Wie verlief die Winterzeit in der österreichischen Bundesliga. Die Favoriten waren durchaus aktiv und genau deswegen wollen wir mal schauen wer sich wie verändert hat und wie die Vorbereitung verlief. Unser Überblick:

Tipico Bundesliga Rückrunde

Red Bull Salzburg

Zugänge: Bernado Fernandes da Silva (von RB Brasil)

Abgänge: Hinteregger (nach Mönchengladbach), Nielsen (nach Freiburg)

Vorbereitung: Die Salzburger konnten lediglich das erste Testspiel nach der Winterpause gegen Lask mit 2-1 gewinnen. Der Test in Belek gegen FSV Frankfurt ging mit 1-0 verloren und am vergangenen Wochenende testete der Neo Coach gleich zweimal – allerdings mit wenig Aussagekraft. (0-1 gegen Boleslav und 24h später ein 1-1 gegen Sandhausen).

Die Salzburger sind bei der Trainersuche in Spanien fündig geworden. Oscar Garcia – ehemaliger Barcelona Spieler – unternimmt einen neuen Versuch die Bullen in die Champions League zu führen. In der Abwehr muss man nach monatelangen Turbulenzen das Salzburger Urgestein und Nationalspieler Martin Hinteregger in Richtung Gladbach ziehen lassen. Kompensieren will man den Wechsel mit dem jungen Bernado da Silva, der von der Ausbildungsstätte RB Brasil an die Salzach wechselt. Gescheitert ist hingegen die Verpflichtung von Grasshoppers Stürmers Munas Dabbur – zu hoch waren seine Gehaltsvorstellungen. Damari bleibt in Salzburg und wechselt nicht zu Hapoel, sprich die Salzburger haben aktuell auch kein Stürmerproblem. Mit Nielsen gibt man zwar einen Stürmer in Richtung 2. Deutsche Bundesliga ab – er war ohnehin ein Ergänzungsspieler und schaffte es bei acht Einwechslungen gerade mal auf 361 Bundesliga Spielminuten.

Die Salzburger liegen mit zwei Punkten Vorsprung bei noch ausstehenden 16 Spieltagen an der Tabellenspitze haben aber den Nachteil, dass der neue Trainer noch kein Pflichtspiel absolviert hat und sich das Team erst anpassen muss. Zudem kann sich kein Topteam in der kurzen Periode einen schlechten Start erlauben. Laut einer Umfrage bei den aktuellen Cheftrainern in der österreichischen Bundesliga sehen der Großteil der Trainer die Top 3 (Salzburg, Austria Wien und Rapid Wien) auf Augenhöhe. Im Falle einer Punktgleichheit hätten die Mozartstädter am Ende der Saison wohl deutlich die Nase vorne (+21 Tore, der zweite der Tabelle Austria Wien steht bei +5 Tore)

 FK Austria Wien

 Zugänge: Venuto (von Grödig), Kamara (zurück von Molde)

Abgänge: Zulechner (zu den Young Boys Bern)

Vorbereitung: Kaum ein Team bestreitet in der Winterpause soviele Tests wie die Wiener Austria. Bei acht Tests geht man sechs Mal als Sieger vom Platz, ein Unentschieden und eine Niederlage (gegen Heidenheim mit 0-2). Das aussagekräftigste Resultat ist sicher die jüngste Begegnung gegen den FC Basel – mit einem 3-1 Sieg scheint man für die Rückrunde gerüstet.

Mit Venuto sichert sich die Austria die wohl heißeste heimische Fußballaktie vom SV Grödig. Mit sieben Toren und zwei Assists ist der pfeilschnelle Rechtsaußen bestens geeignet für das Konterspiel – allerdings hat die Austria mit Kayode einen ähnlichen Spieler in den eigenen Reihen. Wie sich das verträgt bleibt abzuwarten. Auf den Abgang von Goalgetter Zulechner in Richtung Schweiz antwortet das Management mit der Rückholaktion vom einstigen Mittelstürmer Kamara von Molde. Für die Austria wichtig ist der Verbleib zweier Leistungsträger (Gorgon und Rotpuller). Der Verein konnte sich trotz zahlreicher Anfragen und konkreter Angebote die Dienste bis zumindest zur Sommerpause sichern. Gorgon ist der zweiterfolgreichste Torschütze der Liga und steht bei elf Treffern.

Thorsten Fink sieht sich im Kampf um die Meisterschale gegenüber Rapid Wien und Salzburg als Außenseiter dennoch geht die Austria in dieser Transferzeit als Sieger hervor. Mit Venuto verpflichtet man einen absoluten Topmann. Er wird wohl den bislang gefährlichsten Angreifer Kayode (acht Saisontreffer) defensiv entlasten und für ein schnelles Umschalten in die Offensive sorgen. Kayode kann sich mehr als Stoßspitze einbringen und noch mehr Unruhe in den gegnerischen Abwehrreihen stiften. Kayode war der Spieler der Hinrunde – er selbst glaubt nicht dass sich die Gegner mittlerweile besser auf sein Spiel einstellen und verspricht mit noch mehr Energie aus der Winterpause zu kommen.

Sein erstes Pflichtspiel für die Austria bestreitet Venuto bei seinem Ex Verein in Grödig – allzuviel Gegenwind von der Tribüne wird er bei 1500 Zuseher wohl nicht verspüren.

