Astralis vs. Team Liquid CS:GO Tipp IEM XIII Chicago Finale

Die Intel Extreme Masters XIII in Chicago ist eine prestigeträchtige Veranstaltung, und das liegt nicht nur daran, dass sie Teil des Intel Grand Slam ist. Sie ist eine „alte“ Veranstaltung, die eine Art Tradition entwickelt hat. Und das Event wird in Chicago gespielt, das für einige der lautesten ESport-Fans der Welt bekannt ist. Bisher brachte das Turnier einige Überraschungen, aber die größte könnte im Finale passieren.

Das Grand Final am Sonntag zwischen Astralis und Team Liquid ist ein Best-of-Five, der Sieger erhält 100.000 US-Dollar aus dem Preispool und natürlich die begehrte Trophäe.

Bei beiden Teams geht es bei diesem Match um einiges. Liquid will Astralis endlich in einem wichtigen Match besiegen, Astralis sind der absolute Angstgegner und Gradmesser für Liquid. Team Liquid hat noch kein großes internationales Event gewonnen, obwohl sie das zweit- oder drittbeste Team der Welt sind, und das liegt fast ausschließlich am konstanten Scheitern an den Dänen. Was Astralis angeht, sind sie auf dem Weg, sich als das beste und dominanteste Team nicht nur zurzeit sondern wohl aller Zeiten zu etablieren.

Die Halbfinalpartien der IEM Chicago 2018 hatten es in sich. Astralis und Liquid gewannen am Samstag dramatische Matches, die jeweils eine dritte entscheidende Map sahen, um ins Grand Final von IEM Chicago vorzurücken.

Fnatic brachte hierbei die Nummer eins der Welt, Astralis, an den Rand einer Niederlage und Team Liquid führte den FaZe Clan vor.

Unser Tipp

Diese beiden Teams haben sich das ganze Jahr über bei mehreren Turnieren getroffen, oft geschah dies im Finale und jedes dieser Finalspiele konnten Astralis für sich entscheiden.

Team Liquid hat noch nie ein Best-of-3 gegen Astralis gewonnen, beim FACEIT Major gelang es ihnen zumindest, einen Bo1 gegen Astralis zu gewinnen. Für Liquid spricht, dass sie sich bisher bei diesem Major zumeist in Topform gezeigt haben, während Astralis sich mehrfach schwertaten und auf individuelle Heldentaten zurückgreifen mussten. Zuerst haben sie im Finale von Gruppe A gegen FaZe verloren und dann haben sie es gegen Fnatic nur knapp ins Finale geschafft. Außerdem haben wir nicht die typische Innovation gesehen, die Astralis in großen Turnieren normalerweise auszeichnet. Daher hat Liquid hier eine Chance.

Trotzdem wird Astralis von den Buchmachern als glasklarer Favorit angesehen, und auch wir raten aufgrund der eindeutigen Historie der beiden von einem Tipp auf Team Liquid ab, auch wenn es aufgrund der Quoten verlockend scheint. Um eine lohnende Wette zu finden, tippen wir auf einen klaren 3:0 Sieg von Astralis.

Tipp: Astralis siegt klar 3:0

Quote
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Bonus
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2,10
150€

 

Astralis

Beginnen wir mit einigen Worten zu Astralis. Sie sind das Team, das es zu schlagen gibt, wenn ein Team Trophäen gewinnen möchte. Während der IEM XIII Chicago waren ihre Auftritte jedoch nicht wirklich überzeugend.

Es sah nicht gut für Astralis aus in diesem Turnier, als sie in der Gruppenphase von FaZe Clan mit 0:2 besiegt wurden und auch gegen Fnatic kurz vor dem Ausscheiden standen. Sie waren jedoch in der Lage, ihre Haltung zu bewahren und sich gegen die unglaubliche Feuerkraft von Fnatic zu behaupten.

Dieses Halbfinal-Spiel zwischen Astralis und Fnatic war das wohl intensivste Spiel dieser IEM. Dabei begann das Match zwischen den Dänen von Astralis und dem komplett aus Schweden bestehenden Kader von Fnatic wenig überraschend. Auf der ersten Map Dust2 gingen Nicolai „dev1ce“ Reedtz und sein Team zunächst mit 12:3, wenig später sogar mit 15:6 in Führung. Die Schweden legten daraufhin eine sehenswerte Aufholdjagd zum 15:14 hin, verloren jedoch die allerletzte Runde und gingen trotz dieses bewundernswerten Aufbäumens am Ende leer aus.

Auf Mirage zeigten Fnatic dann, dass sie es besser können. Insbesondere Jesper „JW“ Wecksell und Freddy „KRIMZ“ Johansson waren gut aufgelegt und sorgten dafür, dass bei Astralis erstmals etwas Frust in diesem Best-of-Three aufkam. Am Ende konnte Fnatic mit 16:12 ausgleichen – es ging zur Entscheidung auf Inferno.

Wieder einmal hielt die Map, was sie seit jeher verspricht. Diesmal waren es Fnatic, die erst mit 11:4 zur Halbzeit, dann mit 15:9 in Führung gingen. Doch die Dänen kämpften sich ihrerseits wieder heran, wie es Fnatic auf der ersten Map schafften. Ein dramatisches Match ging in die Verlängerung, in der Astralis letztlich die Oberhand behielt.

Ein Sieg ist ein Sieg, würden manche sagen, anders gesehen sieht Astralis nicht mehr unschlagbar aus. Genau das zeigte FaZe im Finale des Upper Bracket, als sie Astralis mit einem 2:0-Sieg besiegten.

Team Liquid

Was Team Liquid angeht, so haben auch sie sich mit einiger Mühe durch das Turnier gekämpft, da LDLC ihnen im Viertelfinale alles abverlangt haben. Nachdem dieses Match mit Ach und Krach 2:1 gewonnen werden konnte ging es weiter ins Halbfinale und auf der ersten Karte Inferno wurden Team Liquid von Faze Clan komplett überrumpelt.

Direkt im Anschluss an das erste Halbfinale zwischen Astralis und Fnatic begann das zweite Match zwischen Liquid und FaZe. Inferno ging mit 16:7 an den europäischen Kader von Faze Clan um Nikola „NiKo“ Kova?. Team Liquid erzielten zuerst einen 5:2-Vorsprung, wobei FaZe in den ersten Runden nicht beeindruckend aussahen. Olof „Olofmeister“ Kajbjer hatte danach einige beeindruckende AWP-Kills (sogar einen doppelten Kill mit einer einzigen Kugel), aber es reichte nicht aus, um eine frühe Führung zu erzielen. Als die erste Hälfte zu Ende ging, rissen sich die FaZe-Spieler jedoch wieder zusammen und schlossen mit einem 9:6-Vorsprung ab, den sie dann nach dem Seitenwechsel mit 7:1 klar nach Hause brachten.

Auf der zweiten Map Mirage ergab sich dann ein völlig anderes Bild: Team Liquid legten als CT mit 14:1 vor und hatten nach dem Seitenwechsel wenig Mühe, den Map-Ausgleich zu erzielen.

Auch auf Cache, der dritten Map, schien beim FaZe Clan die Luft raus zu sein. Wieder gingen Epitacio ‚TACO‘ de Melo und seine Teamkameraden zur Halbzeit deutlich in Führung und hatten im Anschluss keine Probleme, das Match und damit das Best-of-Three zu beenden. Team Liquid kann sich somit am Sonntag auf ein Bo5-Finale vor heimischen Publikum freuen.