Leipzig – 1860, schon beim unerwartet klaren 3:0-Erfolg der Roten Bullen am 2. Spieltag in der Allianz Arena deutete sich an, welchen Verlauf diese Saison für beide Mannschaften nehmen würde. Während sich Leipzig als Aufsteiger trotz noch fehlender Konstanz in der Spitzengruppe etabliert hat und alle Chancen auf den Durchmarsch in die Bundesliga besitzt, stehen die Löwen nach 18 Partien mit bescheidenen 16 Punkten auf dem Relegationsplatz und haben sich längst vom forsch ausgegebenen Saisonziel Aufstieg verabschiedet.

Nachdem das Hinspiel am 10. August, bei dem Yussuf Poulsen, Matthias Morys und Denis Thomalla die Treffer für Leipzig markierten, das erste Aufeinandertreffen zwischen beiden Vereinen war, hoffen die Löwen nun mit einem Auswärtsdreier die Gesamtbilanz gerade rücken zu können.

RB Leipzig

Seit dem 1:1 am neunten Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim wechseln sich bei RB Leipzig Unentschieden, Niederlagen und Siege in exakt dieser Reihenfolge ab. Nachdem es zuletzt nach dem 0:1 gegen den FC Ingolstadt und dem 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth beim VfR Aalen ein torloses Remis gab, wäre bei einer Fortsetzung der bisherigen Serie eigentlich wieder eine Niederlage an der Reihe, die das Team von Trainer Alexander Zorniger aber natürlich vermeiden will. Dabei kann Leipzig auf die mit erst elf Gegentoren beste Defensive der gesamten Liga bauen, in der aufgrund der gelb-roten Karte von Anthony Jung aber eine Umstellung nötig ist. Vermutlich wird der zuletzt im Mittelfeld aufgebotene Georg Teigl auf seine angestammte Rechtsverteidiger-Position zurückkehren und Sebastian Heidinger von dort als Jung-Ersatz nach links wechseln. Für den freiwerdenden Platz im Mittelfeld wäre dann der nach wochenlanger Verletzungspause wieder fitte Joshua Kimmich erste Wahl.

Sorgen muss sich Coach Zorniger um die Defensive und das Mittelfeld aber trotz dieser Rochaden nicht machen. Anders als beim Blick auf seinen Angriff, der seit dem 4:1 gegen den FC St. Pauli am 23. November auf einen Torerfolg wartet. Für den einzigen Treffer der letzten vier Begegnungen, das Siegtor in Fürth, zeichnete mit Niklas Hoheneder ein Innenverteidiger verantwortlich. Die Gründe dafür sind allerdings nicht lange zu suchen. Mit Yussuf Poulsen, Terrence Boyd und Ante Rebic fielen und fallen gleich drei Stürmer verletzt aus und Kapitän Daniel Frahn sucht etwas nach seiner Form, während Matthias Morys von Natur aus kein Torjäger ist.

Aufstellung RB Leipzig

Voraussichtliche Aufstellung: Coltorti – Teigl, Compper, Hoheneder, Heidinger – Khedira, Kimmich, Demme – Kaiser – Frahn, Morys

TSV 1860 München

Kurz vor Weihnachten fällt das Halbjahresfazit aus Sicht der Münchner Löwen katastrophal aus. Als von Ex-Trainer Ricardo Moniz selbsternannter Meisterschaftsfavorit gestartet, ist auch nach der Entlassung des Niederländers unter dem neuen Coach Markus von Ahlen ein Aufschwung ausgeblieben. Nur drei seiner zwölf Pflichtspiele als Löwen-Trainer konnte der vorherige Assistenz gewinnen, verlor aber gleich acht Begegnungen. Wäre das Spiel am Mittwoch gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren gegangen, hätte ein erneuter Trainerwechsel nicht überrascht. Trotz des verdienten 1:1 und eines nicht unbedingt zu erwartenden Punktgewinns, mit dem eine Serie von drei Niederlagen am Stück beendet wurde, ist nicht auszuschließen, dass sich die Löwen in der Winterpause auf dem Trainerposten nochmal neu aufstellen.

Zunächst steht von Ahlen in Leipzig aber noch an der Seitenlinie und kann nach abgesessener Sperre wieder auf Julian Weigl zurückgreifen, der den nun gelbgesperrten Yannick Stark ersetzen dürfte. Außerdem ist nach überstandenem Infekt wieder mit Kapitän Christopher Schindler in der Innenverteidigung zu rechnen. Und Daylon Classen wird wohl anstelle des angeschlagenen Valdet Rama links offensiv beginnen.

Aufstellung TSV 1860 München

Voraussichtliche Aufstellung: Ortega – Angha, Vallori, Schindler, Wittek – Sanchez, Weigl – Wolf, Adlung, Claasen – Okotie

Tipp

Leipzig hatte schon in den letzten Spielen enorme Probleme im Spiel nach vorne, die sich angesichts eines wohl weitgehend unveränderten Personals kaum von heute auf morgen abstellen lassen werden. Die Löwen, deren Brust durch den ordentlichen Auftritt gegen Kaiserslautern zumindest wieder ein kleines Stückchen breiter geworden ist, haben daher durchaus die Chance, etwas mitzunehmen und haben ja schon mehrfach gezeigt, sich auswärts sogar etwas wohler zu fühlen als in der Allianz Arena.

Tipp: Remis – 3.81 Bet3000

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