Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers, NBA Tipp 18.10.2018

In der Eastern Conference sind in den meisten Saison-Vorschauen die Boston Celtics und Philadelphia 76ers als Favoriten genannt. Vergessen werden dabei allerdings die auf dem Papier besten Teams der vergangenen Saison. So spielten die Toronto Raptors die mit Abstand beste reguläre Saison und die Cleveland Cavaliers zogen letztlich in die Finals ein. Dementsprechend bringen auch Beide das Selbstverständnis mit, in dieser Saison ebenfalls zu den besten Teams zu gehören. Erwähnenswert ist allerdings auch für Beide, dass sie ihren jeweils wichtigsten Spieler verloren.

Doch nicht nur auf dem Feld änderte sich das Personal der Raptors, entließen sie nach einem erneuten frühen Playoff-Aus auch ihren Trainer Dwane Casey, der anschließend den Award für den Trainer des Jahres überreicht bekam. Neben ihm trennte sich Toronto aber auch von DeMar DeRozan und enttäuschte damit nicht nur Kyle Lowry, sondern auch viele Fans.

Im Gegenzug kamen mit Kawhi Leonard und Danny Green aber zwei starke Spieler nach Kanada, die sogar ein Upgrade gegen über DeRozan und Poeltl sein sollten. An der Seitenlinie wird Rookie-Headcoach Nick Nurse stehen, der natürlich an die Erfolge von Casey anknüpfen will.

Einfach wird es für die Raptors aber nicht, muss Leonard nach gut einem Jahr Pause erstmal wieder reinkommen, das Team die Gedanken von Coach Nurse umsetzen und auch wieder die nötige Einstellung an den Tag legen, nachdem man Lowry in einigen Interviews nach dem DeRozan Trade, die Enttäuschung ansehen konnte.

Trotzdem ist die Ausgangslage gut, haben die Raptors mit Lowry, Green (oder Anunboy), Leonard, Ibaka und Valanciunas eine überaus starke erste Fünf zu bieten. Zudem hatten sie im letzten Jahr die stärkste zweite Fünf der Liga, sodass sie alt Team das Potenzial haben, die Eastern Conference zum Ende der regulären Saison und vielleicht auch zum Ende der Playoffs anzuführen.

Dafür müssen sie aber in jedem Fall den Cleveland Cavaliers vorbei, die ebenfalls den Anspruch haben, als amtierender Eastern-Conference Champion, am Ende der Saison wieder oben zu stehen. Doch es scheint klar, dass die Cavs nach dem Abgang von LeBron James nicht mehr die Gleichen sind und dass sogar eine Playoff-Qualifikation nicht selbstverständlich ist.

Was die Spieler von dieser Einschätzung halten, machte Tristan Thompson klar. Er wies in einem Interview darauf hin, dass sowohl die Celtics, als auch die Sixers oder Raptors erstmal an den Cavaliers vorbeimüssen. Schließlich seien sie der Conference-Champion und noch immer eines der absoluten Top-Teams.

Die Kader-Zusammenstellung kann Thompson Einschätzung aber nicht belegen, wurde kein Ersatz für LeBron geholt und wird Kevin Love, nach Jahren als zweite oder dritte Option wieder die erste Geige in Cleveland spielen. Dazu werden die erfahrenen und alternden Rollenspieler wie Korver, Smith und Co. Leistungen liefern müssen, da die Jungspunde wie Hood, Clarkson oder Nance Jr. in der letzten Saison phasenweise enttäuschten.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass Coach Tyronn Lue seine Jungs bei der Ehre packen wird und alles versuchen wird, seine Mannschaft erneut zu einem Top-Team zu machen. Ein Absturz wie nach James ersten Abgang ist nicht zu erwarten, allerdings werden sich die Cavs strecken müssen, um die Playoffs zu erreichen.

Sichere, verletzungsbedingte Ausfälle gibt es nicht. Bei den Cavs waren zwar Nance, Love und Osman zuletzt als angeschlagen gemeldet, doch es ist davon auszugehen, dass alle spielen können. Bei Toronto waren zuletzt Wright und Powell angeschlagen, doch auch sie werden bis zum ersten Spiel zurückerwartet.

Tipp: Toronto Raptors

Sowohl die Toronto Raptors als auch die Cleveland Cavaliers wissen, dass die reguläre Saison weniger wichtig als die Playoffs ist. Beide wissen jedoch auch, dass der Weg bis in die Playoffs nicht immer einfach ist, vor allem wenn sich der Kader entscheidend veränderte. Da das Spiel in Toronto stattfindet und die Raptors für mich insgesamt das bessere Team sind und die Cavs erstmal schauen müssen, wie sie im Alltag ohne James auskommen, sollte der Tipp auf Toronto gehen.

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Player to watch: Kawhi Leonard

Kawhi Leonard in der Pre-Season mal wieder speilen zu sehen war eine Freude, ließ jedoch auch erahnen, dass er noch etwas Zeit braucht, bis er wieder in Form ist. Seine Quoten ließen zu wünschen übrig und aufgrund der geringen Spielzeit war auch die Punktausbeute ausbaufähig. Leonard hat aber fraglos das Talent zu einem der besten fünf Spieler der Liga zu gehören und so kann man auch im ersten Auftritt der Saison eine gute Leistung erwarten. Mit 20 Punkten zeigt er direkt, dass er die zentrale Rolle der Raptors übernehmen will.

 

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