Unser Tipp: Sieg Toronto Raptors

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Nachdem es in den letzten vier Jahren der Finals immer wieder das Duell zwischen Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers gab, kommt es in dieser Saison endlich zu einem neuen Matchup. So konnten die Toronto Raptors ihren ersten Finals-Einzug der Franchise-Geschichte klar machen und im Jahr 1 nach LeBron James die Eastern Conference gewinnen.

Die Raptors spielten eine tolle reguläre Saison, die sie mit nur zwei Siegen weniger als der Tabellenerste aus Milwaukee abschließen konnten. Zudem besiegten sie die Bucks in den Conference Finals und konnten auch in Runde 2 mit den Philadelphia 76ers Sixers einen starken Konkurrenten ausschalten. Da die Raptors das insgesamt zweitbeste Team der regulären Saison waren, haben sie sogar den Heimvorteil in den Finals, was natürlich ein kleiner Vorteil sein könnte.

Allerdings ist der Gegner das dominanteste Team der NBA-Neuzeit und sicherlich auch eines der stärksten Teams aller Zeiten. Die Golden State Warriors sicherten sich nämlich den fünften Finals-Einzug in Folge – ein Kunststück, das zuletzt den Boston Celtics in den 50er und 60er Jahren geglückt war.

Spiel 1 Tipp:

Vor allem für die Raptors wird Spiel 1 von enormer Bedeutung sein. Sollten sie die Partie verlieren, könnte sich die Serie sehr schnell zu Gunsten der Warriors entwickeln, so dass sie unbedingt einen Sieg einfahren sollten. Wie die Serien gegen die Magic und Bucks zeigten, ist eine Pleite in Spiel 1 zwar kein Untergang, doch die Tatsasche gegen die Warriors zu spielen und in den Finals zu stehen, sollte verdeutlichen, dass man diesmal eine Niederlage unbedingt verhindern sollte.

Angetrieben von den Fans, mit dem etwas besseren Rhythmus, einer wieder erstarkten Bank und einer hochmotivierten Mannschaft, werden die Raptors direkt alles in die Waagschale werfen. Die Warriors werden viel über Curry spielen und sicher auch beobachten, wie sich die Finals unerfahrenen Raptors anstellen, allerdings könnte die lange Pause und das Fehlen von Durant zumindest in Spiel 1 doch zu spüren sein.

Im 1 gegen 1 haben die Raptors genug Antworten auf Curry und Co., defensiv können sie als Team hervorragend agieren und wenn die Würfe vor den eigenen Fans fallen, ist ein Sieg gut vorstellbar. Toronto wird zudem in Spiel 1 ein Zeichen setzen wollen. Die Warriors werden zwar auch bereit sein, doch Toronto erwischt den etwas besseren Start und verhindert mit einem Erfolg ein ungünstige Warriors-Führung. Der Tipp sollte also auf Toronto gehen.

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Toronto Raptors – Golden State Warriors NBA Finals

Die Warriors trotzten auf ihrem Weg in die Finals sogar einigen Verletzungen, musste DeMarcus Cousins bereits im ersten Spiel der ersten Runde mit einer Oberschenkelverletzung raus. Kevin Durant verletzte sich dann in Runde 2, im fünften Spiel gegen die Rockets, doch dank eines überragenden Steph Curry, der in Durant Abwesenheit beweisen konnte, warum er zweimal in Folge MVP wurde, setzten sich die Warriors zunächst gegen die Houston Rockets durch, um anschließend in den Conference Finals gegen die Portland Trail Blazers zu gewinnen und damit die fünfte Finals-Teilnahme in Folge zu feiern.

Da die Warriors in der regulären Saison allerdings einen Sieg weniger als die Raptors einfahren konnten, werden sie in den ersten beiden Spielen auswärts antreten müssen. Allerdings zeigten sie sich in fremder Halle extrem stark und in den letzten 22 Playoff-Serien in Folge, konnte Golden State mindestens einen Auswärtssieg einfahren. Nichtsdestotrotz ist es in den letzten fünf Jahren erst das zweite mal, dass Golden State eine Serie ohne Heimvorteil beginnt.

Im Mittelpunkt dieser Serie werden natürlich die Top-Spieler beider Teams stehen. Gleichzeitig stellen sich in diesem Zusammenhang die Fragen, wie fit die Top-Spieler sein werden und wer wie großen Einfluss auf den Ausgang der Serie nehmen kann. Bei Toronto ist der Top-Spieler zweifellos Kawhi Leonard, der überragende Playoffs spielt und in seinem ersten Jahr in Toronto historische Werte abliefert.

