Nach der Europacuppleite wartet ein weiterer Charaktertest auf die Salzburger. Zuletzt reiste man gerne nach Graz, diesmal wartet eine gefestigte, in der UPC Arena in dieser Saison noch ungeschlagene Mannschaft.

Sturm Graz

Sturm Graz muss die erste Saisonniederlage in Ried (1:0) hinnehmen. Die Mannschaft war in der ersten Halbzeit zu verhalten und konnte im 2. Durchgang gegen eine tief stehende Rieder Abwehr nicht genügend Druck erzeugen. Umso bitterer, dass das einzige Tor des Spiels aus Abseitsposition erzielt wurde.

Klem ist nach vierwöchiger Pause zurück im Mannschaftstraining – für ein Startelf-Comeback wird es im Spitzenspiel noch nicht reichen. Der zweite verletzte Linksverteidiger Lykogiannis arbeitet im Moment noch individuell an seiner Rückkehr.

Auf heimischem Terrain ist die Mannschaft heuer nach wie vor ungeschlagen – alle drei Spiele endeten in einem Unentschieden. Besonders bitter dabei das Unentschieden gegen Tabellenführer Rapid Wien. Die Wiener kamen damals – sowie die Salzburger -nach einem Europacupfight nach Graz und konnten einen 2-0 Rückstand noch in einen Punkt verwandeln.

Der letzte Grazer Heimsieg gegen Salzburg datiert vom 23.10.2011.

Aufstellung Sturm Graz

Es fehlen: Lykogiannis (Verteidigung Regulär; Muskeleinriss), Klem (Verteidigung Regulär; Muskeleinriss), Gratzei (Torwart Schlüsselspieler; Aufbautraining), Stankovic (Mittelfeld Regulär; Aufbautraining), Schnaderbeck (Sturm Ersatz; Aufbautraining), Rosenberger (Verteidigung Ersatz; Kreuzbandriss)

Voraussichtliche Aufstellung: Esser – Potzmann, Spendlhofer, Madl, Ehrenreich – Hadzic, Kamavuaka – Dobras, Avdijaj, Schick – Tadic

Red Bull Salzburg

Salzburg zeigt sich beim 2-2 gegen Austria Wien am vergangenen Spieltag spielerisch gefestigt und kann zweimal einen Rückstand wettmachen. Nicht zuletzt durch die Neuerwerbung und Ex Rapidler Pehlivan stand man im defensiven Mittelfeld besser als zuletzt. Grünwald stolpert den Ball zur 1-0 Gästeführung über die Linie ehe Prevljak nach schöner Kombination noch vor der Pause ausgleicht. Nach der Pause ist es Kayode, der mit seiner Schnelligkeit in die Nahtstelle spritzt, den Keeper verladet und zur 2-1 Auswärtsführung ins leere Tor einschiebt. Ab jetzt sind die Salzburger dominant und nach mehrwöchiger Verletzungspause kehrt nach rund einer Stunde mit Kapitän Soriano Qualität und Hoffnung zurück. In Person von Lainer kommen die Bullen zum neuerlichen Ausgleich. In der Schlussphase ist man dem Sieg zwar näher, man verliert aber weitere zwei Punkte auf Rapid Wien, die gegen Grödig nach mäßiger erster Halbzeit als 3-0 Sieger vom Platz gehen.

Aus Schluss vorbei! Salzburg ist trotz höchstem Budget in der Liga raus aus dem internationalen Geschäft. Gegen Minsk muss man in der schwach besuchten Siezenheim Arena ein 0-2 aus dem Hinspiel kompensieren und das sollte auch gelingen. Soriano führt die Mannschaft auf den Platz und auch in der Defensive kehrt Hinteregger nach überstandener Verletzung zurück in die Startelf. Das Team spielt befreit und druckvoll nach vorne. Man findet unzählige Torchancen vor und Minamino sorgt nach Vorlage von Hinteregger für die frühe Führung. Alleine im zweiten Durchgang lässt Soriano mehrere Topchancen aus bis er nach rund einer Stunde den Ball aus halblinker Position ins lange Eck schlenzt. Salzburg hat das Hinspielergebnis eingestellt und verabsäumt es jetzt den psychologischen Vorteil auszunützen. Es geht in Verlängerung, in der Soriano ein regulärer Treffer aufgrund vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt wird – das Elfmeterschiessen entscheidet. Mit Hinteregger und Soriano treten die sichersten Schützen am Beginn an und sorgen für eine 2-1 Führung. Ein schwach getretener Minamino Elfer sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2-2. Dann nimmt sich – nach total verpatzter Saison – Atanga das Leder und schießt ebenfalls zu unplatziert. Der Rest ist Formsache für Minsk und Salzburg ist nach der Champions League Qualifikation jetzt auch in der Europaleague Qualifikation gescheitert.

