Deutschland – Jordanien, Basketball-WM 2019, Vorrunde

Für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ist der Super-GAU bei der WM eingetreten. Obwohl das Team von Bundestrainer Henrik Rödl im Vorfeld des Turnieres hoch gelobt wurde, dank einer guten Vorbereitung auch gut eingespielt und letztlich also mit viel Selbstvertrauen in das WM-Turnier ging, verloren sie das erste Spiel gegen Frankreich (74-78) und konnte auch in der zweiten Partie gegen die Dominikanische Republik die Niederlage nicht verhindern (68-70).

Denkbar ungünstig verlief der Start im ersten Spiel gegen die Franzosen und schnell lag man zweistellig zurück. Letztlich ging auch das Spiel verloren, doch dank einer starken zweiten Halbzeit und aufgrund der Tatsache, dass man am Ende sogar noch hätte gewinnen können, war zumindest die Zuversicht groß, sich im zweiten Spiel rehabilitieren zu können.

Nachdem das Team zunächst auch gegen die Dominikanische Republik den Start verschlief, fand es immerhin mit fortlaufender Zeit besser in die Partie und gestaltete die Begegnung zumindest ausgeglichen. Am Ende konnte man sich in der knappe Partie aber erneut nicht durchsetzen und verlor mit 68-70. Da sich die Franzosen einige Stunden später gegen die Jordanier keine Blöße gaben, ist die Gruppe entschieden und mit jeweils zwei Siegen sind Frankreich und die Dominikanische Republik weiter, während Deutschland und Jordanien ausgeschieden sind.

Dementsprechend schwer wird es heute für das deutsche Team die Motivation aufrecht zu erhalten, da bereits jetzt von einer Blamage und Riesen-Enttäuschung die Rede ist. Fraglos ist das deutsche Team besser besetzt als der Gegner aus Jordanien, doch Gleiches sagte man auch vor dem Spiel gegen die Dominikanische Republik, die sich nur knapp gegen die Jordanier behaupte konnte. Trotz allem sollten Schröder und Co. darum bemüht sein, zumindest das Gesicht nicht zu verlieren, so dass man trotz des bisher schwachen Auftretens erneut auf das deutsche Team setzen sollte.

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Situation Deutschland

Enttäuscht, entsetzt, blamiert, fassungslos oder sprachlos sind allesamt Begriffe, die einem in Nachgang des Spiels der deutschen Mannschaft gegen die Dominikanische Republik einfallen. Mit 68-70 verloren Schröder, Theis und Co. auch das zweite Gruppenspiel und beraubten sich ihrer Chance auf die zweite Runde bei der WM.

Wieder einmal startete Deutschland schlecht ins Spiel und vor allem defensiv zeigte man sich zu Beginn nicht wach. Bereits hier machte Schröder nicht den besten Eindruck in der Verteidigung und muss sich als Führungsspieler die Kritik gefallen lassen, das Team nicht richtig angeführt zu haben.

Nach drei Minuten lagen die Deutschen mit 2-10 zurück, doch Theis brachte das Team mit einigen guten Aktionen zurück ins Spiel. Nach sechseinhalb Minuten ging man dank eines Freiwurfs von Schröder sogar das erste mal in Führung und behauptete den Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels (21-16).

In Viertel Nummer 2 wurde das Spiel leider nicht besser. Deutschland blieb zwar in Führung, konnte sich aber nicht absetzen und zeigte offensiv wie defensiv Schwächen. Wieder einmal fielen die Würfe nicht gut und als Zuschauer wurde man das Gefühl nicht los, als würde die Einstellung fehlen.

Dementsprechend emotionslos ging das Spiel auch in Halbzeit 2 weiter. Offensiv ließ man weiterhin die Treffsicherheit vermissen, defensiv konnte man sich ebenfalls nicht behaupten und selbst am Brett ließen Theis, Kleber, Barthel und Co. die körperliche Rubustheit sowie die Stärke beim Rebound vermissen. Die Folge war, dass das Spiel langsam kippte und die Dominikanische Republik zum Ende des dritten Viertels in Führung lag (52-55 aus Sicht der Deutschen).

Im letzten Viertel wurde der Rückstand dann schnell größer (52-60), doch ähnlich wie im Spiel gegen die Franzosen kämpfte sich Deutschland doch nochmal zurück. Sie gingen sogar mit 61-60 in Führung, doch hatten nicht die nötige Durchschlagskraft um die Führung zu behaupten. Die Würfe gingen reihenweise daneben und da die Dominikanische Republik nun scorte, lag man knapp drei Minuten vor dem Ende mit 63-69 zurück.

Mit ein wenig Glück kamen die Deutschen aber nochmal ran und sieben Sekunden vor dem Ende des Spiels, griff Danilo Barthel einen Rebound ab. Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt mit 68-70 zurück, doch plötzlich bestand die Chance auf die Verlängerung oder sogar den Sieg. Dennis Schröder brachte den Ball nach vorne, doch anstatt zum Korb zu gehen, um ein Foul zu ziehen, passte Schröder nach einem Drive den Ball raus und Barthel nahm einen schweren Dreier zum Sieg. Der Ball verfehlte sein Ziel und Deutschland verlor damit das Spiel.