Mit 31,2 Punkten, 8,8 Rebounds, 3,3 Assists, 1,6 Steals und nur 3,1 Ballverlusten pro Spiel sind Leonards Werte beeindruckend. In Runde 2 gegen die Sixers lieferte er über sieben Spiele sogar 34,7 Punkte pro Spiel ab und traf dabei den unvergessenen Buzzer-Beater in Spiel 7, der die Raptors in die Conference Finals brachte. Hier zeigte er dann seine defensive Klasse, als er ab Spiel 3 Giannis Antetokounmpo verteidigte und damit den Weg für Torontos Finals-Einzug ebnete. Er war jedoch auch verletzt und hatte seit der Serie gegen die Sixers mit Schmerzen in den Beinen zu kämpfen. Seine Auftritte in den Eastern Conference Finals ließen aber darauf schließen, dass er mit der langen Pause bis zu den Finals, wieder fit sein sollte.

Gleiches lässt sich über einen der Top-Spieler der Warriors allerdings nicht sagen. Kevin Durant war zu Beginn der Playoffs wohl noch etwas dominanter als Leonard und erzielte gegen die Clippers in Runde 1 35 Punkte pro Spiel und in viereinhalb Spielen gegen die Rockets 33,2 Zähler pro Partie. Er verletzte sich jedoch an der Wade, verpasste die Conference Finals komplett und wird das erste Spiel in den Finals auf jeden Fall fehlen. Ob er im Laufe der Finals wieder dazu stoßen kann, konnte aktuell noch nicht mit Sicherheit beantwortet werden.

Die Warriors haben aber das Glück einen weiteren Top-Spieler auf diesem Niveau in ihren Reihen zu haben. Steph Curry übernahm seit Durants Verletzung das Kommando, rettete seiner Mannschaft den Erfolg über die Rockets in Spiel 5 und legte in Spiel 6 und der darauf folgenden Serie immer mindestens 33 Punkte auf. In den Conference Finals führte er die Warriors mit 36,5 Punkten pro Spiel zum ungefährdeten Sweep gegen Portland. Er ist mit Sicherheit fit und daher der wohl größte Favorit auf den Finals-MVP-Titel.

Letztlich zeigten jedoch die bisherigen Serien beider Teams, dass nicht nur die überragenden Leistungen der Top-Spieler für das Weiterkommen verantwortlich waren. Die Rollenspieler sind enorm wichtig und waren für beide Mannschaften schon häufig das Zünglein an der Waage. Hier scheinen die Raptors zwar etwas tiefer besetzt, doch die Warriors bringen jede Menge Finals-Erfahrung mit und sind daher leicht im Vorteil.

Letztlich treffen die beiden Teams aufeinander, die sich den Finals-Einzug durch Variabilität, große individuelle Klasse und tollem Teamspiel am meisßten verdienten. Defensiv, wie offensiv gehörten sie zu dem Top-Teams der Liga und sie zeigten, dass sie sich in den Playoffs auf schwierige Situationen einstellen können. Obwohl die Raptors sogar das einzige Team sind, gegen das die Warriors in der regulären Saison nicht gewinnen konnten und obwohl Golden State mit Durant und Cousins einige wichtige Verletzte zu beklagen hat, bleibt der amtierende Meister aber der Favorit, sind sie in der Spitze etwas besser besetzt und zeigten sie die etwas konstanteren Leistungen in den Playoffs. Der genauere Blick auf beide Teams sollte uns aber nochmal etwas mehr Aufschluss darüber geben, wer die Finals warum gewinnen wird.

Situation Toronto Raptors (2. Platz: 58 Siege – 24 Niederlagen)

  1. Runde : 4-1 gegen Orlando Magic
  2. Runde : 4-3 gegen Philadelphia 76ers
  3. Runde : 4-2 gegen Milwaukee Bucks

Seit dem Jahr 2014 waren die Toronto Raptors immer in den Playoffs vertreten. Nachdem sie in den Jahren 2014 und 2015 jeweils in der ersten Runde die Segel streichen mussten, schafften sie es im Jahr 2016 zum ersten Mal bis in die Conference Finals. Hier schienen sie sogar gute Chancen gegen die Cleveland Cavaliers zu haben, letztlich schieden sie aber mit 2-4 aus.

