Mit den San Antonio Spurs und den Houston Rockets setzten sich die jeweiligen Favoriten in Runde 1 durch und treffen nun in der zweiten Runde aufeinander. Die Spurs gewannen 4-2 gegen sich tapfer wehrende Grizzlies, während die Rockets im Duell der MVP-Kandidaten Harden und Westbrook, besser durchkamen und die Serie mit 4-1 gewinnen konnten.

Für Beide wird es in dieser Runde aber deutlich schwerer und man darf sich auf eine äußerst interessante Serie freuen. Vor allem das Duell zwischen Kawhi Leonard und James Harden wird dabei besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, versucht der wohl beste Verteidiger der Liga, Kawhi Leonard, sein Gegenüber James Harden in Schach zu halten, nachdem dieser in Runde 1 mit 33,2 Punkten, 6,4 Rebounds und 7 Assists pro Spiel, trotz Knöchelproblemen überragte.

Doch Kawhi Leonard ist nicht nur defensiv gut, sondern lieferte in der Offensive ähnliche Werte ab, kam er bisher auf 31,2 Punkte, 6 Rebounds und 3,8 Assists. Coach Popovich ließ sich sogar dazu hinreißen, Leonard als derzeit besten Spieler der Liga zu betiteln. Harden wird dies sicherlich nicht gutheißen können, nachdem auch in Runde 1 eine Diskussion darüber aufbrach, ob er oder Westbrook es mehr verdient hätten den MVP-Titel zu gewinnen.

Leonard und Harden werden sicher einige Momente gegeneinander haben, weshalb sich die Fans allein wegen dieses Match-Ups auf die Serie freuen dürfen. Desweiteren verrieten auch die Ergebnisse der regulären Saison, dass nicht von einem Durchmarsch eines Teams ausgegangen werden kann.

Bereits im November gab es die ersten beiden Spiele innerhalb von drei Tagen. Houston gewann Spiel 1 in San Antonio mit 101-99. James Hardens Triple Double ebnete den Weg, auch wenn die Spurs durch Leonard und Aldridge in den letzten Sekunden zwei Chancen auf den Ausgleich vergaben. Im zweiten Duell, nur drei Tage später, überzeugte Harden dann erneut mit einem Triple Double, doch diesmal hatten die Rockets das Nachsehen, mussten sie sich mit 100-106 in eigener Halle geschlagen geben.

Duell Nummer 3 fand dann im Dezember statt und wieder wurde es spannend. In Houston setzten sich die Spurs jedoch erneut durch und beendeten das Spiel mit einem 19-4 Lauf und einem Dreier von Patty Mills 20 Sekunden vor dem Ende. Harden verpasste das Triple Double knapp und Eric Gordon vergab die Chance auf den Sieg, sodass die Spurs den zweiten Auswärtssieg feierten.

Im vierten und letzten Spiel ging es dann wieder in San Antonio zur Sache und hier setzten sich die Spurs diesmal durch. Kawhi Leonard wurde mit 39 Punkten, dem entscheidenden Korb und dem entscheidenden Block gegen Harden (39 Punkte, 12 Assists) zum Matchwinner und entschied das Spielt mit 112-110 für seine Mannschaft.

Die Spurs haben also 3-1 gewinnen können, doch drei Spiele hätten mit einem Treffer in der letzten Sekunde auch anders ausgehen können. Es scheint also spannend zu werden und bevor wir einen Tipp wagen, schauen wir uns die Teams und ihr Abschneiden in Runde 1 nochmal etwas genauer an.

Situation San Antonio Spurs (1. Platz: 61 Siege – 21 Niederlagen)

1. Runde: 4-2 gegen Memphis Grizzlies

Die 1. Runde startete erwartungsgemäß und das Team von Coach Gregg Popovich begann konzentriert. Die Spiele Nummer 1 und 2 wurden klar und deutlich mit 111-82 und 96-82 gewonnen und es sah so aus, als könnten die Spurs vielleicht sogar einen Sweep anvisieren.

Daraus wurde jedoch nichts, da sich die Grizzlies in Memphis plötzlich zu wehren begannen. Conley, Gasol, Randolph und Carter spielten plötzlich groß auf und verlangten den Spurs alles ab. Mit 105-94 und 110-108 (nach Verlängerung) verteidigten die Grizzlies zunächst ihren Homecourt und waren motiviert, in San Antonio für eine Überraschung zu sorgen.

Doch die Spurs blieben ruhig, gewannen Spiel 5 mit 116-103 und ließen den Grizzlies dann auch in Spiel 6 keine Chance. Mit 103-96 gewannen die Spurs in fremder Halle und zogen damit verdient in Runde 2 ein.