So stehen letzten Endes eine enttäuschende Niederlage und das Fazit, dass man auch nach zwei Spielen keine wirkliche Linie im deutschen Spiel erkennen konnte. Es gab viel Pick and Roll, aber leider auch viele falsche Entscheidungen und noch mehr vergebene Würfe. Auch die vermeintliche Reboundstärke war nicht zu erkennen und Einsatzwille und Einstellung ließen auch zu Wünschen übrig.

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Situation Jordanien

Für die Jordanier ist die Ausgangssituation vor dem Spiel nur ein wenig anders. Zwar war die Erwartungshaltung nicht so groß, doch auch sie verloren ihre ersten beiden Spiele gegen die Dominikanische Republik (76-80) und gegen Frankreich (64-103) und sind nun ausgeschieden. Vor allem das Ergebnis gegen die Franzosen spiegelte jedoch das eigentliche Niveau des jordanischen Teams wieder, so dass die Spiele mehr oder weniger erwartungsgemäß verliefen.

Das Team besteht aus folgenden Spielern:NBA

Point Guards:
Mahmoud Abdeen
Jordan Al-Dasuqi

Shooting Guards:
Amin Abu Hawwas
Dar Tucker
Freddy Ibrahim
Mousa Alawadi

Small Forward:
Ahmad Alhamarsheh

Power Forwards:
Ahmad Obeid
Zaid Abbas

Center:
Yousef Abuwazaneh
Muhammad Hussein
Ahmad Al Dwairi

Wieder einmal fällt auf, dass der große Name im Kader fehlt und die Ergebnisse zeigen auch, dass die Defensive der Jordanier einige Mängel aufweist. 183 Punkte kassierten sie in den beiden Spielen und da sie offensiv nur auf 140 Punkte in zwei Spielen kamen, sieht die aktuelle Korbdifferenz nicht gut aus.

Lichtblick ist allerdings Guard Dar Tucker, der mit 22 Punkten pro Spiel auf Platz 2 der Scorer-Liste der WM steht. Auch Al Dwairi steht bei 20 Punkten pro Partie und könnte den Deutschen sicherlich gefährlich werden. Ansonsten war aber auch bei Jordanien häufig kein Spielfluss zu erkennen und das Spiel war auf beiden Seiten des Feldes immer wieder von Fehlern geprägt.

Die fehlende Klasse war und ist also das größte Problem der Jordanier, so dass sie auch in dieses Spiel als klarer Underdog gehen. Das Team erzielte pro Spiel nur 11 Assists und ist damit was das Zusammenspiel angeht, das drittschlechteste aller WM-Mannschaften. Trotzdem werden sie alles gegen Deutschland versuchen, um zumindest einen Sieg eingefahren zu haben.

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Entscheidende Matchups

Die Jordanier sind auf der Guard-Position stark besetzt und strahlen durch Tucker die größte Offensivgefahr aus. Natürlich ist auch Deutschland hier am besten besetzt, allerdings konnte Schröder in dieser WM nicht überzeugen und offenbarte defensiv einige Schwächen. Daher ist klar, dass das Duell der Guards vorentscheidend sein kann, aber eigentlich besser für Deutschland aussieht.

Eine weitere Stärke der Jordanier liegt bei Al Dwairi unter dem Korb. Theis, Kleber und Co. werden also wieder alle Hände voll zu tun haben und müssen unbedingt besser spielen. Auch hier hat eigentlich Deutschland die Vorteile auf seiner Seite.

Im Normalfall sind die Deutschen also auf beiden Positionen klar besser, doch die bisherigen Spiele ließen den Klassenunterschied nicht erkennen, so dass abzuwarten bleibt, wer hier tatsächlich überzeugen wird.

Deutschland – Jordanien Tipp

Das deutsche Trainerteam ist nun gefordert, die Mannschaft irgendwie wieder aufzubauen. Da es allerdings um nichts mehr geht, wird dies nicht ganz so einfach. Es werden allerdings auch noch die Plätze 17-32 ausgespielt, so dass die Mannschaft von Coach Rödl zumindest bestrebt sein sollte, sich mit Anstand aus der ersten Gruppenphase zu verabschieden um in der Schlussphase des Turniers nicht noch schlechter dar zu stehen.

Es bleibt allerdings auch hängen, dass dem Deutschen Team die Klasse zu fehlen scheint und das die Vorschusslorbeeren nicht gerechtfertigt waren.
Nichtsdestotrotz sollte sich die deutsche Mannschaft heute durchsetzen können und auch wenn die WM eine große Enttäuschung sein wird, kann man sich zumindest heute nochmal über einen Sieg freuen und verhindern, dass man sich noch mehr blamiert.

Tipp: Deutschland

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