehen.

Letzten Endes verspielten die Raptors zwar bereits den Heimvorteil, doch Casey, Lowry, DeRozan und Co. werden sicher einen Weg aus der Krise finden und sich den Heimvorteil zurückholen. Die Bucks werden weiter kämpfen, doch am Ende sollte die Erfahrung der Raptors groß genug sein. Eigentlich hätte ich auf die Raptors in 6 getippt, doch auf Grund der ersten Pleite muss Toronto über die volle Distanz und braucht am Ende in einem echten Krimi bereits sieben Spiele in Runde 1.

Tipp: Toronto Raptors in 7

Spiel 2:

Die Motivation bei den Raptors wird unglaublich hoch sein und auch Kyle Lowry wird sich anders präsentieren als noch im Spiel 1. Coach Casey sparte nach Spiel 1 auch nicht an Kritik und sprach von einer katastrophalen Leistung, vor allem im zweiten Spielabschnitt. Sein Team habe ohne Tempo und ohne Bewegung gespielt und es sei kein Wunder, dass so eine Leistung am Ende bestraft würde.

Vor allem die Werte waren dabei extrem schwach, angefangen bei All-Star und Leader Kyle Lowry. Doch nicht nur er enttäuschte, erzielte Serge Ibaka 7:49 Minuten vor dem Ende des Spiels den letzten Korberfolg für Toronto. Mit 4 von 17 getroffenen Würfen im letzten Viertel war man sogar noch etwas besser als im dritten Viertel, welches man mit 19-29 verlor und in dem man nur 3 der 18 Würfe traf. Dazu trafen sie nur 5 von 23 Dreipunktewürfe und ebneten den Bucks so den Weg zum Sieg.

Diese nutzten die Schwächen aus, auch wenn man sagen muss, dass sie nicht ganz so souverän auftraten und man hin und wieder das Gefühl hatte, als hätten die Raptors vielleicht doch noch die Chance nochmal ins Spiel zurückzufinden.

Mit dem Sieg tankten die Bucks natürlich Selbstvertrauen und plötzlich haben sie das Gefühl, dass in dieser Serie vielleicht doch etwas geht. Nachdem sie die ersten drei Spiele in der regulären Saison verloren und insgesamt 13 der letzten 14 direkten Partien, gewannen sie also nicht nur das letzte Saisonspiel, sonders auch die erste Partie in den Playoffs. Coach Kidd wird seiner Mannschaft also verdeutlichen, dass sie alles andere als chancenlos sind.

Trotzdem werden die Raptors in Spiel 2 anders auftreten. Die Fans sind in ihrem Rücken, Lowry wird alles geben und die Playoff-Erfahrung sollte den Raptors zu Gute kommen. Daher gewinnen sie Spiel Nummer 2 und gleichen die Serie aus.

Tipp: -7,5 Toronto Raptors – Quote 1,91 William Hill (sehr fairer 100€ Bonus)

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