Bestnoten verdienten sich Kawhi Leonard (Statistik siehe oben) und allen voran Tony Parker. Der 34jährige Guard, der in der regulären Saison 19 Spiele verpasste, nur 25 Minuten im Schnitt spielte und gerade mal 10 Punkte pro Spiel markierte, machte einen fitten Eindruck, spielte im Schnitt zwei Minuten länger und kam auf 16,3 Punkte. Vor allem das letzte Spiel war mit 27 Punkten (11-14 aus dem Feld) eines der besten Playoff-Spiele seiner Karriere, wodurch er zur überraschenden zweiten Option hinter Leonard wurde. LaMarcus Aldridge blieb mit 14,8 Punkten pro Spiel eher hinter den Erwartungen zurück, doch sicher wird er sich gegen die Rockets steigern wollen.

Im Endeffekt läuft es bei San Antonio also gut. Die totale Dominanz war in den letzten Jahren selten bei San Antonio zu finden, trotzdem hatte man selten das Gefühl, als könnten sie eine Serie verlieren. Da sie zudem keine Verletzten haben, gehen sie topfit, hochmotiviert und voller Siegeswillen in Runde 2 und wollen die Erfolge aus der regulären Saison wiederholen.

Situation Houston Rockets (3. Platz: 55 Siege – 27 Niederlagen)

  1. Runde: 4-1 gegen Oklahoma City Thunder

Das Duell der MVP-Kandidaten (James Harden gegen Russell Westbrook) entschieden der Rockets-Aufbau Harden für sich. Westbrooks Werte (37,4 Punkte, 11,6 Rebounds und 10,8 Assists) waren zwar etwas besser als die von Harden (siehe oben), doch Harden brachte seine Teammitglieder in so gute Positionen, dass er genug Unterstützung erhielt und sein Team so in Runde 1 führte.

Nach einem klaren Sieg in Spiel 1 (118-87) wurde es im zweiten Spiel schon etwas knapper (115-111), doch selbst gegen ein Monster-Spiel von Westbrook (51 Punkte, 10 Rebounds, 13 Assists) hielten die Rockets dagegen. Dank Hardens 35 Punkten und tollen Leistungen von Gordon und Williams (22 und 21 Punkte) setzten sich die Rockets doch noch durch.

In Spiel 3 wendete sich das Blatt dann und in Oklahoma, drängten die Thunder auf den Sieg. Mit 115-113 setzten sie sich sogar durch, doch James Harden hatte mit der letzten Sekunde eine gute Chance auf den Sieg. Leider vergab er den Wurf, sodass die Thunder einen durchaus überraschenden Sieg feiern konnten.

In Spiel 4 blieb es dann auch lange spannend, doch diesmal waren es die Rockets, die das Spiel mit 113-109 für sich entscheiden konnten. Harden erwischte mit 16 Punkten einen schwachen Tag, hatte jedoch mit Knöchelproblemen zu kämpfen. Trotzdem war er es, der wichtige Punkte gegen Ende des Spiels erzielte und sein Team so zum Sieg führte. Zudem überragte Nene von der Bank. Er erzielte 28 Punkte und blieb mit 12 von 12 aus dem Feld fehlerlos.

Das fünfte und letzte Spiel fand dann wieder in Houston statt. Harden war mit 34 Punkten mal wieder bester Mann der Rockets, bei denen zudem Patrick Beverly wieder einmal durch tolle Defense gegen Westbrook überzeugte. Der 115-111 Sieg bescherte den verdienten Einzug in Runde 2.

Die Rockets bewiesen in der ersten Runde, dass sich nicht nur aus James Harden bestehen. Er überragte zwar, doch mit Lou Williams, Eric Gordon, Patrick Beverly und Nene gab es gleich vier Spieler, die in mindestens einem Spiel ebenfalls über 20 Punkte erzielten. Ryan Anderson verpasste diese Marke knapp und auch Trevor Ariza oder Clint Capela zeigten sich, trotz des Verfehlens der 20 Punkte-Marke, als großartige Unterstützung.

Fraglich bleibt zwar, wie es defensiv gegen die Spurs laufen soll, doch auch wenn sie daher als kleiner Underdog in dieser Serie gehen, bewiesen die knappen Ergebnisse der regulären Saison und die gute Leistung in Runde 1 der Playoffs, dass die Rockets alles andere als chancenlos sind und ähnlich motiviert und selbstbewusst in diese Serie gehen werden.

