Da schafft es St. Gallen sich bis ins internationale Geschäft durchzukämpfen und bekommt sicherlich eines der schwersten Lose, die man hätte bekommen können. Zu Gast ist das russische Spartak Moskau, das sicherlich nicht zu den Teams wie St. Petersburg gehört, aber dennoch weiterhin zur russischen Elite. Damit haben wir auch ein sehr ungleiches Duell was die verfügbaren Mittel angeht. Während der Wert des russischen Kaders auf ca. 100 Millionen oder mehr geschätzt wird, dürfte sich der Wert des St. Gallen bei ca. 10-14 Millionen befinden. Schaffen die Schweizer die große Überraschung oder siegt der scheinbar übermächtige Favorit?

St. Gallen

Ich kann jedem nur empfehlen diese Stadt zu besuchen, denn sie ist schön, aber ich muss zugeben, dass auch ich sie nicht mit Fußball verbinde. Man darf dennoch nicht vergessen welche Leistungen der Verein hier gebracht hat. Sie waren in der letzten Saison lediglich Aufsteiger und so erwartete man statt Topplatzierung den Abstiegskampf. Zur Fairness muss angemerkt werden, dass hinter dem Team durchaus finanzstarke Personen und Sponsoren stehen aus einer sehr soliden Region, so dass man beim Thema Budget sicherlich kein Zwerg in der Liga ist.

In der Schweiz ist die Saison schon voll gestartet und hat bereits fünf Spieltage hinter sich. Nach zwei Niederlagen wollte man schon eine Krise herbeireden, da man in den zwei Spielen ganze fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Inzwischen scheint sich das Team gefangen zu haben mit nur einem Unentschieden und zwei Siegen aus den letzten drei Spielen.

Man wird sehr genau hinsehen müssen ob man den Verkauf von ihrem Top-Torjäger Scarione auch wirklich dauerhaft ausgleichen kann und mit Etoundi ging ein zweiter sehr starker Spieler. Bislang hat sich niemand als sein Nachfolger herauskristallisiert in der Liga. Im Pokal erzielte zwar Keita zwei Tore, aber man schoss insgesamt acht gegen eine kleine Mannschaft.

Spartak Moskau

Die Hoffnung der St. Galler könnte die Tatsache sein, dass Spartak die Europa League vielleicht nicht so ernst nimmt, weil es das Team eigentlich auf die Champions League abgesehen hat. Wer glaubt, dass man hier ein Team hat, bei dem im Rückspiel wie so oft Leere im Stadion vorherrschen wird, der täuscht sich. Kein anderer Moskau-Verein hat so viele Zuschauer, da man zu Sowjetzeiten aus einem echten Sportclub entstand und nicht das Spielzeug eines Ministeriums war.

Schaut man sich die Zugänge an, dann wird schnell deutlich, dass man es durchaus ernst meint mit dem Angriff auf den Titel in Russland. Man verkaufte zwar mit Emenike den besten Torjäger, aber mit Movsisyan hat man den eigentlich noch besseren Mann in den eigenen Reihen gehabt. Der im Ausland aufgewachsene Armenier ist körperlich und technisch auf hohem Niveau. Außerdem wurde Toptalent Özbiliz geholt, ebenso wie Lucas Barrios, der hier die Chance hat zu zeigen, dass seine Leistungen beim BVB nicht nur Zufall waren.

Bei den bekannten Namen sind Spieler wie Jurado dabei, der aber wie damals auf Schalke mehr nach Lust und Laune seine Leistungen bringt. Eine klare Schwächung sind die Verletzungen von McGeady. Bocchetti und Romulo, die eigentlich alle in die Startelf gehören.

Fazit

Ich würde mich freuen St. Gallen hier in der nächsten Runde zu sehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir das sehen werden. Startak zeigte in der neuen Saison auch noch eine gute Form, so dass man nicht einmal von einem schwächelnden Gegner ausgehen kann.

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