Nach dem Aus von Roger Federer gegen Andreas Seppi lieferte uns Thomas Berdych die zweite große Überraschung bei diesem Turnier. Er siegte gegen Rafael Nadal klar in drei Sätzen. Mit Andy Murray war dagegen sicherlich zu rechnen. Der Schotte nähert sich mit jedem Spiel seiner absoluten Bestform und ist nach wie vor in diesem Jahr noch ungeschlagen. Im Gegensatz zu Berdych weiß Murray wie man ein Grand Slam Turnier gewinnt. Der Tscheche stand schon oftmals kurz vor dem großen Triumph, doch die letzte Hürde hat er bisher noch nie übersprungen. Die Erfahrung in solch wichtigen Matches ist daher auf der Seite des Schotten.

Berdych und Murray standen sich in ihrer Karriere bisher acht Mal gegenüber. Berdych führt in dieser Statistik mit 5:3 Siegen. Zuletzt spielten sie allerdings vor fast zwei Jahren gegeneinander. Beim Masters in Cincinnati siegte Berdych mit 6:3 und 6:4. Zwei Mal gab es dieses Duell auch schon bei Grandslams. Bei den US Open 2012 siegte Murray und bei den French Open 2010 behielt der Tscheche die Oberhand.

Tomas Berdych

Wir hatten geglaubt, dass Berdych gegen Nadal an seinen Nerven scheitern würde, doch der Tscheche zeigte keinerlei Schwächen. Er spielte wohl eines von den besten Matches in seiner gesamten Karriere. Der Aufschlag ließ ihn nicht wie sonst im Stich, außerdem wurde er für seine aggressive Spielweise belohnt. Am Ende hieß es 6:2, 6:0 und 7:6 aus seiner Sicht. Berdych ist damit bei diesem Turnier weiterhin ohne Satzverlust.

Schon im vergangenen Jahr kam er hier bis ins Halbfinale. Ist er mit nun 29 Jahren bereit einen Schritt weiter zu gehen? Seinen größten Erfolg feierte er mit dem Einzug ins Wimbledon Finale vor ein paar Jahren. Diesen Erfolg würde er mit einem Sieg gegen Murray einstellen.

Es gibt wohl zwei Gründe für seine sensationelle Vorstellung bei diesem Turnier. Zum einen ist da der neue Coach Dani Vallverdu, der ihm vor allem im taktischen Bereich verbessert haben soll, dann hat er seine Verlobung zu dem tschechischen Model Ester Satorova bekanntgegeben. Das wird ihm auch einen Schub auf dem Court gegeben haben. Auch gegen Murray ist er sicherlich nicht unbedingt der Favorit, doch Berdych wird sich nicht kampflos ergeben.

Andy Murray

Am Ende der letzten Saison forderten viele englische Tennis Experten den Kopf von Murray Trainerin Amelie Mauresmo. Unter ihr hatte sich zurückentwickelt so hieß es. Was am Anfang durchaus danach aussah, ist nun nicht mehr als kalter Kaffee. Mauresmo hat mit Murray den ganzen Winter an seinem Spiel gearbeitet und nun kann er die Früchte ernten.

Murray schien nach dem Aus seines Ex Trainers Ivan Lendl seinen Zenit überschritten zu haben. Er spielte schwach und ohne Selbstvertrauen. Daneben warfen ihn etliche Verletzungen mehr als einmal zurück. Im letzten Jahr kam er hier bis ins Viertelfinale. Damals unterlag er Roger Federer. In diesem Jahr hatte er in seinem Viertelfinale keine Probleme. Gegen die australische Tennishoffnung Kyrgios gab es einen klaren Dreisatz Erfolg. Murray musste bisher noch nicht allzu viele Kräfte lassen. Das gleiche gilt jedoch auch für seinen Gegner.

Tipp

Berdych hat mit seinem klaren Sieg gegen Nadal doch viele Experten überrascht. Man hatte ihm zwar eine Chance eingeräumt, doch an einen klaren Dreisatz Erfolg haben nur die wenigsten geglaubt. Bei beiden Spieler machen sich die Trainerwechsel mehr und mehr bemerkbar. Murray und Berdych spielten hier bisher mit das beste Tennis überhaupt. Am Ende glauben wir an ein sehr enges Match bei dem die Entscheidung vermutlich erst im entscheidenden Satz fallen wird.

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