SK Rapid Wien

Zugänge: Murg (von Ried)

Abgänge: Huspek (leihweise zum LASK)

Vorbereitung: Die Hütteldorfer haben in der Winterpause keinen wirklich attraktiven Testgegner gehabt. Nach durchwachsenen Ergebnissen gegen österreichische Regionalligisten zum Trainingsstart trennte man sich zuletzt gegen St. Pauli und Bohemians Prag jeweils Unentschieden.

Mit dem Transfer von Murg reagiert Trainer Barisic auf den verletzungsbedingten Ausfall von Schaub und holt einen absoluten Wunschspieler nach Wien Hütteldorf. Der 21jährige Ex Rieder soll das Spiel des Tabellenzweiten noch unberechenbarer machen und erhält einen Vertrag bis 2019 ohne Ausstiegsklauseln. Jung und dennoch viel Bundesligaerfahrung – so soll sich der Mittelfeldspieler nahtlos in die Mannschaft integrieren. Die violette Vergangenheit beim Erzfeind Austria Wien sieht der einzige Wintertransfer als kein Problem – bleibt abzuwarten wie es die Fans der Grün-Weißen sehen. Mit Huspek verleiht Rapid einen Ergänzungsspieler im Mittelfeld an den Lask.

Die Hütteldorfer haben als einziges Team den „Luxus“ der Dreifachbelastung. Im Februar warten vier Bundesligapartien, zwei Duelle gegen Valencia und ein Cupspiel. Für dieses Programm ist der Kader etwas dünn – mit dem nötigen Glück in Sachen Verletzungen aber durchaus machbar. Für den Sommer steht zudem bereits der Abgang vom Defensiven Mittelfeldmann Petsos fest. ABER: Man ist im Titeldreikampf auch das gefestigtste Team – zumal die Salzburger einen neuen Trainer haben und die Austria sich noch in der Selbstfindungsphase befindet.

Die Wiener blicken in eine rosige Zukunft – im Sommer kehrt das Team endlich zurück in das neu gebaute Stadion in Hütteldorf und hier hat das in 2015 gestartete Crowd-Investment-Projekt alle Erwartungen übertroffen: Ein Monat vor Ablauf der Zeichnungsfrist wurde das selbst gesetzte Limit von 3 Millionen erreicht. Zum Auftakt trifft der Rekordmeister auf das Tabellenschlusslicht aus Wolfsberg.

SK Sturm Graz

Zugänge: Klaric (zurück von Wr. Neustadt), James Jeggo (von Adelaide United)

Anastasios Avlonitis (von Olympiakos Piräus),

Abgänge: Madl (zu Fulham), Hadzic (zu Eskisehirspor), Tadic (zu Balikesirspor)

Vorbereitung: Die Grazer haben mit neun Spielen die meisten Tests aller Bundesligisten bestritten. Mitte Januar musste man sich gegen Hoffenheim mit 1-3 geschlagen geben, in Belek setzt es ein 1-4 gegen den FC Aarau. Darauf folgte ein 4-1 Sieg gegen die Young Boys aus Bern, eine 1-2 Niederlage gegen den FC Thun und zum Abschluss des Trainingslagers verliert man 0-1 gegen Steaua Bukarest.

Mit Michael Madl verliert Sturm Graz im Winter eine absolute Schlüsselfigur in der Sturm Abwehr. Der Innenverteidiger ist in der ersten Saisonhälfte nahezu durchgehend am Platz gestanden und hat eine immer eine ansprechende Leistung abgerufen. Quasi am letzten Drücker versuchen die Grazer mit Anastasios Avlonitis von Olympiakos Piräus diesen Abgang zu kompensieren.

Nach dem Abgang von Hadzic in Richtung Türkei ruhen die Hoffnungen im Mittelfeld auf einen weiteren Youngster. Der gebürtige Wiener James Jeggo wechselt von Adelaide United an die Mur. Auch Tadic entscheidet sich für das Ausland und somit müssen die Grazer ein verliehenes Talent aus Wiener Neustadt zurückholen. Danijel Klaric erzielte bei zehn Einsätzen zwei Tore in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse. Im Vergleich dazu traf Tadic viermal für die Grazer bei zwei Assists.

Kurz vor Schluss der Transferperiode ist der Wechsel von Mario Leitgeb in Richtung Graz geplatzt. Trotz namhafter Abgänge konnte Sturm kein Angebot machen und bestätigt somit weiter den Sparkurs des Vereins.

Der Trend der Grazer geht klar in Richtung untere Tabellenhälfte. Man musste viel Routine abgaben und konnte sich auf keiner Position verbessern oder gar verstärken. Trainer Franco Foda kann ein junges Team formen allerdings nicht in einem so kurzen Zeitraum. Die Ansprüche der Fans sind in Graz üblicherweise weit über dem eigenen Leistungsniveau was ein ruhiges Arbeiten nicht einfacher macht. Zum Auftakt wartet in Altach ein richtiger Prüfstein.

Wo auf die Bundesliga wetten?

Am Ende merkt man einfach, dass Tipico der Hauptsponsor ist, denn sie haben auch die besten Quoten auf die Liga!

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