X-Faktor: „Die Bank“

Ich denke das Spiel der Ersatzspieler wird großen Einfluss auf den Ausgang der Serie nehmen. Die Starter werden sich angeführt von Leonard und Harden sowieso nichts schenken und je nachdem welche Position man betrachtet, liegen die Vorteile mal bei den Spurs und mal bei den Rockets.

Betrachtet man die Bank, sieht es durchaus ähnlich aus. San Antonios zweite Fünf hatte in der regulären die größte Effektivität unter allen Teams, kam punktetechnisch aber nur Rang 7. Houston stand hier Rang 5, zeigte sich mit Rang 21 in der Effektivität aber längst nicht so effektiv wie San Antonio.

In den Playoffs zeigte die zweite Fünf von Houston dann aber einen deutlichen Anstieg, war ihre zweie Fünf die Effektivste und gleichzeitig gefährlichste im Vergleich zu den anderen Playoff-Teams. San Antonio verließ sich da schon mehr auf Leonard und Parker, während bei den Rockets Spieler wie Williams, Gordon oder auch Nene von der Bank immer wieder überzeugten.

Vergessen darf man jedoch nicht, dass die Thunder sicher mit die schwächste zweite Fünf aller Playoff-Teams hatten und so wird es für die Rockets deutlich schwerer gegen die Spurs. Letztendlich gehe ich jedoch davon aus, dass die Ersatzspieler enormen Einfluss auf die Serie nehmen und es daher auch spannend bleibt, wenn Leonard und Harden mal auf der Bank Platz nehmen.

San Antonio Spurs – Houston Rockets Serien-Tipp

Einen klaren Favoriten auszumachen ist schwer. Die Spurs beendeten die reguläre Saison zwar auf einem besseren Platz mit mehr Siegen und gewannen auch die direkten Duelle mit 3-1, doch dafür brauchten sie in den Playoffs ein Spiel mehr und Houstons Motor lief, wie man an den Statistiken, von Williams, Gordon und Co. sieht, auf Hochtouren. Somit darf man sich auf jeden Fall auf eine spannende Serie freuen, die eine Menge Highlights zu bieten haben wird.

Ich denke jedoch, dass sich die Spurs durchsetzen werden, da sie neben ihrem überragenden Kader mit Gregg Popovich noch den vielleicht besten Coach der Liga haben, der weiß, was in den Playoffs zu tun ist und wie man auch den gegnerischen Coach an seine Grenzen führt.

Sicher, Mike D’Antoni ist ebenfalls ein alter Hase und lieferte sich bereits vor Jahren mit den Suns heiße Playoff-Duelle gegen San Antonio, doch bereits damals behielt Popovich die Oberhand und brachte sein Team in die nächste Runde.

Auf das Duell Leonard gegen Harden darf man sich als Fan sicher am meisten freuen, doch vor allem das tolle Teamspiel der Spurs und die Wurfgefahr der Rockets sollte man nicht außer Acht lassen. Mein Tipp geht jedoch letztlich auf San Antonio, da ich glaube, dass sie schon einen Schritt weiter sind, während die Rockets in dieser Konstellation erst seit diesem Jahr zusammen sind und sich dadurch vielleicht auch der eine oder andere Nachteil ergibt. Die Spurs ziehen also in die Western Conference Finals ein und brauchen dafür erneut sechs Spiele, da sich die Rockets nach Kräften wehren werden.

Tipp: San Antonio Spurs in 6

Spiel 1

Außer Sam Dekker, von den Rockets, gibt es bisher keine Verletzten. Die kleineren Blessuren aus der ersten Runde sollten mittlerweile auch verheilt sein, sodass beide Teams fit und motiviert in dieses Spiel gehen werden. Der Vorteil liegt dabei bei den Spurs, da sie zu Hause spielen und das erste Spiel mit der Unterstützung ihrer Fans angehen können.

Die gute Heimbilanz der Spurs und die „nur“ soliden, aber nicht ganz so starke Auswärtsbilanz der Rockets, sorgt zumindest im ersten Spiel für eine Favoritenstellung der Spurs. Leonard wird Harden direkt zeigen wollen, dass es gegen ihn nicht ganz so einfach wird und auch die Defensive der Spurs als Team, ist klar besser als die der Thunder.

Daher wird es für die Rockets schwerer zu punkten und gleichzeitig werden sie sich defensiv komplett neu einstellen müssen. Da San Antonio in Runde 1 bereits etwas mehr gefordert war, gehe ich davon aus, dass sie besser in Runde 2 kommen und daher das erste Spiel für sich entscheiden.

Tipp: -5 San Antonio Spurs – Quote 1,91 William Hill (sehr fairer 100€ Bonus)

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