Los Angeles Clippers (25-25) – Chicago Bulls (18-33), NBA Tipp 03.02.2018

Die Los Angeles Clippers und die Chicago Bulls treffen in dieser Saison zum ersten mal aufeinander. Dabei scheint es auf den ersten Blick als hätten beide Mannschaften nicht besonders viel gemeinsam, doch diese Annahme ist nur bedingt korrekt. So stehen Beide außerhalb der Playoff-Plätze und laufen den Erwartungen ein wenig hinter her. Zudem trennten sich beide Mannschaften in den letzten Tagen von ihrem jeweils vermeintlich besten Spieler, sodass man gespannt darauf schauen kann, wie sich die Mannschaften und Leistungen entwickeln werden.

Tipp: Los Angeles Clippers

Der Blake Griffin-Trade schockte nicht nur Griffin selbst, sondern überraschte sicherlich auch viele Clippers-Fans. Doch mit Tobias Harris und Avery Bradley kamen durchaus fähige Akteure nach LA, die mit Jordan, Williams und Co. sicherlich ein interessantes Gespann bilden werden. Die Bulls trennten sich andererseits von Nikola Mirotic, dessen Rückkehr nach seiner Verletzung zwischenzeitlich für einen großen Aufschwung in Chicago sorgte. Mit Asik, Allen und Nelson, die zum Teil verletzt sind oder gewaived werden sollen, konnte man sich punktuell allerdings nicht verstärken und so geht der Blick eher auf die langfristige Entwicklung. Daher sollte der Tipp auch auf das Heimteam aus LA gehen.

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NBA – Los Angeles Clippers (25-25) vs Chicago Bulls (18-33)

Blake Griffin äußerte sich in seiner ersten Pressekonferenz in Detroit geschockt über den Trade und erzählte, dass er über die sozialen Netzwerke von seinem Trade erfuhr. Sicher nicht die schönste Art der Clippers, ihn über den Trade zu informieren, zumal Griffin gerade erst einen fetten Vertrag in LA unterzeichnete und es mit ihm in die Zukunft gehen sollte. Doch so bewies die NBA mal wieder, dass sie ein Geschäft ist, welches selbst auf große Stars nicht immer Rücksicht nimmt.

Nachdem nun also Chris Paul und Blake Griffin weg sind, bleibt natürlich die Frage in welche Richtung die Entwicklung der Clippers geht. So halten sich weitere Gerüchte um Trades von DeAndre Jordan und Lou Williams, die ebenfalls zu den Leistungsträgern gehören. Andererseits hat man durch die Neuzugänge Harris und Bradley weitere Qualität in den Kader geholt, sodass man die Clippers zumindest nicht sofort abschreiben sollte.

Zugegebenermaßen war die Form zuletzt allerdings ausbaufähig. Das letzte Spiel ging gegen die Blazers verloren (96-104) und zuvor konnte man zwei Partien bei den Grizzlies (109-100) und Pelicans (112-103) gewinnen. Doch davor gab es drei Niederlagen am Stück, in denen man sich vor allem defensiv schwach präsentierte. Durch die Kaderveränderungen sind die Ergebnisse aber nur bedingt aussagekräftig, sodass die große individuelle Klasse heute den Ausschlag geben sollte.

Zusätzlich haben die Clippers den Vorteil, dass auch die Bulls nicht in der besten Form sind. Nachdem sie zwischenzeitlich auf einem Hoch waren, verloren sie die letzten fünf Spiele in Folge und insgesamt sechs der letzten 7 Partien. Ebenso wie bei den Clippers-Niederlagen, zeigte sich auch Chicago sehr defensivschwach und kassierte in den letzten fünf Spielen im Schnitt fast 118 Punkte pro Spiel.

Ein weiterer Nachteil ist zudem der Trade von Nikola Mirotic. Von den drei ertradeten Spielern (Nelson, Allen Asik) soll wohl nur Nelson bleiben und die Tatsache mit Mirotic den besten Scorer abgegeben zu haben, macht die Situation nicht einfacher. Allerdings könnte die Teamchemie dadurch besser werden, bedenkt man, dass Mirotic mit Portis aneinandergeriet und das Mirotic nicht für sein gutes Passspiel bekannt war.

Schlussendlich war der Trade aber sowieso langfristig angelegt und kurzfristig darf man keine Verbesserung erwarten. Immerhin können nun Markkanen, Dunn und LaVine mehr Würfe bekommen und beweisen, ob sie es Wert sind, ein Team um sie aufzubauen. Trotzdem bleibt den Bulls damit weiterhin in einem Großteil der Spiele nicht mehr als die Rolle des Underdogs.

Unter der Annahme, dass die getradeten Spieler einsatzberechtigt sind, fehlen heute auf den Seiten der Bulls trotzdem Payne und Dunn. Die Clippers treten ohne Beverly und Rivers an, Bradleys Einsatz ist ungewiss.

Player to watch: DeAndre Jordan

Von dem damaligen Big Three ist Jordan nach den Abgängen von Paul und Griffin der einzige Verbliebene. Durchaus interessant, bedenkt man, dass es Jordan war, der die Clippers vor ein paar Jahren Richtung Dallas verlassen wollte, zum Verbleib überredet wurde und nun als einziger noch bei den Clippers spielt. Letztlich ist aber auch seine Zukunft ungewiss, doch immerhin kann man sich trotzdem auf seine guten Leistungen verlassen. So auch heute und ein Double Double sollte man bedenkenlos erwarten dürfen.

 

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