In den Jahren 2017 und 2018 waren die Cavs dann erneut für das Ausscheiden der Raptors verantwortlich und nachdem Lowry und DeRozan immer wieder in den Playoffs enttäuschten wurde das Vertrauen immer geringer. Die Folge war drastisch und obwohl Coach Casey im letzten Jahr sogar Coach of the Year wurde, entschied sich das Management zu einer unerwarteten Veränderung.

Coach Casey wurde entlassen und auch der eigentlich beste Spieler der Franchise wurde getradet, obwohl im zuvor angeblich gesagt wurde, dass man mit ihm plane. Doch GM Ujiri nutzte die sich bietende Gelegenheit, tradete DeMar DeRozan und verpflichtete im Gegenzug nicht nur Kawhi Leonard, sondern auch Danny Green. Die Vorfreude bei den Raptors war plötzlich groß und obwohl das Management in die Kritik geriet und auch Kyle Lowry seine Unzufriedenheit aufgrund des DeRozan-Trades erkennen ließ, gab der zuletzt eintretende Erfolg dem Management Recht.

Die Raptors erreichten nämlich zum ersten mal die NBA Finals und obwohl Lowry phasenweise erneut schwach spielte, zeigte sich Kawhi Leonard stark genug um die Raptors mit unglaublichen Leistungen in die Finals zu hieven. Coach Nick Nurse hatte neben Leonard und Lowry aber noch weitere namhafte Spieler im Kader und sprach vor der Saison, dass sein Team einem Ferrari glich und er nun nur zusehen müsse, den Wagen richtig zu fahren.

Dies tat der neue Coach und führte seine Mannschaft nicht nur zur zweitbesten Bilanz der regulären Saison, sondern nun auch in die Finals. Dabei räumten die Raptors in Runde 1 die Orlando Magic mit 4-1 aus dem Weg, nachdem sie das erste Spiel der Serie überraschend verloren. Doch bereits hier drehte Leonard auf und konnte sich im weiteren Verlauf der Serie über die Unterstützung seiner Teamkollegen freuen.

In Runde 2 kam es dann zum Duell mit den aufstrebenden Sixers und Joel Embiid. Der Center der Sixers schien aber nicht ganz fit und der während der Saison ebenfalls noch Toronto gekommene Center, Marc Gasol, wusste Embiid entscheidend zu stören. Dazu lieferte Leonard ein Top-Spiel nach dem anderen ab, erzielte 34,7 Punkte pro Spiel und traf in Spiel 7 einen unglaublich dramatischen Buzzer-Beater, der die Raptors in die Conference Finals brachte.

Hier hatten sie dann zunächst Probleme gegen die Bucks und nachdem sie Spiel 1 mit 100-108 verloren, mussten sie sich auch in Spiel 2 mit 103-125 geschlagen geben. Die Medien waren sich fast schon sicher, dass die Bucks durch sind, doch Toronto bewies Kampfgeist, Leonard stellte sich der Herausforderung noch öfter gegen Antetokounmpo zu verteidigen und in einem dramatischen Double-Overtime Spiele erkämpften sich die Raptors in Spiel 3 das 1-2.

In Spiel 4 gab es dann ein relativ deutliches Ergebnis und Toronto wusste dank des 120-102 Erfolges die Serie auszugleichen. Auch Spiel 5 konnten sie dann in Milwaukee mit 105-99 gewinnen und anschließend gleich den ersten Matchball nutzen. Spiel 6 entschieden sie mit 100-94 für sich und natürlich stand Toronto Kopf.

Erstaunlich war vor allem, dass die Bank der Raptors mit zunehmender Dauer der Conference Finals immer stärker zu werden schien. Fred VanVleet überzeugte, Ibaka spielte stark und auch Powell oder andere Akteure wussten zu überzeugen. Dazu lieferte Leonard weiter ab und auch Lowry, Siakam und Gasol trugen ihren Teil zum Weiterkommen bei. Einzig Danny Green enttäuschte ein wenig, doch wer den Ex-Spur kennt, der weiß, dass er in den Finals stark auftreten kann und sich von einem Shooting-Slump nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Der Vorteil für Green, Leonard und die Raptors ist aber nicht nur, dass zumindest teilweise doch ein wenig Erfahrung da ist, sondern dass sie insgesamt sehr stark verteidigten und in allen drei Runden immer Wege fanden, die Stärken der Gegner zu kontrollieren. Gasol fand in den ersten beiden Runden Wege um Vucevic und Embiid zu stoppen und war auch gegen die Bucks ein wichtiger Teil des Teams. Dazu war Leonard auch der zentrale Faktor, so dass die beiden Top-Defensivspieler der Jahre 12-13 (Gasol) und 14-15 und 15-16 (Leonard) die Defensive stabilisieren konnten.