Nach dem Aus geht es in Sachen Personalpolitik rund beim Meister. Djuricin´s Abgang zu Brentford ist nur noch Formsache. Zeitgleich wechselt der Deutsche U20-Nationalspieler Hany Mukhtar von Benfica nach Salzburg. Die Zukunft der Schlüsselspieler Soriano und Hinteregger ist ungewiss. Speziell für Soriano wird der reine Ligaalltag + ÖFB Cup nicht ausreichend sein, um beim Klub zu bleiben. Sein Ex-Trainer Roger Schmidt (jetzt bei Bayer Leverkusen) hat bereits Interesse bekundet.

Mit einem Sieg könnte sich die Mannschaft auf dem 4. Tabellenplatz vorschieben. Bislang war in der Ferne Alles dabei (1 Sieg, 1 Unentschieden, 1 Niederlage).

Aufstellung Red Bull Salzburg

Es fehlen: Damari (Sturm Regulär; Absprengung im Fußwurzelknochen), Yabo (Mittelfeld-Schlüsselspieler, Knieprobleme), Michellon (Tor-Ersatz, Adduktorenprobleme), Djuricin (Sturm Regulär, Transfer zu Brentford), Leitgeb (Mittelfeld Schlüsselspieler, Knieverletzung)

Fraglich: Schmitz (Verteidigung Ersatz), Lainer (Mittelfeld Regulär), Ulmer (Verteidigung Regulär), Hinteregger (Verteidigung Schlüsselspieler) – alle angeschlagen

Voraussichtliche Aufstellung: Walke – Ulmer, Miranda, Caleta-Car, Schwegler – Minamino, Keita, Pehlivan, Reyna – Berisha, Soriano

Tipp

Die Salzburger Mannschaft war nach der kräfteraubenden Begegnung am Donnerstagabend (gegen Minsk) sichtlich gebrochen. Nach der Blamage 2012/13 gegen Düdelingen ist Salzburg erstmals wieder ohne europäische Beteiligung/Motivation. Von einer Blamage kann man aber in diesem Fall nicht sprechen. Die Mannschaft hat Alles gegeben, phasenweise ansprechenden Fußball gezeigt, einzig das Glück fehlte.

Wie die Mannschaft im Liga Alltag auftritt bleibt abzuwarten. Nach der vergleichbaren knappen Niederlage in Malmö (Champions League Qualifikation) holte man bei der Admria ein 2-2. Doch diesmal heißt der Gegner Sturm Graz. Die Grazer haben sich in den drei bisherigen Heimspielen stets selbst um die Lorbeeren gebracht. Zweimal (gegen Admira und Grödig) musste man einem Rückstand hinterherlaufen und holte als besseres Team nur einen Punkt, und gegen Rapid schöpfte man einen 2-0 Vorsprung ab.

Beide Mannschaften laufen Gefahr den Anschluss an Leader Rapid zu verlieren – aus Sicht der Salzburger könnte der Rückstand bei einer Niederlage auf elf Punkte ansteigen. Dennoch sieht man die Mannschaft im Moment nicht in der Lage auf Enttäuschungen angemessen zu reagieren.

Eine viel bessere Ausgangsposition, um die Salzburger wieder einmal zuhause zu schlagen, wird es wohl nicht mehr geben. Salzburg im Umbruch, gebrochen und mit vielen internen Baustellen ist sichere eine optimale Ausgangsposition für den ersten Heimsieg der Saison.

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