Roger Federer – Richard Gasquet, am zweiten Spieltag in der Gruppe B trifft Federer auf den ungemütlichen Franzosen Gasquet. Beide Spieler sind nach ihren knappen Auftaktniederlagen schon gehörig unter Druck. Federer ist der erfahrenere Spieler und kennt sich mit solchen Situationen aus. Bei Gasquet denke ich, dass er schon viel Kraft beim Spiel gegen Del Potro gelassen hat. Wer auch immer dieses Spiel verliert kann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Heimreise antreten.

Die Aufgabe für Gasquet sich noch zu qualifizieren ist ungleich schwerer. Nach dem Spiel gegen Federer muss er noch gegen Djokovic ran und den Serben in der derzeitigen Form zu schlagen, ist fast unmöglich.

Die Bilanz zwischen Federer und Gasquet spricht eindeutig für den Schweizer. Von bisher zwölf Duellen konnte er zehn für sich entscheiden. Das letzte Mal spielten sie beim Masters in Madrid im Jahr 2012 gegeneinander. Damals siegte Federer klar mit 6:3 und 6:2. Er ist auch in dieser Partie, trotz seines schwachen Jahres, der klare Favorit. Gasquet hat seinerseits nichts zu verlieren und daher keinen Druck.

Roger Federer

Über Federer ist schon so ziemlich alles geschrieben worden. Er ist für viele der beste Tennisspieler aller Zeiten. Bei ihm merkt man, dass er dieses Spiel einfach liebt, für Geld stellt er sich bestimmt nicht mehr auf den Platz.

In den letzten Jahren hat es allerdings einige Veränderungen im Leben des Schweizers gegeben. Tennis ist jetzt nicht mehr die absolute Nummer eins in seinem Leben. Er hat mittlerweile zwei Töchter und liebt es mit ihnen Zeit zu verbringen. Man kann auch erkennen, dass er nicht mehr so viele Turniere spielt wie noch vor einiger Zeit.

Dennoch mache ich mir etwas Sorgen um ihn. Er ist dabei, sein Denkmal zu ruinieren. Für einen Federer ist es nicht angemessen, dass er auf Platz sieben oder acht der Weltrangliste rumlungert. Ich kann verstehen, dass es hart ist den Schläger einfach so zur Seite zu legen, doch er sollte mal darüber nachdenken, wie lange er noch dabei bleiben will. Das Jahr 2013 war ein einziger Schlag ins Gesicht für ihn. Die Gegner haben gemerkt, dass er verwundbar ist.

Die Grand Slams waren bis auf die Australian Open, wo er im Halbfinale Murray unterlag, eine herbe Enttäuschung. In Wimbledon kam das Aus in der zweiten Runde gegen den unbekannten Ukrainer Stakhovsky und auch bei den US – Open war schon im Achtelfinale Endstation. Dort hatte er gegen Robredo nicht den Hauch einer Chance. Das wäre einem Federer vor einigen Jahren nie passiert. Hoffen wir, dass er in London einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern kann.

Richard Gasquet

Gasquet versuchte in seinem ersten Match gegen Del Potro alles, doch am Ende war er dem Argentinier knapp unterlegen. Diese Niederlage war vor allem mental eine herbe Enttäuschung. Man muss abwarten, ob er sich noch einmal neu konzentrieren kann. Er steht derzeit auf Rang neun der Weltrangliste. Man hat das Gefühl, dass er schon 20 Jahre dabei ist, aber noch immer ist er erst 27 Jahre alt. Er hatte in der frühen Jugend das Talent eines Djokovic`s oder Federer`s, konnte dies aber in seiner Profikarriere nie halten.

Er ist ein Spieler, der sehr unbequem sein kann, doch am Ende zieht er gegen die besten der Welt meist den Kürzeren. In diesem Jahr feierte er den größten Erfolg seiner Karriere. Bei den US – Open kam er bis ins Halbfinale. Auf dem Weg dorthin besiegte er unter anderem den gefährlichen Kanadier Raonic und David Ferrer. Im Halbfinale hatte er dann aber gegen Nadal keine Chance. Bei den anderen drei Grand Slams blieb er blass. Der Erfolg in New York hat ihm allerdings das Ticket für dieses Turnier ermöglicht.

Er kann befreit und ohne Druck aufspielen. Niemand erwartet hier von ihm, dass er das Turnier gewinnt.

Roger Federer – Richard Gasquet Form

Federer ist in den letzten Wochen wieder besser in Form gekommen. Seitdem er sich von seinem Trainer getrennt hat, geht es wieder bergauf. Doch man kann davon ausgehen, dass er nie wieder so stark werden wird, wie noch vor drei oder vier Jahren.

Gasquet spielt eine konstante Saison ohne große Höhen und Tiefen. Seine Form unterliegt wenig Schwankungen.

Roger Federer – Richard Gasquet Tipp

Für Gasquet ist es in seiner Karriere eine neue Situation, dass er nach einer Niederlage noch immer im Turnier dabei ist. Er hat im Spiel gegen Del Potro viel Kraft gelassen. Ich kann nicht erkennen, dass er sich gegen Federer noch einmal neu motivieren kann. Federer kennt sich mit diesen Situationen aus. Er weiß, dass er Gasquet besiegen muss, um noch eine Chance auf die nächste Runde zu haben. Sein Spiel gefällt mir in den letzten Wochen wieder besser, aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass er klar gewinnt.

Tipp: Federer gewinnt 2:0 – 1.83 Betvictor

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