Toronto hat insgesamt mit Lowry, Green, Leonard, Siakam und Gasol eine sehr starke Starting Five und mit Ibaka, Powell und VanVleet eine insgesamt gute 8-Mann-Rotation, die es mit den Warriors aufnehmen kann. Auch die Matchups sehen nicht schlecht für Toronto aus und da außerdem der Heimvorteil auf ihrer Seite ist und Leonard einer der alles überragenden Spieler in den Playoffs war, dürfen sich die Raptors-Fans Hoffnungen machen, auch wenn sie auf dem Papier trotz allem der Außenseiter bleiben.

Situation Golden State Warriors (1. Platz: 57 Siege – 25 Niederlagen)

  1. Runde : 4-2 gegen Los Angeles Clippers
  2. Runde : 4-2 gegen Houston Rockets
  3. Runde : 4-0 gegen Portland Trail Blazers

Für die Golden State Warriors sind die diesjährigen Finals aus dem Grund ungewöhnlich, da sie nicht den Heimvorteil auf ihrer Seite haben. Zudem haben sie mit wichtigen Verletzungen zu kämpfen ist DeMarcus Cousins Einsatz noch ungewiss und wird Kevin Durant das erste Spiel (und eventuell weitere Partien) mit Sicherheit ausfallen.

Die aktuelle gesundheitliche Situation passt zum Saisonverlauf, hatten die Warriors auch hier immer wieder Ausfälle zu verkraften. Center Damion Jones, der Cousins zu Beginn der Saison vertreten sollte, fiel lange Zeit aus, so dass unter dem Korb zunächst ein Loch entstand. Auch Steph Curry und Draymond Green verpassten eine Menge Spiele, so dass Coach Kerr zur Improvisation gezwungen war.

Erschwerend kam hinzu, dass auch Thompson nicht den besten Saisonstart erwischte und so verpasste Golden State einen guten Start in die Saison. Trotz allem erkämpften sie sich letztlich den ersten Platz der Western Conference und schienen pünktlich zu Beginn der Playoffs gut in Form. Mit Andrew Bogut kehrte zudem ein alter Bekannter zurück zu den Warriors, der ebenfalls für ein wenig Entlastung sorgen konnte.

Vor allem nachdem sich DeMarcus Cousins dann zu Beginn der Playoffs am Oberschenkel verletzte bekam Bogut einige Minuten, doch es war Kevon Looney, der immer wieder stark agierte. Trotzdem hatten die Warriors ein paar Probleme und konnten sich nur mit 4-2 gegen die Clippers durchsetzen. Durant war das Zugpferd und erzielte starke 36,5 Punkte pro Spiel.

In Runde 2 schien Durant dann auch der beste Spieler zu sein, da Curry und Thompson noch immer ihren Rhythmus nicht gefunden hatten. Leider verletzte sich Durant dann aber in Spiel 5 ohne Fremdeinwirkung an der Wade und plötzlich stand die Warriors-Saison auf der Kippe. Aus dem Nichts erwachte Steph Curry aber plötzlich und führte sein Team zum etwas überraschenden 4-2 Sieg über die Rockets.

Im Conference Finale hatten die Blazers dann überhaupt keine Antwort auf Curry parat, der 36,5 Punkte pro Spiel erzielte und außerdem von einem überragenden Draymond Green und einem starken Klay Thompson unterstützt wurde. Iguodala überzeugte ebenfalls und auch die bis zu Durants Ausfall schwache Bank, war nun plötzlich wieder Teil der Rotation und trug entscheidend zum klaren 4-0 Sweep bei.

Ähnlich wie bei Toronto war es auch die starke Defensive, die den Warriors weiterhalf. Vor allem gegen Lillard und McCollum hatten sie in den Conference Finals die richtigen Antworten parat und da vor allem Draymond Green seine defensive Intensität unfassbar hochschraubte, schien es kaum ein Mittel gegen den amtierenden Meister zu geben.

Aufgrund der Dominanz ohne Durant werden die Warriors also auch gegen die Raptors motiviert und selbstbewusst auftreten können. Curry ist in Topform, Thompson hat seinen Wurf ebenfalls wiedergefunden und das teambezogene Spiel war sogar so gut, dass plötzlich in Frage gestellt wurde, ob die Warriors ohne Durant nicht besser sind. Diese Frage ist sicherlich mit Nein zu beantworten, zeigt aber, dass sie auch ohne ihn gute Chancen haben.

Allerdings sind sie gefordert, haben die Raptors starke Matchups und selbst Spieler, die Probleme bereiten können. Dazu haben die Warriors keinen Heimvorteil, so dass die Finals ein echter Härtetest werden. Doch Angst und Bange muss den Fans nicht sein, sind die Warriors der amtierende Champ, mit einem unfassbar guten Curry und allen Chancen auf den vierten Titel in fünf Jahren.

X-Faktor: Andre Iguodala

Vor allem in der Abwesenheit von Kevin Durant wird Andre Iguodala eine wichtige Rolle übernehmen. Ähnlich wie in den Finals der letzten Jahre, wird er auch in diesem Jahr die Aufgabe bekommen, sich um den besten Spieler der Raptors zu kümmern. Das Duell Iguodala gegen Leonard wird also von entscheidender Bedeutung sein und sollte Iguodala Leonard ansatzweise stoppen können, haben die Raptors ein Problem.

Doch nicht nur defensiv kann Iguodala eine solche Serie beeinflussen. Offensiv zeigte er sich in den Playoffs bisher zwar nicht besonders konstant, doch in den Spielen 5 und 6 gegen Houston verteidigte er nicht nur entscheidend gegen Harden, sondern lieferte außerdem 11 und 17 Punkte, die Golden State dringend benötigte.

Spielt Iguodala stark, wird er den Warriors die nötige Unterstützung für die Titelverteidigung liefern. Hat er jedoch Probleme gegen Leonard und findet offensiv kaum ins Spiel, wird es für die Warriors noch etwas schwerer. Iguodala wird aber auf den Punkt fit sein, weiß der mittlerweile 35-jährige, dass ihm nicht mehr viele Jahre auf diesem Niveau bleiben.

Toronto Raptors – Golden State Warriors Serien-Tipp

In der regulären Saison trafen die Raptors und Warriors in zwei nichtssagenden Spielen aufeinander. Spiel 1 fand Ende November statt und das Team aus Golden State trat ohne Steph Curry, Draymond Green und DeMarcus Cousins an. Durant übernahm das Kommando, erzielte 51 Punkte und führte seine Mannschaft in die Verlängerung. Hier hatten die Raptors, damals noch ohne Gasol, aber das bessere Ende für sich und dank eines starken Kawhi Leonard siegte Toronto mit 131-128.

Zwei Wochen später kam es dann direkt zum Rematch und diesmal waren die Warriors bis auf Cousins und Iguodala komplett. Toronto musste ohne Kawhi Leonard und Gasol antreten, besiegte die Warriors aber dank einer sehr starken Teamleistung überraschend klar mit 113-93. Letztlich liegen diese Spiele aber nun schon fast fünf Monate zurück, die Teams sehen anders und es waren nie alle Spieler fit und dabei.

Die Ergebnisse unterstreichen aber trotzdem, dass Toronto ernst zu nehmen ist und die Tatsache, dass sie beide Spiele gegen die Warriors gewinnen konnten, werden die Kanadier sicher nicht vergessen haben. So erwartet die Fans eine Serie, bei der vor allem Leonard auf Seiten der Raptors gefordert sein wird, doch mit Green, Siakam, Ibaka und auch Lowry, haben die Raptors neben Leonard noch mehrere gute Optionen gegen Spieler wie Curry, Thompson oder Durant.

Die Defensive wird mit ausschlaggebend sein, genauso wie das Spiel der Rollenspieler. In der Spitze scheint Golden State zwar etwas besser besetzt, doch die Mannschaft von Coach Nick Nurse ist ebenfalls gut genug besetzt, um es dem amtierenden Meister so schwer wie möglich zu machen. Dazu stehen die Fans in den ersten Spielen hinter den Raptors, so dass man einige knappe Spiele erwarten darf.

Am Ende scheinen die Warriors dann aber doch eine Nummer zu groß und man muss davon ausgehen, dass sie auswärts mindestens ein Spiel gewinnen. Wenn sie zu Hause dann ihre Hausaufgaben machen, sollten sie in der  Lage sein, die Serie in sechs Spielen für sich zu entscheiden. Ob mit oder ohne Durant spielt dabei tatsächlich nur eine zweitrangige Rolle, sollten sie den Titel im Zweifel auch ohne ihn verteidigen können.

Golden State Warriors in 6

 

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